Wie schön das Leben sein könnte, wenn uns der Spam, den wir täglich in unserem Posteingang finden, wirklich das erfüllen würde, was er verspricht. Die Welt wäre wahrscheinlich eine bessere. Wir wären Dank spezieller Diät-Mittelchen schön, schlank und attraktiv und könnten spezielle Körperteile ganz nach unserem Geschmack verändern. Wir hätten die schönsten Autos und wären reich, weil wir jeden Tag Millionen gewinnen. (Übrigens bin ich wirklich oft der 9.999.999te Besucher einer Seite.) Außerdem hätten wir schon längst unzählige kranke Kinder heilen und das Leid der Welt lindern können. Wir hätten die Wahl zwischen vielen attraktiven Partnern aus der ganzen Welt und jeden Tag ein neues Handy.
Neulich wäre ich fast selber in die Spam-Falle getappt. Und kein geringeres Übel als die Uni hat mich beinahe in die Falle getrieben. „Erhalten sie in nur einer Woche ihren Bachelor, Master oder Diplom.“ Eine Woche!! Damit hatte man mich an meinem wunden Punkt getroffen. Das tägliche Leid, das einem an der Uni widerfährt und der ganze Stress brachten mich soweit, dass ich den Überweisungsträger in Gedanken schon ausgefüllt hatte. Was mich letztlich davon abhielt war ein viel verlockenderes Angebot, dass mir die 100%-tige Chance auf einen Traumjob mit 200.000 $ Jahresgehalt zusicherte. Wer braucht da noch einen Abschluss?
Mit dem Unglück anderer lässt sich hervorragend Geld verdienen. Gerade in Zeiten der globalen Krise, wo viele um ihren Job bangen müssen oder dringend Geld benötigen, greifen sie nach jedem Strohalm, der ihnen gereicht wird.
Da erscheint es schicksalhaft, wenn man plötzlich eine E-Mail mit dem Betreff „Wir machen alles, damit Sie einen Job kriegen!“ in seinem Posteingang findet. Dass hinter den verlockenden Job-Angeboten aber nicht der Ausweg aus der Arbeitslosigkeit steckt, sondern kriminelle Banden, die aus ahnungslosen „Bewerbern“ häufig Mittäter bei der Geldwäsche machen, wissen die wenigsten. Das Prinzip ist immer dasselbe und was früher noch dilettantisch daher kam, ist heute von einem seriösen Job-Angebot kaum noch zu unterscheiden. Auf avira.com findet man nicht nur eine entsprechende Beispiel-Mail, sondern auch Tipps, die einem helfen, nicht in die Falle zu tappen.
Wer seine Karriere also nicht im kriminellen Milieu starten will, der sollte sich als Absolvent oder Student lieber bei uns umschauen oder als angehende Fach- und Führungskraft auf jobware.de. Das erspart viel Ärger und ist mit Sicherheit die bessere Wahl.


