Traineeprogramme sind unter Absolventen sehr begehrt. Für Unternehmen sind sie die Nachwuchsmanager. Und ein Trainee zu sein, bedeutet durchaus mehr, als die einzelnen Abteilungen kennenzulernen. Absolventen bekommen so schnell die Chance, schon früh Verantwortung zu übernehmen.
Viele Trainees qualifizieren sich innerhalb des Programms beispielsweise in Rhetorikkursen oder im Bereich Zeitmanagement weiter. Der Einblick in einzelne Abteilungen hilft den Berufseinsteigern, sich einen guten Überblick vom Unternehmen zu verschaffen und die internen Zusammenhänge leichter zu verstehen. Eine perfekte Vorbereitung für den Job also. Dies zeigt auch eine Studie des Duisburger Konzerns Haniel. 86 Prozent der 120 befragten Unternehmen suchen mithilfe von Traineeprogrammen die Führungskräfte von morgen. "In der Regel haben sich die Firmen die Leute ja ausgesucht, deshalb haben Trainees meist gute Chancen, im Betrieb zu bleiben", sagt Rosmarie Schwartz-Jaroß, Leiterin des Career Centers der Berliner Humboldt-Universität.
Die Unternehmen investieren mit solchen Trainee-Stellen oftmals viel Geld und Zeit in die Ausbildung. Daher sind die meisten Unternehmen sehr daran interessiert, ihre Mitarbeiter nach dem Programm zu übernehmen. Deutschlandweite Traineeprogramme findet Ihr natürlich bei Jobware, dem Stellenmarkt für Fach- und Führungskräfte.
Sehr häufig ist davon die Rede, wie wichtig Zeitmanagement im Beruf ist, doch oft scheitern Erfolge nicht auf Grund mangelnder Zeit, sondern fehlender Energien. Dies zeigen immer wieder Menschen, die "nur" Nebenjobs innehaben. Sie können in der verkürzten Arbeitszeit manchmal sogar bessere Leistungen erbringen, als Menschen in Vollzeitpositionen.
Während man mittels Zeitmanagement versucht, so viel Arbeit wie möglich in den Tag zu stopfen, wird dabei die Effektivität manchmal außer Acht gelassen. Menschen, die den ganzen Tag ohne Pause arbeiten, machen nicht zwangsläufig eine gute Arbeitskraft aus. Die Arbeitsweise und die darin investierten Energien spielen im Berufsalltag eine wichtige Rolle.
Menschen sind keine Maschinen und haben daher keine unbegrenzten mentalen, physischen und emotionalen Energiereserven. Folglich brauchen sie Pausen um aufzutanken und ihren Fokus neu auszurichten, anders ist die Gefährdung durch Burnout hoch. Hier lässt sich ein Vergleich mit dem Sport anstellen: Die besten Athleten sind jene, die Strategien zum effektiven Energiemanagement entwickelt haben und Perioden der Anstrengung und Pausen variieren. Das hat ihnen zum Erfolg verholfen.
Pausen ermöglichen ein Loslassen von der Arbeit und einen Neustart bei neuen Aufgaben, sodass man den Fokus auf die aktuelle Tätigkeit richten kann. Ein kurzer Moment des Rückzugs, beispielsweise bei einem Schluck Wasser oder einem Abstecher in den Kaffeeraum, genügt oft schon als Möglichkeit, sich auf etwas Neues zu konzentrieren. Macht man keine Pausen, wird der Job härter und anstrengender.
In vielen Unternehmen herrscht eine Kultur, die zu sehr auf Leistung, Multitasking und dem Entgegenfiebern von Deadlines ausgerichtet ist. Auf Grund der fixierten Einstellung gegenüber Produktivität, ist man trotz Energieverlusts stets bemüht, immer beschäftigt zu wirken. Man starrt andauernd auf den Bildschirm, klickt nervös mit der Maus herum und verzichtet auf das Mittagessen. Ist nicht einmal mehr für einen Toilettenbesuch Zeit, so sollte man sich ernsthafte Gedanken machen, den Job zu wechseln.
Unmotiviert und lustlos in die neue Arbeitswoche? Immer wieder montags werden viele Arbeitnehmer von einem "Montagsblues" heimgesucht. Auch wenn der erste Arbeitstag der Woche immer besonders schwer fällt, kann man ihn sich dennoch leichter gestalten.
"Finden Sie schrittweise heraus, was Sie an Ihrer aktuellen Arbeitssituation ändern können und überlegen Sie, wie Sie Ihre jetzige Beschäftigung zufriedenstellender gestalten können", empfiehlt Diplom-Psychologin Kirsten Khaschei. Dabei helfen Fragen wie "Bin ich im Job über- oder unterfordert?" oder "Habe ich Konflikte mit Vorgesetzten oder anderen Kollegen?" bei der Ursachenforschung. Vielleicht liegt die eigentliche Ursache aber nicht allein im Berufsleben, sondern vielmehr im privaten Umfeld. Auch dort sollte versucht werden, den Problemherd zu bekämpfen.
Darüber hinaus ist es sinnvoll, am Freitag schon an Montag zu denken, den Schreibtisch aufzuräumen und die Montagsarbeit zu planen. Wichtige Gespräche werden je nach Möglichkeit auf einen anderen Wochentag verlegt. "Viele Arbeitnehmer haben für den Wochenstart viele gute Vorsätze und eine wahnsinnige To-do-Liste. Das überfordert die meisten", betont Kaschei. Sinnvoll ist es, den Wochenbeginn so gut es geht zu entlasten und alle anstehenden Aufgaben gleichmäßig zu verteilen, um dem Motivationsloch am Montag zu entkommen.
Unsicherheiten und Zweifel bei der Generation 40 aufwärts gehören mehr oder weniger der Vergangenheit an. Vielmehr nimmt die Sinnkrise bei jungen Erwachsenen deutlich zu, die sogenannte "Quarterlife-Crisis". Zu hohe Erwartungen, zu viele Möglichkeiten, sogar zu viele Freiheiten, der Mangel an Orientierung macht sich bei vielen jungen Menschen breit und führt zu einer regelrechten Identitätskrise.
Geprägt haben den Begriff "Quarterlife-Crisis" Abby Wilner und Alexandra Robbins aus den USA. Mitte 20 befanden auch sie sich in einer solchen Sinnkrise und merkten gleichzeitig, dass sie damit nicht alleine waren. Es fehlten feste Werte, die Orientierung geben. In ihrem gleichnamigen Buch raten die beiden Bestseller-Autorinnen davon ab, den Kopf in den Sand zu stecken und lieber zu versuchen, dass eigene Glück selbst in die Hand zu nehmen.
Oliver Robinson von der Universität Greenwich hat zum Thema Sinnkrise nach dem ersten Lebensviertel rund 1000 Menschen im Alter von 25 bis 30 befragt. 86 Prozent der Befragten fühlen sich demnach zu sehr unter Druck, einen erfolgreichen Job und eine glückliche Beziehungen haben zu müssen. Und das bis zum 30. Lebensjahr – so das geplante Ziel. Laut Robinson sind vor allem junge, akademisch gebildete Erwachsene stark von solch einer Krise gefährdet. Denn zum einen streben sie nach einem besonders aufregenden Leben und zum anderen wünschen sie sich eine feste Beziehung und Kinder.
Psychologe Johannes Kaufhold macht die vielen Freiheiten für die "Quarterlife-Crisis" verantwortlich. Darüber hinaus hat er beobachtet, dass viele junge Erwachsene unter Entscheidungsangst leiden. Denn sie wollen bloß keine Fehler machen. Und fast zwanghaft klammern sie sich an jeden Strohalm, der sie dazu bringen könnte, sich selbst zu verwirklichen und große Dinge zu erreichen, frei unter dem Motto "Bloß nichts verpassen".
"Wir haben unendlich viele Möglichkeiten, bekommen sie jeden Tag von irgendjemandem vorgelebt und hadern und überlegen und fühlen uns wahrscheinlich unfreier als unsere Großeltern kurz nach dem Krieg", heißt es in dem Buch "Ameisenknochen", ein fiktiver Facebook-Dialog.
So gleicht die Studienzeit einer verlängerten Jugendzeit. Nach dem Studium folgt dann oft der Realitätsschock: Plötzlich ist man erwachsen und muss seine Karriere planen. Von der Familienplanung mal ganz abgesehen. Kaufhold appelliert jedoch immer wieder an seine Patienten, Dinge auszuprobieren und sich nicht zu sehr von der Entscheidungsangst beeinflussen zu lassen.
Doch wer erstmal eine "Quarterlife-Crisis" überwunden hat, muss sich nicht mehr vor einer "Midlife-Crisis" fürchten. Denn diese Krise betrifft meist Menschen, bei denen der Übergang zum "Erwachsenwerden" problemlos verlief.
Es ist ungewöhnlich, doch es gibt immer wieder Arbeitnehmer, die ihren Hund mit zum Arbeitsplatz nehmen. Das hat meistens ganz profane Gründe, dass sich z. B. sonst niemand um das Tier kümmern kann. Dabei hat ein Hund im Büro auch positive Nebeneffekte. Studien der Buffalo University New York belegen, dass Haustiere in Stresssituationen blutdrucksenkend wirken. Soziale Interaktion, in diesem Fall einen Hund streicheln, wirkt sich positiv auf den Arbeitsalltag aus. Hunde entwickeln sich in Unternehmen häufig regelrecht zu Teammitgliedern. Und gemeinsames Betreuen eines Tieres kann man getrost als Teambildende Maßnahme verstehen.Dabei bietet sich auch nur der Hund als Bürotier an. Andere Haustiere wie Katzen, Kaninchen oder Hamster kommen für den Bürojob lt. Deutschem Tierschutzbund nicht in Frage. Katzen bleiben am liebsten ihrem Revier treu, Kleintiere sind nicht sehr stressresistent und nachtaktive Tiere kommen vom Rhythmus her nicht infrage. Hinzu kommt, dass Hunde die einzige Tierart sind, die eine Affinität zum Autofahren haben.
Der Deutsche Tierschutzbund hält Hunde im Büro für eine gute Idee, gibt aber zu Bedenken, dass einige Rahmenbedingungen erfüllt sein müssen. Denn neben einem ruhigen Platz für das Tier, frischem Wasser und Futter und regelmäßigem Gassigehen muss der Bürohund eher einen ruhigen Charakter haben und gut erzogen sein. Wenn nicht, ist es mit der blutdrucksenkenden Wirkung nicht weit her. Hundeschulen bieten inzwischen Trainings speziell für Bürohunde und solche, die es werden sollen, an. Wenn dann noch der Chef ja sagt - ohne seine Zustimmung geht es nicht - kann man im Job getrost auf den Hund kommen.
Um alle Erwartungen von Personalern zu erfüllen und um dem Tempowahn des deutschen Bildungssystems gerecht zu werden, stehen die Studenten an deutschen Hochschulen unter enormen Stress, mittlerweile werden sie sogar als "akademische Pauschaltouristen" bezeichnet.
Allein der Weg zum Abitur ist sehr hart. Die Schüler werden binnen acht Jahren zur allgemeinen Hochschulreife getrieben. Und falls sie währenddessen ein Jahr ins Ausland möchten, so müssen sie nach Wiederkehr direkt ein komplettes Schuljahr wiederholen. Da vergeht den meisten Schülern bereits die Lust am Reisen und am Kennenlernen anderer Kulturen. Früher hingegen konnten die meisten Schüler zurück in ihre alte Klasse.
Auch im Studium ist es nicht anders: Nach der Umstellung auf Bachelor-Studiengänge ist es bereits nur noch schwer möglich, für zwei Semester ins Ausland zu gehen. Ein Auslandspraktikum muss es da auch tun. So kommen die Absolventen zwar mit einem Durchschnittsalter von 21 raus aus der Uni, haben jedoch nur sehr wenig von der Welt gesehen.
Natürlich wirken diese bildungspolitischen Maßnahmen den sogenannten "Bummel-Studenten" entgegen, weil die Gesellschaft keine 30-jährigen Absolventen, die dann mit 60 in Rente gehen mehr duldet, allerdings haben die jetzigen Studenten kaum Luft zum atmen. Sie können keine neuen Eindrücke mehr sammeln und bilden eine Generation von Getriebenen. Und ob sie den Job mit 21 ausüben wollen, für den sie sich im Alter von 17 schon entscheiden mussten, ist auch fraglich.
Wer sich immer schon einmal gewünscht hat im Buckingham Palace zu arbeiten, der hat nun die Chance. Denn die Queen sucht neue Butler. Ohne "James" läuft im Palast nämlich nicht viel: Butler kümmern sich unter anderem um das Gepäck, servieren Getränke und Mahlzeiten und erledigen Botengänge.
Das britische Königshaus hat die Stelle aktuell auf ihrer offiziellen Homepage ausgeschrieben. Doch nicht jeder kann Butler werden und leicht ist dieser Job allemal nicht. Die Queen hat diesbezüglich hohe Ansprüche. So müssen Bewerber sehr flexibel, engagiert, lernwillig und vor allem diskret sein. Darüber hinaus sollten sie Erfahrungen im Hotel -oder Gaststättengewerbe mitbringen.
45 Stunden pro Woche, mögliche Überstunden und drei Monate auf Reisen, denn die Butler begleiten die Queen in ihre Sommerresidenz. Belohnt wird die Arbeit mit einem unbefristeten Vertrag und einem Einstiegsgehalt von etwa 17.000 Euro inklusive einem Wohnsitz direkt im Palast. Wer Lust und Interesse an dieser königlichen Arbeitsstätte hat, kann sich bis zum 19. September bewerben.
Viele Unternehmen werben mit "Familienfreundlichkeit". Das scheint laut einer aktuellen Studie aber mehr eine PR-Strategie als ernstgemeinte Unternehmensphilosophie zu sein. Besonders junge Berufstätige leiden unter der schlechten Vereinbarkeit von Job und Familie.
Jeder zweite junge Arbeitnehmer unter 35 Jahren ist nur befristet angestellt. Das geht aus zwei Studien der IG Metall hervor. Dafür wurden über 4.000 Betriebsräte und 1.000 junge Berufstätige befragt. Besonders Frauen leiden unter dieser Situation. Oft fehlen Betreuungsplätze, nur 38 Prozent der Unternehmen bieten eine Kinderbetreuung an und lediglich 62 Prozent aller Mütter und Väter können zu ihrem alten Arbeitsplatz zurückkehren.
Die Arbeitgeber möchten auch keine Vereinbarung für flexible Arbeitsmodelle, kritisieren die Betriebsräte in der Studie. "Die Arbeitgeber müssen mehr für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf tun. Wir brauchen betriebliche Regelungen für mehr Zeitsouveränität der Beschäftigten", betont IG-Metal-Vize Detlef Wetzel. Denn viele junge Absolventen wollen neben einem Job vor allem auch Stabilität und Sicherheit.


