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Artikel-Schlagworte: „Großbritannien“







castle-150x150 Es kommt nicht allzu häufig vor, dass sich jemand gegen die altehrwürdige Universität Oxford entscheidet, wenn er mit einer Zusage rechnen kann. Daher dürfte das Auswahlkomitee des Magdalen College nicht schlecht gestaunt haben, als die 19-jährige Britin Elly Nowell ihre Bewerbung nach einem Vorstellungsgespräch in der juristischen Fakultät mit der Begründung zurückzog „Oxford würde ihrem Standard nicht entsprechen“ und gehe zudem unfair mit Bewerbern um.

Mit diesen Vorwurf sieht sich die prestigeträchtige Universität nicht zum ersten Mal konfrontiert: Bereits des Öfteren stand sie in der Kritik, größtenteils Bewerber aus der weißen Mittel- und Oberschicht aufzunehmen. So kritisierte im vergangenen April der Regierungschef Cameron, dass die Uni zu wenig schwarze Studenten aufnehmen und kaum Absolventen staatlicher Schulen berücksichtigen würde. Nowell warf der Uni in ihrer Absage zudem vor, nicht zwischen Elitedenken und Diskriminierung unterscheiden zu können.

Die Studentin wird allerdings nicht nur als Heldin gefeiert, die dem elitären System die Stirn geboten hat, sondern wird auch stark kritisiert – natürlich aus den Reihen der Oxford Universität. Nowells Absage klinge wie ein schlechter PR-Gag und ihre Argumente seien zum Teil hinfällig, wie die Studentenzeitschrift „Cherwell“ argumentiert.

Schwierig zu sagen, ob hinter Nowells Aktion ein selbstloser Protestakt gegen das Bildungssystem oder doch nur Wichtigtuerei und verletzter Stolz stecken. Fest steht jedenfalls, dass der Begriff der „Elite-Universität“ in wenigen Ländern so hochgehalten wird, wie in England. Schaut man sich jedoch die momentane Lage im britischen Bildungssystem und die Folgen für die Wirtschaft an, fragt man sich ernsthaft, ob dieses Modell als zukunftsweisend bestehen bleiben kann.







billig-studium_150x150Geiz ist geil – was vielleicht für Unterhaltungselektronik oder Haushaltsgeräte gilt, bedeutet für Studenten in Großbritannien demnächst erhebliche Einschnitte im Uni-Leben. Zumindest wenn man sich für das Half Price Degree des Coventry University College entscheidet. Half Price – ein Studium zum halben Preis wird ab Herbst bei der Ausgründung der Universität von Coventry angeboten. Denn Studieren wird in diesem Jahr auf der Insel richtig teuer: bis zu 9000 Pfund (ca. 10.500 Euro) müssen angehende Akademiker pro Jahr jetzt berappen.

Grund hierfür sind die radikalen Sparmaßnahmen der britischen Regierung, die auch vor der Hochschulfinanzierung nicht halt machen. Die Budgetkürzungen der liberal-konservativen Regierung haben erreicht, dass bald so wenig staatliches Geld in die Hochschulbudgets fließt, wie zuletzt im ausgehenden 19. Jahrhundert. Ändert sich nichts, werden 2015 nur noch 15 Prozent der Einkünfte der Unis vom Staat kommen, errechnete die University and College Union – ein Hundertjahrestief, mahnt die Gewerkschaft der Hochschuldozenten.

Kein Wunder, dass um Sorge vor ausbleibenden Studenten jetzt das erste ‚Discount-Angebot’ kommt. Das Coventry University College ist speziell an ein günstigeres Studium angepasst. Für 4800 Pfund (anstatt 8666 Pfund) jährlich kann man beispielsweise einen Abschluss in Recht, Wirtschaftswissenschaften oder IT bekommen. Allerdings müssen sich die Studenten für dieses ‚Billig-Studium’ auf ungewöhnliche Studienbedingungen einstellen.

Vorlesungen und Seminare starten morgens um sieben Uhr und gehen bis abends 22 Uhr. An Wochenenden ist die Uni bis 16 Uhr geöffnet und lange Sommerferien sind passé. Weiterhin findet das soziale Leben am College weitestgehend ohne die Discount-Studenten statt, weder Mensa, noch Hochschulsport und Bibliothek sind für sie zugänglich. Nur so sei, laut Rektor Ian Dunn, die niedrige Gebühr zu rechtfertigen – durch Reduzierung auf das Wesentliche: ‚Lernen’.

Ob das Billigstudium – ähnlich zahlreicher Billigfluglinien, wo man für einen niedrigen Flugpreis auch auf viele Leistungen verzichtet – ein Erfolg wird, muss sich zeigen. Ab Herbst weiß man mehr.

































Talentfreiheit
Ja, ich weiß, überall wird darüber berichtet ...













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