Was es nicht alles gibt: Forscher wollen jetzt ein Gen entdeckt haben, dass für die bessere Einschätzung finanzieller Risiken verantwortlich ist. Träger dieses Gens können demnach schneller und sicherer entscheiden, welche Option die beste ist und haben ein Gespür für lohnende Risiken.
Für dieses Experiment mussten die Probanden, die für das Experiment mit einem Startkapital von 25 Dollar ausgestatten waren, spielerisch am Computer unterschiedliche Finanzgeschäfte durchführen. So sollte festgestellt werden, wann die Probanden ein Geschäft als lohnend und wann sie es als zu riskant empfanden.
Die Forscher stellten fest, dass sich die Träger einer bestimmten Genvariante 6,4 Prozent häufiger für das lohnende Risikogeschäft entschieden, als diejenigen ohne die entsprechende Genvariante. Interessant ist auch, dass unterschiedliche Versionen dieser Genvariante auch für das Ausgabeverhalten von Menschen sein kann. Demnach gibt es einen Zusammenhang zwischen den Schulden, die ein Mensch macht und seiner genetischen Veranlagung.
Aber wie bei allen Erkenntnissen über genetische Veranlagung, gilt auch hier: Ob jemand bis zum Hals in Schulden steckt oder ein erfolgreicher Finanzjongleur am Aktienmarkt ist, bestimmen nicht allein die Gene! Die Gene erhöhen lediglich das Risiko für eine Anfälligkeit. Eine gute Entschuldigung ist es allemal, wenn man die Eltern das nächste Mal um eine kleine Finanzspritze bittet. Schließlich sind ihre Gene mit schuld am finanziellen Engpasses ihres Sprösslings, oder?
Geahnt habe ich es ja schon immer, aber wie das Handelsblatt heute berichtet, hat ein Frankfurter Forscherteam es jetzt durch eine Studie belegt: Vielen angehenden Wirtschaftswissenschaftlern fehlt es schon an elementaren Kenntnissen über aktuelle wirtschaftliche Vorgänge. Insgesamt wurden rund 2.100 Studenten - die meisten befanden sich im ersten oder zweiten Fachsemester - an sieben Hochschulen befragt, darunter unter anderem die Uni Mannheim, Frankfurt, München und auch Köln. Alles Unis deren Wirtschaftswissenschaftliche Fakultäten durchaus angesehen sind.
Alan Greenspan? Martin Blessing? Da können knapp zwei Drittel der Studenten nur fragend mit den Achseln zucken. Martin Winterkorn halten die meisten wahrscheinlich für einen Schnaps und wer bitte soll Timothy Geithner sein (zugegeben, mit dem hätte ich jetzt gerade auch nichts anfangen können)?
Auch das deutsche Finanzsystem kennen die Studenten kaum. Das sich die deutsche Bankenlandschaft in die drei Säulen gliedert, Privatbanken, öffentlich-rechtliche Institute und Genossenschaftsbanken, war für viele ungefähr so neu, wie wohl gleichfalls auch uninteressant. Immerhin jeder dritte Studierende kann einzelne Banken den unterschiedlichen Segmenten zuordnen.
Ganz groß auftrumpfen konnten die befragten dann aber beim Thema Finanzkrise. Fast 80 Prozent konnten das Platzen der Spekulationsblase auf dem US-Immobilienmarkt als eine Ursache für die Probleme ausmachen. Dass dazu auch Probleme bei der Verbriefung von Immobilienkrediten gehören, war zwar nur 29 Prozent, da muss man aber nun wirklich mal ein Auge zudrücken denke ich. Die fünf Prozent aber, die zu hohe Zinsen für einen Auslöser der Krise halten, sollten vielleicht noch mal über eine gescheite Ausbildung nachdenken.
Zu guter letzt bleibt noch zu erwähnen, dass Männer nicht nur besser einparken, sondern auch beim Thema Wirtschaftswissenschaften deutlich die Nase vorn haben. Zudem gilt weiterhin die Maxime: Wenig arbeiten, viel verdienen! Aber das passt ja ins rosa-rote Bild welches Studenten generell so von der Arbeitswelt haben...
Flashgames schießen wie Pilze aus dem Boden, wenn sich etwas Spektakuläres ereignet hat. Bestes Beispiel hierfür ist das Flashgame, das auf die Schuhwurf-Attacke auf George Bush zurückgeht. Schuhe per Mausklick auf den Präsidenten feuern. Das macht Spaß.
Da war es doch nur eine Frage der Zeit, bis es ein Flashgame zur Finanzkrise gibt. Und tatsächlich. Endlich kann man im Auftrag von Barack Obama als „Joe the taxpayer“ das Rettungspaket verjubeln. Bürger springen aus ihren Häusern und man darf selbst entscheiden, wem man etwas Geld zuwirft und wem nicht. So kann man nach Herzenslust Manager feuern oder Geld an Hausbesitzer verteilen. Jede durchgeführte Aktion hat Auswirkungen auf die amerikanische Wirtschaftslage. Natürlich nur im Spiel. Die Steuerung ist einfach: „Mouse to punish evil and reward good!“. Also rettet die Wirtschaft und macht Mr. Obama stolz indem ihr die Milliarden (sinnvoll) verjubelt!
Die Weltwirtschaftskrise wird kommen! Und das schon sehr bald.
Dieser Ansicht ist zumindest Max Otte, seines Zeichens Princeton Absolvent, Professor an der Fachhochschule Worms und Leiter des von ihm gegründeten Instituts für Vermögensentwicklung (IFVE) in Köln. Natürlich sind verlässliche Prognosen gerade in der Welt der Finanzen nicht immer einfach, doch Otte wagte sich weit aus dem Fenster und sagte uns schon 2006 ein Ende des wirtschaftlichen Aufschwungs und den großen Crash für spätestens 2010 voraus. Die angesprochenen Themen könnten nun, im Oktober 2008 aktueller kaum sein, weshalb sein Buch auch in diesem Sommer auf vielen Bestsellerlisten zu finden ist.
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