Unbefristete Verträge sind heute schon fast zu einer Seltenheit geworden. Zeitverträge hingegen gibt es genug. Doch die haben gravierende Folgen auf das Privatleben der Beschäftigten. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung stehen mehr als 2,7 Millionen Deutsche in befristeten Arbeitsverträgen. Ob öffentliche Einrichtungen, im Gesundheitswesen oder im Dienstleistungssektor, diese Verträge machen vor keiner Branche Halt.
"Eine ganze Generation ist betroffen", erklärt Peter Klenter, Referatsleiter Arbeitsrecht beim DGB-Bundesvorstand in der Welt Online. Unterschieden wird zwischen zwei Typen von befristeten Verträgen: Zum einen Krankheits-oder Schwangerschaftsvertretungen, also Verträge mit Sachgrund und zum anderen Zeitverträge ohne Sachgrund. Befristete Arbeitsverhältnisse ohne Sachgrund nehmen immer mehr zu. Diese Verträge dürfen für zwei Jahre vereinbart werden. "So können Firmen kurzfristig auf Aufträge reagieren und vermeiden Kosten, die entstehen, wenn ein unbefristet Angestellter gekündigt wird", betont Klenter.
Zwar sind Unternehmen dann sehr flexibel, die betroffenen Mitarbeiter oft aber sehr unzufrieden. Auf zusätzliche Zahlungen oder Fortbildungen haben sie nämlich gar keinen Anspruch. Private Planungen wie beispielsweise ein Babywunsch müssen auf Eis gelegt werden. Doch diese Hinhaltetaktik kann für die Betriebe auch negative Konsequenzen haben. "Durch die Befristung erhalten neue Mitarbeiter kaum Anreize, sich an den Betrieb zu binden", sagt das DGB-Bundesvorstandsmitglied.
Viele Chefs suchen auch nach Auswegen wenn die Auftragslage ungewiss scheint, die Mitarbeiter aber gehalten werden sollen. Festverträge werden dann zu Honorarverträgen. Diese werden dann mit anderen Konzerngesellschaften abgeschlossen. Ein Schlupfloch, glaubt Klenter.
Laut der Studie leiden oftmals Frauen unter einem befristeten Arbeitsverhältnis. Denn viele Unternehmen haben vermutlich die Sorge, dass Frauen innerhalb einer unbefristeten Stelle durch eine Schwangerschaft ausfallen könnten. Doch Zeitverträge haben vielleicht auch etwas Gutes. In dieser Zeit kann ein Arbeitnehmer sehen, ob ihm der Job Spaß macht und das Unternehmen zu ihm passt, obwohl eine sechsmonatige Probezeit da vielleicht auch ausreichen müsste.
Deutschland braucht mehr Nachwuchs, doch wann ist der richtige Zeitpunkt um Eltern zu werden? Viele junge Paare überlegen sich deshalb, dass sie ja während des Studiums die Zeit dazu hätten, da sie flexibler sein können als später im Beruf. Es ist ja auch eine Frage des Alters. Will man das Kind erst spät bekommen, wenn man mit der Ausbildung fertig ist und schon ein paar Jahre Berufserfahrung hat oder doch schon vor dem Berufseinstieg, so dass man sich ab der Kindergartenzeit zumindest halbtags auf einen Job konzentrieren kann?
Die Karriere wird erst mal drunter leiden, wenn man als Berufsanfänger gleich ein Kind bekommt. Also sind viele Schwanger im Studium. Doch wie soll man den Lernstress, gute Leistungen und eine Familie unter einen Hut kriegen? Viele schaffen das ganz gut. Wie das deutsche Studentenwerk zählt, gibt es rund 123.000 studierende Eltern, die somit einen Anteil von ca. 7% der Studenten ausmachen. Man kann sogar davon sprechen, dass solche Studenten über ein größeres Organisationstalent verfügen und sich das auch positiv auf das spätere Berufsleben auswirken kann.
Nicht zuletzt helfen auch Kindertagesstätten der Unis dabei, indem man während der Vorlesungen sein Kind hier zur Betreuung abgeben kann. Es ist natürlich auch von Vorteil, wenn beide Elternteile studieren und ihren Stundenplan nach dem Kind ausrichten können, so dass einer von beiden Zeit für den Nachwuchs hat.
Zu Zeiten des Bachelors und Masters bleibt hier jedoch kaum noch Zeit für ein Kind, wenn man sein Studium nicht doppelt so lange machen möchte, wie vorgesehen. Und auch wenn einem in diesem Lebensabschnitt die Zeit zum Experimentieren und Entfalten fehlt, würden die meisten Befragten ihre Entscheidung für ein frühes Kind nicht rückgängig machen. Es muss aber immer noch jeder für sich entscheiden, wann und wo ein Kind in sein Leben passt.
Habt ihr auch manchmal das Gefühl, alle Probleme lösen sich fast wie von selbst? In einer solchen Phase befinde ich mich gerade. Dabei geht es weniger um mich als um meine Kinder. Franzi hat doch tatsächlich im Nachrückverfahren einen Studienplatz an der hiesigen Universität bekommen und ist überglücklich, sich nicht länger als ein paar Stunden am Tag von ihrem „Schnucki“ Lars trennen zu müssen.
Mittlerweile hat sie erste Campusluft schnuppern dürfen und noch, Betonung liegt auf „noch“, macht ihr das Studium Spaß. In der ersten Woche hat sie überschwänglich von ihrem Psychologieprofessor geschwärmt. Zugegeben, ein charmant aussehender Mann, den ich -meiner Neugierde nachgebend- auf der Homepage der Uni entdeckt habe. Nun denn, Franzi scheint zufrieden zu sein, das ist die Hauptsache. Mein Sohn Max und seine schwangere Freundin Monika haben ebenfalls wieder ihr Studium aufgenommen. Max hatte eine lange Unterredung mit seinem Vater, der ihm zugeraten hat, das Studium nicht aufzugeben. Es wäre eine falsche Entscheidung, auch wenn es vordergründig unseren Geldbeutel entlasten würde. Alex, mein Mann, hat ihm klar gemacht, dass wir gewillt sind, weiterhin in seine Zukunft zu investieren; eine Investition, die sich bei dem dazugehörigen Fleiß sicherlich lohnen wird. Max hat schließlich eingewilligt und versprochen, sich anzustrengen und innerhalb der sechs semestrigen Regelstudienzeit seinen Bachelor zu meistern. Wir nehmen ihn beim Wort!
Monikas Eltern haben sich, nach dem ersten Schock und dem Bewusstsein, Großeltern zu werden, großartig verhalten und ihrer Tochter ebenfalls ihre volle Unterstützung zugesagt. Monika war mittlerweile bei der Studienberatung an ihrer FH und wird -mit Max zusammen- noch ein Semester studieren. Für das darauffolgende Semester wird sie ein Urlaubssemester beantragen und sich zunächst einmal -wenn alles gut geht- um den Nachwuchs kümmern. Danach sehen wir weiter. Hoffentlich hält diese „Alles-ist-gut-Phase“ noch ein wenig an, aber unverhofft kommt oft.
Hallo, ich bin es wieder, Gaby, die Oma in spe. Nein, es ist mir eigentlich nicht zum Scherzen zumute. Seit der „Nachwuchs“-Beichte unseres Sohnes Max, auf die mein Mann Alex und ich zugegebenermaßen sehr unterschiedlich reagierten, sind einige Tage vergangen.
Das einzige Wort, was Alex bisher über die Lippen brachte, war „Glückwunsch!“ und dies gerichtet an unseren Sohn Max, der seitdem leicht betrübt und ungewöhnlich kleinlaut durchs Haus schleicht. Monika saß in letzter Zeit oft bleich, mit rot verweinten Augen unter einem der kleinen Apfelbäume in unserem Garten und starrte dumpf vor sich hin. Ihr Gesicht erhellte sich erst, wenn Max sich zu ihr gesellte und sie beide eng umschlungen am Fuße des Apfelbäumchens miteinander flüsterten. Ich habe meinen Sohn, der sich rührend um seine Freundin bemüht, noch nie so „erwachsen“ erlebt. mehr...
Eigentlich hatte ich ja versprochen, euch -aus der Sicht meines Freundes, dem Professor, der uns letzte Woche vor der Fahrt in einen mehrwöchigen Urlaub noch besucht hatte- die Verwendung der Studiengebühren von Seiten der Hochschulen zu verdeutlichen. Dies muss noch etwas warten - es ist aber nicht vergessen.
Was mich aktuell beschäftigt, bzw. sehr nachdenklich werden lässt, ist die Situation meines Sohnes Max und seiner Freundin Monika. Sogar die Verliebtheit meiner Tochter Franzi in ihren „Schönling“ Lars tritt in den Hintergrund, sie schwebt aber nach wie vor auf einer rosa Wolke. Zurück zu Max. Ich war ehrlich gesagt schockiert, als ich von der Schwangerschaft hörte. Selbstverständlich habe ich nichts gegen Kinder –habe ja selbst zwei- aber alles zu seiner Zeit. Für meine Frau Gaby brach die Welt zusammen als ihr bewusst wurde, dass ihr Sohn sie zur Oma macht. mehr...


