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Artikel-Schlagworte: „Social Media“







Werbeagentur wählt Praktikanten anhand ihrer TweetsIn der Werbeindustrie ist es nicht ungewöhnlich, dass von Bewerbern auch mal mehr erwartet wird als die 08-15-Bewerbungsmappe. Üblich sind zum Beispiel Copytests, bei denen man zu einem vorgegebenen Thema eine kleine Werbekampagne entwickeln und textlich ins rechte Licht rücken muss. Einen Schritt weiter ist die Werbeagentur Campbell Mithun mit Sitz in Minneapolis gegangen: Sie riefen im Februar Studenten und Schüler dazu auf, sich ausschließlich via Twitter für die sechs begehrten Sommerpraktika zu bewerben.

Nun kann man ja in 140 Zeichen nicht wirklich viel Wertvolles über die eigene Person verpacken, weshalb die Bewerber insgesamt 13 Tweets einstellen sollten. Daher auch der Name des Wettbewerbs: Lucky 13. Dem Ruf folgten 425 Bewerber aus den USA, Kanada und sogar Afrika. Aus den daraus entstandenen Massen an Kurznachrichten wählten 37 Agentur-Mitarbeiter ihre Favoriten, die sie via Skype interviewten, um dann die finale Auswahl zu treffen. Die glücklichen neuen Praktikanten von Campbell Mithun und einen Link zu ihren Gewinner-Tweets findet ihr auf dieser Seite.

"Using Twitter gave our applicants the opportunity to showcase their digital understanding and creativity, while highlighting their personality and passion for advertising", so die Vizepräsidentin der Agentur Debbie Fischer. Tatsächlich beweist die Aktion nicht nur die Kreativität und außergewöhnliche Motivation der Bewerber, sondern zeigt auch ihre Persönlichkeit und Medien-Affinität in einer Weise, die klassische Bewerbungen einfach nicht rüber bringen können. Schließlich kann man sich auf Twitter multimedial präsentieren – nicht selten verlinkten die Bewerber daher zu eigenen Webseiten, Videos oder Werbekampagnen, die sie beeindruckend fanden. Zumindest in der Medienbranche macht das also allemal Sinn. Mal sehen, ob wir damit vielleicht schon einen Vorgeschmack auf die Bewerbungsverfahren der Zukunft erhaschen konnten…







Mythos Online-RechercheAls man damals von der Wahnsinns-Party Fotos auf Facebook eingestellt hat, dachte man doch nicht im Traum daran, dass diese Auswirkungen auf das eigene Berufsleben haben könnten. Jetzt ist das Studium vorbei, der Abschluss in der Tasche und die ersten Bewerbungen werden aufgesetzt und verschickt und man blickt hoffnungsvoll in die Zukunft. Wie können da ein paar Fotos der Karriere einen Hemmschuh verpassen?

Tatsächlich wird immer wieder darauf hingewiesen, nicht zu viel von sich im Netz preiszugeben, denn Personaler erkundigen sich über potentielle Bewerber via Google und in diversen sozialen Netzwerken (Facebook, Xing, StudiVZ usw.) um die Kandidaten genauer zu durchleuchten - zumindest ist das die Annahme.

Wie sieht es nun wirklich mit den googelnden Personalern aus? Ein interessanter Ansatz ist eine Studie der Universität Erfurt, in der dieser Mythos relativiert wird. Im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit haben acht Studenten der Kommunikationswissenschaft 20 Personaler zu diesem Thema befragt. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass aus Zeitgründen erst ab einer gewissen Hierarchieebene und auch erst kurz vor dem Ende des Bewerbungsprozesses gegoogelt wird aber dann auch nicht von allen. Dazu führt Annette Gerlach, Personalerin bei einem größeren Unternehmen in der Chemiebranche, an, dass allenfalls über Bewerber für die Führungsetage ausgiebig recherchiert wird im Gegensatz zu Praktikanten, Auszubildende oder Mitarbeitern auf unteren Hierarchieebenen.

Eine Umfrage der Zeit vom Februar 2010 unter den größten deutschen Unternehmen zeigt ein ähnliches Bild. Viele Unternehmen geben an, dass sie bei zigtausenden Bewerbungen im Jahr überhaupt nicht die Zeit zur Online-Recherche haben und nur äußerst begrenzt Onlinedaten nutzen. Vielmehr wird klassisch auf Bewerbungsunterlagen und ggf. Interviews mit den Kandidaten gesetzt.

Die Erfurter Studie teilt die Personalentscheider weiterhin in Altersgruppen ein: die Unter-30-jährigen kennen sich mit sozialen Netzwerken aus und wissen demnach, dass dortige Inhalte wenig mit der beruflichen Wirklichkeit zu tun haben. Die 30- bis 45-jährigen googeln am meisten während die Über-45-jährigen überhaupt nicht online recherchieren. Ebenso wurden auch Bewerber befragt; diese zeigen sich im Umgang mit dem Internet durchaus „verantwortungsbewusst“. Zum einen, weil inzwischen die Mehrheit weiß, dass das Internet alles andere als privat ist und zum anderen, auch durch den über die Medien verbreiteten Mythos, dass Personalchefs ihre Bewerber auf Herz und Nieren googeln.

Auch wenn bis jetzt die Online-Recherche nicht so verbreitete scheint wie bisher vermutet, sollte man sich im Klaren sein, dass die Bereitschaft dazu permanent wächst. Deshalb kann eine gute Präsentation z. B. in sozialen Netzwerken, Blogs oder Homepages auch eine Chance sein, dann nämlich wenn sie einen positiven Eindruck über die Persönlichkeit, Kommunikationsstärke, Kreativität und möglichen Referenzen vermittelt. All das kann aber nur unterstützend sein, denn überzeugen muss der Bewerber immer noch offline.







socialmedia_150x150Facebook hat inzwischen über 600 Millionen aktive Nutzer (15 Mio. davon aus Deutschland), ist 50 Milliarden Dollar wert und hat es zu einem eigenen Kinofilm gebracht. Social Media spielen in der Alltagskommunikation der Mitarbeiter eine immer größere Rolle. Viele Unternehmen haben dies erkannt, wissen aber noch nicht so richtig, wie sie damit umgehen sollen. Soll man sich sperren, wie es z. B. Porsche tut, oder bleibt einem eigentlich gar nichts anderes übrig als sich den sozialen Netzwerken zu öffnen?

In Deutschland gestatten nur 45 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern die Nutzung von Social Media-Diensten während der Arbeitszeit und sechs Prozent sperren sogar komplett den Zugang zu Facebook, Twitter und Co. Viele Unternehmen sehen immer noch mehr Risiken als Chancen darin, dass Mitarbeiter Informationen nach außen tragen. Aber bringen Verbote überhaupt etwas? Wohl kaum denn frei nach Goethes „Zauberlehrling“ wird man die gerufenen Geister nicht mehr los. Viele sind während der Arbeit eh über Smartphones im Internet aktiv - weltweit nutzen ca. 200 Millionen Nutzer Facebook auch mobil (Facebook ist das am meisten geladene App für das iPhone).

Wie man sich als Unternehmen Social Media zu Nutze machen kann, zeigt ein Blick über den großen Teich. In vielen US-Firmen unterstützen die Verantwortlichen bereits aktiv die Nutzung von sozialen Medien im ganzen Unternehmen. Die Chef-Etage hat verstanden, dass alle Mitarbeiter für die glaubwürdige und transparente Kommunikation sowohl nach außen wie auch nach innen zuständig sind. Social Media sind dort zu einem der wichtigsten Inhalte der internen Weiterbildung mit Schulungsprogrammen und Seminaren geworden.

Diesem Beispiel folgen z. Zt. nur wenige Unternehmen in Deutschland wie z. B. der Kommunikationsdienstleister SNT Deutschland AG, der im Bereich der Personalentwicklung seinen Mitarbeitern im Rahmen eines Weiterbildungskataloges Social Media-Kurse anbietet (HR-Szene, Ausgabe Dezember 2010). Aber nicht nur ein positives Erscheinungsbild via lebhafter firmeninterner Kommunikation treibt die Unternehmen an, Social Media wird immer mehr zum HR-Recruiting genutzt. So betreiben z. B. Schwergewichte wie BMW, Lufthansa, Daimler oder Bayer eigene Karrieresites auf Facebook. So gehen Employer Branding und Personal Recruiting hand in hand.

Sogar eine Institution von der man es kaum erwartet hätte, setzt sich offen mit Social Media auseinander: die U.S. Army ermutigt in ihrem U. S. Army Social Media Handbook 2011 seine Soldatinnen und Soldaten sogar zu einem offenen Austausch, da sie das beste Sprachrohr für die Army seien. Wenn also schon Soldaten zur Nutzung von Facebook und Co. aufgerufen werde, wie können dann Unternehmen ihren Mitarbeitern die Nutzung derselben aus sicherheitsrelevanten Gründen untersagen?

Deshalb bedarf es in Zukunft wohl zweier Dinge: zum einen das Vertrauen der Unternehmen in ihre Mitarbeiter und deren Schulung durch Social Media-Guidelines. Kommunikative Power muss auch in Deutschland in die richtige Richtung gelenkt werden, denn wie man mit sensiblen Informationen umgeht, will gelernt sein.

Das Umdenken in den Unternehmensführungen findet bereits statt, die Nutzung von Social Media am Arbeitsplatz ist nicht wirklich zu verhindern und man sollte es auch gar nicht erst versuchen denn zu einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur gehören „freie“ Kommunikation und das Social Media-Know-how der Mitarbeiter. Denn nur so macht man sich in Zukunft für potentielle Mitarbeiter der Generation Web 2.0 interessant.







schlossDas Internet ist für mich eine gespaltene Persönlichkeit. Zum einen soll und will man seine Daten niemandem übermitteln, sodass nichts Unrechtes mit den Daten geschieht. Zum anderen hingegen stellen Millionen von Menschen ihre intimsten Details und Interessen auf Social-Media-Plattformen wie Facebook und StudiVZ ein. Doch wie anonym bin ich wirklich im Netz?

Durch mein Interesse an MMORPG’s (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) war das Thema Anonymität im Netz für mich immer schon präsent. Denn ich spiele mit vielen Leuten auf der Welt zusammen und nicht jeder Mensch soll wissen, wer hinter dem Wesen steckt, welches ich verkörpere. Warum eigentlich? Weil mir meine Eltern das immer geraten haben? Tja eigentlich eine gute Frage, denn grundsätzlich gebe ich doch schon alles, oder sagen wir mal einiges, in Social Media preis und jede zweite Firma hat bereits meine Adresse von irgendwem gekauft. Also warum nicht gleich alles preisgeben? Denn, wenn man wirklich unbedingt wissen möchte, wo jemand wohnt oder wie seine/ihre Telefonnummer lautet, kann man das auch rausbekommen. Ganz nach dem Motto: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und zudem gibt es noch den Effekt, dass die ganzen Unternehmen, die meine Daten weiterverkaufen, keinen Cent mehr sehen würden. Denn wer zahlt schon für eine Information, die bereits öffentlich im Netz einsehbar ist?

Doch mal Spaß beiseite, denn die Anonymität im Netz ist wichtig. Laut Statistik des Bundesministeriums des Innern haben sich die Straftaten mit dem Tatmittel Internet von 2008 auf 2009 um 23,6 Prozent (insgesamt 206.909 Straftaten im Jahr 2009) und die Computerkriminalität um 17,7 Prozent (insgesamt 74.911 Straftaten im Jahr 2009) erhöht. Straftaten mit dem Tatmittel Internet umfassen Betrugsdelikte, Warenbetrug und Verbreitung pornografischer Schriften.

Die Zahlen zur Computerkriminalität bezeichnen hingegen Computerbetrug, Betrug mittels rechtswidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel, das Ausspähen und Abfangen von Daten sowie Softwarepiraterie. Ein Beispiel wäre, wenn ein Krimineller meine Kreditkartennummer und den dazugehörigen PIN herausfinden würde, weil ich nicht vorsichtig genug mit den Daten umgegangen bin. Mit diesen Informationen könnte der Dieb dann Dinge kaufen, die möglicherweise illegal sind. Dabei ist das Schlimmste, dass ich zusätzlich noch rechtlich belangt werden kann, wenn ich fahrlässig mit meinen Daten umgegangen bin.

Alle, die wissen möchten was sie im Netz für "Spuren" hinterlassen, können sich diesen interessanten Link einmal anschauen: www.gulli.com/anonymitaetscheck







soziale-netzwerkeLaut Zukunftsforscher Matthias Horx ist das Schicksal von Facebook und seinen Usern schon heute besiegelt. In fünf bis sechs Jahren kräht kein Hahn mehr nach sozialen Netzwerken. Der Hype ist dann vorbei. Nur noch die Verlierer, die vor lauter Langeweile nicht wissen, was sie den lieben, langen Tag machen sollen, werden sich dann noch auf sozialen Plattformen tummeln, um ihren öden Tagesablauf mit anderen Verlierern zu teilen. Horx prognostiziert sogar eine Welle der "Internet-Abstinenz", die u.a. auf der generellen Skepsis gegenüber dem Internet beruht. Das Internet als Ursache, die den Computer zu einer "zeitfressenden Maschine macht, die überhaupt nicht das bringt, was sie soll."

Ich stimme zu, dass das Internet einem gerne mal die Zeit und vielleicht auch den letzten Nerv raubt. Aber noch nie war es so leicht, an Informationen zu gelangen. Die Aussagen des "selbsternannten Trendforschers" haben mich daher dazu bewegt, das Thema etwas genauer zu hinterfragen. Sind soziale Netzwerke wieder nur eine "Blase", die irgendwann platzt und zählen meine besten Freunde und ich auch zu den Verlierern, wenn wir nicht spätestens in fünf Jahren abschwören? Und wie wichtig ist dann überhaupt noch Social Media Marketing für Unternehmen?

Ein wichtiger, zu berücksichtigender Aspekt bei dem Versuch, solche Fragen zu beantworten, ist die Tatsache, dass Facebook und Co. mittlerweile mehr sind, als eine Möglichkeit, verloren gegangene Schulfreunde wieder zu finden. Natürlich wird hier auch über das Wetter geredet und manch einer wünscht sich beim Blick auf veröffentlichte Bilder, er hätte bei der letzten Feier weniger tief ins Glas geschaut.

Dennoch spielen für mich und viele andere User die soziale Vernetzung via Plattformen, oder auch die Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme zu Unternehmen eine entscheidende Rolle, um ihren Account aktiv zu nutzen. Und auch Unternehmen, wie z.B. die Daimler AG setzen unterdessen verstärkt auf Social Media, als neue Kundenbindungsstrategie. Direkte Kommunikation mit Kunden ist eine zuverlässige Informationsquelle und Wissen ist bekanntlich Macht.

Aber wenn in fünf Jahren alles vorbei sein kann, ist dann jetzt alles für die Katz?

Meiner Meinung nach nein, auf keinen Fall. Selbst wenn es so kommen sollte, wie es Horx prophezeit, dann ist dass kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken und die kommenden vier Jahre ungenutzt verstreichen zu lassen. Insbesondere Unternehmen können sich durch zielgerichtetes Social Media Marketing einen Namen bei ihren „Fans“ machen. Dies heißt nicht nur, eine Steigerung der Markenbekanntheit und des Images zu erzielen, sondern Unternehmen müssen lernen, mit ihrer Zielgruppe auf direktem Wege richtig zu kommunizieren. Schließlich lebt eine Seite durch aktuelle Beiträge und wahres Interesse an den Ideen, Anregungen und Kritiken der Nutzer. Wenn es Unternehmen und mir als User heute gelingt, dauerhafte Kontakte zu knüpfen, die auch unabhängig vom Bestehen der sozialen Plattform weiter existieren, dann kann einem das Platzen dieser "Blase" nichts anhaben. Und wer weiß, wie es im Web 3.0 aussieht?!

































Versteh ich nicht!
Jetzt ist es amtlich: Nicht das Fernsehen macht ...













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