Dem Unternehmen geht es wieder gut, die Auftragsbücher sind voll, die Aussichten rosig, es scheint also der perfekte Zeitpunkt für eine Gehaltserhöhung zu sein. Doch selbst eine boomende Konjunktur bedeutet nicht automatisch eine höhere Gehaltsabrechnung, das sagt zumindest Gehaltscoach Rasmus Tenbergen. Grund seien oft taktische Fehler in der Gehaltsverhandlung, die man aber abstellen kann.Es fängt beim Verhandlungsstil an, man unterscheidet zwischen einem harten bzw. einem weichen Verhandlungsstil. Die meisten Arbeitnehmer schätzen sich laut Tenbergen falsch ein, viele verhandeln härter als sie denken. Man muss sich also selbst richtig einschätzen können, denn wenn z. B. zwei „harte“ Verhandlungspartner aufeinander treffen, bedeutet dies meist Stillstand da niemand von seiner Position abrücken möchte. Ein harter Verhandlungsstil bedeutet demnach also nicht sofort auch Verhandlungserfolg. „Am erfolgreichsten sind Verhandlungen, in denen zwei weiche Partner miteinander ein Ergebnis erzielen, weil beide die Absicht des anderen mit im Blick haben", erklärt Tenbergen.
Viele Arbeitnehmer fühlen sich in Verhandlungen unterlegen, glauben austauschbar zu sein. Dem ist aber nicht so, kaum ein Arbeitgeber möchte einen fähigen Mitarbeiter gehen lassen, schon gar nicht in Zeiten des ominösen Fachkräftemangels. Außerdem können sich Gehaltsverhandlungen nicht nur ums Geld drehen, es gibt durchaus noch weitere Aspekte, die eine Rolle spielen könnten wie z. B. Standortfragen, Weiterbildungen, Urlaubstage, Dienstwagen oder Gewinnbeteiligungen.
Von großer Wichtigkeit ist es die Signale seines Verhandlungspartners richtig einzuschätzen. Viele Arbeitnehmer konzentrierten sich in der Verhandlung auf komplizierte Argumentationsketten statt darauf, die Verhandlungstaktik des Gegenüber zu analysieren. Schweigen ist demnach kein schlechtes Signal und solange beide Partner noch am Tisch sitzen, läuft die Verhandlung gut.
Um sich auf eine anstehende Gehaltsverhandlung vorzubereiten steht als nützliches Tool der Jobware Gehaltsrechner zur Verfügung. Neben der Funktion als Netto-Brutto-Rechner können Sie ihn auch als Brutto-Netto-Rechner nutzen. So wissen Sie stets, was von Ihrem Brutto-Gehalt übrig bleibt und können weiterhin Ihren Nettolohn auf Ihrer Gehaltsabrechnung kontrollieren.
Bunte BHs und Unterhosen gehören nun in einigen Firmen der Vergangenheit an. Ein Unternehmen aus Köln-Bonn legte für seine Mitarbeiter nämlich einen Kleidungsordnungskatalog fest. Dies ist dann rechtens, wenn es dem "Schutz der vom Arbeitgeber gestellten Dienstkleidung und einem ordentlichen Erscheinungsbild" dient, so das Landesarbeitsgericht Köln.
Demnach könnte es in einigen Unternehmen der Fall sein, dass Frauen nur in fleischfarbenen oder weißen BHs zur Arbeit erscheinen dürfen. Zudem darf die Unterwäsche wie zum Beispiel Socken und Feinstrumpfhosen keinerlei Beschriftungen oder Muster haben. Die Farbe des Nagellacks jedoch geht den Arbeitgeber nichts an. Das gleiche gilt auch für eine Vorschrift, nach der Männer ihre Haare nur in natürlichen Tönen färben dürfen. Das Gericht hielt diese Vorschrift als diskriminierend, genauso wie das Verbot von Toupets, berichtet die Focus money. Schließlich könnte ihr Selbstwertgefühl darunter leiden, sofern sie unter Haarausfall leiden.
Generell gilt eigentlich immer: Ein gepflegtes Erscheinungsbild ist in jeder Firma ein "Muss". Vorschriften sind nur dann unwirksam, wenn sie das Persönlichkeitsrecht der Arbeitnehmer zu sehr einschränken.
Ob Kellnern, Zeitung austragen oder im Supermarkt an der Kasse stehen und Ware auspacken - wenn ein Minijob nicht mehr reicht, müssen es mehrere gleichzeitig sein. In den USA ist dies völlig normal und auch hier geht der Trend zum sogenannten Multijobber. Die Gründe für mehrere Nebenjobs fallen dabei sehr unterschiedlich aus. Meist zum einen aus finanziellen Gründen, zum anderen aber auch als eine Art Abwechslung zum eigentlichen Beruf.
Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland arbeiten zurzeit als Multijobber. Doch wie vielen Nebenjobs kann man nachgehen, um von steuerlich betrachteter Seite keine Einbußen zu haben? "Um auch mit mehreren Jobs in den Genuss der steuerlichen Vorzüge von Minijobs zu kommen, darf das Gesamteinkommen aller geringfügigen Beschäftigungen aber 400 Euro im Monat nicht überschreiten. Bis zu dieser Grenze bleiben alle Jobs versicherungsfrei und werden nicht auf der Lohnsteuerkarte geführt", sagt Christoph Burgmer, Fachanwalt für Arbeitsrecht gegenüber dem ZDF. Ein Minijob ist für Arbeitnehmer in einer festen Stelle aber nur dann erlaubt, wenn die geringfügige Beschäftigung versicherungsfrei bleibt.
Für Anne Köhler sind Multijobs die "flachste Karriereleiter der Welt". Im Interview mit der Zeit spricht sie über ihr Buch "Nichts werden macht auch viel Arbeit. Mein Leben in Nebenjobs". Sie hat trotz abgeschlossenem Germanistikstudium schon viele Nebenjobs gleichzeitig ausprobiert. Die junge Autorin genießt die Abwechslung als Multijobberin – immer wieder neue Menschen und neue Perspektiven. Doch wie lange kann man diesem Stress standhalten? Was ist mit der Altersvorsorge? Sind diese Jobs überhaupt sinnvoll für den Lebenslauf? Ich befürchte, dass man allein schon aus gesundheitlichen Gründen nicht bis ins hohe Alter als Multijobber tätig sein kann. Hinzu kommt auch die oft unangemessene Zahlung, die man so nicht auf Dauer zulassen sollte. In dem Fall lieber nach einer festen Stelle Ausschau halten, Jobware bietet spannende und interessante Jobs mit guten Perspektiven.
Eine britische Studie hat herausgefunden, dass Multitasking der Intelligenz eines Arbeitnehmers schadet, die Qualität seiner Arbeit verringert und Stresshormone erzeugt. Multitasking bedeutet den zeitgleichen Gebrauch von Internet, Handy, Telefon und E-Mail. Das kann ja auch nicht gesund sein, wenn man all den Medien gleichzeitig gerecht werden will. Außerdem macht zuviel des Multitaskings blöd. Hirnforscher glauben nämlich, dass die geteilte Aufmerksamkeit zu schleichenden Veränderungen unserer kognitiven Fähigkeiten führten. In der Studie wurde erkannt, dass bei Arbeitnehmern, die von Telefon und E-Mail während der Arbeit abgelenkt sind, der Intelligenzquotient fast doppelt so stark geschwächt wird, wie von Marihuana-Rauchern. Das ist schon mal eine Leistung. Die Forscher sehen das Ausbreiten einer Aufmerksamkeitsschwäche durch übertriebenes Multitasking besonders im Wirtschaftsleben.
Die Menschen haben heute schon genug Zeitmangel und die immer größer werdende Informationsflut, bringt das Fass an Mediennutzung zum Überlaufen. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er sich nicht auf zwei Aufgaben gleichzeitig konzentrieren kann und deshalb auch die Qualität der Arbeit darunter leidet. Das Gehirn spielt uns nur vor, dass wir Multitasking können, aber in Wahrheit sind wir damit überfordert.
Also empfehlen die Forscher lieber alle Tätigkeiten nacheinander, statt gleichzeitig zu erledigen, um Zeit zu sparen und Stresshormonen vorzubeugen. Irgendwann ist sonst auf lange Sicht ein Burn out die Folge von Multitasking. Aber irgendwie geht es manchmal nicht ohne Stress und Multitasking bleibt eben auch nicht aus, wenn man im Job auf so viele verschiedene Medien angewiesen ist.
Bald stehen ja schon wieder neue Studiengebühren für das nächste Semester an. Wie soll man das nach so kurzer Zeit des Sparens nur schon wieder aufbringen? Für Studenten, die keinen verzinsten Kredit für die 500 Euro aufnehmen oder ihre Eltern anhauen wollen, heißt es dann wohl Ärmel hoch krempeln und arbeiten gehen.
Für ein solches Arbeitsverhältnis während der Ausbildung gibt es bestimmte Regelungen, die die Abgrenzung des Studenten vom Arbeitnehmer sicherstellen, damit ein Student nicht der Versicherungspflicht für Arbeitnehmer entkommt.
Studenten sind von der Versicherungspflicht befreit, wenn sie in den Semesterferien im beliebigen Umfang oder während der Vorlesungszeit maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. Auch bei 400-Euro-Jobs besteht keine Sozialversicherungspflicht für den Studenten, sondern der Arbeitgeber bezahlt Pauschalbeträge. Und auch die Rentenversicherungspflicht entfällt im Fall der geringfügigen Entlohnung. Wenn man mehr als 400 Euro im Monat verdient, muss man auch schon wieder was von seinem Geld für Renten- , Arbeitslosen- und Krankenversicherung bezahlen und in Zusammenhang mit BAföG aufpassen, dass man nicht zu viel dazu verdient.
Es ist also schwer, die Grenzen einzuhalten, wenn man noch etwas von seinem Geld übrig haben möchte und trotzdem über die Runden zu kommen.
Der erfolgreiche Bewerber gestaltet seine Bewerbungsunterlagen so, dass seine spezielle Kompetenz für den angestrebten Job daraus hervorgeht. Die Darstellung seiner beruflichen Laufbahn ist keine 1:1-Abbildung seiner vorherigen Tätigkeiten, sondern er legt den Schwerpunkt auf diejenigen Erfahrungen und Kenntnisse, die ihn für die Zielposition qualifizieren.
Als EDV-Spezialist gibt er beispielsweise an, ob er die im Zielunternehmen verwendeten Betriebssysteme, Software und Programmiersprachen kennt und wie gut er sie beherrscht. Von seinen Projekten stellt er diejenigen vor, die den Themenstellungen seines neuen Unternehmens entsprechen oder ähneln.
Wenn die Liste bei manchen der angeschriebenen Unternehmen anders aussehen muss, dann macht der erfolgreiche Bewerber sich die Mühe, diese anzupassen. Er zählt die Projekte nicht nur auf, sondern informiert den Leser auch, ob er dort Teammitglied oder Projektleiter war, worin genau seine individuelle Aufgabe lag, mit wem er zusammengearbeitet hat, in welchem betrieblichen Zusammenhang die Projekte standen und welchen Nutzen sie dem Unternehmen brachten.
Seine Entwicklung vom Programmierer zum Leiter größerer Projekte arbeitet er als roten Faden seines Werdegangs heraus, während er seinen zweijährigen Ausflug in die Selbstständigkeit als Vertreter für Hotelbedarf eher beiläufig erwähnt.
Nur bei den Unternehmen, die Software für Hotels herstellen oder vertreiben, geht er ausführlicher darauf ein.
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Was Du bei einer erfolgreichen Bewerbung beachten musst, weiß Cornelia Riechers, Autorin des paradoxen Bewerbungsratgebers "So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos".
„Die Un-Arbeitslosen sind die wahren Frustrierten“, behaupten Dr. Volker Kitz und Dr. Manuel Tusch in ihrem brandneuen Buch „Das Frustjobkillerbuch: Warum es egal ist, für wen Sie arbeiten“.
Tatsächlich sind zahlreiche Arbeitnehmer (nicht nur bei uns in Deutschland) alles andere als zufrieden in ihrem Job, schleppen sich jeden Tag schlecht gelaunt ins Büro, sitzen dort ihre Zeit ab und würden diesen direkt gegen einen anderen eintauschen. Welches sind jedoch die Gründe für diese Unzufriedenheit und was kann man als Arbeitnehmer dagegen tun? Diesen Fragen sind Kitz und Tusch während der Recherche für ihr Buch nachgegangen, und nach unzähligen Interviews und noch mehr Umfragen kamen sie letztendlich zu der Erkenntnis, dass die eigene Unzufriedenheit nicht unmittelbar mit dem eigenen Job zusammenhängt, sondern in jedem anderen Job ebenso vorhanden wäre. mehr...


