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Artikel-Schlagworte: „Nebenjob“







tasche-leer1Fast jeder Student hat sicher schon den Kommentar aus dem Familien- oder Bekanntenkreis gehört: „Als Student hat man es doch so gut! So viel Freizeit für Party, Shopping und Nichtstun!“ Die nun veröffentlichten Erkenntnisse der Sozialerhebung aus dem Sommersemester 2009, im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, sowie des Deutschen Studentenwerks, vermitteln allerdings ein anderes Bild.

Demzufolge haben viele Studenten aufgrund der Doppelbelastung von Studium und Nebenjob eine 44-Stunden-Woche. Fast ein Drittel kommt sogar auf 55 Stunden Arbeitszeit für Uni und Job. Eine Ursache ist die Einführung der Studiengebühren. Studierende, die kein BAföG bekommen oder einer anderen Regelung unterliegen, um sich von den Gebühren zu befreien, müssen häufig in den sauren Apfel beißen und sich ihr Studium selbst finanzieren. Derzeit haben zwei Drittel der Studierenden einen Nebenjob. Zwar werden viele Studenten von ihren Eltern zusätzlich gesponsert, dennoch hat die Wirtschaftskrise auch hier ihre Spuren hinterlassen, denn zum ersten Mal in den letzten 20 Jahren sinkt der finanzielle Anteil der Eltern am Studenteneinkommen.

Problematisch wird es für viele Familien besonders dann, wenn mehrere Kinder ein Studium aufgenommen haben. Somit fallen die Studiengebühren im schlimmsten Fall gleich mehrfach an. Hinzukommen die steigenden Kosten für die Lebenshaltung. So sind laut der Studie, die Mietpreise inklusive der Nebenkosten in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen.

Die Studienergebnisse verdeutlichen erneut, dass alle, die nicht das nötige Kleingeld haben, von dem Beginn eines Studiums eher abgehalten werden. Denn wer kein Geld hat, muss arbeiten, und wer arbeitet, wird nicht mehr die ganze Zeit zum Lernen zur Verfügung haben. Das bedeutet, dass ein schneller Studienabschluss nur schwer zu erreichen ist. Also reißt die oft zitierte Kluft zwischen Arm und Reich in der Bildungsfrage immer weiter auf. Die minimalen Erhöhungen des BAföG sind für Viele auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein und sparen ist an der Tagesordnung. Gewohnt wird in der WG, eingekauft im Discounter und Urlaub macht man auf Balkonien. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel!

Wer die Studienergebnisse noch etwas genauer nachlesen möchte, findet sie hier im vollen Umfang!







warteschlange Kürzlich bin ich auf eine interessante Nebenjob-Möglichkeit gestoßen, die bei immer mehr Studenten in den USA, vor allem in Washington, großen Anklang findet. „Line-Standing“ heißt nämlich dort das neue Kellnern und ist nichts anderes (wie der Name schon vermuten lässt), als für jemand anderen in der Schlange zu stehen und zu warten, zu warten und warten…

Diese „anderen“ sind meist Lobbyisten oder Anwälte, die sich über Agenturen ihren persönlichen „Schlange-Steher“ buchen, um so Zeit zu sparen, bevor sie dann im Kongress im Kapitol an Anhörungen teilnehmen. Die Gebuchten sind oftmals Studenten, die sich mit diesem lukrativen Nebenjob ihr Studium finanzieren. Sie dürfen während des Schlagestehens natürlich nicht sitzen, sondern müssen bis zum Eintreffen des Kunden, der sie gebucht hat, brav anstehen.
Lesen, Musik hören und unterhalten ist natürlich erlaubt. An der Wand lehnen übrigens auch. Die Wartezeiten können bei interessanten und medienwirksamen Anhörungen schon mal bis zu 12 Stunden betragen.

Die Bezahlung scheint die Studenten für ihre Strapazen und das frühe Aufstehen zu entschädigen. Ich stelle es mir nicht so angenehm 8 Stunden oder länger irgendwo in einer Schlage zu stehen und zu warten, aber für umgerechnet 12 Euro pro Stunde könnte man über einen krummen Rücken und kaputte Füße durchaus reden.







festival Die Festivalsaison ist schon in vollem Gange und im Portemonnaie herrscht mal wieder Ebbe? Da bietet es sich doch an, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, um sich ein paar Flocken dazu zu verdienen. Wer also ein entspanntes Gemüt hat und sich durch nichts so schnell aus der Ruhe bringen lässt, der sucht sich Arbeit direkt auf dem Festivalgelände. Dabei darf es einem natürlich nicht um irgendwelche seriösen Referenzen im Lebenslauf oder geistige Förderung gehen, sondern einfach um den Spaß, die Atmosphäre und neuen Input in einem ungewöhnlichen Arbeitsumfeld.

Ob Pommes schütteln, Bratwurst brutzeln oder Bier zapfen: Im gastronomischen Bereich gibt es auf Festivals immer einiges zu tun.
Wer eher von der harten Sorte ist, der kann sich auch im Sicherheitsbereich versuchen. Als Ordner oder „Türsteher“ sollte man allerdings ein dickes Fell, ein respekteinflößendes Äußeres und schon etwas Erfahrung mitbringen. Im Bereich Promotion dürfte es schon etwas entspannter zugehen. T-Shirts, Flyer und Schlüsselbänder verteilen erfordert nicht viel Erfahrung, allerdings ein gewisses Maß an Kommunikationsfähigkeit und Kontaktfreude.

Wer also diesen Sommer mal etwas anderes ausprobieren will, um seinen Kontostand aufzubessern und sich nicht zu schade dafür ist, zwischen angetrunkenen Hard-Rockern oder zugedröhnten Ravern durch den Matsch zu stolpern, für den sind Festivaljobs genau das Richtige.







einbrecher Mal was neues in Sachen „Nebenjobs“: Da hat doch wahrhaftig ein 27-jähriger Arbeitsloser seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von teuren Wälzern finanziert, die er aus Bibliotheken in Bayern und Baden-Württemberg gestohlen hatte, um sie dann im Internet weiter zu verkaufen. Rund 20.000 Euro kamen so zustande. Der Täter klaute vornehmlich teure Technik-Wälzer, deren Werte auf bis zu 450 Euro pro Stück angegeben waren.

Aufgeflogen war das Ganze, als aus einer Bibliothek in Bayern rund 30 Exemplare verschwanden, die kurz darauf im Internet zum Verkauf angeboten wurden. Zwar bin ich kein Befürworter illegaler Geschäftemacherei, aber irgendwie hat das Verhökern von geklauten Büchern mehr Klasse, als der Verkauf illegaler Substanzen auf schmierigen Bahnhofsvorplätzen.

Der Vorfall an sich ist zwar schon banal genug; was mich aber am Meisten stört, ist die Tatsache, dass es bei dem Täter um einen Arbeitslosen handelt und nicht um einen Studenten. Sonst hätte man an dieser Stelle wieder eine Diskussion über Sinn und Unsinn von Studiengebühren vom Zaun brechen können. Stattdessen erscheint hier ein Einwand zum Thema Urheberrechte ganz angemessen. Aber da eine juristische Grenze zu setzen, das überlasse ich lieber anderen.







kellnerin Bald stehen ja schon wieder neue Studiengebühren für das nächste Semester an. Wie soll man das nach so kurzer Zeit des Sparens nur schon wieder aufbringen? Für Studenten, die keinen verzinsten Kredit für die 500 Euro aufnehmen oder ihre Eltern anhauen wollen, heißt es dann wohl Ärmel hoch krempeln und arbeiten gehen. Für ein solches Arbeitsverhältnis während der Ausbildung gibt es bestimmte Regelungen, die die Abgrenzung des Studenten vom Arbeitnehmer sicherstellen, damit ein Student nicht der Versicherungspflicht für Arbeitnehmer entkommt.

Studenten sind von der Versicherungspflicht befreit, wenn sie in den Semesterferien im beliebigen Umfang oder während der Vorlesungszeit maximal 20 Stunden pro Woche arbeiten. Auch bei 400-Euro-Jobs besteht keine Sozialversicherungspflicht für den Studenten, sondern der Arbeitgeber bezahlt Pauschalbeträge. Und auch die Rentenversicherungspflicht entfällt im Fall der geringfügigen Entlohnung. Wenn man mehr als 400 Euro im Monat verdient, muss man auch schon wieder was von seinem Geld für Renten- , Arbeitslosen- und Krankenversicherung bezahlen und in Zusammenhang mit BAföG aufpassen, dass man nicht zu viel dazu verdient.

Es ist also schwer, die Grenzen einzuhalten, wenn man noch etwas von seinem Geld übrig haben möchte und trotzdem über die Runden zu kommen.







Alle Jahre wieder sieht man sie auf Weihnachtsfeiern und Märkten stehen. Vorbildlich mit einem goldenen Buch bewaffnet verteilen sie Geschenke an verschüchterte oder vor Aufregung hyperventilierende Kinder. Aber wer sind die Menschen im roten Mantel, mit weißer Perücke, die sich mit verstellter Stimme von kleinen Kindern am Bart zupfen lassen?

Häufig sind es Studenten, die sich über Agenturen als Weihnachtsmann, Knecht Ruprecht oder Engel beworben haben, um BAföG oder Lebensunterhalt aufzubessern. Das Studentenwerk Potsdam bietet sogar eine eigene Weihnachtsmannvermittlung an. Was man bei seinen Auftritten als Weihnachtsmann verdient, ist abhängig vom Zeitaufwand und der Anzahl der zu bescherenden Kinder. Auch für Kindertagesstätten und Betriebsfeiern können Weihnachtmänner gebucht werden. Wer zusätzlich noch einen Engel dabei haben möchte, zahlt selbstverständlich drauf.

Ein angehender Weihnachtmann sollte neben pädagogischem Gespür auch eine Portion Geduld mitbringen, denn nicht jedes Kind reagiert mit leuchtenden Augen auf einen alten übergewichtigen und unrasierten Mann. Schreiende Kinder zu beruhigen ist nicht jedermanns Sache. Auch zwischen hektischen Passanten in einer überfüllten Fußgängerzone zu stehen braucht Durchhaltevermögen und Ausdauer. Freundlichkeit, eine Prise Gutmütigkeit und ein gekonntes "Hohoho!" machen dann den perfekten Weihnachtsmann aus. Selbst ein bisschen Übergewicht ist in diesem Beruf ausnahmsweise mal karrierefördernd.








Ihr werdet nicht glauben, was diese Woche alles bei mir los war; und zwar rein gar nichts! Keine Ahnung was mit mir los ist. Letzte Woche war ich noch voller Tatendrang und jetzt? Irgendwie fühle ich mich ausgepowert. Machen sich jetzt alle Nebenwirkungen bemerkbar, die durch die kräftezehrende Diplomarbeit freigesetzt wurden? Komisch, ich dachte ich hätte diese mit meinem stetig steigenden Nikotinkonsum kompensiert... .

Finanziell bin ich ja im Moment noch mehr oder weniger abgesichert. Nein, ich bin weder von Beruf „Sohn“ noch erhalte ich „staatliche Leistungen“, um mein Leben zu bestreiten. Ich arbeite halbtags als Aushilfe im medizinischen Bereich, was ich übrigens auch während meines Studiums schon getan habe. mehr...

































Fragwürdige Erkenntnisse
Zugegeben, wir alle machen uns ab und zu mal zum ...













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