Die EM läuft, aber obwohl unsere deutsche Elf auf dem Platz kickt, stehen nicht automatisch die Bänder in Deutschland still. Zwar dürfte es in den kommenden Wochen kaum ein anderes Thema geben, dass für soviel Gesprächsstoff am Arbeitsplatz sorgt, wie die Europameisterschaft, allerdings herrscht nicht automatischer Ausnahmezustand. Einige „Do’s und Don’ts“, gibt es auch während der EM zu beachten.
Das Fußball-Trikot ist natürlich Pflicht, wenn die deutsche Elf spielt. Somit entfällt auch die morgendliche Entscheidungsnot vor dem Kleiderschrank. Allerdings versteht es sich von selbst, dass in Firmen, die viel Wert auf repräsentatives Auftreten legen, das Fußballtrikot leider erst nach Feierabend angezogen werden sollte. Wer dennoch nicht drauf verzichten möchte und ein bisschen abergläubisch ist, der kann sein Trikot auch unter dem Anzug tragen – für ein bisschen EM-Feeling im Meeting.
Wer die Spiele während der Arbeitszeit verfolgen möchte, der hat es schon ein bisschen schwerer. Hier hängt es vor allem vom einzelnen Unternehmen ab, ob und wie die Spiele verfolgt werden dürfen. Während einige Firmen großzügige Regelungen schaffen, bleibt in anderen Unternehmen das Verfolgen der Spiele während der Arbeitszeit untersagt. Aber den Spielstand heimlich auf der Toilette via Smartphone checken, müsste auch bei strenger Regelung drin sein. Eine gute Alternative zur Ablenkung durch den Fernseher, ist das gute alte Radio. Aber auch das sollte vorher abgesprochen werden. Schließlich ist das Gedudel im Hintergrund auch eine Ablenkungsquelle, die nicht jeder mag.
In den Pausen hingegen können dann aber alle Hemmungen über Bord geworfen werden und man darf sich getrost dem Fußball-Irrsinn hingeben. Ein Fernseher im Aufenthaltsraum ist zum Beispiel eine gute Sache, von der alle Angestellten was haben. Und wer sich in der Mittagspause mal richtig ausfluchen und toben durfte, der kann danach auch wieder ganz entspannt und konzentriert weiterarbeiten.
Wenn alles nichts hilft, dann kann man das Spiel auch ganz klassisch zu Hause aufnehmen. Das ist aus eigener Erfahrung allerdings etwas unbefriedigend. Außerdem muss man sich bis zum Gucken des Spiels von sämtlichen Medien und deren Berichterstattung zum Spiel sowie den Kollegen fernhalten, weil es sonst nur noch halb so spannend ist. Auf keinen Fall sollte man sich krankmelden, um das Spiel zu gucken. Oft genug meint es das Schicksal nicht gut mit einem und man erscheint in voller Fanmontur und Bier in der Hand beim Public Viewing auf der Titelseite der lokalen Tageszeitung. Da hat der EM-Spaß dann ganz schnell ein Ende. Wer sich aber an ein paar Regeln hält, der kann die EM ganz entspannt genießen.
Vorlesungen können ganz schön lang und kräftezehrend sein. Wenn dann auch noch der Nachbar nervt, dann kann einem schon das ein oder andere Mal der Draht aus der Mütze springen. Deshalb gibt es einige inoffizielle Benimmregeln, die jeder Student beachten sollte, wenn er sich von seinem entnervten Sitznachbarn in der Vorlesung keine Rüge einfangen möchte.
Zu spät kommen, kann mal passieren, aber es nervt. Wer dann noch nicht mal unauffällig am Rand Platz nimmt, sondern sich zur Mitte des Hörsaals bewegt, um das für ihn freigehaltene Plätzchen doch noch zu besetzen, der macht alles falsch, was man nur falsch machen kann. Darauffolgendes hektisches Wühlen in der Tasche setzt dem ganzen noch das Sahnehäubchen auf. Wer zu spät kommt, für den heißt es: Unauffällig hinsetzen und zuhören.
Das nächste „No-Go“, wie man so schön sagt, ist natürlich permanentes Getuschel sowie klingelnde Handys. Nicht nur die Konzentration des Vortragenden, sondern auch die der Zuhörer wird dadurch erheblich gestört. Gegen peinliches Handyklingeln gibt es übrigens sehr praktische Apps, bei denen Zeit und Ort festlegen kann, in der sich das Handy automatisch auf stumm schaltet.
Alles was mit unangenehmen Geräuschen und Gerüchen zu tun hat (…), ist im Hörsaal absolut nicht angebracht. Hier meine ich vor allem das Verzehren von weniger hörsaaltauglichen Speisen wie Burgern, Döner oder mitgebrachten Eintöpfen (alles schon dagewesen). Auch bei mangelnder Körperhygiene des Nachbarn kann die Vorlesung schnell zu einem Martyrium werden.
Ebenso unangenehm und störend, sind frisch verliebte Pärchen, die sich auch während der Vorlesung nicht davor scheuen, ihre Liebe zu zeigen: Kuscheln und Knutschen in Kombination mit verliebtem Kichern sind nicht nur peinlich, sondern auch hochgradig nervtötend. Dagegen hilft, wenn überhaupt, nur der genervte „Nehmt euch ein Zimmer“-Blick. Wer sich ohne peinliche Benimm-Patzer durch die Uni bewegen möchte, dem ist das Buch „Campus-Knigge – Von Abschreiben bis Zweitgutachten“ wärmstens zu empfehlen.
Du befindest dich schon im Endspurt deines Praktikums? Kein Grund, sich zurückzulehnen, denn es gibt noch einiges zu tun. Kümmere dich zunächst einmal um ein qualifiziertes Zeugnis und frage deinen Vorgesetzten oder Mentor, ob er bereit ist, dir eine Referenz auszustellen. Vereinbare auch einen Termin für ein abschließendes Feedbackgespräch. Bestehe darauf, denn die Kritik und was du daraus lernen kannst, wird dir bei zukünftigen Tätigkeiten sicher zugute kommen. Bei der Gelegenheit kannst du natürlich auch nachhaken, ob Einstiegschancen in Form von Festanstellung, Volontariat, Nebenjob oder freier Mitarbeit bestehen.
Es macht einen sehr engagierten Eindruck, wenn du angefangene Projekte auch dann zu Ende bringst, wenn das die vereinbarte Zeit übersteigt. Wenn es sich hierbei um deinen Traum-Arbeitgeber handelt, lohnt es sich sogar, wissentlich noch kurz vor Praktikumsschluss Projekte zu übernehmen, die du unmöglich in den paar Wochen oder Tagen bearbeiten kannst. Vergiss auch nicht, dir Dateien deiner Projekte zu kopieren. Später können sie als Erinnerungsstütze oder gar als Arbeitsproben dienen.
Was die meisten vergessen: Auf den Email-Account hast du nach deinem Praktikum keinen Zugriff mehr. Leite dir also alle wichtigen Informationen weiter, allen voran die Kontaktdaten deiner Kollegen! Nichts ist ärgerlicher, als sich in ein paar Monaten nicht mehr an die Namen der Kollegen erinnern zu können. Nutze diese Chance auch, um sie auf Xing hinzuzufügen. Wenn du noch keinen Account dort hast, wird es nun höchste Zeit, auch an deinem professionellen Online-Auftritt zu pfeilen.
Schicke am letzten Tag eine nette Abschiedsmail an den Verteiler mit deinen Kontaktdaten. Viele werden daraufhin bestimmt in deinem Büro auf einen Plausch vorbei schauen. Darauf kannst du sogar wetten, wenn du einen selbst gebackenen Kuchen oder Muffins in die Küche stellst. Bedanke dich bei dieser Gelegenheit auch gleich bei Kollegen, die dir besonders geholfen haben, für ihre Unterstützung.
Hier gibt`s die ersten beiden Teile der Praktikums-Reihe:
Erfolg im Praktikum (Teil 1) - Die ersten Tage meistern
Erfolg im Praktikum (Teil 2) - Wie du das Beste aus der Zeit herausholst
>>>Ich hoffe, meine Tipps haben euch geholfen. Habt ihr noch weitere Ideen oder Anregungen zu dem Thema? Würdet ihr beim nächsten Praktikum oder beim ersten Job etwas anders machen als bei einem vorherigen Praktikum? Aus Fehlern lernt man ja bekanntlich das Meiste ;)
Die ersten Tage sind geschafft und du willst in deinem Praktikum so richtig durchstarten? Hier sind wie versprochen ein paar Tipps, wie du dich richtig verhältst, um das Beste aus der wertvollen Zeit rauszuholen.
Ganz zentral ist erst mal das Thema Netzwerken. Nutze jede Gelegenheit, um deine neuen Kollegen kennen zu lernen, ob in der Mittagspause oder in der Raucherecke. Sie müssen zwar nicht gleich die besten Freunde werden, aber hilfreich sind solche Kontakte allemal, denn sie können euch die Arbeitszeit verschönern und Fragen beantworten. Um diese Vertrauensgrundlage nicht zu gefährden, halte dich möglichst aus jedem Tratsch raus, vor allem, wenn es um den Chef geht.
Hol dir schon während des Praktikums so viel Feedback wie möglich - nur so kannst du dich verbessern und deine Stärken finden. Wenn interessante Aufgaben nicht von alleine kommen, mach einfach den Mund auf und frag. Dabei könntest du sogar schon konkrete Vorschläge machen und andeuten, welcher Bereich dich interessieren würde. Denn Eigeninitiative heißt natürlich auch, selbst zu sehen, wo Not am Mann ist oder eigene Ideen einzubringen. Frage dich also, wie du helfen kannst, dieses oder jenes Projekt voranzubringen. Die Angst, dass du mit diesen Fragen jemandem auf die Nerven gehst, ist unbegründet. Wenn es wirklich mal nichts zu tun gibt, kannst du einen Kollegen fragen, ob du ihm über die Schulter schauen kannst.
Ein paar Routinetätigkeiten gehören trotzdem meistens dazu. Das ist auch in Ordnung, sollte aber nicht überhand nehmen. Bei Unzufriedenheiten sollte der Chef oder Praktikumsbetreuer davon erfahren, denn denen ist das Problem vielleicht gar nicht bewusst.
Fazit: Wer freundlich, zuverlässig und mit viel Begeisterung an seine Aufgaben geht, hat die größten Chancen, aus dem Praktikum einen vollen Erfolg zu machen. Na dann mal ran an die Arbeit! Bald erfährst du hier im letzten Teil der Serie, was in den letzten Tagen des Praktikums zu beachten ist.
Hier findest du den ersten Teil unserer Praktikums-Serie:
Erfolg im Praktikum (Teil 1) - Die ersten Tage meistern
Die Semesterferien sind noch jung und viele von euch stehen in den Startlöchern für ihr Praktikum. In den ersten Tagen hat man meist ein mulmiges Gefühl und keine Ahnung, wie man sich verhalten soll. Bei allem Übel ist das auch noch für viele Studenten der erste Kontakt mit der Arbeitswelt - es gibt also viele Fettnäpfchen zu umschiffen. Deswegen habe ich hier mal ein paar Anregungen für euch zusammengestellt, die hoffentlich helfen.
Es kann nicht schaden, wenn ihr euch ein paar Tage vor Praktikumsbeginn noch mal über das Unternehmen schlau macht. So könnt ihr all die Informationen in eurer Einführung besser aufnehmen und einordnen. Beim Thema Kleidung orientiert man sich am besten an seinem Eindruck vom Vorstellungsgespräch. Wer sich trotzdem richtig unsicher ist, kann sogar die Sekretärin anrufen und fragen. Devise ist: Tretet so gepflegt und akkurat wie nur möglich auf. Schließlich werdet ihr am ersten Tag viele neue Menschen kennenlernen und für den ersten Eindruck gibt es bekanntlich keine zweite Chance.
In der Regel wird ein neuer Praktikant erstmal von seinem Betreuer durch die Abteilung geführt und allen vorgestellt. Ist das nicht der Fall, könnt ihr auch einfach selber eine kurze Runde machen. Eine Person, mit der ihr euch schon von Anfang an gut stellen solltet, ist die Sekretärin. Sie ist der lange Arm des Chefs, macht die Termine und kennt den Betrieb in und auswendig.
Oft passiert es leider, dass am ersten Tag noch kein Email-Account eingerichtet wurde oder der Arbeitsplatz auf sich warten lässt. Vorsichtshalber könnt ihr euch Fachliteratur mitbringen oder in der Imagebroschüre des Unternehmens blättern. Das ist erstmal besser als Däumchen zu drehen - und sieht auch schlauer aus. Keine Panik, wenn dann doch endlich die ersten Aufgaben ins Haus stehen. Auf Anhieb ist niemand perfekt und es werden euch zumindest in der ersten Zeit kleine Fehler verziehen.
Also Kopf hoch, Brust raus und immer schön freundlich grüßen, bitte! Wie ihr nach dem ersten Schreck das Beste aus der Praktikumszeit macht und möglichst viel lernt, erfahrt ihr dann im nächsten Teil der Reihe. Stay tuned :)
Hier gibt's den nächsten Teil der Praktikums-Reihe:
Erfolg im Praktikum (Teil 2) - Wie du das Beste aus der Zeit herausholst
Nicht immer ist weniger auch mehr. Dies gilt insbesondere bei der morgendlichen Outfitwahl für das Büro. Ausschlaggebend ist in erster Linie die Branche des Unternehmens und auch die Position. Wer z.B. als leitender Angestellte in einer Bank arbeitet, wird um Anzug und Krawatte nicht herum kommen, an warmen Tagen vorzugsweise aus leichten Stoffen. Für Frauen sind Kostüm oder Hosenanzug üblich. Viele Unternehmen gestatten ihren Arbeitnehmern aber bei diesen Temperaturen Jackett oder Blazer weg zu lassen oder kurzärmelige Oberteile zu tragen. Angestellte, die im ständigen, direkten Kundenkontakt stehen, unterliegen jedoch häufig einer bestimmten Kleidervorschrift, die Seriosität ausstrahlen sollte und daher einzuhalten ist.
Absolutes No-Go im Büro sind laut Knigge ein zu tiefes Dekolleté und durchscheinende Kleidung, zuviel und auffälliger Schmuck, sowie kurze Hosen oder Röcke. Auch bei der Wahl der Schuhe liegt man mit einem geschlossenen Paar meist richtig. Ausgelatschte Sandalen und Tennissocken oder Flipflops sollte man sich lieber für die Freizeit oder zu Hause aufheben. Schließlich ist man bei der Arbeit und nicht auf einer Kaffeefahrt.
Ein Aspekt, der unabhängig von den jahreszeitlichen Temperaturen zu berücksichtigen ist, ist der gepflegte Gesamteindruck. Wer schon verschwitzt, zerzaust oder voll gekleckert zum Arbeitsplatz kommt, muss sich nicht wundern, wenn Kollegen und auch der Chef die Nase rümpfen. Schließlich sollte man immer an das Marketing in eigener Sache denken.
Umfangreiche Tipps zum Thema "Kleidung im Beruf" finden sich auch unter diesem Link!


