Dass stundenlanges Fernsehgucken nicht gerade gesundheitsfördernd ist war uns ja irgendwie klar. Ähnlich wie das Fernsehgucken soll auch das Arbeiten am Computer nicht gesund sein: Rückenbeschwerden, Sehprobleme und vieles mehr kann durch die Arbeit vor dem Monitor bedingt sein. Dass aber speziell soziale Netzwerke uns krank machen, soll jetzt eine Studie beweisen.
Eigentlich klingt es ganz logisch: Je mehr soziale Kontakte virtuell, statt real gepflegt werden, umso schneller kann dies zur schrittweisen Isolation führen und soziale Isolation macht krank. Herzkrankheiten, Demenz und Diabetes können aus sozialer Isolation resultieren. Davon geht jedenfalls Dr. Aric Sigman aus, der zahlreiche Studien zitiert, die das belegen.
Wer also hauptsächlich via StudiVZ mit seinen Freunden kommuniziert, sollte sich demnächst gut überlegen, ob er sich nicht lieber auf einen Kaffee mit ihnen trifft und ein bisschen „sozial interagiert“, wie es so schön heißt. Wer sich für die gesamte Studie interessiert, der wird bei theregister.co.uk fündig.
Soweit ist es also schon. Die Schweinegrippe hat Twitter infiziert. Und das nicht zu knapp. Sekündlich flattern neue Schreckensmeldungen ein. Die Amerikaner gehen dabei nicht zimperlich vor und haben mal wieder ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge:„I’m concerned about the swine flu outbreak in us and mexico could it be germ warfare? “
“In the pandemic Spanish Flu of 1918-19, my Grandfather said bodies were piled like wood in our local town….SWINE FLU = DANGER.”
“HEALTH ALERT! Swine Flu virus has mutated!”
Allerdings sollte man solchen Schreckensmeldungen nicht zu viel Beachtung schenken, raten Experten. Der einzig verlässliche Account sei der des CDC (Centers for Disease Control and Prevention). Hier gibt es stündlich ein seriöses Update zum Thema Schweinegrippe. Alles in allem, keine gute Zeit für Leute mit einer Erkältung.
BWL ist out und Jura ist tot. Naja, ganz so schlimm ist es jetzt auch wieder nicht. Aber in Großbritannien, genauer gesagt in Birmingham, stehen jetzt ab dem im Wintersemester eingeführten Studiengang „Social Media“ Facebook, Twitter und Co. auf dem Stundenplan.
Hier lernt man nicht, wie man sich einen Account anlegt und möglichst aussagekräftige Pinnwand-Einträge hinterlässt, sondern wie man sich die sozialen Netzwerke im Hinblick auf Marketing und Kommunikation zu Nutze machen kann.
Ein bisschen übertrieben ist es irgendwie schon, dafür extra einen ganzen Studiengang einzurichten, der pro Jahr 4.700 Euro kosten soll. Und ob er den wissenschaftlichen Ansprüchen genügt, kann ich mir auch irgendwie schwer vorstellen. Kritiker gibt es diesbezüglich nicht gerade wenig und die sind der Ansicht, dass dieser Studiengang eine Verschwendung der universitären Ressourcen sei, da die meisten Leute sich ohnehin schon auskennen. Wer trotzdem Interesse und das nötige Kleingeld hat, der kann sich auf der Seite der Uni Birmingham schlau machen.
Was ist eigentlich dieses Twitter von dem seit Neustem die Rede ist? Es scheint immer neue Trends zu geben und von diesem hier wollen wir euch auch berichten.
Twitter kommt mit einer größer werdenden Hype-Welle aus den USA zu uns nach Deutschland. Das ist ein soziales Netzwerk und ein Mikro-Blogging-Dienst, für das Benutzer Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen schreiben und abschicken können. Man kann auch Nachrichten von anderen Benutzern empfangen. Nachrichten werden bei Twitter „Updates“ oder „Tweets“ genannt, was so viel wie "zwitschern" heißt.
Du zwitscherst also in Form von kleinen Textnachrichten, was du gerade tust und lädst diese hoch, so dass andere Leute, die dich „verfolgen“, deine Updates abbonieren und lesen können. Du kannst dabei selbst entscheiden, wer deine Updates lesen kann und welche du lesen möchtest. Der Twitter-Dienst kann von verschiedenen Kanälen aus abgerufen und benutzt werden, ähnlich wie SMS, RSS oder Desktop-Applikationen.
Um Twitter zu nutzen, muss man sich zunächst einmal mit Namen und Passwort anmelden. Es ist auch möglich ein Foto hochzuladen und andere Leute einzuladen. Nach der Anmeldung hat jeder Nutzer eine individuell gestaltbare Twitter-Seite. Hier kurz die Möglichkeiten des Twitterns: 1. auf der Webseite twitter.com kann man seine Nachricht in ein Textfeld eingeben (die aber immer etwas überlastet und langsam ist), 2. über einen Instant Messanger, 3. über SMS (kosten aber momentan 39 Cent) und 4. über eine Tweedbar, die bei Firefox installiert werden kann.
Du kannst dich auch per E-Mail benachrichtigen lassen, wenn dir jemand etwas getwittert hat.
Probiert es also mal aus und dann lasst eure Freunde daran teilhaben, was ihr gerade erlebt, egal wo ihr gerade seid. Wir wünschen viel Spaß dabei.
Die Empörung ist groß. Genauso wie die Erklärungsnot. Denn die SPD Gruppe im StudiVZ wurde ohne Ankündigung gelöscht. Alle Mitglieder und Nachrichten sind irgendwo im Nirgendwo verschwunden. Kein Problem soweit. Kann ja mal passieren. Aber dann das: Nach Neugründung der Gruppe verschwand diese genau auf dieselbe Weise erneut sang und klanglos im Datennirwana.
Zensur schreien die einen, ein Versehen die anderen. In diversen Foren werden derzeit die möglichen Gründe für die Löschung heiß diskutiert. Die Erklärungen reichen von bewusster Zensur der Gruppe durch StudiVZ über ein versehentliches oder absichtliches Löschen durch den Gruppengründer oder ein paar anonyme Hacker.
StudiVZ hat sich bereits dazu geäußert und betont in einer E-Mail an den Gruppengründer, dass es sich um ein Versehen handele. Ein Fehler im Support. Demokratische Diskussionen seien im StudiVZ sogar willkommen.
Wie dem auch sei, ein fahler Beigeschmack bleibt trotzdem zurück.
Eine Studie des IT-Branchenverbandes BITKOM, die jetzt auf der CeBIT vorgestellt wurde, ergab, dass rund 55 Prozent der Deutschen sich ein Leben ohne Internet nicht vorstellen können. Unter den befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen seien sogar 84 Prozent, für die ein Leben ohne Internet undenkbar wäre. Soweit nichts Überraschendes.
Allerdings ist die Tatsache, dass die befragten Unter-30-Jährigen eher auf das Auto und den aktuellen Lebenspartner verzichten könnten, als auf Handy und Internet, irgendwie erschreckend. Trotzdem irgendwie logisch, denn schließlich kann man sich im Internet schnell wieder ein neues Auto kaufen und einen neuen Partner suchen, sollte man tatsächlich vor die Wahl gestellt werden. Immerhin finden 8 Prozent im Internet ihren Lebenspartner.
Der BITKOM-Präsident Scheer betonte, dass das Internet kein anonymes Medium sei, das zu sozialer Kälte führe, sondern jeder Zweite in Foren und Communities neue Freunde finde. Unter welche Kategorie man hierbei fällt und was das Ganze über die eigenen sozialen Beziehungen in Zeiten des Internets aussagt, kann man jedoch nur in einer kleinen Selbstanalyse herausfinden.


