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Artikel-Schlagworte: „Absolvent“







Burnout-SyndromIn der Regel assoziiert man mit dem Thema Burnout überarbeitete Manager oder Sozialarbeiter im mittleren Alter. Dieses Schicksal bleibt jedoch auch Berufsanfängern überraschenderweise nicht immer verwehrt. Studien der Krankenkassen TK und DAK ergaben kürzlich, dass jeder zehnte junge Berufstätige unter 30 Jahren schon unter Depressionen leidet. Auch im ersten Job ist die Diagnose "Burnout-Syndrom" daher nicht so unwahrscheinlich.

Und wenn man sich mal die Fakten anschaut, scheint diese erschreckende Entwicklung auch gar nicht so unbegründet: Wie die Psychologin Heike Haker in der Zeit erklärt, spielen viele Faktoren bei der Überbelastung junger Berufstätiger eine Rolle. Schuld sind häufig befristete Arbeitsverhältnisse, die den Konkurrenzdruck noch verstärken. Ständig fühlt man sich dann beobachtet – klar versucht man in dieser Situation, alles aus sich rauszuholen, um am Ende vielleicht einen festen Vertrag zu bekommen und nicht durch einen neuen Berufseinsteiger ersetzt zu werden.

Zusätzlich sei es laut Haker auch schwierig, so frisch im Berufsleben seine Energieressourcen realistisch einzuschätzen und einzuteilen. Nur weil man während des Studiums vor Prüfungsphasen 60-Stunden-Wochen meistern konnte, heißt das noch lange nicht, dass man das auch über mehrere Monate oder Jahre aushält.

Dieser Leistungsdruck ist aber nicht allein selbst auferlegt – von Absolventen wird heute viel verlangt. Hinzu kommt, das Lob meist ausbleibt und auch die Bezahlung nicht unbedingt von hoher Wertschätzung zeugt. Junge Menschen mit weniger Erfahrung fehlt laut der Psychologin Haker auch die Distanz zu ihrer Arbeit, sodass Kritik schnell persönlich genommen wird. Es muss sich also auch die Einstellung der Arbeitgeber ändern, wenn sie nicht schon die unerfahrenen Berufseinsteiger total verprellen und für das Berufsleben schädigen wollen. Ein einfaches Mittel wären regelmäßige Mitarbeitergespräche, in denen der Chef nicht nur immer höhere Ziele vereinbart, sondern die Aufgaben klar definiert und konstruktives Feedback gibt.







madchengruppe Na wer sagts denn: Wir Deutschen sind gar nicht so pessimistisch und skeptisch, wie es immer heißt. Zumindest die deutschen Studenten gelten laut einer aktuellen Umfrage im Bezug auf ihre Berufschancen, als die optimistischsten in ganz Europa. Platz zwei und drei belegten Norwegen und die Ukraine. Bei der Umfrage wurden rund 20.000 europäische Studenten zu ihrem Wunscharbeitgeber befragt und wie sie ihre Chancen einschätzen, später selbst dort zu arbeiten. Dabei gaben sich 57 Prozent der deutschen Studenten „zuversichtlich bis sehr zuversichtlich“.

Wie die Chancen tatsächlich stehen, darüber konnte die Studie natürlich keine Auskunft geben. Der Optimismus der deutschen Studenten ist vor allem auf die gut überstandene Wirtschaftskrise in Deutschland zurückzuführen. In anderen Ländern, wie Irland, Griechenland und Spanien gaben sich die Studenten wenig optimistisch. So glaubten nur 18 Prozent aller befragten spanischen Studenten, dass sie nach ihrem Studium bei ihrem Wunscharbeitgeber eingestellt würden. Mit diesem Ergebnis belegten sie den letzten Platz.

Zudem zeigte die Studie, dass nach wie vor Google und Apple zu den beliebtesten Arbeitgebern gehören. Ebenso sind die beiden deutschen Unternehmen Audi und BMW bei europäischen Studenten besonders beliebt und daher unter den Top Fünf Arbeitgebern. Bei der Auswahl spielten weniger ethische Werte, als vielmehr das Prestige sowie der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens.
Alles in allem scheint es der deutschen Wirtschaft nicht allzu schlecht zu gehen. Wie optimistisch seid ihr? Oder habt ihr euren Wunscharbeitgeber sogar schon gefunden?







schlaf Ich erfahre es gerade am eigenen Leib: Die Abschlussarbeit liegt seit einigen Tagen gebunden und gedruckt beim Prüfungssekretariat meiner Uni. Eigentlich sollte ich erleichtert sein, aber das Märchen von der „Last, die von einem abfällt“ ist nicht wahr. Ich muss euch enttäuschen: In Wirklichkeit fühlt man sich viel schlechter als vorher, da man nun endgültig die Kontrolle über Rechtschreibfehler und Absatzkontrolle abgegeben hat. Am Ende habe ich einen krankhaften Drang entwickelt nach fehlenden Punkten und schiefen Formulierungen zu suchen. Das ist jetzt vorbei, denn es liegt nun nicht mehr in den eigenen Händen und die lange Zeit des Wartens beginnt.

Mit dem Warten auf die Abschlussnote entwickelt man plötzlich neue Gewohnheiten: Hieß es in den letzten Monaten noch knallhart „Um 8 Uhr sitz‘ ich in der Bibliothek!“, so wird man zunehmend gemütlicher und der Wecker klingelt (wenn überhaupt) nicht vor 8 Uhr. Außerdem entwickelt man einen stark ausgeprägten Belohnungsdrang. Getreu dem Motto „Das hab ich mir jetzt aber auch verdient!“, kauft man zunehmend sinnloses Zeug, sodass das Belohnungssystem im Hirn völlig verrückt spielt. Auch mit der plötzlich verfügbaren Zeit ist man vollkommen überfordert. Der mehrmalige Gang zum Supermarkt, das Bepflanzen des Balkons oder mehrstündige Telefonate sind nur einige neue Angewohnheiten, um den Tag sinnvoll zu füllen.

Klingt nach einem Lotterleben, wie es im Lehrbuch steht. Aber neben zahlreichen „Vorteilen“ ist das Warten auch mit einem subtilen Stress verbunden. Denn ohne Abschlussnote kein Zeugnis und ohne Zeugnis keine Bewerbung und ohne Bewerbung kein Masterplatz. Weil die Fristen mit jedem Tag näher rücken, ist es wohl bald vorbei mit dem süßen Nichtstun und eine weitere Etappe im Sprechstunden-Sekretariats-Formular-Marathon wird wohl in den kommenden Wochen beginnen.
Tschüss, Dolce Vita und Hallo, Realität! Wie nutzt ihr die Übergangsphase und die Wartezeit auf eure Abschlussnote?







laptop Wer sich gegen Ende des Studiums schon das ein oder andere Mal mit seinen Kommilitonen über die zentralen Fragen, die die persönliche Zukunft betreffen, unterhalten hat, dem wird aufgefallen sein, dass es nur zwei Arten von Menschen gibt: Die einen, die weder die Stadt noch das Land interessiert, in dem sie später für ihren Traumjob landen und sich hauptsächlich am besten Jobangebot orientieren und die anderen, für die Faktoren wie die Nähe zum Partner, zu Freunden sowie die Stadt an sich entscheidend sind.

Viele zieht es für ihren Traumjob in das hinterletzte Kaff, andere bevorzugen das Altbewährte oder suchen gezielt in ihrer Traumstadt nach einem Job. Was aber hat Vorrang? Das persönliche oder das berufliche Glück? Und wie schwer lässt sich beides miteinander vereinen? Fernbeziehungen und Umzugskarussell sind in unserer Generation zum Standard geworden. Schließlich muss man nehmen, was man kriegen kann. Alles miteinander vereinen zu können, scheint für viele undenkbar, sodass sie ihre Prioritäten setzen.

Diese Einstellung ist vor allem das Resultat wachsender Unsicherheit und die Unwissenheit über den eigenen Marktwert gerade zum Berufseinstieg. Die meisten sind zunächst froh, wenn sie den ersten Job in Aussicht haben und stürzen sich auf das erstbeste Angebot. Wer danach noch einen Wechsel wagen will, der braucht viel Mut und Entscheidungswillen. Ein neuer Wohnort und ein neuer Job bedeutet auch immer ein Neuanfang. Und hier sollte man sich fragen, wie lange man das Spielchen mitspielen will und wann der richtige Zeitpunkt ist um sesshaft zu werden. Denn wie sagt man so schön: Wir werden alle nicht jünger.







Berufswahltests - Was Lieblingsfarben über den richtigen Karriereweg verratenAuch kurz nach dem Abschluss soll es ja den ein oder anderen Absolvent geben, der keine Ahnung hat, was er mit seinem Leben anfangen soll. Mehr oder minder hilfreich sind dabei kostenlose Berufswahltests, von denen es im Internet nur so wimmelt. Wie wär's dann zur Abwechslung mit einem Berufswahltest, der die Lieblingsfarben analysiert, anstatt auf Situationsfragen zu setzen?

Obwohl ich schon eine etwas genauere Vorstellung von meinem Traumberuf habe, probierte ich diesen Test aus Spaß einfach mal aus. Man klickt sich durch verschiedene Farbreihen, indem man je nach Anweisung diejenige eliminiert, die einem am besten oder am schlechtesten gefällt. Mit zwei Minuten Bearbeitungszeit ist es wohl zumindest schon mal der schnellste Berufswahltest der Welt.

Und tatsächlich: Mir werden zwei Profile angeboten (Creator und Organizer), deren Beschreibungen gar nicht mal so weit von meinen Interessen und Fähigkeiten entfernt liegen. Leider halten sich die Job-Möglichkeiten doch sehr vage – die Vorschläge reichen von Anwältin über Designerin, Architektin, Elektrikerin oder Werbefachfrau. Aha. Würde hier jemand fündig werden, der tatsächlich nach Antworten sucht und keine Ahnung hat, wo seine Reise hingehen soll? Ich habe das Gefühl, dass die Treffsicherheit des Tests Glückskeksen und Zeitungs-Horoskopen sehr nahe kommt.

Da sehe ich, dass laut Webseite das Dewey Color System das "genaueste Karriere-Test-Instrument der Welt" sein soll. Der Link zu einem Artikel im North American Journal of Psychology, der das vielleicht beweisen könnte, funktioniert leider nicht, weshalb ich weiterhin skeptisch bleibe. Angeblich wurden zur Entwicklung des Systems Online-User dazu befragt, wie zufrieden sie mit ihrem Job sind. Die 750.000 Teilnehmer mit der Antwort "strongly agree" wurden anschließend auf ihre Farb-Präferenzen untersucht. Und vielleicht ist da ja wirklich was dran: Immerhin fällt bei der Farbabfrage jegliche Verzerrung durch falsche Selbstwahrnehmung weg, die sich bei textbasierten Berufswahltests gerne mal einschleicht. Also: Probieren kostet nichts.

P.S.: Wen die Funktionsweise genauer interessiert, der findet eine gute Erklärung im Careerbuilder.







Regelstudienzeit überschritten? Arbeitgeber nehmen's gelassen"Oh Gott, ich bin im siebten Semester und habe immer noch nicht alle ECTS-Punkte für die Bachelorarbeit zusammen!" Kommt euch dieser Satz bekannt vor? Es scheint, als wenn man das in den Gängen der Uni heute von allen Seiten hört. Das böse Wörtchen "Regelstudienzeit" sitzt hämisch auf unserer Schulter und trinkt sich mit dem Hartz VI-Männchen schon mal ein Bierchen. So zumindest scheint es uns: Wenn wir nicht in sechs Semestern das Studium schaffen (fünf Praktika, Auslandssemester und exzellente Noten eingeschlossen), können wir das mit dem Einstiegsjob eh gleich knicken. Im Angesicht der Zukunft büffeln wir also was das Zeug hält und versuchen, dem schlechten Gewissen zuvor zu kommen oder, besser noch, gleich unter der Regelstudienzeit zu bleiben. Aber lohnt sich das überhaupt beziehungsweise interessiert das die Arbeitgeber?

Diese Frage hat für den Segen der Studenten jetzt endlich Justus Bender in der Zeit gestellt. Er beschreibt die irrationale Paranoia einiger Studis, wie dem 20-jährigen Felix, der sein Bachelor-Studium in drei Semestern abschloss und nebenbei sicher nicht viel vom Leben gesehen hat. Die im Hintergrund tickende Karriere-Uhr ist wohl auch ein Grund, warum mein Mitbewohner, Informatik-Student im 28. Semester, seit einem halben Jahr endlich mal Dampf macht und im Akkord für Prüfungen lernt.

Vor wenigen Jahren noch war der Langzeit-Student ein zwar nicht gern, dafür aber häufig gesehenes Phänomen an deutschen Unis. Die Wirtschaft schrie mit Blick auf die Konkurrenz anderer Industriestaaten nach jüngeren Absolventen. Mit Einführung von Studiengebühren und Bachelor / Master haben sie diese nun bekommen – und beschweren sich neuerdings über Absolventen, die noch zu grün hinter den Ohren sind. Tatsächlich hat aber die Studiendauer keine Auswirkungen auf das spätere Gehalt. Im Gegenteil werden Studenten, die mehr Praxis mitgenommen haben und dafür länger studieren mussten, bevorzugt eingestellt. Als Beweis zitiert Bender nicht nur Studien, sondern auch einige Personalchefs, die es ja wirklich wissen müssen.

Die Ängste werden also lediglich ausgelöst durch die Berichterstattung in den Medien: Karriereratgeber propagieren immer noch, dass das schnelle Studium ein entscheidender Erfolgsfaktor bei der Jobsuche sei. Statt auf Teufel komm raus durch's Studium zu rasen, sollten Studenten also lieber ein bisschen Muse walten lassen und neben der dazu gewonnenen Zeit versuchen mit Jobs, Praktika oder sonst was Erfahrungen zu sammeln. Und zum Prozess der persönlichen Reifung gehören nun mal auch der Rucksack-Trip durch Indien oder entspannte Gespräche in der Cafeteria…







Kunststudenten brauchen Nachhilfe in BWLVon den Studenten freier Kunstklassen können nach dem Abschluss lediglich fünf Prozent mit ihren Werken die Brötchen verdienen. Damit haben sie es weitaus schwerer als andere Absolventen, wirtschaftlich Fuß zu fassen. Laut Unicum sind die Universitäten daran wohl nicht ganz unschuldig, denn sie vermitteln nur selten das nötige betriebswirtschaftliche Grundwissen.

Auch die tollsten Kunstwerke und Installationen helfen nichts, wenn man nicht weiß, wie man sie an den Mann bringen soll. Kurse, die die Studenten auf das spätere praktische Leben vorbereiten, sollten daher auf jedem Lehrplan stehen – tun sie aber meist nicht. Das freiwillige Seminar "Kunst und Wirtschaft" der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bildet die Ausnahme. Darin bespricht die Kulturreferentin Julia Lehner Grundlagen des Selbstmarketings, VWL und Sponsoring. Außerdem klärt sie Fragen wie "Über welche Wege kann ich meine Kunst vertreiben und wie finde ich eine Galerie?" oder "Wie sichere ich mich über die Künstlersozialkasse ab?".

An vielen Unis ist so etwas aber eher als kommerzielles Denken verschrien und stört die künstlerische Selbstentfaltung. Wo einem die Uni also nicht unter die Arme greift, sollten Studenten der freien Künste frühzeitig selbst damit beginnen, sich mit solchen Themen auseinander zu setzen. Denn laut Lehner haben es auch die meisten großen Künstler nicht ohne ein Quäntchen Geschäftssinn zum Erfolg gebracht.







gelber-schein Der Gesundheitsreport der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) hat in den vergangenen Wochen besorgniserregende Zahlen veröffentlicht: Demnach lassen sich junge Arbeitnehmer doppelt so häufig krankschreiben, wie ihre älteren Kollegen. So fehlen junge Arbeitnehmer zweimal im Jahr und das für durchschnittlich sechs Tage. Ihre älteren Kollegen hingegen fehlten im Schnitt nur einmal pro Jahr. Sie brauchen jedoch rund 19 Tage um sich auszukurieren.

Hauptgründe für die Krankschreibungen waren bei den unter 30-Jährigen vor allem Atemwegs- und Infektionskrankheiten. Allerdings ist auch ein deutlicher Anstieg von Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen festgestellt worden. Der Grund für diese Entwicklung liegt laut DAK vor allem in der Berufssituation der jungen Arbeitnehmer. Ein unsicheres und oft befristetes Arbeitsverhältnis sorgt bei vielen für einen permanenten psychischen Stress, der sich dann auf die körperliche Gesundheit auswirkt. So empfinden 71 Prozent der jungen Arbeitnehmer ihren Arbeitsalltag als belastend. Aber nicht nur Druck, sondern auch Unterforderung und permanente Unzufriedenheit können sich negativ auf die Gesundheit auswirken.

Diese Ergebnisse könnten ein Plädoyer für ein Umdenken sein. So ist der DAK-Chef der Ansicht, dass es gut wäre, „wenn man unsichere Berufsaussichten als Normalität der Zukunftserwartungen in Schule und Ausbildung transportieren könnte.“ Diese etwas vage Präventivmaßnahme ist schön und gut. Trotzdem frage ich mich einmal mehr, was dieses Ergebnis über unser Arbeitsklima in Deutschland aussagt: Sind die jungen Berufseinsteiger einfach zu verwöhnt, dass sie dem Stress und den Anforderungen nicht mehr gewachsen sind? Mangelt es den Deutschen also tatsächlich an Biss und Durchhaltevermögen mangelt? Oder weht wirklich ein rauerer Wind durch die deutsche Arbeitswelt?

































Harte Zeiten
Bologna, dort wo Mortadella, Tortellini oder die ...













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