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Artikel-Schlagworte: „Diskriminierung“







Frauen-Quote jetzt auch für Lego-Berufe?Bei Lego denkt man automatisch an Lok-Führer, Bauarbeiter, Polizisten oder Handwerker. Alles typisch männliche Berufe – zumindest für Chauvis aus dem letzten Jahrtausend. In Lego-Spielkästen gibt es leider trotzdem sehr selten weibliche Berufstätige. Daran stören sich einige schwedische Journalisten, die die Gleichberechtigung im Lego-Universum fordern. Sie fanden im gesamten Sortiment anscheinend nur eine arbeitende Lego-Frau – eine Bäuerin.

Ich finde, dass es ein wenig fortschrittlicher schon sein darf. Dann würden auch kleine Mädchen vielleicht öfters mal für etwas anderes Begeisterung zeigen als Puppenhäuser und Tee-Partys.

Falls die Frauen-Quote – wie auch zu erwarten wäre - nicht ins Lego-Land Einzug hält, können besorgte Mütter laut Lego-Sprecherin ja folgenden Trick ausprobieren: Eine Berufstätige hat man sich schnell selbst gebastelt, wenn man einfach den Männer-Kopf mit dem einer Frau austauscht. :D

Oder man vertraut einfach wie in diesem Video auf die Phantasie der Kleinen:

LEGO PEOPLE from Keith Rivers on Vimeo.



Mehr Infos zu der Debatte findet ihr in diesem amüsanten, aber informativen Spiegel-TV-Clip:







Zu dick für den Job - Diskriminierung nicht nur im ModelbusinessDass es bestimmte Branchen gibt, in denen das Aussehen der Angestellten durchaus wichtig ist, ist ja soweit nichts Neues – man denke nur mal an die Magerskandale in der Model-Industrie. In letzter Zeit häufen sich jedoch auch Fälle, in denen Frauen anderer Berufsgruppen wegen "Mängeln im Erscheinungsbild" diskriminiert werden.

In einem Hooters-Restaurant in den USA wurde beispielsweise einer Kellnerin mit Kündigung gedroht, wenn sie nicht innerhalb weniger Wochen abspecken würde. Dazu gab's einen Gutschein für eine Mitgliedschaft im Fitness-Studio. Zwar ist Hooters ja für seine schlanken Göttinnen in knappen Outfits bekannt, kurios ist jedoch, dass Cassie Smith mit ihren 59 Kilo bei 1,72 Meter Körpergröße nicht unbedingt als dick oder unförmig bezeichnet werden kann. Daher ist ihre Reaktion, sich mit Anwälten in Verbindung zu setzen, auch durchaus verständlich.

Ähnlich dreist hat sich die Fluggesellschaft Thai Airways 2010 an seine Flugbegleiter gewendet: Wer bis zum Frühjahr 2011 nicht einen Taillenumfang von 81 Zentimetern (87 bei Männern) erreicht hatte, durfte zunächst nicht mehr auf internationalen Flügen arbeiten und wurde stattdessen auf Inlandflügen und später nur noch als Bodenpersonal eingesetzt. Wie die SZ berichtete, sprach der Vorstand des Unternehmens von der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Es bleibt fragwürdig, ob jemals ein Fluggast schon seine Airline nach dem durchschnittlichen Gewicht des Personals ausgewählt hat. Mich jedenfalls interessiert so etwas herzlich wenig und es freut mich, dass Thai Airways nun diesen Imageschaden wieder ausbügeln muss.

Bei Hooters und Thai Airways gilt also gleichermaßen: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein... :)







ddr_flaggeSeit letztem Jahr ist man in Sachen „merkwürdige Kündigungsgründe“ einiges gewohnt. Ich sage nur Maultaschen, Pfandbons und Brotaufstrich. Aber aktuell plagt sich eine Bewerberin aus Baden-Württemberg mit einem ganz anderen Problem: Sie wurde nämlich gar nicht erst eingestellt. Der Grund: Sie fand auf ihren zurückgesendeten Bewerbungsunterlagen den Vermerk „(-)Ossi“. Eine „interne Notiz, die nicht das Haus verlassen sollte.“

Dumm gelaufen für den Arbeitgeber. Der sieht sich nämlich jetzt mit einem gerichtlichen Verfahren konfrontiert. Die Frau geht nämlich gerichtlich gegen diese Absage vor, denn das AGG (Allgemeine Gleichstellungsgesetz) soll Benachteiligungen aufgrund von ethnischer Herkunft und Rasse ausschließen.

Ich bin zwar kein Jurist, aber das Ganze ist meiner Meinung nach ziemlich prekär, wenn es um Diskriminierung geht. Wenn der „Ossi“ eine sogenannte eigene „Rasse“ darstellt, dann ist das doch auch schon wieder irgendwie diskriminierend, oder etwa nicht? Was ist dann mit dem „Wessi“? Und der Mauer in unseren Köpfen und werden nicht alle, die nicht diskriminiert werden, diskriminiert, indem sie eben nicht diskriminiert werden? Schwierig, schwierig. Erschwerend kommt hinzu, dass die Frau, laut ihres Anwalts, vor der Wende ausgereist sei und „sogar Linsen und Spätzle kochen kann.“ Also wenn das mal keine juristische Grauzone ist, dann weiß ich auch nicht.

































Bewerbungsgespräch
Im Fachlichen, ist sich der Bewerber ...













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