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Artikel-Schlagworte: „Datenschutz“







totenkopf Was passiert eigentlich mit Internetprofilen, wenn ihr Besitzer vorzeitig abgedankt hat? Sie verenden oft als Profilleichen, über die man dann beim Surfen hier und da stolpert, ohne zu wissen, dass der Betreiber schon längst das Zeitliche gesegnet hat.
Da liegt das neue Geschäftsfeld der „Digitalen Nachlassverwaltung“ eigentlich auf der Hand, denn auch die virtuellen Profile wollen nach dem Tod verwaltet werden. Eine schwedische Firma hat mit ihrer Seite www.mywebwill.se genau diese Marktlücke aufgespürt, derer sich nicht nur eingefleischte Gamer und einsame Informatikstudenten (ein kleiner Griff in die Klischee-Kiste) bedienen.

Auch Geschäftsleute, die eifrig Twittern, bei LikedIn oder Xing angemeldet sind, können hier angeben, was mit ihren Spuren, die sie zu Lebzeiten im Netz hinterlassen haben, passieren soll. So können die Betreiben von mywebwill.se auf Wunsch ihres Kunden nach dessen Tod, sämtliche Accounts löschen oder aber zum Beispiel sein Facebook-Profil als eine Erinnerungsseite umbauen. Auch in England und USA gibt es bereits Anbieter solcher Dienste. Gegen einen Jahresbeitrag von 20 Euro und einer einmaligen Pauschale von umgerechnet 125 Euro, kann man sicher sein, dass die persönlichen Internetprofile nach dem Tod in guten Händen sind und kein Schindluder mit ihnen betrieben werden kann.

Irgendwie eine gruselige, aber eigentlich auch logische Konsequenz, wenn man sich die mediale Entwicklung und die zunehmende Bedeutung sozialer Netzwerke anschaut. Aber mal ehrlich: Für 125 Euro gehe ich lieber einmal mehr feiern und nach mir dann die Sintflut…







Kritik an FacebookTja, so langsam scheint die Luft für Facebook hier zu Lande immer dünner zu werden (Vorsicht: Ironie!). Zumindest, wenn es um deren Umgang mit dem Datenschutz geht. Den nehmen die Kalifornier ja nicht ganz so genau, und das stößt mittlerweile auch unseren ranghöchsten Politikern - hier in Person von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) - übel auf.

In einem offenen Brief hat sie Facebook Gründer Mark Zuckerberg nun dazu aufgefordert die Zügel etwas straffer zu ziehen und in Sachen Datenschutz deutlich nachzulegen. Bis dahin alles ziemlich belangloses Geschwafel wie ich finde, den Hammer gab es aber dann am Schluss: "Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden."

Ich denke mal, dass dieser Satz dem guten Zuckerberg nicht nur eine, sondern gleich mehrere schlaflose Nächte bereiten wird. Die Änderung der Datenschutzrichtlinien werden wohl zudem bereits in Arbeit sein. Nein, jetzt mal ganz ehrlich, am 01. April hätte ich das für einen schlechten Aprilscherz gehalten, 5 Tage später ist hier eine gewisse Form von Fremdschämen angesagt. Ob Frau Aigner Ihren Account bei Facebook löscht oder nicht, dürfte Zuckerberg so viel interessieren, wie mich das Wort zum Sonntag. Gar nicht! Vielleicht ist im Ministerium ja auch jemand so nett und teilt ihr mit, dass die Kündigung ohnehin relativ nutzlos wäre. Ein Blick auf die AGB verrät vieles, unter anderem, dass die bis dahin gesammelten Daten trotzdem bei Facebook bleiben. Dumm gelaufen.







google-suche3 Die Party-Studenten, die kurz vor ihrem Einstieg ins Berufsleben stehen können aufatmen, denn das Googlen von Bewerbern scheint beim Bewerbungsverfahren nicht an der Tagesordnung zu sein. Zumindest, wenn man den größten deutschen Unternehmen und deren Personalern Glauben schenken darf. Vielmehr stünden berufliche Qualifikation und der persönliche Eindruck im Vordergrund. Was sonst. Wer sich also bei BASF, Siemens und Co. bewirbt, braucht sein Facebook Profil und darauf verlinkte peinliche Urlaubsfotos vor dem Bewerbungsgespräch nicht zu löschen. Bei mehreren tausend Bewerbern pro Jahr käme das eigentliche Recruiting wohl auch zum Erliegen, wenn bei jedem Bewerber die Internet-Vergangenheit durchleuchtet werden würde. Vielleicht sind Party-Fotos bald sogar erwünscht und gelten als karrierefördernd? Schließlich zeugen sie oft von einem hohen Maß an Geselligkeit und Belastbarkeit…

Aber mal Hand aufs Herz: Was sollten die Personaler von großen Firmen schon anderes sagen. Ich würde es jedenfalls nicht drauf ankommen lassen und peinliche Profilfotos und Einträge eliminieren, um mit einem reinen Gewissen in die Bewerbungsphase starten zu können. Irgendwann kommt doch alles ans Licht. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte stets das, zugegebener Maßen etwas beunruhigende, Motto des Google Vorstandsvorsitzenden Eric Schmidts beherzigen: „Wenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erfährt, sollten Sie es vielleicht gar nicht erst tun.“ Sehr weise. Aber Studenten wissen nur zu gut, dass, gerade am Wochenende, manchmal Dinge passieren, die sich einfach nicht vermeiden lassen.







mann-mit-fernglas1 Zugegeben, ich bin auch ein Stalker. Zwar keiner von der alten Schule, der in Wohnungen eindringt, um einen Liebesbrief oder eine Rose auf dem Bett meines Opfers zu hinterlassen, aber einer, der sich via studiVZ in die Privatsphäre von fremden Leuten einmischt, um sich die Fotos vom letzten Familienurlaub anzugucken. Aber was nun folgt, und das soll keine Rechtfertigung meines unanständigen Verhaltens sein, treibt das Ganze auf die Spitze. Stalking Deluxe.

An der Harrington High-School in Pennsylvania kam jetzt ein Überwachungsfall der Extraklasse ans Tageslicht. Großzügig wurden dort Laptops unters Volk gebracht. Die Freude war groß, doch was die Schüler nicht ahnen konnten: Per „Remote Desktop", also quasi per Fernsteuerung, konnten sich die Lehrer bequem auf den Laptops ihrer Schüler einloggen und durch das Einschalten von Webcam und Mikrofon genau verfolgen, was die Schüler so trieben. Auf den Klick genau. Oft gehört das sogenannte „Remote Desktop Program“ zur Grundausstattung vieler Laptops, die an den Schulen verteilt werden. Aus Sicherheitsgründen versteht sich.

Scheinbar ist es aber auch für einen IT-Administrator eine unterhaltsame Beschäftigung, die Aktivitäten der Schüler an ihrem Rechner zu beobachten. Denn so stolz und unverblümt, wie er in einem Video erklärt, wozu er „Remote Desktop“ sei Dank in der Lage ist, scheint er sich keiner Schuld bewusst zu sein. Ein Hoch auf den Datenschutz. Und ein Netbook von der Uni Paderborn will ich jetzt auch nicht mehr…







Bauernfängerei bei Farmville Wer einen Facebook Account hat, der hat wohl auch schon mal was von Farmville gehört. Da pflanzt man Obst und Gemüse an, kann Kühe melken oder sich ein Haus bauen. Fast 75 Millionen User sind mittlerweile zu kleinen Bauern geworden und es werden täglich mehr. Der idyllische Schein trügt allerdings, denn der Verbraucherschutz warnt davor und es gibt bereits Spieler, die sogar von unerlaubten Konto-Abbuchungen berichten.

Zunchächst kann man bei "Farmville" völllig kostenlos nur mit reinem Fleiß «Erfahrungspunkte» sammeln und virtuelles Geld verdienen. Dafür reicht es aus regelmäßig nach seinen Pflänzchen zu sehen, damit die auch nicht eingehen. Ein eigenes Haus kann man allerdings schneller bauen, wenn man z.B. per Kreditkarte sein Farmville-Konto auffüllt. Und Auch wenn die meisten Spieler nur kleine Beträge ausgeben, hier macht es die Menge an Nutzern und der Hersteller , die amerikanische Internet-Firma Zynga macht Millionen-Umsätze. Bleibt die Frage, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Partnern von Zynga wird eine "Abo Falle" vorgeworfen. Diese boten Nutzern beim Kauf von Software oder Handy-Klingeltönen Farmville-Geld an. In den USA läuft schon eine Sammelklage gegen Facebook und Zynga. Die Abo-Praktiken gehören seitdem der Vergangenheit an.

Nun zum oben kurz angesprochenen Datenschutz. Auch hier nimmt es Zynga wohl nicht so genau. Einmal auf das eigene Facebook-Profil heruntergeladen, erlaubt man Zynga den Zugriff auf eigene Profilinformationen, Fotos oder auch Informationen über Freunde. Das Unternehmen erstellt dann ein Profil des jeweiligen Nutzers. Dafür nutzt es Daten aus etlichen unterschiedlichen Quellen wie Zeitungen, Blogs, Kurzmitteilungsdiensten oder Zynga-Spielen. Zusammen mit gesammelten Browser-Informationen über die besuchten Websites werden diese dann für gezielte Werbung eingesetzt. Mit anderen Worten: Man wird mit völlig sinnloser Werbung "zugemüllt".

Scheint als ob die berühmte "Bauernfängerei" in diesem Zusammenhang also durchaus zweideutig zu sehen ist...







stapel_bewerbungsmappen Stell dir vor, du bewirbst dich irgendwo, indem du deine Bewerbungsunterlagen zu einem Unternehmen schickst. Du denkst dir nichts weiter dabei, außer bei Jobzu- oder absage deine Bewerbungsmappe samt Inhalt wiederzubekommen. Stell dir nun aber mal vor, du bekommst deine Unterlagen nicht zurück, sondern kannst sie bei Ebay ersteigern. Ist das nicht ein Horror?!

Ein Unternehmen aus Frankfurt hat vor ein paar Wochen hunderte Bewerbungsmappen nach ihrer Geschäftsauflösung eben diese bei Ebay versteigert. In dem Angebot stand, dass angeblich 500 leere gebrauchte Mappen zum Verkauf stünden. Doch der Höchstbietende, mit zehn Euro, staunte bei Erhalt des Pakets nicht schlecht, als er dazu die gesamten persönlichen Daten, Bewerbungsfotos, Lebensläufe und Zeugnisse der Bewerber dazu bekam.

Dieser Verkauf war laut Datenschutz äußerst illegal und traf glücklicherweise einen Menschen, der die Sachen ehrlich abgab. Jetzt liegen die Bewerbungsmappen sicher in der Datenschutzabteilung des Regierungspräsidiums. Die Handhabung mit Bewerbungsunterlagen ist eine sensible Angelegenheit und sie müssen entweder zurückgeschickt oder vernichtet werden. Hakt also lieber mal nach, wenn ihr länger nichts von einem Unternehmen gehört habt und eure Mappen nicht zurückbekommen habt.








uberwachungskamera Jeder, der in China nach der Schule an einer Uni studieren will, der muss sich einem langwierigen Prüfungsmarathon unterziehen auf den sich viele monatelang vorbereitet haben. Drei Tage lang werden die angehenden Studenten geprüft und die Anspannung ist groß. Schließlich entscheidet das Ergebnis über die berufliche Zukunft. Das ist auch der Grund, warum Betrugsversuche nicht ausbleiben und Eltern sogar vor den drohenden Gefängnisstrafen nicht zurück schrecken. Mit rund 60.000 Kameras soll dem entgegen gewirkt werden, um Spick-Versuche jeglicher Art zu unterbinden. Sogar ungewöhnliche Radiostrahlen werden zum Zeitpunkt der Prüfungen mit speziellen Vorrichtungen eingefangen, da Eltern bereits versuchten, ihren Kindern per Funk die Lösungen mitzuteilen.

Neben der Angst vor Spickversuchen, schlagen sich die Unis mit einer weiteren Plage rum: Aus Angst vor der Schweinegrippe werden die Prüfungsräume zweimal täglich desinfiziert und alle 10 Millionen Prüflinge werden auf Grippesymptome untersucht. Für potenziell erkrankte stehen dann extra Prüfungsräume zur Verfügung. Dass die Chinesen in Sachen Kontrolle ganz weit vorne mit dabei sind, ist ja nichts Neues. Dass es aber solche Ausmaße angenommen hat, finde ich schon sehr erschreckend. Wer also bei der nächsten Klausur denkt, dass der obligatorische frei zu haltende Platz neben einem und die strenge Klausuraufsicht übertrieben sei, der sollte sich an die Überwachungskameras, die Schweinegrippe-Untersuchung und die Radiostrahlen-Überwachung erinnern. Das nenne ich mal eine "Klausuraufsicht".







mit-fernglas-auf-pc Wir haben ja schon öfters darüber berichtet, dass zu viele Daten über einen im Internet kursieren, die einem für eine Bewerbung zum Verhängnis werden können. Das Internet kann somit zum Karrierekiller werden. Wenn man nicht aufpasst und einfach gutmütig alle privaten Details von sich im World Wide Web hinterlässt, kann es leicht passieren, dass Personaler von so jemandem Abstand halten.

Glaubt man einer aktuellen Studie des Dimap-Instituts, die von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde, dann sucht über ein Viertel der Befragten bei der Bewerber-Auswahl gezielt nach Informationen. Arbeitgeber durchforsten systematisch die privaten Angaben nach Hobbys, Interessen, Meinungsäußerungen, Vorlieben usw.. Das was sie dabei herausfinden, sind meistens Gründe, warum ein Bewerber nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Laut der Studie komme das in vier von fünf Fällen vor einer möglichen Einladung zum persönlichen Gespräch vor.

Als Karrierekiller werden abfällige Äußerungen über die aktuelle Jobsituation oder Fotos der letzten Partys von 76% der befragten Arbeitgeber gesehen. Sie finden solche Informationen nicht nur über Suchmaschinen, sondern stöbern auch vermehrt in sozialen Netzwerken nach dem „Haar in der Suppe“.

Deshalb noch einmal unser Tipp an alle, die sich für einen Job bewerben wollen: Geht sorgfältiger mit der Preisgabe eurer privaten Daten im Internet um, sonst kann das schnell zum Stolperstein in der beruflichen Karriere werden.

































Fern sehen? Mit Gefühl!
Wenn bei mir zu Hause das Essen auf den Tisch ...













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