Es leuchtet mir ein, warum sich viele Studenten darüber aufregen, dass sie das Studium in immer kürzerer Zeit bei gleichen Anforderungen beenden müssen. Sie haben kaum Zeit zum arbeiten und dabei müssen sie doch das Studium irgendwie finanzieren. Die 500 Euro pro Semester kommen ja nicht von irgendwo. Also müssen andere Alternativen her, frei nach dem Motto „geiz ist geil“. Als Student muss man nicht nur jeden Euro zwei Mal umdrehen – nein, man kann mit dem Studentenstatus sogar richtig Geld sparen. Für Studenten gibt es Rabatte auf Flüge, Handyverträge oder Software. Also warum immer dieser Frust über zu wenig Geld?! Als Student hat man doch sehr viele Vergünstigungen, angefangen beim Zug fahren. Für die meisten Studenten lohnt sich also der Studienbeitrag, der zusätzlich zu zahlen ist, denn somit können sie fast für lau bestimmte Bahnstrecken fahren.
Mit der Card4Students können Studenten sogar bei fast 7000 Unternehmen, Online-Shops oder anderen Geschäften, beim Einkaufen sparen. Der Haken an der Sache ist aber, dass man ein Konto bei der DKB Bank haben muss, um all die Vorteile zu genießen, ansonsten fallen hohe Jahresbeiträge an. So macht das Sparen dann auch keinen Spaß mehr. Man fühlt sich gezwungen die Karte zu nutzen und ist eigentlich auf die Rabattpartner der Card4Students beschränkt.
Es bieten sich aber auch andere Sparalternativen: z.B. kostenlose Girokonten, kostenlose Kreditkarten, günstige Handytarife, günstigere Zeitschriftenabos, billigere Studententarife bei bestimmten Flügen und kostenlose bis sehr günstige Softwarepakete.
Achtet also demnächst mal drauf oder seid einfach so frech und fragt nach einem Studentenrabatt. Meistens kann man in Geschäften damit weiterkommen. Nur ob man auf diese Weise seine Studiengebühren wieder rausholt, ist fraglich. Trotzdem viel Spaß beim Sparen.
Einmal auf der Karriereleiter ganz oben stehen; das ist das Ziel beim Pennergame. Wer seine Sache gut macht, der kann es mit Flaschensammeln, Musizieren und Schnorren ganz nach oben schaffen. Auch Überfälle auf Wurstbudenbetreiber oder Klofrauen, verhelfen einem schrittweise zu mehr Erfolg und Anerkennung. Dass dieses Rollenspiel zur Zeit genau 1.706.250 registrierte Spieler hat, spricht für seine Beliebtheit. Auch beachtlich ist die Anzahl der getrunkenen Biere, die bei stolzen 385.182.868 liegt, wie auch die stolze Zahl der konsumierten Currywürste. Klischee hin oder her, das Spiel erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Das dürfte auch die Entwickler freuen, denn die beiden 19-Jährigen haben mittlerweile eine eigene Firma gegründet (und schwimmen vermutlich im Geld).
Wer also mal ein bisschen aus seinen tristen Alltag ausbrechen will und das Leben auf der Straße testen möchte, für den ist das Pennergame genau das Richtige. Außerdem ist der Erfolg im Gegensatz zum echten Leben vorprogrammiert – vorausgesetzt man hält seinen Promillepegel in angemessener Höhe und man ist sich nicht zu schade auch mal ein paar Pfandflaschen zu sammeln. Beim Pennergame darf für den "Karrierekick" also endlich mal nach Herzenslust getrunken, gepöbelt und gestohlen werden.
Die Abwrackprämie dürfte ja jetzt jedem ein Begriff sein. Für mich übrigens das Un-Wort des Jahres. Denn mittlerweile gibt es nicht nur die Abwrackprämie für die alte Karre, sondern auch für allen möglichen anderen Kram. Die Kreativität kennt besonders im Einzelhandel keine Grenzen. Als ich neulich in einem Sportgeschäft ein paar schöne Sneaker gekauft habe fragte mich die Kassiererin an der Kasse völlig selbstverständlich: „Haben sie was zum ablatschen?“ Bitte was?! Die Ablatschprämie bekommt man hier, wenn man alte ausgelatschte Sneaker beim Kauf eines neuen Paares abgibt. Wo die ausgelatschten Dinger landen und wie sie dann verwertet werden, weiß ich allerdings auch nicht.
Mittlerweile scheint es völlig egal zu sein was man wo kauft: Überall gib es eine Abwrackprämie. Im Fahrradladen oder im Schuhgeschäft. Sogar auf einer Uni-Party konnte man beim „abwracken“ einer alten Eintrittskarte seine neue billiger bekommen. Frankreich will jetzt sogar eine Abwrackprämie für Handys einführen. Ein Pfandsystem für alte Handys sozusagen. Bin mal gespannt, welche kuriosen Früchte die Abwrackprämie demnächst noch so tragen wird.
Den klassischen Schnorrer kennt jeder: Zigaretten, Kaugummis – nichts ist vor ihm sicher. Aber es gibt auch noch eine andere Sorte Schnorrer, die eine Liga weiter oben spielt. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Beschwerde-Mails an Firmen zu schicken um dann kostenlose Produkte zugesendet zu bekommen. Entweder war der Joghurt schlecht, die Cornflakes schmeckten pappig oder die Chips waren nicht knusprig. Als Entschuldigung gibt es dann ein nettes Paketchen mit allerlei kostenlosen Produkten.
Auch beliebt bei Schnorrern sind die Geschenktütchen, die im Semester an den Unis verteilt werden. Da werden die sonst so züchtigen Studentinnen plötzlich zu rasenden Furien, die ihre Zähne fletschen, um ein paar kostenlose Shampoo-Pröbchen, eine Tütensuppe und die Gala von vor drei Monaten zu ergattern. Und was übrig bleibt sind dann ein Haufen Müll und die Erkenntnis, dass die anfängliche Euphorie nur von kurzer Dauer ist.
Was den Schnorrer euphorisch stimmt, kostet den anderen Überwindung. Aber schnorren und sparen kann man lernen und wer jetzt selber zum Sparfuchs werden möchte oder wessen Interesse am Schnorrertum geweckt wurde, der findet auf allmaxx.de Spartipps von Studenten für Studenten.


