Ich habe gerade eine tolle neue Studenten-Story aus Kiel gefunden. Dort hat ein 27-jähriger Mann (nicht der Student!) bei der Rückkehr in seine Wohnung eine Überraschung der besonderen Art erlebt ... Dessen Haustür war aufgebrochen und in seinem Bett lag ein tief schlafender Mann. Kurz vor 5 Uhr morgens alarmierte er die Polizei, die dann schließlich heraus fand, dass es sich bei dem vermeintlichen Einbrecher um einen betrunkenen Student handelte, der sich einfach in der Wohnung geirrt hatte. Das der Haustürschlüssel aber auch so gar nicht in die Tür passen wollte, störte ihn dabei wenig: Er trat einfach die Tür ein. In der fremden Wohnung muss er sich dann pudelwohl gefühlt haben, denn dort genehmigte er sich erstmal eine eisgekühlte Dose Cola aus dem Kühlschrank. Vor dem schlafen gehen zog er dann noch seine Klamotten aus (legte diese ordentlich zusammen!!) und legte sich ins Bett. Den Student erwarten jetzt eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung. Oh, und die Tür muss er natürlich auch bezahlen ...
Tja, was kann einem als Student nicht alles passieren, wenn man sich nach einem anstrengenden Tag (in den Semesterferien) abends mal wieder so richtig schön einen getrunken hat!?
Wer kennt es nicht – rote Ampeln in der Stadt, Schilder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen und die ewige Suche nach Parkautomaten. Was wäre bloß, wenn das alles abgeschafft werden würde? Polizisten würden den Verkehr regeln, es gäbe keine Schilder mit Tempolimits und Parkwächter kämen ans Auto und würden die Parkgebühr kassieren. Klingt unglaublich?! In Deutschland vielleicht, nicht aber in Timphu (über 96.000 Einwohner), der Hauptstadt des Königreichs Bhutan, das in Südasien liegt.
Mit tanzenden Bewegungen à la Michael Jackson regelt der Polizist den Verkehr. Von seiner Verkehrsinsel „tanzt“ er die Autos in die richtige Richtung - wie man bei Youtube bestaunen kann. Insgesamt rund 30.000 Autos sind in Timphu unterwegs. Dass der Verkehr von nur 30 Polizisten abwechselnd geregelt wird, ist also umso beachtlicher. Jedoch wurde das auch schon anders versucht. Früher gab es dort mal Ampeln, doch die wurden schnell wieder abgeschafft, weil sie den Menschen schlichtweg zu unpersönlich waren.
Auf der Suche nach Parkautomaten wird man ebenfalls nicht fündig. Sobald man sein Auto geparkt hat, taucht unmittelbar ein Parkwächter auf und kassiert direkt am Auto die Parkgebühr. In den meisten Regionen Timphus sind auch keine Schilder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen aufzufinden, da die Straßen in dieser Region so eng und kurvig sind und sowieso kein hohes Tempo zulassen. Wie lange dieser Zustand weiter so bestehen kann, bleibt abzuwarten, da in 2008 die Unfallzahlen im Vergleich zu 2007 schon um mehr als 30% gestiegen sind.
Langsam muss man sich wohl entscheiden was wichtiger ist: die eigene Sicherheit auf der Straße oder eben das „persönliches“ Flair im Verkehr. Also, ich wüsste was mir wichtiger wäre!


