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Artikel-Schlagworte: „Datenschutz“







mann-mit-fernglas1 Zugegeben, ich bin auch ein Stalker. Zwar keiner von der alten Schule, der in Wohnungen eindringt, um einen Liebesbrief oder eine Rose auf dem Bett meines Opfers zu hinterlassen, aber einer, der sich via studiVZ in die Privatsphäre von fremden Leuten einmischt, um sich die Fotos vom letzten Familienurlaub anzugucken. Aber was nun folgt, und das soll keine Rechtfertigung meines unanständigen Verhaltens sein, treibt das Ganze auf die Spitze. Stalking Deluxe.

An der Harrington High-School in Pennsylvania kam jetzt ein Überwachungsfall der Extraklasse ans Tageslicht. Großzügig wurden dort Laptops unters Volk gebracht. Die Freude war groß, doch was die Schüler nicht ahnen konnten: Per „Remote Desktop", also quasi per Fernsteuerung, konnten sich die Lehrer bequem auf den Laptops ihrer Schüler einloggen und durch das Einschalten von Webcam und Mikrofon genau verfolgen, was die Schüler so trieben. Auf den Klick genau. Oft gehört das sogenannte „Remote Desktop Program“ zur Grundausstattung vieler Laptops, die an den Schulen verteilt werden. Aus Sicherheitsgründen versteht sich.

Scheinbar ist es aber auch für einen IT-Administrator eine unterhaltsame Beschäftigung, die Aktivitäten der Schüler an ihrem Rechner zu beobachten. Denn so stolz und unverblümt, wie er in einem Video erklärt, wozu er „Remote Desktop“ sei Dank in der Lage ist, scheint er sich keiner Schuld bewusst zu sein. Ein Hoch auf den Datenschutz. Und ein Netbook von der Uni Paderborn will ich jetzt auch nicht mehr…







Bauernfängerei bei Farmville Wer einen Facebook Account hat, der hat wohl auch schon mal was von Farmville gehört. Da pflanzt man Obst und Gemüse an, kann Kühe melken oder sich ein Haus bauen. Fast 75 Millionen User sind mittlerweile zu kleinen Bauern geworden und es werden täglich mehr. Der idyllische Schein trügt allerdings, denn der Verbraucherschutz warnt davor und es gibt bereits Spieler, die sogar von unerlaubten Konto-Abbuchungen berichten.

Zunchächst kann man bei "Farmville" völllig kostenlos nur mit reinem Fleiß «Erfahrungspunkte» sammeln und virtuelles Geld verdienen. Dafür reicht es aus regelmäßig nach seinen Pflänzchen zu sehen, damit die auch nicht eingehen. Ein eigenes Haus kann man allerdings schneller bauen, wenn man z.B. per Kreditkarte sein Farmville-Konto auffüllt. Und Auch wenn die meisten Spieler nur kleine Beträge ausgeben, hier macht es die Menge an Nutzern und der Hersteller , die amerikanische Internet-Firma Zynga macht Millionen-Umsätze. Bleibt die Frage, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Partnern von Zynga wird eine "Abo Falle" vorgeworfen. Diese boten Nutzern beim Kauf von Software oder Handy-Klingeltönen Farmville-Geld an. In den USA läuft schon eine Sammelklage gegen Facebook und Zynga. Die Abo-Praktiken gehören seitdem der Vergangenheit an.

Nun zum oben kurz angesprochenen Datenschutz. Auch hier nimmt es Zynga wohl nicht so genau. Einmal auf das eigene Facebook-Profil heruntergeladen, erlaubt man Zynga den Zugriff auf eigene Profilinformationen, Fotos oder auch Informationen über Freunde. Das Unternehmen erstellt dann ein Profil des jeweiligen Nutzers. Dafür nutzt es Daten aus etlichen unterschiedlichen Quellen wie Zeitungen, Blogs, Kurzmitteilungsdiensten oder Zynga-Spielen. Zusammen mit gesammelten Browser-Informationen über die besuchten Websites werden diese dann für gezielte Werbung eingesetzt. Mit anderen Worten: Man wird mit völlig sinnloser Werbung "zugemüllt".

Scheint als ob die berühmte "Bauernfängerei" in diesem Zusammenhang also durchaus zweideutig zu sehen ist...







stapel_bewerbungsmappen Stell dir vor, du bewirbst dich irgendwo, indem du deine Bewerbungsunterlagen zu einem Unternehmen schickst. Du denkst dir nichts weiter dabei, außer bei Jobzu- oder absage deine Bewerbungsmappe samt Inhalt wiederzubekommen. Stell dir nun aber mal vor, du bekommst deine Unterlagen nicht zurück, sondern kannst sie bei Ebay ersteigern. Ist das nicht ein Horror?!

Ein Unternehmen aus Frankfurt hat vor ein paar Wochen hunderte Bewerbungsmappen nach ihrer Geschäftsauflösung eben diese bei Ebay versteigert. In dem Angebot stand, dass angeblich 500 leere gebrauchte Mappen zum Verkauf stünden. Doch der Höchstbietende, mit zehn Euro, staunte bei Erhalt des Pakets nicht schlecht, als er dazu die gesamten persönlichen Daten, Bewerbungsfotos, Lebensläufe und Zeugnisse der Bewerber dazu bekam.

Dieser Verkauf war laut Datenschutz äußerst illegal und traf glücklicherweise einen Menschen, der die Sachen ehrlich abgab. Jetzt liegen die Bewerbungsmappen sicher in der Datenschutzabteilung des Regierungspräsidiums. Die Handhabung mit Bewerbungsunterlagen ist eine sensible Angelegenheit und sie müssen entweder zurückgeschickt oder vernichtet werden. Hakt also lieber mal nach, wenn ihr länger nichts von einem Unternehmen gehört habt und eure Mappen nicht zurückbekommen habt.








uberwachungskamera Jeder, der in China nach der Schule an einer Uni studieren will, der muss sich einem langwierigen Prüfungsmarathon unterziehen auf den sich viele monatelang vorbereitet haben. Drei Tage lang werden die angehenden Studenten geprüft und die Anspannung ist groß. Schließlich entscheidet das Ergebnis über die berufliche Zukunft. Das ist auch der Grund, warum Betrugsversuche nicht ausbleiben und Eltern sogar vor den drohenden Gefängnisstrafen nicht zurück schrecken. Mit rund 60.000 Kameras soll dem entgegen gewirkt werden, um Spick-Versuche jeglicher Art zu unterbinden. Sogar ungewöhnliche Radiostrahlen werden zum Zeitpunkt der Prüfungen mit speziellen Vorrichtungen eingefangen, da Eltern bereits versuchten, ihren Kindern per Funk die Lösungen mitzuteilen.

Neben der Angst vor Spickversuchen, schlagen sich die Unis mit einer weiteren Plage rum: Aus Angst vor der Schweinegrippe werden die Prüfungsräume zweimal täglich desinfiziert und alle 10 Millionen Prüflinge werden auf Grippesymptome untersucht. Für potenziell erkrankte stehen dann extra Prüfungsräume zur Verfügung. Dass die Chinesen in Sachen Kontrolle ganz weit vorne mit dabei sind, ist ja nichts Neues. Dass es aber solche Ausmaße angenommen hat, finde ich schon sehr erschreckend. Wer also bei der nächsten Klausur denkt, dass der obligatorische frei zu haltende Platz neben einem und die strenge Klausuraufsicht übertrieben sei, der sollte sich an die Überwachungskameras, die Schweinegrippe-Untersuchung und die Radiostrahlen-Überwachung erinnern. Das nenne ich mal eine "Klausuraufsicht".







mit-fernglas-auf-pc Wir haben ja schon öfters darüber berichtet, dass zu viele Daten über einen im Internet kursieren, die einem für eine Bewerbung zum Verhängnis werden können. Das Internet kann somit zum Karrierekiller werden. Wenn man nicht aufpasst und einfach gutmütig alle privaten Details von sich im World Wide Web hinterlässt, kann es leicht passieren, dass Personaler von so jemandem Abstand halten.

Glaubt man einer aktuellen Studie des Dimap-Instituts, die von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde, dann sucht über ein Viertel der Befragten bei der Bewerber-Auswahl gezielt nach Informationen. Arbeitgeber durchforsten systematisch die privaten Angaben nach Hobbys, Interessen, Meinungsäußerungen, Vorlieben usw.. Das was sie dabei herausfinden, sind meistens Gründe, warum ein Bewerber nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Laut der Studie komme das in vier von fünf Fällen vor einer möglichen Einladung zum persönlichen Gespräch vor.

Als Karrierekiller werden abfällige Äußerungen über die aktuelle Jobsituation oder Fotos der letzten Partys von 76% der befragten Arbeitgeber gesehen. Sie finden solche Informationen nicht nur über Suchmaschinen, sondern stöbern auch vermehrt in sozialen Netzwerken nach dem „Haar in der Suppe“.

Deshalb noch einmal unser Tipp an alle, die sich für einen Job bewerben wollen: Geht sorgfältiger mit der Preisgabe eurer privaten Daten im Internet um, sonst kann das schnell zum Stolperstein in der beruflichen Karriere werden.







maskierter-mann-klaut-internet-daten Das mit dem Datenschutz im Internet wird ja immer schlimmer, da ja eigentlich kaum noch ein Schutz der privaten Daten, die man irgendwo angibt, besteht. Es ist fast egal, was man heute im Internet macht, ob man sich irgendwo registriert, ob man übers Internet einkauft oder andere Verträge abschließt, überall gibt man gut und gerne seine geheimsten Daten preis. Man verlässt sich ja darauf, dass sie nicht an Dritte weitergegeben werden. Doch immer wieder werden diese Grundsätze gebrochen und man bekommt irgendwann dubiose Anrufe von irgendwelchen Firmen, die einem etwas aufschwatzen wollen und alles über einen wissen.

Wie leicht es ist an private Daten von Internetnutzern heranzukommen, haben jetzt Reporter von NDR Info festgestellt. Sie haben auf dem Schwarzmarkt im Internet binnen weniger Stunden tausende Datensätze kaufen können. Darunter waren Daten zu Adresse, Geburtsdatum und sogar der Bankverbindung der ahnungslosen Menschen, die sie bei Gewinnspielen, Versicherungen oder Zeitschriftenabos angegeben hatten. Die Betroffenen der fast zwei Millionen angebotenen Daten fühlen einen massiven Missbrauch ihrer Privatsphäre.

NDR hat herausgefunden, dass der Datenhändler sich wohl in Tunesien aufhält und somit ist es schwer, sein illegales Handeln zu unterbinden. Dieser Test sollte aber allen die Augen öffnen, die gutgläubig ihre Daten preisgeben, denn sicher ist im Internet nichts mehr.








mann-mit-lupe Die Ehefrau vom neuen Geheimdienst-Chef Sir John Sawers, nach der vor kurzem noch kein Hahn krähte, ist jetzt in aller Munde. Sie hat allerdings nicht durch Nacktfotos auf sich aufmerksam gemacht, wie sonst bei Unbekannten üblich, sondern durch eine ziemlich naive und dämliche Facebook-Entblößung (die in puncto Peinlichkeit, den Nacktfotos allerdings schon sehr nahe kommt). Sie schien nämlich bis vor kurzem eine begeisterte Facebook-Nutzerin gewesen zu sein und plauderte nach allen Regeln der Kunst Privates aus und lud jede Menge Fotos hoch.

Dass sich so ein Hobby nicht besonders gut mit dem Beruf ihres Mannes verträgt liegt irgendwie auf der Hand. Wenn dann noch peinliche Fotos von Familienfeiern und dem letzten Badurlaub ins Spiel kommen, auf denen man den Ober-Spion in Badhose am Strand Frisbee spielen sieht…na dann gute Nacht. Mich würde mal interessieren, ob sich die designierte Spionsgattin von ihrem Mann eine schöne Standpauke anhören durfte. Aber das erfährt man, Facebook sei Dank, bestimmt bald auf ihrer Seite.







lupe Jobsuchende, die sich auf Jobs bei der Stadtverwaltung im amerikanischen Bozeman/Montana bewerben möchten, sollen ihre Passwörter zu Webdiensten wie Facebook, Google Mail und YouTube bekannt geben. Diese Passage existiert angeblich schon seit drei Jahren. In einem Formular, das jeder neben den üblichen Unterlagen unterschreiben muss, muss der Bewerber dann die Web-Sites mit entsprechenden Usernamen und Passwörtern angeben. Wer stellt schon die Katze im Sack ein.

Das Ganze nennt sich dann „Background Check“. Wer im öffentlichen Dienst tätig ist, muss schließlich gründlich überprüft werden, damit man sicher sein kann, dass „diese Leute nichts irgendwo da draußen haben, was die Öffentlichkeit in Sorge versetzen würde“, so der Chef der Stadtverwaltung Chris Kukulski. Außerdem sei die Angabe der Daten ja keine Pflicht, sondern freiwillig. Schon klar. Warum gibt es nicht gleich ein Formular, indem man sich bereit erklärt, seine Wohnung verwanzen und das Telefon abhören zu lassen.
Ach, ich mag die Amerikaner irgendwie: Alles wollen sie richtig und besonders ordentlich machen und schießen dabei einmal mehr über das Ziel hinaus.

































Hühner und VIP?
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