Jura gilt ja als eine eher trockene Disziplin, in der Studenten Paragraphen rauf- und runter beten können und unfassbar dicke Bücher durch die Uni schleppen. Das Paragraphen-Pauken scheint ein mühseliges Unterfangen zu sein. Und so hat sich ein Jura-Professor der Uni Köln die umstrittene Lernmethode der sogenannten Suggestopädie zu Nutze gemacht. Eine Lernmethode, bei der mit Hilfe von visuellen und auditiven Reizen Lerninhalte „gehirngerecht“ aufbereitet werden.
Gehirngerecht aufbereitet heißt in unserem Fall: Die „Verknüpfung von fachlichem Know-How mit raptypischen Songstrukturen.“ Mit anderen Worten: Der Paragraph wird gerappt. Die Idee dahinter: Ein verzweifelter Student braucht Hilfe bei der Interpretation eines Paragraphen und ruft seinen Professor an. Der antwortet mit einem (vielleicht nicht ganz MTV-reifen) Rap.
Diese Methode findet auch in Schulen großen Anklang. „Rapucation“ heißt das Zauberwort und ist die moderne Form der Eselsbrücke, bei der Lerninhalte in Raptexte verpackt werden. Wer also demnächst Theorien, Formeln und Vokabeln büffeln muss, der sollte es mit musikalischer Untermalung oder eben einem kleinen Rap versuchen.
Ach ja: Um peinliche Situationen in der WG zu vermeiden, empfiehlt es sich darauf zu achten, dass die Zimmertür während des „Lernens“ geschlossen bleibt.


