Ob studivz, facebook oder twitter - schon seit vielen Jahren werden Bewerber immer wieder davor gewarnt, pikante Fotos und detaillierte Informationen über sich in soziale Netzwerke zu stellen. Bislang gab es von rechtlicher Seite aus noch keine Einschränkungen für Firmen, die ihre Bewerber googeln.
Laut einer repräsentativen Umfrage des Bundesverbands Bitkom suchen und informieren sich rund 49 Prozent der Personaler in Deutschland über ihre „zukünftigen Kollegen“ im Netz. „Das Internet ist für Firmen eine wichtige zusätzliche Informationsquelle geworden, um sich ein Bild über einen potenziellen Mitarbeiter zu machen“, betont BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.
Damit soll ab kommendem Jahr aber Schluss sein: Die Bundesregierung hat nun neue Regelungen zum Datenschutz von Bewerbern beschlossen. In Zukunft soll die Recherche im privaten Umfeld untersagt sein. Allerdings ist es meiner Ansicht nach nur sehr schwer, dies gezielt zu kontrollieren. Daher ist es sinnvoll, sich selber zu suchen, um einen Überblick zu gewinnen, welche Informationen über einen selbst im Internet zu finden sind.
Kommunikationsberater Klaus Eck rät daher, Blogbeiträge gut durchdacht zu kommentieren oder auch eigene Themen-Blogs zu erstellen, um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Dies ist allerdings sehr zeitaufwändig. Pikante Fotos entfernen und Meinungen kontrolliert äußern helfen dabei auch schon weiter.
Das Internet ist für mich eine gespaltene Persönlichkeit. Zum einen soll und will man seine Daten niemandem übermitteln, sodass nichts Unrechtes mit den Daten geschieht. Zum anderen hingegen stellen Millionen von Menschen ihre intimsten Details und Interessen auf Social-Media-Plattformen wie Facebook und StudiVZ ein. Doch wie anonym bin ich wirklich im Netz?
Durch mein Interesse an MMORPG’s (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) war das Thema Anonymität im Netz für mich immer schon präsent. Denn ich spiele mit vielen Leuten auf der Welt zusammen und nicht jeder Mensch soll wissen, wer hinter dem Wesen steckt, welches ich verkörpere. Warum eigentlich? Weil mir meine Eltern das immer geraten haben? Tja eigentlich eine gute Frage, denn grundsätzlich gebe ich doch schon alles, oder sagen wir mal einiges, in Social Media preis und jede zweite Firma hat bereits meine Adresse von irgendwem gekauft. Also warum nicht gleich alles preisgeben? Denn, wenn man wirklich unbedingt wissen möchte, wo jemand wohnt oder wie seine/ihre Telefonnummer lautet, kann man das auch rausbekommen. Ganz nach dem Motto: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und zudem gibt es noch den Effekt, dass die ganzen Unternehmen, die meine Daten weiterverkaufen, keinen Cent mehr sehen würden. Denn wer zahlt schon für eine Information, die bereits öffentlich im Netz einsehbar ist?
Doch mal Spaß beiseite, denn die Anonymität im Netz ist wichtig. Laut Statistik des Bundesministeriums des Innern haben sich die Straftaten mit dem Tatmittel Internet von 2008 auf 2009 um 23,6 Prozent (insgesamt 206.909 Straftaten im Jahr 2009) und die Computerkriminalität um 17,7 Prozent (insgesamt 74.911 Straftaten im Jahr 2009) erhöht. Straftaten mit dem Tatmittel Internet umfassen Betrugsdelikte, Warenbetrug und Verbreitung pornografischer Schriften.
Die Zahlen zur Computerkriminalität bezeichnen hingegen Computerbetrug, Betrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel, das Ausspähen und Abfangen von Daten sowie Softwarepiraterie. Ein Beispiel wäre, wenn ein Krimineller meine Kreditkartennummer und den dazugehörigen PIN herausfinden würde, weil ich nicht vorsichtig genug mit den Daten umgegangen bin. Mit diesen Informationen könnte der Dieb dann Dinge kaufen, die möglicherweise illegal sind. Dabei ist das Schlimmste, dass ich zusätzlich noch rechtlich belangt werden kann, wenn ich fahrlässig mit meinen Daten umgegangen bin.
Alle, die wissen möchten was sie im Netz für "Spuren" hinterlassen, können sich diesen interessanten Link einmal anschauen: www.gulli.com/anonymitaetscheck
Neben Bewerbungsvideos scheinen auch Bewerberhomepages voll im Trend zu liegen. Dem generellen Übergang zu Online-Bewerbungen bin ich ja nicht abgeneigt. Im Gegenteil: Es geht schneller und spart Geld. Bewerberhomepages können aber genau wie Videos schnell albern wirken. Der Aufwand ist viel zu groß - es ist so schon schwierig genug, seine Selbstdarstellung im Web zu regeln. Daher sollte man sich zweimal überlegen, ob es einem das wert ist.
Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen sich eine solche Website lohnt. Künstler, Fotografen oder Webdesigner können und sollten ihre Werke sogar online präsentieren, dann aber bitte nur in einem professionellen Umfeld. Soviel steht fest.
Aber auch, wer sich abseits von diesem Feld unbedingt online präsentieren möchte, sollte ein bisschen Kreativität mitbringen. Oder jemanden engagieren, der sich damit auskennt. Denn die Fertig-Baukästen sind meist schon ziemlich ausgelutscht und vorgegebene Themes zeugen nicht gerade von Individualität. Eine witzige Alternative wäre vielleicht eine ausgefallene Präsentation zu erstellen, die online einsehbar ist. So hat es dieser Bewerber getan. Macht aber auch nur in Ausnahmefällen Sinn, zum Beispiel in der Werbebranche.
Selbst wenn sie dann noch so toll aussehen, Bewerberwebseiten sind nicht als Ersatz für eine klassische Bewerbung zu verstehen. Die Motivation für einen bestimmten Job kann nun mal nur in einem personalisierten Anschreiben deutlich gemacht werden. Und kein Personaler hat Lust, extra online zu gehen, um dann einen Standard-Lebenslauf zu finden, der auch gut in die Email oder die Mappe gepasst hätte. Der Link sollte dann zum Beispiel interessante Zusatzinformationen bieten, die nicht in die Bewerbung gepasst haben. Aber mal ganz ehrlich, wer kann damit als Otto-Normal-Student schon aufwarten?
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Was die private Internetnutzung am Arbeitsplatz anbelangt hört man ja oft verschiedenes. Manche Unternehmen sind da sehr streng, andere drücken beide Augen zu. Fakt ist, dass die private Nutzung des Internets während der Arbeitszeit nicht gleich eine Kündigung rechtfertigt. Das gilt sogar dann, wenn der Mitarbeiter eine schriftliche Erklärung abgegeben hat, dass er das Internet nur zu dienstlichen Zwecken nutzen darf. So hat jetzt zumindest das Landesarbeitsgerichts (LAG) in Rheinland-Pfalz in Mainz entschieden und gab mit seinem Urteil der Kündigungsschutzklage eines Arbeitnehmers statt. Der hatte eine sogenannte "Mitarbeitererklärung" unterschrieben und sich verpflichtet, dass Internet am Arbeitsplatz auch wirklich nur dienstlich zu nutzen. Wie der Arbeitgeber feststellte, hatte er sich daran nicht gehalten und es regelmäßig auch zu privaten Zwecken genutzt. Was folgte war die ordentliche Kündigung.
Laut Landesarbeitsgericht ist die Kündigung allerdings nicht sozial gerechtfertigt. Der Arbeitgeber müsse zunächst nachweisen, dass die arbeitsrechtlich geschuldeten Leistungen unter der privaten Internetnutzung leiden, außerdem hätte der Kündigung zunächst mal eine Abmahnung vorausgehen müssen. Auch der Inhalt der aufgerufenen Seiten würde keine Kündigung rechtfertigen, denn meistens hatte der Gekündigte lediglich den Kontostand bei seiner Bank abgefragt.
Tja, es gibt wohl leider genug Unternehmen, die die Internetnutzung für private Zwecke am Arbeitsplatz verbieten oder nur in der Pause gestatten. Da kann man dann auch davon ausgehen, dass es kontrolliert wird und muss mit Konsequenzen rechnen. Andererseits hört sich das (in diesem Fall) für mich so ein bisschen danach an, als wäre hier einfach nach einem Grund gesucht worden, einen unliebsamen Mitarbeiter loszuwerden. Das solche Regeln wohl außerdem auch eher zu Frust und negativer Arbeitsleistung, als zu Freude am Job und hoher Produktivität führen, ist doch auch klar. Naja, jeder (Arbeitgeber) wie er meint ...
Tja, ich bin mehr jetzt zwar nicht ganz sicher, was ich davon halten soll, aber interessant ist es auf jeden Fall ... Und zwar befürchtet der US-Rechnungshof (GAO), dass es bei einer Schweinegrippe-Pandemie zu ernsthaften Engpässen beim Datentransport im Internet kommen könnte. Die US-Regierung sollte daher Maßnahmen wie die "Beschneidung" der Bandbreite von Privatanschlüssen vorsehen.
Die GAO-Experten gehen tatsächlich davon aus, dass bei einer Schweinegrippe-Pandemie die Internetnutzung von Privathaushalten vor allem am Tag stark zunehmen würde (was sogar recht logisch erscheint). Die vielen erkrankten Schüler und Studenten, Arbeiter sowie ihre Familienangehörigen würden dann durch die intensive Internet-Nutzung Staus erzeugen, da die Kapazitäten der Netzwerkstrukturen vieler Internetprovider in Wohngebieten überschritten würden.
Wie schon kurz erwähnt, was macht ein Schüler oder Student wenn er nicht in die Schule oder Uni kann? Er sucht "Unterhaltung" im Internet, lädt Videos herunter, spielt Online oder macht halt andere Sachen, die hohen Bandbreitenbedarf haben. Da es außerdem sehr viele Remote-Worker gibt (also Angestellte, die von zuhause aus arbeiten) und es während einer Pandemie nur eingeschränkte Möglichkeiten gibt, die Netzwerke auszubauen, entsteht hier also ein echtes Problem. Ziemlich einfache Formel, aber durchaus plausibel.
Da nun die Internet Provider Ihren Kunden nicht einfach die Bandbreite reduzieren können, muss (soll) im Fall der Fälle also die Regierung helfen bzw. das US-Heimatschutzministerium (DHS), (in enger Abstimmung mit weiteren Ministerien). Auch die Unternehmensberatung Gartner teilt übrigens diese Analyse (bis zu 40% aller Arbeitskräfte müssten bei einer Pandemie zuhause bleiben) und macht sich ebenfalls große Sorgen um die reibungslose Internet-Nutzung.
Hört sich alles sehr ernst an, so lange der Fernseher und der Kühlschrank aber noch funktionieren, dürfte der Durchschnitts-Amerikaner auch diese Krise überstehen!
Wenn es nach den Nutzern von sozialen Netzwerken, wie studiVZ und meinVZ ginge, dann würde die Piratenpartei bei der Bundestagswahl an erster Stelle stehen. Noch vor drei Wochen hatte die Jungpartei mit fast 50% die absolute Mehrheit nach der Sonntagsfrage erhalten. 23.000 Teilnehmer der VZ-Netzwerke setzten die Piraten auf Platz Eins, nach der Frage: „Wen würdest du wählen, wenn Sonntag Bundestagswahl wäre?“.
Zum Glück sieht das nach letztem Sonntag wieder anders aus. Die neue Partei liegt zwar noch vorne, aber sie hat die Hälfte der Stimmen verloren und die Tendenz ist weiter fallend. Die anderen Parteien legten dagegen zu.
Dass so viele internetaffine Community Nutzer die Piratenpartei wählen ist nicht gerade verwunderlich, da sie doch die Zielgruppe der Piraten ausmachen. Mit dem Versprechen für ein freies Internet, wo man alles kostenlos downloaden und kostenlose Inhalte genießen kann, treffen sie genau den Nerv der jungen Internetgeneration. Sogar meine Schwester – jetzt zum ersten Mal wahlberechtigt – meinte letztens zu mir, dass sie bei der Bundestagswahl ein Kreuz bei den Piraten machen würde.
Ich kann nur hoffen, dass meine Schwester, sowie die anderen blauäugigen VZ-Wähler, ihre Meinung noch ändern und der Abwärtstrend der Piraten bis zum großen Tag beibehalten wird, so dass sie keine ernst zu nehmende Konkurrenz zu den wirklichen Parteien darstellen. Denn was haben sie denn außer einem freien Internet zu bieten? Können sie ernsthaft ein Land, außerhalb der virtuellen Welt, regieren?
Wir haben ja schon öfters darüber berichtet, dass zu viele Daten über einen im Internet kursieren, die einem für eine Bewerbung zum Verhängnis werden können. Das Internet kann somit zum Karrierekiller werden. Wenn man nicht aufpasst und einfach gutmütig alle privaten Details von sich im World Wide Web hinterlässt, kann es leicht passieren, dass Personaler von so jemandem Abstand halten.
Glaubt man einer aktuellen Studie des Dimap-Instituts, die von der Bundesregierung in Auftrag gegeben wurde, dann sucht über ein Viertel der Befragten bei der Bewerber-Auswahl gezielt nach Informationen. Arbeitgeber durchforsten systematisch die privaten Angaben nach Hobbys, Interessen, Meinungsäußerungen, Vorlieben usw.. Das was sie dabei herausfinden, sind meistens Gründe, warum ein Bewerber nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Laut der Studie komme das in vier von fünf Fällen vor einer möglichen Einladung zum persönlichen Gespräch vor.
Als Karrierekiller werden abfällige Äußerungen über die aktuelle Jobsituation oder Fotos der letzten Partys von 76% der befragten Arbeitgeber gesehen. Sie finden solche Informationen nicht nur über Suchmaschinen, sondern stöbern auch vermehrt in sozialen Netzwerken nach dem „Haar in der Suppe“.
Deshalb noch einmal unser Tipp an alle, die sich für einen Job bewerben wollen: Geht sorgfältiger mit der Preisgabe eurer privaten Daten im Internet um, sonst kann das schnell zum Stolperstein in der beruflichen Karriere werden.
Das mit dem Datenschutz im Internet wird ja immer schlimmer, da ja eigentlich kaum noch ein Schutz der privaten Daten, die man irgendwo angibt, besteht. Es ist fast egal, was man heute im Internet macht, ob man sich irgendwo registriert, ob man übers Internet einkauft oder andere Verträge abschließt, überall gibt man gut und gerne seine geheimsten Daten preis. Man verlässt sich ja darauf, dass sie nicht an Dritte weitergegeben werden. Doch immer wieder werden diese Grundsätze gebrochen und man bekommt irgendwann dubiose Anrufe von irgendwelchen Firmen, die einem etwas aufschwatzen wollen und alles über einen wissen.
Wie leicht es ist an private Daten von Internetnutzern heranzukommen, haben jetzt Reporter von NDR Info festgestellt. Sie haben auf dem Schwarzmarkt im Internet binnen weniger Stunden tausende Datensätze kaufen können. Darunter waren Daten zu Adresse, Geburtsdatum und sogar der Bankverbindung der ahnungslosen Menschen, die sie bei Gewinnspielen, Versicherungen oder Zeitschriftenabos angegeben hatten. Die Betroffenen der fast zwei Millionen angebotenen Daten fühlen einen massiven Missbrauch ihrer Privatsphäre.
NDR hat herausgefunden, dass der Datenhändler sich wohl in Tunesien aufhält und somit ist es schwer, sein illegales Handeln zu unterbinden. Dieser Test sollte aber allen die Augen öffnen, die gutgläubig ihre Daten preisgeben, denn sicher ist im Internet nichts mehr.


