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Artikel-Schlagworte: „Boykott“







tasche-leer Und wieder einmal Studiengebühren. Ich will ja nicht nerven, aber wie war das doch gleich mit der Landtagswahl, den Grünen und den Roten und überhaupt? Das leidige Thema könnte vielleicht bald ein Ende haben. Zumindest könnte es sein, dass es auch hier im Blog ein bisschen ruhiger zugehen wird, wenn es um das Thema Studiengebühren geht. Denn wenn man den Politikern, allen voran der frisch gebackenen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Glauben schenken darf, dann sollen die Studiengebühren in NRW schnellstmöglich wieder abgeschafft werden.

Ein Grund zu Jubeln ist das natürlich allemal. Aber ehrlich gesagt, springt mir persönlich der Draht aus der Mütze, weil ich mit vielen anderen zu den Dummen gehöre, die genau in der Zeit studieren, in der die Studiengebühren eingeführt wurden und gerade dann aufhöre, wenn sie voraussichtlich abgeschafft werden. Mal sehen, was da noch an Klagewellen und Protesten von Meinesgleichen kommen wird.

Noch in diesem Jahr soll das entsprechende Gesetz verabschiedet werden, sodass es schon im Wintersemester 2011/2012 keine Studiengebühren mehr geben wird. Die Regierung will den Unis statt der Studiengebühren Ausgleichszahlungen im selben Umfang zur Verfügung stellen. Klingt nach vielen vagen Ankündigungen, aber es bleibt ein Hoffnungsschimmer für die abgemolkenen Studenten. Ich glaube es allerdings erst, wenn es wirklich soweit ist und es auf meinem Kontoauszug nicht mehr heißt: „ -500€: Uni Paderborn sagt danke.“







tasche-leer Mit harten Bandagen kämpft die Hamburger Hochschule für bildende Künste (HfbK) gegen den Studiengebührenboykott ihrer Kunststudenten. Nach erfolglosen Mahnungen, treibt sie jetzt mit harter Hand die ausstehenden Forderungen bei ihren Studenten ein – ihnen droht sogar die Pfändung. In einer Presseerklärung des Asta heißt es, dass bereits Bankkonten einiger Kunststudenten durch die zuständigen Landeskassen gesperrt worden sind.

Begonnen hatte das ganze Drama mit dem allgemeinen Studiengebührenboykott, der 2007 startete und an dem sich immer noch über ein Drittel aller Studierenden der HfbK beteiligen. Offensichtlich waren die Bemühungen der Universitätsleitung, die ausstehenden Gebühren geltend zu machen, nicht von Erfolg gekrönt, sodass sie sich keinen anderen Rat wusste, als die Daten der zahlungsunwilligen Studenten an die Kasse Hamburg zu übermitteln, die nun für die Vollstreckung zuständig ist.

Einen Ausweg gibt es allerdings noch für die Studenten: Laut Asta der HfbK können betroffene Studenten eine eidesstattliche Versicherung einreichen, die angibt, dass keine verwertbaren finanziellen Mittel vorhanden sind. Ich muss sagen, dass ich vor soviel Widerstand und Durchhaltevermögen der Studenten meinen Hut ziehe.

Der Studiengebührenboykott an der Uni Paderborn verlief nach kurzer Zeit im Sande und war nicht gerade von Erfolg gekrönt. Auch in anderen Städten sagen sich die meisten Studenten scheinbar lieber: Augen zu und durch, anstatt sich täglich vom Gerichtsvollzieher wecken zu lassen. Dennoch darf man gespannt sein, zu welchen Mitteln die Hamburger Hochschule für bildende Künste demnächst noch greifen wird. Der Gerichtsvollzieher ist auf jeden Fall schon eine Ansage.

































Fragwürdige Erkenntnisse
Zugegeben, wir alle machen uns ab und zu mal zum ...













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