Blind Date war gestern, Blind Booking kommt heute. Risikoaverse Menschen mit penibel gefalteter feinripp Unterwäsche im Schrank können jetzt aufhören zu lesen, für alle anderen aufgepasst:Germanwings bietet abenteuerlustigen Menschen einen Flug ins Ungewisse und das für einen studentenfreundlichen Geldbeutel. Zwischen 20-50 Euro kann man aus verschieden Reisepaketen, wie z.B. „Party“, „Shopping“ oder „Sand und Meer“, wählen. In jedem Paket sind 12 verschiedene Städte aufgeführt, jedoch erfährt man erst 45 Sekunden nach Buchung einer Kategorie, wo es nun wirklich hingeht.
Na gut- für alle die Angst haben irgendwo zwischen Grevenburg (gesprochen Grevenbroich) und Eggenfelden zu landen, gibt es die Möglichkeit für einen Aufpreis von 3 Euro je Auswahl, unliebsame Städte aus dem Zufallsnavigator zu entfernen.
Diejenigen die in Gedanken bereits ihren Reisekoffer entstauben, können gleich in den nächsten Tagen starten, müssten sich aber zunächst in Richtung des Berliner, Köln/Bonner oder Stuttgarter Flughafens begeben.
Bevor ihr allerdings verloren in einer Metropole, wie Barcelona, sitzt, solltet ihr euch noch um günstige Übernachtungsmöglichkeiten kümmern; für alle die nachts gerne 4 Wände um sich haben, kann ich Hostels oder Couchsurfing sehr empfehlen. So kann man auch schnell neue Kontakte knüpfen. Nächtliche Schnarchkonzerte und dezente Alkoholausdünstungen sind zwar meistens nicht zu umgehen, aber Erholung wird oftmals auch überbewertet.
Also auf geht’s ab geht’s 3 Tage wach – oder wie war das? Wenn keiner guckt, werde ich schon mal das nächste Wochenende planen. Vielleicht sehen wir uns auf der nächsten Sightseeing Tour einer coolen Metropole.
P.S. Falls wir die gleiche Herberge nutzen, erkennt ihr mich an dem penibel gepackten Koffer.
"United Breaks Guitars"
heißt die gesungene Beschwerde, die der Country-Sänger Dave Carrol an die US-Fluglinie "United Airlines" richtet.
Wie der Titel schon zu erkennen gibt, wurde die Gitarre von Dave Caroll bei einem Flug mit der Airline beschädigt.Im Frühjahr 2008 wollte der Sänger mit seiner Band "Sons of Maxwell" auf Tour gehen. Schon beim Umsteigen in Chicago konnten die Musiker, wie auch einige andere Passagiere beobachten, wie unvorsichtig das Personal am Flughafen die Musikinstumente rumschmiss. Angekommen in Nebraska musste der Sänger leider feststellen, dass seine 3.500 $ teure und heiß geliebte Gitarre kaputt war.
Daraufhin forderte Caroll natürlich Schadensersatz, von seiner Beschwerde wollte die Fluggesellschaft aber nichts wissen.
Gefrustet von der Abfuhr veröffentlichte der Sänger erst einmal Song über die "United Airlines", den er in seinem letzten Schreiben an die Fluggesellschaft wohl auch ankündigte. Bei YouTube wurde das Video schon fast 4,5 Millionen Mal angeklickt und hat über 30.000 Bewertungen. Auch die US-Medien griffen das Thema auf und berichteten über den Song. Schließlich meldete sich auch die Fluggesellschaft bei Caroll, um ihm den Schaden zu ersetzen. Dieser lehnte jedoch dankend ab und spendete das Geld.
Der Image-Schaden bleibt wohl und Caroll hat sein Ziel auf jeden Fall erreicht. Insgesamt hat der Sänger wohl nicht nur einen, sondern 3 Songs über sein traumatisches Erlebnis mit der Fluggesellschaft geschrieben. Wir können also gespannt auf den nächsten Song warten.
So beschwert man sich heute!


