Gestern fand in Münster die Master and More statt. Bachelor-Absolventen oder Studenten, die gerade in den letzten Zügen ihres Studiums stecken, konnten sich auf der Messe über zahlreiche Master-Programme im In- und Ausland informieren. Außerdem gab es ein breites Angebot an Vorträgen, in denen nicht nur die speziellen Masterstudiengänge und die jeweiligen Universitäten vorgestellt wurden, sondern auch Informationen rund um das Thema Masterstudium. Besonders die Vorträge zu den Strategien für die Auswahl des passenden Masters, sowie über die Einstiegsgehälter waren gut besucht. Vielleicht hat man besonders hier auf ein Patentrezept gegen allgemeine Ratlosigkeit und für unermesslichen Reichtum nach dem Bachelorstudium gehofft.
Wer sich im Voraus jedoch nicht informiert und ausführlich auf die Messe vorbereitet hatte, für den konnte der Besuch auch schnell zur Enttäuschung werden. Besonders für diejenigen, die nicht an einer ausländischen Hochschule studieren möchten, gab es bis auf die Vorträge recht wenig zu gucken und außer ein paar Kulis und Schlüsselbändern, kaum hilfreiches Material abzustauben. Denn der größte Teil der ausstellenden Unis kam aus dem europäischen Ausland. Auch die vertretenen deutschen Unis waren nur mit einem recht überschaubaren und speziellen Fächerangebot ihrer Master-Programme ausgestattet, sodass längst nicht alle Fachrichtungen vertreten waren und man daher keine detaillierten Informationen zu anderen Fächern bekommen konnte.
Was mich am meisten gestört hat, ist die Tatsache, dass auf solchen Messen der Eindruck entsteht, man hätte als Bachelor-Student nur die Qual der Wahl, aber im Prinzip würden einem alle Türen offen stehen. Wir alle wissen ja, dass dem nicht so ist und viele von uns froh wären, wenn sie überhaupt irgendeinen Masterplatz bekommen, der annähernd ihren Vorstellungen entspricht. Den wirklichen Masterplan habe ich jedenfalls immer noch nicht.
Beachen, bolzen und bewerben. Das ist das Thema der WFI Summer Challenge 2010, die gerade in Ingolstadt zugange ist. Hier können sich Studenten in gelassener Atmosphäre über Arbeitgeber wie Oliver Wyman, Vodafone oder Siemens informieren. Neben den üblichen Ständen der Unternehmen werden noch sportliche Aktivitäten zusammen mit Unternehmensvertretern und anderen Studenten angeboten. Zum Abschluss findet eine Beachparty statt.
Positiv ist, dass es bei der Summer Challenge nicht, wie bei üblichen Recruiting-Events, extrem hohe Voraussetzungen gibt. Hier werden keine "exzellenten Studienleistungen" oder ein Auslandsaufenthalt von vornherein gefordert. Man muss lediglich studieren und willig sein, neue Unternehmen kennen zu lernen. Nach der Bewerbung entscheiden dann die Unternehmen, wen sie kennenlernen möchten. Aber ist das wirklich sinnvoller als der normale Bewerbungsprozess? Letztendlich werden die Teilnehmer von den Veranstaltern oder den Unternehmen ausgewählt. Also warum diesen Weg nehmen, anstatt direkt zu den Unternehmen zu gehen? Ich denke, da muss jeder selber entscheiden, was einem eher entspricht.
Zudem gibt es bei der Summer Challenge neben den sportlichen Aktivitäten eine Beachparty. Das bedeutet für mich also Tanzen, gute Laune und laute Musik – abgerundet mit dem ein oder anderen alkoholischen Getränk. Und das alles festgehalten in Bildern, welche vermutlich auch früher oder später im Netz ersichtlich sein werden. Aber sind es nicht genau solche Bilder, vor denen wir in letzter Zeit am laufenden Band gewarnt werden? Bekommt der Arbeitgeber rückblickend nicht eventuell einen falschen Eindruck oder prägt sich eher das positive Bild des Bewerbers ein, der sich vor wenigen Stunden noch vorgestellt hat?
Zu guter Letzt stellt sich noch die Frage: Darf man, falls der potentielle Arbeitgeber Gegner im Beach-Volleyball ist, Ehrgeiz zeigen und möglicherweise auch gewinnen? - Ich beantworte diese Frage einfach mit einem klaren JA!
Jura-Absolventen aufgepasst: Deutschlands großes Karriere-Event für junge Juristinnen und Juristen – die JURAcon – findet am 4. Mai 2010 in Frankfurt statt. Das Karriereforum ist das Maß der Dinge, wenn es um den Einstieg in die juristische Karriere geht. 45 Top-Kanzleien und renommierte Wirtschaftsunternehmen, 16 internationale und nationale Lawschools sowie juristische Verlage und Institutionen stehen euch für alle Fragen rund um die Karriere zur Verfügung. Der Besuch der JURAcon unterliegt keinen Zugangsbeschränkungen. Es wird aber empfohlen, sich online über die Aussteller zu informieren und sich um Interviewtermine mit den Personalverantwortlichen zu bewerben.
Über konkrete Einstiegsgespräche hinaus könnt ihr im Gespräch mit Partnern, Associates oder Dozenten der Lawschools eure Karriereperspektiven ausloten. Das Rahmenprogramm bietet zudem neben 30-minütigen Kanzlei- und Unternehmenspräsentationen Vorträge zu Karrieremöglichkeiten bei der Europäischen Union, Tipps für eine optimale Vorbereitung des 1. Staatsexamens und weitere Informationen rund um die juristische Karriere.
Jobware ist übrigens auch auf der Messe anwesend! Ihr könnt gerne vorbeischauen und euch interessante Tipps zum Bewerbungsprozess abholen.
Ihr seid bald fertig mit dem Studium und macht euch so langsam Gedanken über den Bewerbungsprozess? Oder ist ein Ende noch lange nicht in Sicht? Egal, wo ihr steht, der Besuch von Karrieremessen macht immer Sinn: Mit einer gründlichen Vorbereitung könnt ihr dort Praktika, Abschlussarbeiten oder einen Einstiegsjob abstauben. Zusätzlich bringen euch Workshops und Vorträge weiter.
Ausprobieren könnt ihr das schon mal am 22. April in Aachen, bei der Karrieremesse meet@fh-aachen. Eine ideale Gelegenheit, um Kontakte zu sammeln und sich einen Überblick über den Arbeitsmarkt zu verschaffen. Wer es ganz ernst nimmt, kann sich online bis zum 20. April für verbindliche Gesprächstermine bewerben. Nebenbei gibt es ein kostenloses Bewerbungstraining und der Career Service bietet individuelle Beratung und einen Bewerbungsmappencheck an.
Ich kenne viele Studenten, die sich der Vorteile von Karrieremessen nicht bewusst sind und sie deshalb erst gar nicht in Betracht ziehen für die Jobsuche. Dabei sind Bewerbermessen eigentlich eine feine Sache, wenn man sich erst einmal überwunden hat. Und auch hier gilt: Übung macht den Meister! Je mehr Messen ihr besucht, umso souveräner werdet ihr im Umgang mit den Personalchefs. Sicherlich also auch eine gute Übung für zukünftige Vorstellungsgespräche …
"Und was macht man dann mal damit?" Ja, mir als Medienwissenschafts-Studentin ist diese Frage schon sehr häufig begegnet und zuweilen stelle ich sie mir auch selbst. Der ewige Fluch der Geisteswissenschaftler eben. Sicherlich ist man durch das vielschichtige Studium später in vielen Bereichen einsatzfähig. Aber genau das macht es schwierig, sich zu orientieren und überhaupt den Überblick über all die möglichen Arbeitsbereiche zu behalten. Wenn es euch ähnlich geht, dann schaut euch doch mal auf dem KarriereTag für Geistes-, Gesellschafts- und Bildungswissenschaftler der Uni Duisburg-Essen um.
Am 19. Mai könnt ihr dort potenzielle Arbeitsbereiche und Arbeitgeber kennenlernen, die gezielt Studierende aus den Bereichen Kommunikation, Sprache, Medien, Bildung und Gesellschaft suchen. Unternehmen informieren euch auf der Messe über aktuelle Job- und Praktikumsangebote und stellen Traineeprogramme vor. Zusätzlich könnt ihr euch von berufsrelevanten Vorträgen und Workshops sowie den Branchenforen "Gesundheit" und "Entwicklungszusammenarbeit" inspirieren lassen. Na dann mal hoch von der Couch, ihr könnt ohne Anmeldung teilnehmen!
In den vergangenen Tagen öffnete die „Milk 2010“ als erste offizielle Jobmesse für Homosexuelle in München ihre Pforten. Benannt nach dem ehemaligen Bürgermeister von San Francisco Harvey Milk, der sich als erster Politiker öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte, können Interessierte hier ihre Kenntnisse in Workshops und bei Seminaren verbessern und herausfinden, welche Unternehmen als „gay-friendly“ gelten.
Auf der Messe sind neben dem Axel Springer Verlag, Ford und IBM, noch weitere namhafte Aussteller vertreten. Auch Netzwerken wird hier ganz groß geschrieben und so haben die Besucher die Möglichkeit Kontakte mit Gleichgesinnten auf professioneller Ebene zu knüpfen.
Eigentlich eine gute Sache, aber die scheinbare Notwendigkeit einer solchen Messe zeigt einmal mehr, wie intolerant und empfindlich die Berufswelt auf diesem Gebiet immer noch zu sein scheint. Ich dachte wir leben im 21. Jahrhundert und da sollte die sexuelle Orientierung doch mittlerweile keine Rolle mehr spielen. Und ob eine Jobmesse für Homosexuelle wie die „Milk 2010“ wirklich förderlich, oder nicht sogar eher kontraproduktiv ist, da sie Homosexuellen im Berufsleben eine Sonderposition einräumt, wo doch eigentlich Gleichberechtigung das Ziel sein sollte, wage ich mal zu bezweifeln.
Gestern war ich in Kölle auf dem Medienkongress des 21. Medienforums NRW. Schön in Schale geworfen ging es in die Messehallen Köln/Deutz, wo wir mit einer gepackten Werbe-Umhängetasche empfangen wurden und die riesigen Hallen betreten haben.
Es gab gutes Essen und Getränke für lau und das Wichtigste: man konnte den Podiumsdiskussionen von Experten lauschen, die über die Entwicklungen der Medien sprachen. Das Motto des Kongresses lautete nämlich „Medien in Bewegung. Alles. Immer. Überall.“ Und darüber wurde aus verschiedenen Branchen-Blickwinkeln diskutiert. Die Themen reichten von Medienkonvergenz, also der Annäherung der alten und neuen Medien, über Entwicklungen in der Spiele-Branche bis zum Datenschutz im Internet. Und auch das Siegen wie Obama konnte man in einer Diskussion lernen, denn er bediente sich in seinem Wahlkampf erfolgreich dem Medium Internet und die Frage war, wie auch unsere Politiker dies für sich nutzen können.
Leider konnte man sich ja nicht alle Gespräche über die Medienentwicklung anhören, aber die, in denen ich war, fand ich sehr interessant. Zum Beispiel wurde über die Entwicklung von virtuellen Spielen berichtet, im Hinblick auf E-Sport. Immer mehr Game-Unternehmen bringen Spiele mit körperlichem oder gedanklichem Fitnessanspruch auf den Markt und der Trend setzt sich weiter fort. Es wurde sogar bewiesen, dass so auch die faulsten Sportler endlich mal aktiv werden und das auch mit Erfolg.
Zum Thema Datenschutz im Internet, speziell in Sozialen Netzwerken, wurde von den Experten davor gewarnt, dass alle Daten, auch wenn sie gelöscht wurden, trotzdem noch im Netz kursieren. Aber das war ja eigentlich auch keine Neuigkeit. Auch die Möglichkeiten des Twitter-Dienstes, über den ich schon mal berichtet habe, wurden im Hinblick der Informationen aus dem Iran kritisch und achtvoll beäugt.
Alles in Allem war es super spannend auf dem Kogress des Medienforums NRW zu erfahren, dass es ein Leben ohne Medien nicht mehr gibt und was uns in Zukunft noch alles erwarten wird.


