Kategorie: Allgemeines, Karriere
Viele Abiturienten stellen sich momentan die Frage, wie es ab Herbst mit ihnen weitergehen soll. Die Möglichkeiten sind schier unendlich und es kommen immer individuellere Studiengänge auf den Markt. So zum Beispiel der Studiengang "Design- und Projektmanagement" der Fachhochschule Südwestfalen in Soest, der in sieben Semestern zum Bachelor of Arts führt. Wer mit einem wirtschaftlichen Studiengang liebäugelt, aber nicht will, dass seine kreative Ader zu kurz kommt, könnte dort genau richtig sein.
"Design- und Projektmanagement" ist ein interdisziplinär ausgelegter Studiengang, der das Konzept der klassischen Designausbildung weiter strickt. Das heißt, am Ende könnt ihr nicht nur Produkte entwickeln oder den Unternehmensauftritt gestalten, sondern seid auch in der Lage, diese Projekte wirtschaftlich und technisch umzusetzen.
In den ersten Semestern werden euch designspezifische, technische und betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt. Dazu gehören unter anderem Veranstaltungen zu Gestaltungslehre, Zeichentechnik, Web-Design, Marketing, BWL, Konstruktionstechnik sowie Logistik. Darauf aufbauend erlernt ihr in den letzten Semestern Managementtechniken und könnt das Gelernte in zwei semesterbegleitenden Praxisprojekten in einem Unternehmen unter Beweis stellen.
Das klingt interessant? Bis zum 16.05.2010 läuft noch die Anmeldung für den Eignungstest.
Neue Studie, neue Zahlen, aber nichts wirklich neues. Scheint fast so, als würde es jetzt fast monatlich eine weitere Erhebung zur Abbruchrate bei Studenten geben. Was dabei heraus kommt, ist aber eigentlich immer das Gleiche.Das Hochschul-Informations-System (HIS) hat jetzt herausgefunden, dass fast fast jeder fünfte Student in Deutschland sein Studium abbricht. Im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften gibt es zwar im Vergleich zu Vorjahren weniger Abbrecher, dafür ist der Anteil bei den Ingenieuren weiter gestiegen. Im Fokus stehen auch mal wieder die Bachelor-Studenten. Die werfen nämlich deutlich früher hin als ihre Kommilitonen in den alten Studiengängen. Im Durchschnitt schon nach nur 2,9 Semestern. Magister- und Diplom-Kandidaten quälen sich hingegen irgendwie noch bis ins 8. Semester, bevor sie das Handtuch werfen. Ob ein früher Abbruch des Studiums jetzt unbedingt negativer zu sehen ist, als ein Abbruch im 8. Semester, will ich jetzt mal nicht bewerten. Die jüngsten Studien-Proteste scheinen in diesem Zusammenhang aber durchaus berechtigt.
Laut der HIS-Studie sind vor allem Bachelor Studenten häufig überfordert und brechen deswegen Ihr Studium ab. Insgesamt haben in den letzten Jahren Leistungsprobleme und Prüfungsversagen zugenommen. Diese Erkenntnisse sind ebenso wenig bahnbrechend, wie die Erkenntnis, dass auch finanzielle Aspekte häufig eine Rolle beim Studienabbruch spielen. Im Grunde also mal wieder alles kalter Kaffee. Fragt sich allerdings wieviele solcher Studien oder Studien-Proteste es noch braucht, damit sich möglicherweise etwas zum positiven ändert.
Tja, es ist ja schon schwer genug Studium und Kind unter einen Hut zu bringen. Durch die neuen Bachelor- und Masterstudiengängen ist das aber alles noch etwas schwieriger geworden. Laut dem Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh bricht knapp die Hälfte aller der Studenten mit Kindern ihr Studium ab. Schuld ist vor allem der straffe Stundenplan und die Menge an Stoff, die es zu erarbeiten gilt. Neben Kind und der Lernerei bleibt da kaum mehr Zeit einem Nebenjob nachzugehen, was natürlich finanzielle Sorgen mit sich bringt. Teilzeit Studienmodelle bringen auch nichts, weil dort das Bafög wegfällt. Als Lösung bleibt also nur ein Vollzeit Studium, in dem irgendwas auf der Strecke bleiben muss.
Geht man neben dem Studium jobben und nimmt sich Zeit für die Kindererziehung, so reicht das Bafög allerdings häufig nicht bis Studienende, weil maximale Förderdauer sich nur auf die Regelstudienzeit bezieht. Klar gibt es für Eltern auch Ausnahmeregeln, die eine Verlängerung der Förderung um bis zu zwei Semester möglich machen, diese sind aber keinesfalls die Regel. Wie so oft beim Bafög und sonstigen Anträgen an der Uni ist man aber auch hier vom jeweiligen Sachbearbeiter und dessen Wohlwollen abhängig.
Auch während eines Urlaubssemesters erhalten schwangere bzw. Studenten mit Kind kein Bafög. Je nachdem in welchem Bundesland man studiert, kann man zudem auch die in dieser Zeit verpassten Module nicht nachholen.
Wen das Thema noch weiter interessiert bzw. wen es direkt betrifft, der findet unter www.familie-in-der-hochschule.de/bafoeg.pdf weitere Informationen dazu.
So, das ist doch mal eine Interessante Nachricht am frühen Morgen. Trotz (oder gerade wegen?) Bologna-Reform und Studiengebühren ist die Zahl der Erstsemester Studenten laut dem statistischen Bundesamt in Wiesbaden im Wintersemester 2008/2009 um satte 10 Prozent angestiegen (insgesamt 396.800). Klar wird, dass Studierende mittlerweile Studiengänge an praxisorientierteren Fachhochschulen (FH) bevorzugen, da diese im Vergleich zu den Unis einen deutlich höheren Anstieg zu verzeichnen haben. Insgesamt stieg die Zahl der Studierenden im ersten Fachsemester - da sind auch Fachwechsler oder Studierende mit schon abgeschlossenem Studium drin - zum Wintersemester 2008/2009 um satte zwöllf Prozent auf insgesamt 455.300. Mehr als zwei Drittel davon haben sich im Zuge der Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge für einen Bachelor-Studiengang eingeschrieben. Allein die Zahl der Bachelor Studierenden im ersten Fachsemester nahm damit um 25% zu.
Alles schön und gut auf den ersten Blick. Noch interessanter wäre es aber meiner Meinung nach zu erfahren, wie hoch die Zahl der Studienabbrecher schon nach dem ersten Semester ist. Möglicherweise relativiert sich dann schon wieder so einiges ...
In einem Beitrag auf Sueddeutsche.de habe ich zunächst endlich mal wieder was zu meinem absoluten Lieblingsthema gefunden: Studenten leiden unter zu viel Stress. Ich will jetzt nicht wieder das ganze Bachelor Thema von vorne aufrollen, aber es scheint ziemlich klar zu sein, dass die Kombination Bachelor Studium + Studiengebühren für viele anscheinend solch eine psychische + finanzielle Belastung darstellt, dass die Beratungsstellen bzw. Therapeuten an den Unis gar nicht mehr wissen wohin mit all den Studenten.
Passend zum Thema Bachelor Studium hab ich dann auch noch einen etwas älteren Welt am Sonntag Artikel entdeckt, in dem mehr oder weniger drin steht, dass das Bachelor Studium für den A….. ist bzw. nicht auf das Berufsleben vorbereitet. Viele Bachelor Studenten sind deshalb auch der Meinung, dass die Chancen für Sie auf dem Arbeitsmarkt eher schlecht sind und immer mehr brechen ihr Studium ab. Auch Forscher sehen Studenten der alten Studiengänge Bachelor Studenten deutlich im Vorteil.
Leute, das kann doch einfach nicht wahr sein, dass alles nur schlecht ist? Oder doch?
Psychische und finanzielle Belastung, schlechte Aussichten auf dem Arbeitsmarkt, chaotische Einschreibungsverhältnisse schon vor dem Studium und was man da nicht noch alles aufzählen könnte. Also entweder ist das der blanke Horror, oder es wird alle paar Wochen halt wieder die selbe Sau (in dem Fall der Bachelor Studiengang) durch's Dorf getrieben.
Und was sind dann eigentlich die Alternativen nachdem man das Bachelor Studium abgebrochen hat, wenn drei Viertel aller Studiengänge jetzt dieses Modell fahren?
Ich habe ja vor ein paar Tagen nicht ganz so nette Dinge über Bachelor Studenten geschrieben bzw. darüber, dass viele es mit ihrem ständigen "Hilfe, mein Studiengang ist so anstrengend und ich habe kein Leben mehr" meiner Meinung nach dann doch übertreiben. Ich gebe zu, dass ich mich da vielleicht etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt habe, denn ich habe heute schon wieder einen Artikel entdeckt, der sich mit der zunehmenden Prüfungsangst von Studenten beschäftigt. Drei mal könnt ihr jetzt raten, welches die Gruppe mit der größten Panik vor Prüfungen ist? Es sind natürlich mal wieder die Bachelor Studenten. Grund dafür ist (neben der allgemeinen Angst davor nach Ende des Studiums keinen Job zu finden) die hohe Anzahl an Prüfungen, die es zu bestehen gilt. Der Artikel selbst liefert mehr oder weniger gute Tipps, wie man trotz allem lernen kann, mit seiner Prüfungsangst umzugehen. Nichts wirklich spektakuläres, aber vielleicht ist ja für den ein oder anderen etwas dabei.
Naja, zurück zu meinen "Lieblings-Studenten". Ich bin ja mittlwerweile schon richtig gespannt darauf, welches wohl die nächste Studie ist, die das Bachelor Studium bzw. Bachelor Studenten zum Thema hat und ich bin mindestens genauso gespannt zu sehen, wie sich das in nächster Zeit denn so entwickelt (die Studiengebühren spielen da sicher auch eine Rolle). Scheint ja ein Thema zu sein, das eine Menge Leute beschäftigt und der Tenor ist eigentlich immer relativ eindeutig.
Schaun mer mal ...
Es vergeht kein Tag, an dem es nicht irgendeinen Bericht über Studiengebühren und deren Auswirkungen auf das Studentenleben gibt und wenn doch, dann kann man ziemlich sicher sein, dass es zumindest etwas neues (meist negatives) zu den neuen Bachelor Studiengängen gibt. Jetzt geht es zur Abwechslung mal wieder um die zu große Belastung von Bachelor Studenten. Zu viel Studieninhalte in zu kurzer Zeit, daraus folgen zu viele Prüfungen und das wiederum macht viele Studenten krank. Das geht dann so weit, dass viele unter Depressionen und Angstzuständen leiden, die es den Betroffenen sogar unmöglich machen zu lernen.
Und jetzt so langsam geht mir das ständige "Geheule" doch so ziemlich auf die Nerven. Sicherlich gibt es die zusätzliche finanzielle Bealstung durch die Studiengebühren und auch die neuen Studienordnungen mögen in ihrer Form etwas straffer sein als die alten, aber ich kenne wirklich keinen Bachelor Studenten (und ich kenne einige), dem es schlechter geht, als anderen. Und sorry, aber wer mit dem Druck an einer Uni nicht zurecht kommt, für den ist das ganze dann halt nichts und derjenige sollte sich dann vielleicht etwas anderes suchen.
Man kann halt nicht immer alle in Watte packen und heiße Luft in den Hintern blasen. Student zu sein bedeutet halt nicht (mehr) nur lange zu schlafen, Partys zu feiern und in vier Semestern vielleicht 2 Klausuren zu schreiben. Vielleicht sollten sich das einige mal bewusst machen, bevor sie ihr Bachelor Studium beginnen bzw. während des Studiums mal öfter vor Augen halten.
Es hat sich halt alles ein bisschen geändert und jetzt sollte man langsam mal anfangen sich damit abzufinden.
McDonald’s will weg vom schlechten Image als billige Fast-Food-Kette für Übergewichtige. „Reputationsmanagement“ heißt so was und zeigt sich in Form von Café-Ecken, Salaten und Joghurts auf der Speisekarte und umfangreichen Nährwerttabellen auf den Tabletts.
Aber nicht nur Menü und Interieur werden aufgemöbelt; jetzt sind auch die Mitarbeiter dran. Denn der McJob gilt als Inbegriff für stressige Arbeit zwischen Friteuse und Burger-Station zu einem Hungerlohn. Sogar der Duden definiert der McJob umgangssprachlich als „schlecht bezahlten, ungesicherten Arbeitsplatz“. Auch im renommierten Oxford Dictionary kommt der McJob nicht besser weg. Das soll sich jetzt ändern.
Mit einem neuen Konzept können Auszubildende ein dreijähriges duales Bachelor-Studium absolvieren um sich vom Schichtführer zum Assistenten des Restaurant Managers hoch zu arbeiten. Studiengebühren bezahlt das Unternehmen und vergütet wird das Ganze auch noch. Allerdings sind die Absolventen nach ihrem Studium drei Jahre an das Unternehmen gebunden. Und wer innerhalb der drei Jahre erstmal aufgestiegen ist, wird, vom Erfolg beflügelt, Ronald so schnell wahrscheinlich nicht den Rücken kehren.
Also dann: Einen McBachelor, bitte!


