Sie zählen zu den letzten ihrer Art und sind vom Aussterben bedroht: Die Magister- und Diplomstudenten. Zudem sind sie an deutschen Hochschulen zunehmend unerwünscht, da die parallele Verwaltung der Bachelor/Master- und der Magister/Diplom-Studiengänge nach Angaben der Unis auf Dauer zu hohe Kosten verursachen wird.
Für viele Magister- und Diplomstudenten zieht sich deshalb so langsam die Schlinge zu und viele Unis drohen ihnen offen mit dem Rauswurf, wenn sie nicht bis zu einem bestimmten Zeitpunkt ihre restlichen Prüfungen abgelegt haben. In einigen Fällen ist das für die meisten kaum zu schaffen. So schrieben sich beispielsweise die letzten Diplomstudenten in Potsdam vor vier Semestern ein. Für sie werden jedoch ab 2012 keine Prüfungen mehr angeboten.
Wie in Potsdam, so sind auch an vielen anderen deutschen Unis die Übergangsphasen knapp kalkuliert, sodass viele nur die Wahl zwischen Exmatrikulation oder einer Rückstufung auf den Bachelor haben. Wie hart es die Studenten jedoch im Einzelfall trifft hängt auch von den jeweiligen Landeshochschulgesetzen ab. In Baden-Württemberg brauchen sich die Studenten nicht vor einer Zwangsexmatrikulation fürchten, sondern können in Ruhe ihr Diplom oder ihren Magister erlangen.
In Nordrhein Westfalen gibt es allerdings eine klare Ansage: Die Diplom- und Magisterstudiengänge sollen auslaufen. Hier wehren sich die betroffenen Studenten jedoch mit allen Mitteln. Hilfe bietet den Studenten vor allem der Asta. Außerdem können die Studenten einen Härtefallantrag stellen, mit dem sie in begründeten Fällen Aufschub beantragen können. Diese Anträge sind dem Bürokratie-Kodex der Unis entsprechend aufwendig und langwierig. Bis zu einer Bewilligung können Monate vergehen. Ist der Antrag jedoch erst bewilligt, kann man sein Studium bis zu einer bestimmten Frist zu Ende bringen.
Gestern fand in Münster die Master and More statt. Bachelor-Absolventen oder Studenten, die gerade in den letzten Zügen ihres Studiums stecken, konnten sich auf der Messe über zahlreiche Master-Programme im In- und Ausland informieren. Außerdem gab es ein breites Angebot an Vorträgen, in denen nicht nur die speziellen Masterstudiengänge und die jeweiligen Universitäten vorgestellt wurden, sondern auch Informationen rund um das Thema Masterstudium. Besonders die Vorträge zu den Strategien für die Auswahl des passenden Masters, sowie über die Einstiegsgehälter waren gut besucht. Vielleicht hat man besonders hier auf ein Patentrezept gegen allgemeine Ratlosigkeit und für unermesslichen Reichtum nach dem Bachelorstudium gehofft.
Wer sich im Voraus jedoch nicht informiert und ausführlich auf die Messe vorbereitet hatte, für den konnte der Besuch auch schnell zur Enttäuschung werden. Besonders für diejenigen, die nicht an einer ausländischen Hochschule studieren möchten, gab es bis auf die Vorträge recht wenig zu gucken und außer ein paar Kulis und Schlüsselbändern, kaum hilfreiches Material abzustauben. Denn der größte Teil der ausstellenden Unis kam aus dem europäischen Ausland. Auch die vertretenen deutschen Unis waren nur mit einem recht überschaubaren und speziellen Fächerangebot ihrer Master-Programme ausgestattet, sodass längst nicht alle Fachrichtungen vertreten waren und man daher keine detaillierten Informationen zu anderen Fächern bekommen konnte.
Was mich am meisten gestört hat, ist die Tatsache, dass auf solchen Messen der Eindruck entsteht, man hätte als Bachelor-Student nur die Qual der Wahl, aber im Prinzip würden einem alle Türen offen stehen. Wir alle wissen ja, dass dem nicht so ist und viele von uns froh wären, wenn sie überhaupt irgendeinen Masterplatz bekommen, der annähernd ihren Vorstellungen entspricht. Den wirklichen Masterplan habe ich jedenfalls immer noch nicht.
Das Bachelor-Studium an sich gleicht schon einem Spießrutenlauf. Aber auch nach dem Studium stehen die Bachelor-Studenten oft vor einer weiteren großen Hürde. Viele wollen nach ihrem Bachelor-Studium einen Masterplatz ergattern, was sich oft als schwierig bis unmöglich erweist. Mit interner Vergabepraxis wählen die Universitäten die Bewerber sorgsam nach allerlei Kriterien aus: Motivationsschreiben, Abiturnote und natürlich der erste akademische Abschluss.
In diesem Zusammenhang hat die Uni Köln vor einiger Zeit für Aufsehen gesorgt, da sie viele der eigenen Studenten, die ihren Bachelor BWL in der Tasche hatten und nun in Köln ihr Masterstudium beginnen wollten, aufgrund harter Auswahlkriterien ablehnte. Nach Aussage des Asta hätten sogar Studenten mit ausgezeichneten Studienleistungen aufgrund der Vergabekriterien eine Absage erhalten. Die Studenten fühlten sich von der eigenen Uni vor den Kopf gestoßen und protestierten.
Ein ähnliches Chaos ereignete sich an der Uni Münster. Hier wurde jetzt gegen die Vergabepraxis der Uni im Fachbereich BWL geklagt. Die Uni darf nun nicht länger die Abiturnote als Zulassungskriterium für einen Masterplatz anbringen. Das half zwar nur einer abgelehnten Bewerberin, die gegen die Entscheidung der Uni klagte, aber man kann wohl in solchen Fällen davon ausgehen, dass sich hier in nächster Zeit einiges ändern wird. In Zukunft soll einzig und allein die Note des ersten akademischen Abschlusses (Bachelornote) ausschlaggebend für die Zu- oder Absage zu einem Masterstudienplatz sein.
Inwieweit diese Entscheidung allerdings Auswirkungen auf die Vergabepraxis an anderen Unis hat, ist fraglich. Klar ist jedoch: Wer sich berechtigterweise ungerecht bei der Masterplatzvergabe behandelt fühlt und die nötigen Nerven für eine Studienplatzklage hat, der sollte es auf jeden Fall versuchen.
Heute gibt es mal wieder gute Nachrichten für alle Studenten, die Bafög beziehen bzw. beziehen werden. Laut einem "Eckpunktepapier" des Bundesbildungsministeriums soll der Höchstsatz bereits zum nächsten Wintersemester von derzeit 648 Euro auf 670 Euro im Monat ansteigen. Grundsätzlich soll es eine Anhebung um zwei Prozent geben, da die Zuschüsse für die Kranken- und Pflegeversicherung aber ebenfalls ansteigen, fällt die Steigerung beim Höchstsatz etwas größer aus. Zusätzlich soll es eine Anhebung der Freibeträge geben, so dass sich der Kreis der Studenten erweitert werden, die überhaupt Bafög erhalten. Das Einkommen der Eltern, bis zu dem ein Kind dann die volle Förderung erhält, soll um drei Prozent steigen. Bei Verheirateten soll der Betrag von momentan noch 1555 Euro auf 1605 Euro monatlich steigen (beides netto), bei Alleinstehenden von auf 1070 Euro im Monat. Für Master-Studenten soll beim Bafög eine gesonderte Altersgrenze eingeführt werden. Wer bis zum 35. Lebensjahr ein Master-Studium beginnt, kann demnach noch immer Bafög beantragen. Bislang ist da bei 30 Jahren Schluss.
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen würde ich mal sagen, aber es scheint so, als würde man sich tatsächlich Gedanken zur Situation von Studierenden machen. Da alles andere ja aber auch nicht billiger wird, werden viele wohl überhaupt nicht merken, dass sie mehr Bafög erhalten. Naja, vielleicht sollte man nicht immer alles negativ sehen. Besser als gar nichts und beschweren wird sich sicher niemand, wenn am Anfang des Monats ein paar Euro mehr überwiesen werden.
Alle Beatles-Fans aufgepasst: wenn ihr euren Idolen ganz nah sein wollt und kein Problem damit hättet dafür nach England zu gehen, dann kommt hier eure Chance. In England an der Hope University in Liverpool soll nämlich ab September 2009 der Master in Beatles-Kunde angeboten werden.
Nachdem die Uni bereits 8000 Bücher über die Beatles in ihrem Sortiment hat, musste nun auch ein Beatles-Studiengang her. Dieser Master-Studiengang trägt den Namen „The Beatles, Popular Music and Society“. Besprochen werden hier Themen wie Musik in den 60er Jahren und wie sie die Gesellschaft, die Mode und die Geschichte der Stadt Liverpool beeinflusst hat. Und natürlich spielen die Beatles dabei die Hauptrolle. Der Studiengang gliedert sich in vier Module, die jeweils nach zwölf Wochen mit einer wissenschaftlichen Arbeit abgeschlossen werden.
Somit gibt es bald den ersten und einzigartigen Beatles-Master auf der Welt und das in der Stadt Liverpool, wo die vier Pilzköpfe aufgewachsen sind. Wer den Master machen möchte, muss dafür rund 3900 Euro investieren und als Vollzeitstudent hat man dann nach einem Jahr den Beatles-Abschluss geschafft.
Natürlich ist die Nachfrage bei den Fans groß, sie melden sich bereits aus Amerika und aus ganz Großbritannien. Doch leider sind nur 30 Plätze für diesen begehrten Studiengang zu besetzen. Aber vielleicht wird ja bald ein alternativer Dieter Bohlen Studiengang, oder so ähnlich, in Deutschland angeboten, in dem man dann seinen Abschluss in Sprücheklopfen machen kann.
Es ist einfach nicht zu glauben. Nachdem unsere Bildungspolitiker den europäischen Bildungsraum beschlossen und die Hochschulen die Bachelor- und Master-Studiengänge eingeführt haben, erhalten wir zunehmend Bewerbungen mit dem Abschluss „Bachelor bzw. Master of..“ Ganz nett war heute, als mich meine ältere Kollegin doch tatsächlich fragte, wie denn die weibliche Form vom Bachelor heißt. „Bachelorette“, antwortete ich wie aus der Pistole geschossen. O.K., über die weibliche Form vom „Master“ müsste ich etwas länger nachdenken. mehr...


