Unser Stellenportal Jobware lud gemeinsam mit der Fachzeitschrift W&V am 12.November zum Workshop „Crossmediales Recruiting von Fach- und Führungskräften“ in München ein. Personalexperten diskutierten dabei angeregt über aktuelle Trends im Recruiting und die Zukunft des Personalwesens.
Die Fachleute erwarten in den nächsten Jahren eine zunehmende Abwanderung großer Teile der Bevölkerung in die Ballungsgebiete und eine Verschärfung des Fachkräftemangels. Bis 2020 wird das deutsche Erwerbspersonenpotential sogar um eine Million Menschen zurückgehen. Die Wirtschaft soll daher schon jetzt Wege finden, um den Nachwuchs für sich zu interessieren. Laut Prof. Dr. Christoph Beck sind Krisenzeiten geradezu ideal, um als Arbeitgeber bekannt zu werden, schließlich steigt in dieser Zeit auch das Interesse der Bewerber.
Und wo funktioniert Imagebildung bei der Net Generation besser, als im Internet? Neben klassischen Print- und Onlineanzeigen müssen Arbeitgeber ihre Angebote für mobile Endgeräte zugänglich machen. Wenn es darum geht, sich als attraktive Arbeitgebermarke zu etablieren, rücken natürlich auch soziale Netzwerke und emotionale Imagevideos via YouTube immer mehr in den Fokus.
Bleibt für uns Studis nur zu hoffen, dass sich möglichst viele Arbeitgeber diesen Rat zu Herzen nehmen. Denn wer würde nicht liebend gerne direkt nach dem Abschluss von allen Seiten umgarnt werden …
Genauso mies wie das Wetter zurzeit ist, fühle ich mich auch irgendwie. Für mich ist es nun mal problematisch, wenn ein so zäher Informationsfluss hinsichtlich meiner Bewerbungen herrscht. Es gibt nichts schlimmeres, als eine ungewisse berufliche Zukunft. Eben habe ich gesehen, dass der Postzusteller einiges an Sendungen in seiner Hand hatte, als er zu unserem Briefkasten gegangen ist. Ich bin mal gespannt, ob heute vielleicht etwas gescheites dabei ist.
Seit meinen ersten Bewerbungen ist ja schon einige Zeit vergangen, und irgendwann muss doch auch mal eine Reaktion seitens der Unternehmen erfolgen. Neben Werbung, angeblichen Gewinnen dubioser Veranstalter, sehe ich zwei größere Umschläge und einen weiteren Brief. Ein Blick in die großen Umschläge bestätigt meinen ersten Verdacht: „Sehr geehrte Frau…“, „…leider konnten wir Ihre Bewerbung nicht weiter berücksichtigen…“ Typische Absagen, ihr kennt das ja, Standardtexte perfekt in Szene gesetzt.
Ok, wenn Unternehmen schon vorgefertigte Textbausteine per „Copy & Paste“ einsetzten, dann würde ich wenigstens mal die persönliche Anrede richtig verfassen, denn mein Nachnahme ist dass mit Sicherheit nicht, der dort steht. Aber ich habe ja noch einen anderen Brief erhalten. Klasse, eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Ein gutes Zeichen, und dann auch noch in meiner bevorzugten Region. Bedeutet für mich konkret: „Shoppen!“ Ich kann ja schließlich nicht in meinen verwaschenen Jeans dort auftauchen. Schließlich möchte ich einen bleibenden Eindruck hinterlassen, wenn möglich einen positiven. Obwohl ich mich sehr über diese Nachricht freue, spüre ich schon meine steigende Nervosität. Beim nächsten mal Berichte ich, wie es gelaufen ist.
Bis dahin, Katrin
Hilflosigkeit und Entscheidungsängste sind ein lukratives Geschäft. Egal ob man verzweifelte Übergewichtige mit überteuerten Diät-Zauberdrinks ködert, oder ratlosen Menschen teure Horoskope als Lebenshilfe aufschwatzen will: In ihrer Hilflosigkeit greifen viele nach jedem Strohhalm.
Auch aus den Entscheidungsängsten von Schulabgängern und Absolventen lässt sich Kapital schlagen. Zweifelhafte Persönlichkeitstests sollen bei der Berufs- und Studienwahl helfen. Der neuste Clou ist die Gesichtsanalyse. Hier schickt der Hilfesuchende ein Foto seines Gesichts ein und erhält daraufhin eine Persönlichkeitsanalyse, die anhand seiner Gesichtszüge erstellt wird. Kleine Ohren deuten laut Analyseergebnis auf Sensibilität und Aufmerksamkeit hin, Spontaneität und Multitasking lassen sich an einer breiten Nasenwurzel erkennen. Dass das ganze nicht kostenlos ist, versteht sich von selbst. Will man jedoch eine berufsbezogene Analyse seines Profils, muss man noch mal drauf zahlen.
Viel wichtiger jedoch als eine kostenpflichtige Gesichtsanalyse, sind bei der Berufs- und Fächerwahl die Selbst- und vor allem die Fremdeinschätzung der eigenen Fähigkeiten und Interessen. Denn über Zuverlässigkeit und Spontaneität können Freunde und Eltern wahrscheinlich verlässlichere Aussagen treffen, als die Analyse von Nase und Ohren.
Der erfolgreiche Bewerber beginnt seine neue Tätigkeit nicht ohne Plan und Ziel. Bereits im Vorstellungsgespräch hat er geklärt, wie seine Einarbeitung vonstatten gehen soll. Er verzettelt sich nicht, sondern setzt Schwerpunkte und konzentriert sich auf diejenigen Aufgaben, bei denen er schnell ein sichtbares Ergebnis erzielen kann.
Dabei holt er sich regelmäßig Feedback von seinem Vorgesetzten und stellt sicher, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet. Gleichzeitig weiß er, dass es in der Probezeit nicht allein auf seine fachlichen Leistungen ankommt. Deshalb widmet er sich am Anfang vor allem der Pflege guter Beziehungen zu Chefs, Kollegen und Mitarbeitern.
Er sammelt Informationen und passt sich den Gegebenheiten in der neuen Firma an, bevor er Neuerungen vorschlägt. Er interessiert sich für die Menschen, mit denen er zu tun hat – ihre Aufgaben, ihre Arbeitsabläufe und ihre Erwartungen an ihn. Noch unbekannte Gesprächspartner sucht er beim ersten Mal stets persönlich auf und stellt sich als neuer Kollege vor.
Von Angesicht zu Angesicht lässt sich vieles leichter regeln als am Telefon oder per E-Mail. Mit Fingerspitzengefühl und Spürsinn findet der Neue heraus, wie sein jetziges Umfeld “tickt”. Er erkennt verdeckte Hierarchien und übersieht nicht diejenigen, die in der informellen Struktur ein hohes Ansehen genießen. Vom Pförtner bis zum Geschäftsführer begegnet er allen freundlich, offen und hilfsbereit.
Weil er deshalb gemocht wird, haftet ihm automatisch auch der Nimbus des Tüchtigen an.
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Was Du bei einer erfolgreichen Bewerbung beachten musst, weiß Cornelia Riechers, Autorin des paradoxen Bewerbungsratgebers "So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos".
Kategorie: 10 Tipps für den Erfolg
Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Statt mit vielen Hundert Kandidaten um eine einzige ausgeschriebene Position zu konkurrieren, wendet der erfolgreiche Bewerber sich in Eigeninitiative an seine Zielfirmen, lange bevor diese ein Stellenangebot veröffentlichen. So erschließt er den verdeckten Stellenmarkt und findet Vakanzen, von denen noch kein anderer etwas weiß. Dort hat er die Chance, der einzige Bewerber zu sein und eingestellt zu werden, wenn er zu dem Unternehmen passt. Um diese Passgenauigkeit zu erreichen, besinnt der erfolgreiche Bewerber sich auf seine besonderen Stärken.
Dann findet er heraus, welche Unternehmen Bedarf an seinem Können haben. Kern seiner Zielgruppenansprache ist ein attraktives Leistungsangebot, in dem er aufzeigt, wie er die ausgewählten Firmen bei der Lösung ihrer Probleme unterstützen kann.
Für einen versierten Logistikfachmann etwa ist das leicht, und es dürfte nicht lange dauern, bis er bei einem Logistikunternehmen ein neues Angebot bekommt. Dieselbe Strategie funktioniert aber auch bei einem Wechsel der Tätigkeit.
Der Leiter eines chemischen Labors, der – nach Tests mit verschiedenen Anbietern – eine Software zur Qualitätssicherung ausgewählt, eingeführt und optimiert hat, bewirbt sich bei Software-Häusern, die ebensolche Programme entwickeln.
Wer als Offizier Führungserfahrung und später als Betriebsrat Kenntnisse im Arbeitsrecht erworben hat, kann diese bei einem Personaldienstleister als Disponent oder Zweigstellenleiter einsetzen.
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Was Du bei einer erfolgreichen Bewerbung beachten musst, weiß Cornelia Riechers, Autorin des paradoxen Bewerbungsratgebers "So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos".
Kategorie: 10 Tipps für den Erfolg
Der erfolgreiche Bewerber nervt den Adressaten nicht mit belanglosen Floskeln wie „Ich habe Ihr Inserat mit großem Interesse gelesen“ oder „Sie sind mir als führendes Unternehmen der Sowieso-Branche bekannt“. Er konzentriert sich auf die Argumente, warum er für den Job der Richtige ist. Dazu befasst sich gründlich mit jedem Stellenangebot, bevor er es beantwortet.
Seine Analyse beginnt ganz oben, bei der Selbstdarstellung des Unternehmens und der Beschreibung der Aufgaben. Stößt er auf einen ihm unbekannten Begriff wie „M & A“, schlägt er die Bedeutung nach oder erkundigt sich.
Wenn der Begriff in der Ausschreibung sechsmal vorkommt, dann ist ihm klar, dass der Gesuchte schon etwas von Mergers & Acquisitions verstehen sollte, und er stellt seine einschlägigen Kenntnisse dar. Er verschickt nicht denselben Standardbrief an jede Firma, sondern geht genau auf die jeweiligen Anforderungen ein.
Wenn eine Vertriebssachbearbeiterin auf die Anzeige eines Dessous-Herstellers reagiert, in der die Markennamen Chantelle und Passionata fett hervorgehoben sind, dann beginnt sie ihre Ausführungen nicht mit dem Hinweis auf ihre langjährige Erfahrung in der Verpackungsindustrie.
Vielmehr erwähnt sie ihr Interesse an Mode und die Gründe, warum auch sie Produkte der genannten Marken in ihrem Kleiderschrank hat.
Punkt für Punkt arbeitet sie dann in ihrem Anschreiben alles ab, was sie in Bezug auf die verlangten Qualifikationen zu bieten hat. Dabei vergisst sie auch ihre Englisch- und EDV-Kenntnisse nicht.
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Was Du bei einer erfolgreichen Bewerbung beachten musst, weiß Cornelia Riechers, Autorin des paradoxen Bewerbungsratgebers "So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos".
Der erfolgreiche Bewerber wartet nicht, bis jemand an seiner Haustür klingelt und ihm seinen neuen Job auf dem Silbertablett serviert, sondern er wird selbst aktiv. Er sammelt so viele Informationen über seinen Zielmarkt wie möglich: Welche Firmen haben Bedarf an seinen Fähigkeiten, wie heißen diese, wo befinden sie sich, seit wann gibt es sie, wie ist die Mitarbeiter- und Umsatzentwicklung, mit welchen Produktionssystemen (Maschinen, Software usw.) arbeiten sie, an wen verkaufen sie ihre Produkte und Dienstleistungen, welche Themen und Probleme sind dort gerade aktuell?
Als Quelle für seine Recherchen nutzt der erfolgreiche Bewerber das Internet, Fachzeitschriften, Messekataloge und Mitgliederlisten von Verbänden. Er identifiziert die maßgeblichen Ansprechpartner und schreibt ihnen, ruft sie an, geht persönlich hin, trifft sie bei Fachvorträgen und Konferenzen.
Wenn das nicht klappt, scheut der erfolgreiche Bewerber auch nicht davor zurück, ganz unauffällig, sozusagen „undercover“, mit seinem zukünftigen Arbeitgeber Bekanntschaft zu schließen – zum Beispiel in dessen Fitnessstudio. Wenn sein Traumjob per Zeitungsannonce angeboten wird, dann weiß er, dass er zu langsam war.
Er investiert genau so viel Zeit in seine Bewerbungskampagne wie in eine Vollzeit-Anstellung. Er vertrödelt nicht Wochen und Monate mit Abwarten, sondern startet immer neue Aktivitäten, bis er seinen Traumjob findet. So kann er auch Rückschläge gut verkraften, weil er stets mehrere Eisen im Feuer hat.
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Was Du bei einer erfolgreichen Bewerbung beachten musst, weiß Cornelia Riechers, Autorin des paradoxen Bewerbungsratgebers "So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos".
Der erfolgreiche Bewerber investiert viel Zeit und Mühe, um sich über sein berufliches Ziel klar zu werden. Er trifft seine Wahl nicht nach erzielbarem Einkommen, nach Status oder nach der momentan großen Nachfrage am Arbeitsmarkt – ein Umstand, der sich längst geändert haben kann, wenn er mit der Ausbildung fertig ist. Vielmehr fragt der erfolgreiche Bewerber sich, was ihm am meisten Spaß macht und für welche Arbeit sein Herz schlägt. Er informiert sich genau, wo es solche Aufgaben gibt und welche Qualifikationen er dafür benötigt.
Auf dieser Basis bewirbt er sich für ein klar umrissenes Tätigkeitsfeld - nicht wahllos heute als Tiefbau-Ingenieur und morgen als Vermögensberater oder Zahnpastaverkäufer. Seine Bewerbung wirkt stimmig, weil er sich intensiv mit seinem Traumberuf beschäftigt hat und weil sich das Interesse daran wie ein roter Faden durch sein Leben zieht. Er hat sich für das entschieden, was er am allerliebsten tut, und überzeugt potenzielle Einsteller mit seiner Begeisterung für den Job.
Die Freude an seiner Arbeit beflügelt ihn zu überdurchschnittlichen Leistungen, so dass sein Name niemals auf den Listen für geplante Kündigungen erscheint. Sollte er doch einmal einer Betriebsstilllegung zum Opfer fallen, findet er mit seiner umfangreichen Erfahrung auf seinem Fachgebiet problemlos eine neue Anstellung. Oder ihm gelingt der Sprung in die Selbstständigkeit, weil viele Kunden seine einzigartige Expertise schätzen.
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Was Du bei einer erfolgreichen Bewerbung beachten musst, weiß Cornelia Riechers, Autorin des paradoxen Bewerbungsratgebers "So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos".


