Geiz ist geil – was vielleicht für Unterhaltungselektronik oder Haushaltsgeräte gilt, bedeutet für Studenten in Großbritannien demnächst erhebliche Einschnitte im Uni-Leben. Zumindest wenn man sich für das Half Price Degree des Coventry University College entscheidet. Half Price – ein Studium zum halben Preis wird ab Herbst bei der Ausgründung der Universität von Coventry angeboten. Denn Studieren wird in diesem Jahr auf der Insel richtig teuer: bis zu 9000 Pfund (ca. 10.500 Euro) müssen angehende Akademiker pro Jahr jetzt berappen.Grund hierfür sind die radikalen Sparmaßnahmen der britischen Regierung, die auch vor der Hochschulfinanzierung nicht halt machen. Die Budgetkürzungen der liberal-konservativen Regierung haben erreicht, dass bald so wenig staatliches Geld in die Hochschulbudgets fließt, wie zuletzt im ausgehenden 19. Jahrhundert. Ändert sich nichts, werden 2015 nur noch 15 Prozent der Einkünfte der Unis vom Staat kommen, errechnete die University and College Union – ein Hundertjahrestief, mahnt die Gewerkschaft der Hochschuldozenten.
Kein Wunder, dass um Sorge vor ausbleibenden Studenten jetzt das erste ‚Discount-Angebot’ kommt. Das Coventry University College ist speziell an ein günstigeres Studium angepasst. Für 4800 Pfund (anstatt 8666 Pfund) jährlich kann man beispielsweise einen Abschluss in Recht, Wirtschaftswissenschaften oder IT bekommen. Allerdings müssen sich die Studenten für dieses ‚Billig-Studium’ auf ungewöhnliche Studienbedingungen einstellen.
Vorlesungen und Seminare starten morgens um sieben Uhr und gehen bis abends 22 Uhr. An Wochenenden ist die Uni bis 16 Uhr geöffnet und lange Sommerferien sind passé. Weiterhin findet das soziale Leben am College weitestgehend ohne die Discount-Studenten statt, weder Mensa, noch Hochschulsport und Bibliothek sind für sie zugänglich. Nur so sei, laut Rektor Ian Dunn, die niedrige Gebühr zu rechtfertigen – durch Reduzierung auf das Wesentliche: ‚Lernen’.
Ob das Billigstudium – ähnlich zahlreicher Billigfluglinien, wo man für einen niedrigen Flugpreis auch auf viele Leistungen verzichtet – ein Erfolg wird, muss sich zeigen. Ab Herbst weiß man mehr.
Geld ist zwar nötig, um die wichtigsten Bedürfnisse wie zum Beispiel Nahrung oder Gesundheit zu sichern, allerdings macht es nicht deutlich glücklicher sobald diese elementaren Dinge finanziell abgedeckt sind. Forscher aus Neuseeland fanden nun heraus, dass es die individuelle Freiheit ist, die uns glücklich macht. Dazu analysierten sie Befragungen von 420.599 Menschen aus 63 Ländern.
Unabhängigkeit und ein selbstbestimmtes Leben machen Menschen demnach rund um den Globus glücklich und zufrieden. "Unsere Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse über das Wohlbefinden innerhalb einer Gesellschaft", sagen die Psychologen Ronald Fischer und Diana Boer von der Victoria University in Wellington. Kleinere Untersuchungen aus der Vergangenheit bestätigten das Ergebnis, dass Geld über die Grundbedürfnisse hinaus nur wenig Zufriedenheit mit sich bringt. In vielen Fällen traf sogar das Gegenteil ein. Ebenso haben sich unter anderem mehr soziale Gleichheit und mehr Individualismus als Maßstab für zufriedene Menschen erwiesen.
Doch die Forscher sind sich auch sicher, dass zu viel Freiheit zunächst Ängste auslösen kann wie zum Beispiel in Asien. Zudem ist zu große Unabhängigkeit und Eigenständigkeit mit erhöhten Werten von Stress und Unwohlsein verbunden. Was soll uns das jetzt sagen? Es kommt wohl auf die individuelle Mischung aus Freiheit und Reichtum an.
"Das geht auf mich Schatzi!" - sie übernimmt das teure Essen im Restaurant nebenan, spendiert den Urlaub oder das neue Auto. Frauen, die mehr verdienen als ihre Partner sorgen in den meisten Beziehungen für ordentlich Zündstoff, schließlich waren Männer bislang die Großverdiener.
Wenn sich die Rollenverteilung aber ändert, können nicht alle Männer sofort souverän mit der Situation umgehen. Dabei geht es nicht ums liebe Geld, sondern schlichtweg um die Rollenverteilung an sich. "Geld ist ein symbolisches Medium, das mit Bedeutung versehen wird", betont Caroline Ruiner vom Institut für Arbeitswissenschaft an der Ruhr-Uni Bochum. Vier Jahre lang analysierte sie Daten aus dem Projekt "Gemeinsam leben, getrennt wirtschaften" an der Universität Augsburg.
Verdienen Frauen in einer Partnerschaft mehr, kann dies bei Männern häufig zu Existenz- oder Versagensängsten führen. Deshalb ist es besonders wichtig, einen Kompromiss zu finden. "Es ist für die Balance ungünstig, wenn einer nur Geber, der andere nur Empfänger ist. Paare sollten diese Abhängigkeit abschaffen, indem sie für Ausgleich sorgen", erklärt Psychologe Bernhard Broekman. Der Besserverdienende sollte jedoch nicht versuchen, dem Partner das Geld „aufzudrängen“, um einen Ausgleich für das Gefälle zu schaffen. Viel hilfreicher sind Gespräche über Geld und die eigenen Einstellungen, die jeder in die Beziehung mitnimmt.
Als Student kämpft man sich ja immer eher schlecht als recht durchs Leben – zumindest was die Finanzen betrifft. Dann darf man durchaus mal von dem dicken Gehalt träumen, dass man hoffentlich eines Tages regelmäßig mit nach Hause bringt. Aber macht Geld glücklich und wenn ja, wie viel davon braucht man zum glücklich sein? Ob es die Million sein muss oder man sich doch mit einem niedrigen Gehalt zufrieden gibt, das muss jeder selbst entscheiden. Immerhin braucht es ja noch andere Faktoren wie Freundschaften und Gesundheit. Dank einer Studie der Princeton University gibt es nun aber auch einen wissenschaftlichen Richtwert darüber, welches Gehalt glücklich oder zumindest zufrieden macht.
Bei 60.000 Euro Jahresnettoeinkommen ist angeblich Schluss. Bis zu dieser Grenze macht jeder zusätzliche Euro ein bisschen glücklicher. Warum ist es aber ab diesem Einkommen nicht mehr so einfach, seine Zufriedenheit zu steigern? Ganz einfach: Ab dann muss meist so viel Zeit in die Arbeit investiert werden, dass für Ausgleich und zwischenmenschliche Beziehungen nur wenig Platz bleibt. Das sind aber genau die Dinge, die über das emotionale Wohlbefinden entscheiden.
60.000 Euro sind ein durchaus realistisches Ziel, vor allem für Akademiker. Der aktuelle OECD-Bildungsbericht zeigt zum Beispiel, dass Akademiker 67 Prozent mehr verdienen, als Menschen ohne absolviertes Studium. Dieser Wert hat sich damit seit 1998 mehr als verdoppelt.
Wer vier oder mehr Jahre Studium hinter sich hat, der hat sicher Lust, bald auch einen etwas luxuriösen Lebensstil zu genießen. Nicht umsonst hat man schließlich geschuftet und es über Jahre geschafft, mit einem Hungerlohn oder dem Zuschuss der Eltern über die Runden zu kommen. Da war man froh, wenn man jeden Monat ein paar Euro zurücklegen konnte. Gehört man dann zu den Young Professionals, kann man endlich in größeren Dimensionen seine finanzielle Zukunft planen. Manch einer denkt dann über die eigene Altersvorsorge nach oder träumt gar mit rosaroter Brille von einem Eigenheim.
In meinem Freundeskreis gibt es zwei glückliche Jungakademikerinnen unter 25, die bereits ihr Eigenheim einrichten. Eine davon hat gemeinsam mit ihrem wohlhabenden Freund gebaut, der Freund der anderen hat ein hübsches Haus geerbt. Leider haben nicht alle so viel Glück und die wenigsten wollen sich vielleicht auch schon so jung an einen festen Wohnort binden (zu der Riege gehöre ich übrigens auch nicht). Trotzdem sollte man sich mit dem Berufseinstieg über sinnvolle Geldanlagen Gedanken machen. Denn mit Mitte zwanzig ist auch ein baldiger Wunsch nach einer eigenen Familie nicht so unwahrscheinlich.
Wie ein Arikel auf FAZ.net jetzt analysiert, ist der Aufbau eines Privatvermögens für junge Akademiker aber gar nicht so einfach. Auch wenn man über ein relativ ansehnliches Einstiegsgehalt verfügt, kann man damit meist noch keine großen Sprünge machen. Häuserpreise in Großstädten werden vom Autor als utopisch angesehen, auch ein Bausparvertrag wäre da nicht sehr hilfreich, wenn man nicht gerade bis ins hohe Alter für das Eigenheim ackern möchte.
Man muss zusätzlich auch an anderen Stellen ansetzen und kurz gesagt einfach sparen. Laut der Rechnung in dem Artikel kommt dadurch über die Jahre schon ein hübsches Sümmchen zusammen. Das heißt Verzicht im Komfort, den man sich ja eigentlich so sehnlich erträumt hat. Und das bedeutet natürlich auch, dass man sich kontinuierlich anstrengen sollte, auf der Karriereleiter aufzusteigen. Aber von nichts kommt eben nichts …
Seit gestern Abend darf Jobware einen Pokerstar zu seinen Mitarbeitern zählen: Unsere studentische Hilfskraft Semih gewann die TV-Total-Pokernacht am 20.04.2010 und freut sich nun über 50.000 Euro. Der 27-jährige Germanistik- und Geschichtsstudent der Uni Paderborn saß als Online-Qualifikant gemeinsam mit Stefan Raab, Elton, Uwe Ochsenknecht, Cindy aus Marzahn und Stefan Kretzschmar am grünen Tisch. Seine prominenten Gegner hat er dabei mächtig alt aussehen lassen. Wir haben für euch exklusiv mit ihm geredet.
Semih, wie bist du so gut im Pokern geworden?
Auf das Pokern bin ich eigentlich erst vor vier Jahren über das Fernsehen aufmerksam geworden und habe es dann mit Freunden ausprobiert. Seitdem mache ich das auch eigentlich regelmäßig, aber professionell würde ich es nicht nennen. Am Ende hatte ich bei der Online-Auswahl einfach nur Glück.
Naja, Können hat sicherlich auch dazu gehört: In der Online-Finalrunde hast du immerhin 1.600 Leute hinter dir gelassen!
Okay, ein bisschen was vom Pokern verstehen muss man schon. [grinst]
Hast du in der Pokernacht eine bestimmte Taktik verfolgt?
Anfangs hatte ich ziemliches Pech mit den Karten und habe daher erst mal abgewartet und alle genau beobachtet. Mein Ziel war es ja, möglichst weit zu kommen und mindestens 4.000 Euro zu gewinnen. An den Reaktionen der anderen konnte ich schnell erkennen, ob sie bluffen. Kretzschmar und Elton zum Beispiel wurden bei einer guten Hand sehr ruhig.
Wenn man sich eine Pokerrunde vorstellt, gehört eine quasselnde Cindy von Marzahn definitiv nicht ins Bild. Trotzdem hast du dich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Hast du von dem Theater überhaupt etwas mitbekommen?
Ich war schon extrem konzentriert, obwohl ich das Publikum und die Kameras natürlich nicht komplett ausblenden konnte. Auch Cindy hat stellenweise genervt, aber das war in Ordnung. Mit so was muss man in einer Unterhaltungssendung nun mal rechnen. Dafür hat es auf jeden Fall extrem viel Spaß gemacht.
Bei Jobware wird spekuliert, ob du schon deine Kündigung vorbereitest. Wie wird es weitergehen für dich und was wirst du mit dem Geld anstellen?
Keine Angst, Jobware wird mich nicht so schnell los und Pokern wird auch weiterhin nur ein Hobby bleiben. Das kleine "Taschengeld" kann ich natürlich trotzdem gut gebrauchen. Im Sommer besuche ich erst einmal meine Familie in der Türkei, denen ich auch einen Teil des Geldes zukommen lasse. Den Rest will ich nicht gleich verprassen, aber ein neuer Fernseher und Computer sind mindestens drin.
Wer würde eigentlich nicht gerne sparsamer leben und dem Kommerz die kalte Schulter zeigen? Mehr im Einklang mit sich und der Natur leben wollen viele. Am Ende will aber niemand wirklich auf den Luxus von Auto, Computer oder gar Seife verzichten. Der Brite Mark Boyle hingegen verabschiedete sich für ein Jahr lang knallhart vom Geld und der Verschwendungssucht – um darauf aufmerksam zu machen, wie verantwortungslos die Konsumgesellschaft mit ihren Ressourcen umgeht.
Im November 2008 zog der Wirtschaftsabsolvent in einen Wohnwagen auf einem Bauernhof, wo er als Dank für den Parkplatz dreimal die Woche aushalf. Seine Nahrung bereitete er in einem selbstgebauten Steinofen unter freiem Himmel zu und stellte sogar seine eigene Zahnpasta aus wilden Fenchelsamen her. Zugegeben, ganz wie im Mittelalter wollte er auch nicht leben: Seine einzigen elektronischen Geräte – Laptop und Handy – lud er mit Solarzellen auf.
Und was hat Mark aus diesem Experiment gelernt? Dass nicht Geld, sondern nur Freundschaft uns wirkliche Sicherheit bieten kann. Und leider auch, dass ein Leben ohne Geld sehr zeitaufwändig ist. Vielleicht animiert diese außergewöhnliche Aktion ja den ein oder anderen dazu, weniger verschwenderisch zu leben und seine Tomaten in Zukunft beim Biobauern zu kaufen …
Endlich wurde er geknackt, der zweitgrößte Lotto Jackpot in der deutschen Lottogeschichte. Und nur ein glücklicher Gewinner kann sich über die 30 Millionen Euro freuen. Mit gerade mal 10,75 Euro Einsatz und den getippten Zahlen von 3, 4, 23, 30, 43, und 44 plus die Superzahl 6 ist er oder sie auf einen Schlag Lotto Multimillionär geworden. Der Gewinner bleibt natürlich anonym, da sonst alle anderen um eine Spende bitten würden. Es ist nur bekannt, dass der neue Multimillionär aus Bayern kommt.
Natürlich würden viele sagen, dass dieser Gewinn zu beneiden ist, doch weiß wirklich jeder von denen, wie man mit so viel Geld umgehen soll? Es gibt genügend Beispiele, die zeigen dass Geld allein nicht glücklich macht und die gar nicht wussten, was man mit so vielen Millionen machen soll. Entweder die Gewinner verjubeln alles und verlieren im schlimmsten Fall noch alle Freunde und den Partner, weil sie nur noch an sich gedacht haben. Oder Ehepaare streiten sich um ihren Anteil am Gewinn.
Zudem kann man nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden. Einfach jeder will auf einmal nur das Beste für einen oder doch eher von einem – und das ist das Geld. Ob Freunde, die sich was leihen oder Anlageberater, alle sehen in dem Gewinner nur noch eine Bank.
Deshalb sollte man am besten so weiterleben wie bisher und nicht damit prahlen auf einmal Multimillionen auf dem Konto zu haben. Man kann sich zwar alles kaufen, doch am Ende ist Glück eben nur das bescheidene Leben mit Freunden und Familie.
Was meint ihr, was Glück ausmacht und was würdet ihr mit so viel Geld anstellen?


