Eine britische Studie hat herausgefunden, dass Multitasking der Intelligenz eines Arbeitnehmers schadet, die Qualität seiner Arbeit verringert und Stresshormone erzeugt. Multitasking bedeutet den zeitgleichen Gebrauch von Internet, Handy, Telefon und E-Mail. Das kann ja auch nicht gesund sein, wenn man all den Medien gleichzeitig gerecht werden will. Außerdem macht zuviel des Multitaskings blöd. Hirnforscher glauben nämlich, dass die geteilte Aufmerksamkeit zu schleichenden Veränderungen unserer kognitiven Fähigkeiten führten. In der Studie wurde erkannt, dass bei Arbeitnehmern, die von Telefon und E-Mail während der Arbeit abgelenkt sind, der Intelligenzquotient fast doppelt so stark geschwächt wird, wie von Marihuana-Rauchern. Das ist schon mal eine Leistung. Die Forscher sehen das Ausbreiten einer Aufmerksamkeitsschwäche durch übertriebenes Multitasking besonders im Wirtschaftsleben.
Die Menschen haben heute schon genug Zeitmangel und die immer größer werdende Informationsflut, bringt das Fass an Mediennutzung zum Überlaufen. Es liegt in der Natur des Menschen, dass er sich nicht auf zwei Aufgaben gleichzeitig konzentrieren kann und deshalb auch die Qualität der Arbeit darunter leidet. Das Gehirn spielt uns nur vor, dass wir Multitasking können, aber in Wahrheit sind wir damit überfordert.
Also empfehlen die Forscher lieber alle Tätigkeiten nacheinander, statt gleichzeitig zu erledigen, um Zeit zu sparen und Stresshormonen vorzubeugen. Irgendwann ist sonst auf lange Sicht ein Burn out die Folge von Multitasking. Aber irgendwie geht es manchmal nicht ohne Stress und Multitasking bleibt eben auch nicht aus, wenn man im Job auf so viele verschiedene Medien angewiesen ist.
Im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, einem systematisch aufgebauten Konzept, das bereits einige Jahre erfolgreich läuft, wollen wir weitere Neuerungen einführen, um den Mitarbeitern Anreize für positives Gesundheitsverhalten zu bieten.
Drei Handlungsbereiche erweitern wir signifikant: Das Thema "Sport und Bewegung" wird um zahlreiche Angebote ausgebaut. Neu hinzu kommt das Thema "Entspannung" mit Yoga, autogenem Training und progressiver Muskelentspannung. Im Bereich "Gesundheits- und Ernährungsberatung" können die Mitarbeiter eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen, das Angebot der Lebensberatung will den, wichtigen Themenkreis der psychosomatischen Krankheiten angehen. Außerdem nehmen wir ein Programm für Raucher-Entwöhnung dazu.
Als Personaler bin ich natürlich total interessiert, wie sich das Aktionspaket auf die Steigerung der Motivation, Veränderung der Leistungsbereitschaft und auf die Fehlzeitenquote auswirkt. Aber auch Lebens- und Arbeitsqualität können wir bereichern: Bewusstsein schaffen für eine erfolgreiche Work-Life-Balance. Ich denke, ein erstes Resümee werden wir in einem halben Jahr ziehen können. Es bleibt spannend bis dahin!


