Was zeichnet eine gute Führungspersönlichkeit aus? Einer, der glaubt, er würde wirklich alles verstehen, ist heute Abend wieder im Fernsehen zu sehen: Stromberg. Der Bürodiktator, der weiß wie er seine Mitarbeiter schikanieren kann.
Die Dramen aus der Serie scheinen aus der Wirklichkeit geholt. In vielen Büros sind die Szenen aus der Serie längst Alltag. Und gleich heute Abend, in der ersten Folge von Staffel 5 knöpft sich der König aller Schikane den neuen Azubi vor. Und was er sich früher schon immer gewünscht hat, scheint immer erreichbarer: Der Weg nach oben.
Bernd Stromberg wird vorübergehend alleiniger Leiter der Schadensregulierung der Capitol Versicherung. Auch im Zentrum der Macht behält er seine überaus beliebte Art und kommt damit bei den Kollegen im Management richtig gut an. Schließlich hat er ein wirklich gutes Gespür dafür, im richtigen Moment immer stets das Falsche zu sagen.
Herr Stromberg, zu guter letzt hier ein Ratschlag vom Experten für strategische Unternehmensführung Hans Hinterhuber: "Gewinnen Sie die Herzen Ihrer Mitarbeiter, indem sie diese ernst nehmen und sich als ein Teil von ihnen verstehen."
Gestern Abend wurde bei Sandra Maischberger über das Thema "Ich hasse meinen Boss! Überleben in der Arbeitswelt" diskutiert. Und scheinbar gab es zu jeder erdenklichen Frage eine Antwort. Muss ich das Büro putzen, wenn mein Chef es von mir verlangt? "Wenn ich die Putzfrau bin, dann schon", sagt Wolfgang Büser, Experte für Arbeitsrecht. Darf ein Chef kontrollieren, ob sein Mitarbeiter tatsächlich krank ist und darf er während seiner Arbeitszeit private Telefonate führen?
Spannend wurde es, als eine Umfrage auf der Straße eingeblendet wurde, bei der Passanten gefragt wurden, ob sie ihren Boss hassen. Die Antworten hielten sich schüchtern in Grenzen. "Kann ich mich jetzt leider nicht zu äußern" oder "Wollen Sie eine ehrliche oder eher diplomatische Antwort von mir hören?". Keiner, der sich vor der Kamera dazu äußern wollte, ob er seinen Boss hasst. Keine Antwort ist eben auch eine Antwort, denn die konnte sich der Zuschauer schon denken.
Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm durfte auch fleißig mitdiskutieren. Seiner Meinung nach kann kein Unternehmen gut und effektiv arbeiten, wenn kein Vertrauen zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten besteht. Bestsellerautor Martin Wehrle saß auch mit in der Runde: "Führungskräfte sind heute oft Durchreisende. Da kann kein Vertrauen entstehen." Den Firmen gehe es schließlich nur um Profit. "Aus Profitdenken heraus riskieren es die Unternehmen, dass die Menschen sich umbringen", sagte Wehrle weiter.
Auch sollte man sich nicht durch Mobbing ins Aus schießen lassen, sich nicht selbstkündigen. Rechtsanwalt Rüdiger Knaup, der schon 30.000 Mitarbeitern im Namen von Firmen gekündigt hat, rät gemobbten Arbeitnehmern ebenfalls dazu, nicht selbst zu kündigen. Andernfalls würden sie so die Karten aus der Hand geben. Und zu guter letzt kam noch ein Ratschlag von Büser: "Ich wünsche mir, dass mehr Arbeitnehmer irgendwann die Courage haben, sich einer Gewerkschaft anzuschließen. Auch wenn das dem Arbeitgeber nicht immer passt."
Es ist ungewöhnlich, doch es gibt immer wieder Arbeitnehmer, die ihren Hund mit zum Arbeitsplatz nehmen. Das hat meistens ganz profane Gründe, dass sich z. B. sonst niemand um das Tier kümmern kann. Dabei hat ein Hund im Büro auch positive Nebeneffekte. Studien der Buffalo University New York belegen, dass Haustiere in Stresssituationen blutdrucksenkend wirken. Soziale Interaktion, in diesem Fall einen Hund streicheln, wirkt sich positiv auf den Arbeitsalltag aus. Hunde entwickeln sich in Unternehmen häufig regelrecht zu Teammitgliedern. Und gemeinsames Betreuen eines Tieres kann man getrost als Teambildende Maßnahme verstehen.Dabei bietet sich auch nur der Hund als Bürotier an. Andere Haustiere wie Katzen, Kaninchen oder Hamster kommen für den Bürojob lt. Deutschem Tierschutzbund nicht in Frage. Katzen bleiben am liebsten ihrem Revier treu, Kleintiere sind nicht sehr stressresistent und nachtaktive Tiere kommen vom Rhythmus her nicht infrage. Hinzu kommt, dass Hunde die einzige Tierart sind, die eine Affinität zum Autofahren haben.
Der Deutsche Tierschutzbund hält Hunde im Büro für eine gute Idee, gibt aber zu Bedenken, dass einige Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen. Denn neben einem ruhigen Platz für das Tier, frischem Wasser und Futter und regelmäßigem Gassigehen muss der Bürohund eher einen ruhigen Charakter haben und gut erzogen sein. Wenn nicht, ist es mit der blutdrucksenkenden Wirkung nicht weit her. Hundeschulen bieten inzwischen Trainings speziell für Bürohunde und solche, die es werden sollen, an. Wenn dann noch der Chef ja sagt - ohne seine Zustimmung geht es nicht - kann man im Job getrost auf den Hund kommen.
Die Zeiten von Hitzefrei sind bei den meisten von uns schon seit der Schulzeit vorbei. Schade eigentlich. Denn gerade im Moment, wo die Temperaturen langsam wieder auf die 30-Grad Marke zugehen, steht die Hitze nicht nur in den Hörsälen, sondern auch in den Büros.Der Hitze fallen nicht nur die T-Shirts zum Opfer, sondern vor allem auch die Konzentration und die Leistungsfähigkeit.
Aber mit einigen Tricks kann man Abhilfe schaffen. Dabei ist die Kleidung der erste Schritt, um am Tag nicht ins Schwitzen zu geraten. Wichtig ist vor allem, dass über den Tag verteilt genügend Flüssigkeit in Form von Wasser aufgenommen wird. Dabei ist von eiskaltem Wasser abzuraten, auch wenn es vielleicht zu kühlen scheint, ist Raumtemperatur oder nur leicht gekühltes Wasser am effektivsten. Ganz wie bei einem Wüstenvolk eignet sich auch warmer Tee bei der Flüssigkeitsaufnahme, da er nicht mehr vom Körper erwärmt werden muss und somit Energie spart.
Auch beim Essen sollte man in der Kantine oder Mensa nicht zum Hackbraten mit Klößen, sondern lieber zu etwas Leichtem greifen. Sonst besteht die Gefahr, dass man, zurück im Seminar, vom postmensalen Müdigkeitssyndrom heimgesucht wird, da der Kreislauf durch die Hitze und das schwere Essen doppelt belastet wird. Und eine ausgedehnte Siesta nach der Mittagspause sehen die meisten Dozenten und Arbeitgeber nicht besonders gerne.
Wer schon sehr früh morgens ins Büro kommt, der sollte alle Fenster öffnen und die kühle Morgenluft in den Raum lassen. Sowieso ist es am besten, wenn man alles, soweit es zeitlich möglich ist, morgens erledigt. Wer dennoch leicht ins Schwitzen gerät, der sollte sich ein feuchtes Tuch mitnehmen und ein Deospray immer griffbereit. Die Kollegen werden es ihnen danken.
Jetzt wo das Wetter wieder besser ist, beginnt die Zeit des Fahrrads und nicht nur die hart-gesotten Allwetter-Radler, sondern auch die Schönwetter-Radler fahren immer häufiger mit dem Fahrrad zur Uni oder zur Arbeit. Denn relativ kurze Strecken lassen sich gerade bei dichtem Berufsverkehr oder schlechter Bus und Bahn Verbindung besonders schnell mit dem Fahrrad bewältigen.
Aber nicht nur der Zeitfaktor, sondern auch die finanzielle Ersparnis bewegt immer mehr Leute ihren täglichen Arbeitsweg mit dem Fahrrad zu fahren. Bei den galaktischen Spritpreisen derzeit ist das Fahrrad also keine schlechte Idee. Aber was tun, wenn man als untrainierter Radler dann mit zerzausten Haaren und verschwitztem Hemd im Büro ankommt?
Um das Fahrrad als alternatives Beförderungsmittel zum Büro attraktiver zu machen, setzen viele Firmen auf das „Bike + Business“-Projekt. Bei diesem Projekt, sollen Firmen ihre Mitarbeiter ermutigen auf das Auto zu verzichten und lieber mit dem Fahrrad zu kommen. Das Projekt umfasst zahlreiche Inhalte, die das Fahrradfahren attraktiver gestalten soll. So werden neben Duschmöglichkeiten und monatlichen Treffen auch Ansprechpartner sowie firmeninterne Informationsseiten für Fahrradfahrer angeboten. Das Projekt, das bereits seit 2002 im Rhein-Main-Gebiet läuft, findet dort immer mehr Zuspruch.
Aber auch ohne fördernde Projekte bietet das Fahrrad eine gute und gesunde Alternative. Gegen die zerzauste Haarpracht lässt sich schließlich was machen und ein Hemd zum Wechseln stellt auch keine große Herausforderung dar. Ausreden gibt es also keine mehr. Und wie kommt ihr zur Arbeit oder zur Uni?
Endlich merkt man es: Der Frühling ist da und auch wenn man es sich nicht eingestehen will, die Laune ist auf einem relativ konstant guten Grundpegel. Damit lässt sich einiges anfangen. Und wie zu Silvester kann man auch im Frühjahr mal wieder einige gute Vorsätze auf den Weg bringen.Ein aufgeräumter Schreibtisch ist da ein guter Anfang: Ausmisten und Wegwerfen ist das vollkommene Glück und nachgewiesener Weise beflügelt das den Arbeitsfluss und das Denken. Wer also noch das ein oder andere Projekt vor der Brust hat, der sollte zunächst für einen aufgeräumten Schreibtisch sorgen. Die einfache Rechnung lautet: Sauberer Schreibtisch=klarer Kopf.
Ein weiterer Vorteil am Frühjahr ist die Tatsache, dass es weniger Raum für faule Ausreden gibt. Das Wetter ist nie so schlecht, dass man keinen Sport treiben könnte und auch früh morgens ist es so hell draußen, dass man sich nicht nochmal im Bett umdrehen will. An dieser Stelle präsentiert sich jedoch der größte Feind im Frühling: Die Frühjahrsmüdigkeit. Gerade im Büro oder in der Uni kann die permanente Trägheit und Antriebslosigkeit zur Last werden. Aber auch sie lässt sich mit ein paar Tricks gut in den Griff bekommen.
Licht und Sauerstoff bewirken hier wahre Wunder. Wer im Büro oder Seminarraum die Möglichkeit hat, der sollte auf eine ausreichende Licht- und Sauerstoffzufuhr achten, damit man bei ohnehin einschläfernden Vorträgen bei der Sache bleibt. Ansonsten eignen sich kurze Spaziergänge in den Pausen, um für einen klaren Kopf zu sorgen. Zusätzlich empfiehlt es sich genügend Obst und Gemüse zu essen und wenigstens in der Mittagspause auf schwere Gerichte aus der Kantine zu verzichten (ich sag nur: „postmensales Müdikeitssyndrom“). Denn hier gibt uns nicht nur der oft hohe Fettgehalt, sondern auch die vielen Zusatzstoffe des Mensa-Essens den Rest.
Wie auch immer man gegen die Frühjahrsmüdigkeit angehen will: Das gute Wetter und unsere guten Ratschläge lassen jedenfalls keine Ausreden mehr zu.
Das klassische Büro, indem noch persönlicher Schnickschnack die Schreibtische zierte und die gute alte Yukka-Palme ein trauriges Dasein auf der Fensterbank fristet, verschwindet nach und nach. Büros werden zunehmend moderner und nüchterner gestaltet. Was auf den ersten Blick wie eine Schönheitskur für ein moderneres Unternehmen aussieht, hat eine klare Funktion: Effizienteres Arbeiten.
Viele setzen dabei auf Transparenz und Offenheit in der Gestaltung der Räume. Dadurch soll eine bessere Kommunikation im Unternehmen gewährleistet werden. Aber nicht nur die optische Gestaltung, sondern auch die Anordnung der Büros soll dazu beitragen, dass sich die Mitarbeiter oft über den Weg laufen. So soll die Bürostruktur das Gemeinschaftsgefühl in einem Unternehmen stärken. Auch die Flexibilität steht zunehmend im Vordergrund bei der Gestaltung der Büros. In vielen Unternehmen gibt es jetzt schon das Konzept vom „Mobile Working“. Dabei wechseln die Angestellten bei freier Platzwahl jeden Tag aufs Neue ihren Arbeitsplatz. Der eigene Schreibtisch hat also bald ausgedient.
Außerdem wissen die Unternehmen, dass die Mitarbeiter nicht an ihrem Schreibtisch, sondern in der Natur oder zu Hause am kreativsten werden. Auch das machen sich viele Unternehmen zu Nutze und stellen ihren Mitarbeitern das entsprechende Equipment zu Verfügung, um auch von zu Hause arbeiten zu können. Den Wohlfühlfaktor haben auch schon die ganz großen Unternehmen für sich entdeckt. Hier treiben es z.B. Google und IBM mit ihrer Arbeitskultur auf die Spitze (ich sage nur: Kickerturniere, Pyjama-Parties und Guitar-Hero). Teamfähigkeit scheint bei diesen Konzepten oberstes Gebot zu sein. Individualisten und Eigenbrödlern werden es in Zukunft zunehmend schwerer haben.
Also mal ehrlich, Tiere im Büro haben sich noch nicht so richtig etabliert und gehören längst nicht zur Standardausstattung, wie der Drucker oder die Kaffeemaschine. Dabei sollen sie eine durchaus positive Auswirkung auf das Arbeitsklima haben. Wissenschaftlich nachgewiesen wurde sogar, dass die Anwesenheit eines Tieres den Blutdruck senkt, die Produktion von freien Radikalen mindert und das Streicheln eines Tieres sogar Endorphine freisetzt. Das Ganze wurde von der Buffalo Universität Boston untersucht und zwar bei Brokern, die an der Börse einem besonders hohen Stresspegel ausgesetzt sind.
Soviele medizinische Vorteile ein Bürohund auch haben mag: Ich gebe zu, dass ich nicht gerade ein Tierfreund bin und mich wahrscheinlich höchst unwohl fühlen würde, wenn der ach so süße haarige Freund um die Schreibtische schleicht oder plötzlich fröhlich sabbernd seine kühle Schnauze auf meinem Schoß ablegen würde. Das würde die Konzentration und Produktivität erheblich einschränken.
Deswegen sollten sich Hundehalter, die darüber nachdenken ihren Hund mit ins Büro zu nehmen, vorher natürlich bei ihrem Vorgesetzten erkundigen, ob es möglich ist, den Hund mit zu bringen. Vielleicht auch erst mal probeweise. Dann sollte man es mit den Kollegen absprechen und auch ängstlichen Kollegen die Möglichkeit geben, sich langsam an den Hund zu gewöhnen. Natürlich muss das Tier daher einen aggressionsfreien und ausgeglichenen Charakter haben.
Viele Faktoren, die es zu beachten gilt, aber es scheint sich zu lohnen. Die durchweg positiven Einflüsse auf die Gesundheit sind dabei nur ein Faktor. Auch das soziale Klima im Büro verbessert sich nachweislich mit der Anwesenheit eines Tieres: Neue Gesprächsthemen, gelockerte Atmosphäre und die Möglichkeit zu einer positiven Ablenkung um neue Energie zu tanken. Voraussetzung für einen Bürohund ist natürlich, dass der Chef die Vorteile erkennt und einer solchen Neuerung gegenüber offen ist…


