Heute gibt's mal was spannendes für alle Informatiker unter uns bzw. euch. Wie schon in den letzten Jahren richtet Google auch im Jahr 2010 den Summer of Code (SoC) aus. Das Unternehmen unterstützt damit Schüler und Studenten, die klar vorgegebene Aufgaben für die Entwicklung von Open-Source-Projekten übernehmen. Die Projekte stellen Mentoren zur Betreuung derjenigen bereit, welche aus ihrer Sicht die interessantesten Vorschläge für den SoC einreichen. Bis einschließlich Freitag (12.03.2010) können sich Open-Source-Projekte und -Organisationen für die Initiative bewerben. Die ausgewählten Projekte gibt Google am 18. März bekannt. Ab 29. März werden Bewerbungen seitens der Studenten akzeptiert. Die Vorschläge müssen von den beteiligten Unternehmen bis zum 9. April bei Google eingereicht werden, am 26. April wird dann schließlich bekannt gegeben, welche Vorschläge mit einem Stipendium unterstützt werden. In der Zeit vom 24. Mai bis 16. August findet dann die eigentliche "Arbeit" statt (Erstellung des Codes). Eine Woche danach werden die Ergebnisse veröffentlicht.
Laut Google haben an den letzten fünf SoC-Veranstaltungen knapp 3.400 Studenten sowie 3.000 Mentoren teilgenommen und dabei mehrere Millionen Zeilen Code erstellt. Hier findet Ihr Antworten zu den wichtigsten Fragen (z.B zum Thema Bezahlung) rund um den Google Summer of Code 2010.
Der Economist berichtet, dass Uruguay seine Schüler der Grundschulen in einem Pionierprojekt mit Laptops ausstattet. Wo sich die Lehrer früher nur unzureichend um lernschwache Kinder kümmern konnten, helfen diverse Programme den Kindern nun, ihre Sprachkenntnisse zu fördern. Tippen sie beispielsweise ein Wort, wird dieses vom Laptop vorgesprochen und hilft somit bei der richtigen Artikulation. Ziel dieser flächendeckenden Aktion ist es, auch ärmeren und benachteiligten Kindern einen Bildungsstandard zu garantieren. Zu diesem Zweck sind bald Prüfungen für sämtliche Siebenjährigen angedacht, welche online durchgeführt werden sollen.Bei den Geräten handelt es sich um XO-Laptops, welche von dem gemeinnützigen Verein One Laptop per Child speziell für die schulische Entwicklung der Kinder entwickelt wurden. Mit 260 US$ pro Laptop und jährlichen Instandhaltungskosten von 21 US$ erscheint das Programm als sehr kostengünstig und macht lediglich 5 Prozent des Gesamtetats für die Bildung des Landes aus.
Da das Projekt noch in den Kinderschuhen steckt, läuft die Versorgung noch nicht rund: Die ersten 50.000 Laptops wurden fälschlicherweise mit englischer statt spanischsprachiger Software geliefert und waren somit erst nach einem Spanisch-Update brauchbar. Natürlich gehen auch die Kinder nicht immer pfleglich mit ihren neuen Laptops um, so dass einige Geräte schon beschädigt wurden. Aus Angst, dass die Geräte nicht zurückkommen, werden sie in der Folge nur selten bei Reparaturdiensten eingereicht. Zusätzlich steht die geplante Online-Prüfung auf der Kippe: An mehr als zwei Dritteln der Grundschulen ist die Auslastung des Netzwerkes so hoch, dass lediglich die Hälfte der Schüler überhaupt mit ihren Laptops ins Internet können.
Diese Hindernisse in der Startphase lassen sich jedoch größtenteils schnell beheben, z. B. durch Reparaturdienstleister, die Fehler vor Ort beseitigen. Das Projekt schlägt außerdem hohe Wellen. Andere, ähnlich aufgestellte Länder möchten mit Uruguay gleichziehen. So hat Peru schon eine vergleichbare Aktion angekündigt.


