Rechtschreibung ist für viele scheinbar ein Buch mit sieben Siegeln. Vor allem in Zeiten des Internets ist richtiges Schreiben ohnehin kaum noch nötig: Google sei Dank muss man nicht mehr genau drauf achten, ob man jetzt das „Arbeitamt“ oder das „Arbeitsamt“ in die Suche getippt hat. „Meinten sie Arbeitsamt“? Danke, ja! Genau das meinte ich.
Solange wenigstens ein paar Buchstaben stimmen, kann man sich getrost auf die bunte Suchmaschine verlassen. Das führt jedoch nicht immer zum gewünschten Ergebnis, denn Google ist des Öfteren der Meinung, dass der User eigentlich etwas anderes sucht. Außerdem sollte man sich auch mal den Spaß erlauben mit Google Mirror seine Suche zu starten.
Natürlich kann man sich die Rechtschreibschwäche auch zu Nutze machen. Sucht man bei ebay z.B. eine günstige Waschmaschine oder Wäscheständer, sollte man sich vielleicht mal von seinem inneren Legastheniker leiten lassen und „Maschine“ einfach mal mit „-ie“ oder Ständer mit „e“ schreiben. So findet man mit etwas Glück vielleicht das ein oder andere Schnäppchen fernab aller Rechtschreibregeln und daher unentdeckt von anderen Bietern.
Wer also demnächst einen Job über die Seite vom Arbeitamt oder eine günstige Waschmaschiene bei ebay sucht, der wird, Internet sei Dank, in jedem Fall fündig.
Die Auktionsplattform eBay hat in letzter Zeit immer mehr ihren Grundgedanken aus den Augen verloren und vermehrt Händler mit Neuwaren auf ihrer Plattform zugelassen, die Händlern mit gebrauchter und überproduzierter Ware Konkurrenz gemacht haben. Damit sind sie keine gute Strategie gefahren und mussten dieses jetzt eingestehen. Deshalb will eBay seinen Fokus künftig wieder auf sein Kerngeschäft mit den Second-Hand-Waren legen und den Neuwarenmarkt seinen Wettbewerbern wie Amazon überlassen, das hier sichtlich mehr Erfolg in den letzten Monaten erwirtschaftet hat.
Sogar der eBay-Chef John Donahoe hat nach einem Analysetreffen in der kalifornischen eBay-Unternehmenszentrale zugegeben, dass eBay seit der Entwicklung und Einführung einiger neuer Seiten, wie z.B. ebayexpress.de, wo Neuwaren angeboten werden, zu kommerziell geworden sei. Damit hatte man den Versuch gestartet, die Idee von Amazon nachzuahmen. Er sagte, dass sie keine Verkäufer seien und sich somit wieder mehr auf das konzentrieren wollen, wo sie auch gewinnen können. Deshalb wurde ebayexpress.de auch vor einem Jahr abgeschaltet.
Es heißt also eBay gegen Amazon. Obwohl eBay mit der Amazon-Strategie nicht gut fährt und diese bald aufgeben sollte, damit wieder mehr ihre eigentliche Unternehmensidee im Vordergrund steht. Mal sehen, wann Amazon eBay auch hier überholen wird … .
Na, seit ihr auch auf der Suche nach einem Job und habt schon tonnenweise Absagen auf eure Bewerbungen bekommen? Vielleicht habt ihr auch einen Job, seid dort unzufrieden, aber habt einfach keine Lust Bewerbungen zu verschicken? Dann versucht doch einfach mal eure "Arbeitskraft" bei ebay zu versteigern. Genau das hat nämlich jetzt ein Wiener Publizistik Student gemacht. Bis morgen kann man sich dessen Dienste (20 Wochenstunden) per Gebot sichern, das Siegergebot ist dabei zugleich der Bruttolohn (vorsicht, das kann auch in die Hose gehen). Der Kollege aus Österreich hat sogar seine eigene Homepage. Dort kann man sich registrieren und dann werden Links zu den verschiedenen Auktionen geschaltet.
Davon mal abgesehen, dass diese Idee nicht so ganz neu ist (ich glaube ein französischer Student hat auf diese Weise vor nicht allzu langer Zeit einen Job gefunden), hält sich die Nachfrage bislang eher in Grenzen. Könnte an der Klausel liegen, die besagt, dass er bei Nichtgefallen des Jobs das Arbeitsverhältnis innerhalb von 3 Tagen wieder kündigen kann.
Alles in allem würde ich sagen, dass das doch mal wirklich etwas ist, was euch bei der Jobsuche weiterhilft ...


