Wer an der Universität Kassel studiert und dort gerade an seiner Diplom-, Bachelor- oder Masterarbeit sitzt, der sollte in Zukunft mehr als ohnehin schon darauf achten, dass er möglichst wenig Sachen einfach so aus dem Internet kopiert und in seine Arbeit einfügt (ohne dies kenntlich zu machen natürlich). Nachdem bundesweit Plagiate, welche von Studenten als ihr eigenes Werk ausgegeben werden, immer mehr zunehmen und auch die Uni Kassel sehr schlechte Erfahrungen in den letzten Jahren gemacht hat, beginnt nun der Kampf gegen die Fälscher. In Kassel werden nun beispielsweise alle Abschluss-Arbeiten aus dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften per Software unter die Lupe genommen (ich bin mir mehr als sicher, an anderen Unis ist dies auch der Fall) und auch Hausarbeiten werden hin und wieder mal auf ihre Echtheit überprüft. Kassel steht hier stellvertretend, für alle Unis, die sich gegen eingereichte Plagiate wehren wollen. Unterstützung erhalten die Universitäten in Baden-Württemberg jetzt z.B. aber auch von einem neuen Hochschulgesetz. Wird man erwischt, droht einem nicht nur eine schlechte Note, sondern im schlimmsten Fall die Exmatrikulation. In Nordrhein-Westfalen kann es bis zu 50.000 Euro kosten, die Arbeit anderer als seine eigene auszugeben.
Tja, ich weiss selber ganz genau wie der Hase läuft, wenn man eine Arbeit schreibt und sich das ein oder andere aus anderen schlauen Quellen zusammen sucht. Wer sich aber noch nicht mal die Mühe macht, den fremden Inhalt umzuformulieren oder mit Ausrufezeichen und Quellenangaben zu kennzeichnen, der riskiert schon ne ganze Menge und ist meiner Meinung nach auch selber Schuld. Naja, ich bin mir ziemlich sicher, ich brauche hier niemandem was zu erzählen, aber wenn schon bescheissen, dann auch so, dass es keiner merkt. Und das wird immer wichtiger ...
Puuuh, nochmal Glück gehabt ... Ich darf auf jeden Fall weiter studieren - wenn nötig halt in Holland! In Rotterdem hat ein Gericht nämlich jetzt entschieden, dass Schweißfüße (in Holland auch gerne Käsefüße genannt) kein Grund sind, einem Studenten das Studium an einer Universität zu verweigern. Einfach gemacht hat man sich diese Entscheidung aber anscheinend nicht: Die Uni in Rotterdam hatte einen dortigen Studenten bereits 1998 unverständlicherweise zwangs-exmatrikuliert, nachdem der sich immer wieder seiner Schuhe und Socken entledigte.
Naja, ich persönlich schneide mir ja in Vorlesungen zusätzlich noch gerne die Fußnägel, aber die Holländer sind da anscheinend sehr empfindlich ...
Aber Glück im Unglück für die Uni, der eklige Schweißfuß-Student dürfte wohl jetzt zumindest die zahlreichen Bücher zurückgeben, die er nach seiner Exmatrikulation einfach behalten hatte (wobei ich jede Wette eingehe, dass er das schon aus Prinzip barfuß machen wird).
Nicht so sicher bin ich mir, ob er seine 4.200 Euro Bußgeld bezahlt. Und noch unsicherer, was das tragen von Schuhen betrifft. Jetzt wo er die "offizielle" Erlaubnis zum stinken hat ...


