Kaum zu glauben, aber wahr: Auf der Herren-Toilette an der Universität Zürich wurden mehrere Kameras installiert. Der Sicherheitsdienst der Uni wollte damit auf Vandalenjagd gehen. Ein Student hatte die Kamera auf dem stillen Örtchen entdeckt, sie abgebaut und an einem Beratungsschalter abgegeben.
Die Universität Gießen plagt sich derzeit mit einem anderen Problem. Ihr Vorplatz ist so schön und idyllisch, dass sich dort abends viele Studenten aufhalten. Mittlerweile haben sich jedoch viele beim Asta gemeldet und beschwert, weil sie dort vom Sicherheitsdienst vertrieben wurden. Der Wachdienst wurde damals aber von der Uni angestellt, um das Unigelände vor Wildpinklern zu schützen. "Es ist falsch, wenn Sicherheitsdienste gegen Studenten willkürlich Platzverweise aussprechen. Damit bringt die Uni die Studenten gegen sich auf", sagt Jonas Scholz von der Piraten-Hochschulgruppe.
Die Uni Gießen ist längst nicht mehr die einzige, die private Sicherheitsdienste anstellt. In Bochum, Berlin, Mainz oder Frankfurt wird auch zu diesen Maßnahmen gegriffen. Doch die Studenten sind alles andere als begeistert, fühlen sich alle über einen Kamm geschert und halten sich nach Einbruch der Dunkelheit nur noch ungern auf dem Campus auf.
Allerdings hat eine neue Studie ergeben, dass sich bereits jede zweite Studentin schon mal auf dem Campus gefürchtet hat. An der Umfrage "Gender-based violence, stalking and fear of crime" nahmen rund 16.000 Studentinnen teil. Dabei nehmen einige Hochschulen, wie beispielsweise die Uni Bochum, diese Angst sehr ernst. Angeboten werden dort Begleitdienste. Wissenschaftlerinnen, die bis nachts im Labor sitzen können sich dann vom Sicherheitsdienst zum Auto oder Bus bringen lassen.
Die einen möchten also gerne auf den Sicherheitsdienst verzichten, sich nicht abends vom Campus vertreiben lassen und die anderen sind wiederum froh, dass es Wachschutz und Überwachungskameras gibt, wenn auch nicht gerade auf dem Klo. Im Grunde genommen ist es doch sinnvoll, sich auch nach Einbruch der Dunkelheit auf dem Unigelände sicher fühlen zu können. Dabei sollte der Schutz der Privatsphäre jedoch nicht vergessen werden.
Er kann nicht exmatrikuliert werden, obwohl die Semesterzahl sein Alter längst überschreitet. Der 70-jährige Student befindet sich im 108. Semester an der medizinischen Fakultät Kiel. 54 Jahre nun ist der Herr dort schon eingeschrieben. Die Uni Kiel wirbt unter anderem damit, dass sie Studierende während des Studiums begleitet und betreut. Das dürfte bei diesem speziellen Student aber mittlerweile ganz schön schwierig werden.
Beim Staatsexamen gäbe es an dieser Uni keine Regelung, etwa wie bei Diplom -und Magisterstudiengängen, ihn zu zwangsexmatrikulieren. An mehreren anderen deutschen Hochschulen gibt es ähnliche Fälle, also keine Seltenheit. "Es dürfte bildungspolitisch nicht wünschenswert sein, Studierende in extrem hohen Fachsemestern noch länger an den Hochschulen zu halten", betont Frank Kempken, Vize-Präsident der Uni Kiel.
Trotzdem will man von rabiaten Methoden absehen und den "Uni-Opa" nicht einfach so rausschmeißen. Denn Studentenvertreter Patrick Schnepper warnt dabei vor fatalen Folgen. Zwar könnte es Übergangsregelungen geben, doch beim Staatexamen müsste das Land die Gesetze ändern.
Kategorie: Allgemeines
Momentan beschäftigen sich wohl die meisten Abiturienten mit der Planung ihrer Zukunft. Ja, es ist schon schwer genug, überhaupt herauszufinden, WAS man studieren soll. Nicht viel unbedeutender ist aber auch die Entscheidung über das WO. Soll's eine beschauliche Studentenstadt oder Großstadt sein? Möchte ich in der Nähe meiner Heimatstadt bleiben oder lieber weiter weg ziehen? Könnte ich mir vielleicht sogar vorstellen, für das Studium nach Ostdeutschland zu gehen?
Trotz guter Studienbedingungen, niedriger Lebensunterhaltungskosten und der Möglichkeit, auch mal den eigenen Horizont zu erweitern (denn viele Westdeutsche sehen den Osten noch immer als Ausland an), entscheiden sich leider wenige Studienanfänger für ein Studium im Osten. Es geht außerdem einfach nicht, dass 16- bis 24-Jährige mit den neuen Bundesländern noch immer hauptsächlich Adjektive wie "marode", "altmodisch", und "grau" in Verbindung bringen. Aus diesem Grund rühren Bund und Länder nun die Werbetrommel – mit der Kampagne "Studieren in Fernost".
In Auftrag gegeben haben die Kampagne die Kultus- und Wirtschaftsminister der Länder Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt, ausgedacht haben sie sich dann die kreativen Köpfe der Werbeagentur Scholz & Friends. Diese Aktion findet aber auch ganz im Sinne der westdeutschen Studienstandorte statt, die angesichts des doppelten Abiturjahrgangs und dem Wegfall der Wehrpflicht Entlastung dringend benötigen.
Wer also einem Studium im Osten nicht ganz abgeneigt ist, sollte sich mal auf der Kampagnen-Homepage umsehen, die neben Statements von Ost-Studierenden auch jede Menge Informationen zu den einzelnen Hochschulen und Studiengängen sowie Freizeittipps bereithält. Sehr überzeugend finde ich schon mal, dass Studierende im Osten generell zufriedener mit den Studienbedingungen sind, als deren Kollegen in Westdeutschland: Das Hochschul-Informations-System fand bei einer Umfrage heraus, dass 66 Prozent der Studierenden in Ostdeutschland zufrieden bis sehr zufrieden sind. Im Westen finden das nur 55 Prozent. Also, liebe unentschlossenen Abiturienten: Auf in den nahen Osten!
Wir haben es ja schon lange geahnt: Wer mehr trinkt, hat mehr Freunde (von Qualität ist hier explizit nicht die Rede). Eine Studie der University of Wisconsin soll nun auch einen Zusammenhang von Posts auf Facebook, die sich mit Alkohol beschäftigen, und der virtuellen Freundesanzahl ermittelt haben.
Für die Studie wurden die Facebook-Profile von 225 männlichen Studenten einer Universität auf Bilder, Statusnachrichten sowie Kommentare, in denen Alkohol eine Rolle spielte, untersucht. Das Ergebnis: Bei Männern, die älter als 21 waren, wurden 4,5 mal mehr Alkohol-Referenzen gefunden als bei den jüngeren. Dabei korrelierte die Anzahl der Alkohol-Erwähnungen entscheidend mit der Anzahl an Facebook-Freunden.
Mashable zitiert die Leiterin der Studie, die im Hochladen von Alkohol-Referenzen einen wichtigen Faktor für die Akzeptanz bei Gleichaltrigen sieht. Ob sich so die gesteigerte Freundeszahl auf Facebook erklären lässt, ist meiner Meinung nach ungewiss. Es mag ja sein, dass Männer, die öfters mit Freunden zum Trinken rausgehen, auch einen größeren Bekanntenkreis haben. Ist es dann nicht logisch, dass sie demnach auch mehr Facebook-Freunde haben?
Aber auch ein weiterer Punkt wurde nicht mit berücksichtigt. Die Quintessenz dieser Studie ist zwar, dass Ältere Alkohol mehr referenzieren als Jüngere und dass die Älteren ergo mehr Facebook-Freunde haben. Das muss jedoch nicht nur die Folge der gestiegenen Alkohol-Erwähnungen im Profil sein, sondern ist doch auch Teil eines ganz normalen Prozesses der Freundes-Akkumulation im Web: Je länger man in einem Netzwerk angemeldet ist, umso mehr "Freunde" (also auch flüchtige Bekannte oder Leute, die man gar nicht kennt) sammelt man dort über die Jahre an. Hingegen werden Bekannte von früher, für die man sich mittlerweile nicht mehr die Bohne interessiert nur sehr selten gelöscht. Mit der Zeit steigen also die Freundeszahlen von jedem - egal, ob man Alkohol trinkt oder nicht.
Nun ja, der Mashable-Artikel hat darüber leider keine genaueren Angaben gemacht, daher muss jeder, der sich für die exakten Schlussfolgerungen interessiert, auf das American Journal of Men's Health warten, in dem die Studie bald veröffentlicht werden soll.
Kategorie: Karriere
Wer eine Karriere bei L´Oréal in Erwägung zieht, kann jetzt virtuell in den international tätigen Konzern reinschnuppern. Dazu muss man sich nur bei dem Online-Strategiespiel Reveal von L´Oréal anmelden und loszocken. Der Spieler durchläuft als Trainee fünf unterschiedliche Arbeitsbereiche des Unternehmens, um so eigene Kompetenzen und Talente zu erkennen. Das soll aber nicht nur für die eigene Berufsorientierung nützlich sein, sondern kann einem bei guten Spielergebnissen einen Job bei dem Kosmetikhersteller bescheren. Wie genau soll das funktionieren?
Nach der kostenlosen Registrierung betritt man als Junior-Mitarbeiter verschiedene Räume, die jeweils einen der Bereiche Forschung, Marketing, Logistik, Vertrieb und Finanzen repräsentieren. Dort lernt man Arbeitskollegen kennen, die ihren Werdegang und den Job bei L´Oréal beschreiben und mögliche Fragen des Spielers beantworten. Daneben gibt es auch PDFs, Videos und Präsentationen, die über das jeweilige Tätigkeitsfeld informieren.
Im anschließenden Self Assessment löst man berufsspezifische Probleme und absolviert einen Wissenstest, der sich zum Teil auf die Unternehmensinformationen bezieht. Anhand der erreichten Punktzahl ist es - so zumindest in der Theorie - leichter einschätzbar, welche Gebiete einem wirklich liegen und ob man zum Unternehmen passt.
Die Idee ist zwar innovativ und auch visuell ansprechend umgesetzt worden. Dennoch bezweifle ich, dass man daraus wirklich einen Mehrwert für die eigene Karriereplanung ziehen kann. Ein reales Praktikum oder eine Traineestelle sind sicher noch die besseren Lösungen, um seine eigenen Neigungen zu erkennen. Nur wer L´Oréal als absoluten Traumarbeitgeber sieht, sollte sich bei Reveal ernsthaft ins Zeug legen, denn es locken Praktikumsangebote für besonders gute Teilnehmer. Wie viele der erfolgreichsten Spieler letztendlich auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch hoffen können, sei allerdings noch dahingestellt ... Aber selbst wenn es mit dem Job nicht klappt, besteht ja wenigstens noch die Gewinnchance auf einen fünftägigen Trip nach Paris.
Kategorie: Allgemeines, Karriere
Viele Abiturienten stellen sich momentan die Frage, wie es ab Herbst mit ihnen weitergehen soll. Die Möglichkeiten sind schier unendlich und es kommen immer individuellere Studiengänge auf den Markt. So zum Beispiel der Studiengang "Design- und Projektmanagement" der Fachhochschule Südwestfalen in Soest, der in sieben Semestern zum Bachelor of Arts führt. Wer mit einem wirtschaftlichen Studiengang liebäugelt, aber nicht will, dass seine kreative Ader zu kurz kommt, könnte dort genau richtig sein.
"Design- und Projektmanagement" ist ein interdisziplinär ausgelegter Studiengang, der das Konzept der klassischen Designausbildung weiter strickt. Das heißt, am Ende könnt ihr nicht nur Produkte entwickeln oder den Unternehmensauftritt gestalten, sondern seid auch in der Lage, diese Projekte wirtschaftlich und technisch umzusetzen.
In den ersten Semestern werden euch designspezifische, technische und betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt. Dazu gehören unter anderem Veranstaltungen zu Gestaltungslehre, Zeichentechnik, Web-Design, Marketing, BWL, Konstruktionstechnik sowie Logistik. Darauf aufbauend erlernt ihr in den letzten Semestern Managementtechniken und könnt das Gelernte in zwei semesterbegleitenden Praxisprojekten in einem Unternehmen unter Beweis stellen.
Das klingt interessant? Bis zum 16.05.2010 läuft noch die Anmeldung für den Eignungstest.
Wer sich schon immer gefragt hat, ob er denn mit dem Kauf bzw. Weiterverkauf von Apples iPad den schnellen Euro machen kann, der sollte schnell nach einer anderen Geschäftsidee suchen. Gleiches gilt für Leute, welchen anderen damit einfach nur eine "Freude" machen wollen. In den USA hat nämlich jetzt ein Student zu viele iPads im örtlichen Appleshop gekauft und berichtet in seinem Blog nun davon, wie Apple ihm gegenüber eine lebenslange iPad-Sperre aussprach. Laut eigenen Aussagen, wollte der Student seinen Freunden aus Übersee eine Freude machen und kaufte (ohne kommerziellen Hintergedanken) insgesamt 5 iPads, teilweise zwei iPads pro Tag. Die wollte bzw. verschickte er dann an seine Internet-Buddies, welche bis jetzt noch nicht das Glück hatten ein iPad selber käuflich zu erwerben. Er verlangte von Ihnen lediglich den Preis plus die dazugehörigen Versandkosten.
Pech nur, dass jeder Bürger anscheinend nur eine bestimmte Anzahl an iPads in seinem Leben erwerben darf. Der örtliche Appleverkäufer machte ihm also klar, dass er sein ganzen Leben kein neues iPad mehr kaufen könne, da sein "Lebenskontingent" aufgebraucht ist. Die Frage, wie viele iPads man denn kaufen dürfe, wollte der Apple-Mitarbeiter dem US-Studenten aber nicht beantworten, denn diese Information sei "nicht verfügbar".
Tja, ob falsch oder richtig will ich hier jetzt gar nicht beurteilen. Ein Händler darf grundsätzlich aber vollkommen frei entscheiden wieviel und was er an wen verkauft. Und auch, wenn es sich hier nicht um ein auf Dauer begrenztes Gut handelt, muss ich zugeben, dass ich die Entscheidung von Apple hier (und das ist durchaus nicht immer so) zumindest nachvollziehen kann.
Seit gestern Abend darf Jobware einen Pokerstar zu seinen Mitarbeitern zählen: Unsere studentische Hilfskraft Semih gewann die TV-Total-Pokernacht am 20.04.2010 und freut sich nun über 50.000 Euro. Der 27-jährige Germanistik- und Geschichtsstudent der Uni Paderborn saß als Online-Qualifikant gemeinsam mit Stefan Raab, Elton, Uwe Ochsenknecht, Cindy aus Marzahn und Stefan Kretzschmar am grünen Tisch. Seine prominenten Gegner hat er dabei mächtig alt aussehen lassen. Wir haben für euch exklusiv mit ihm geredet.
Semih, wie bist du so gut im Pokern geworden?
Auf das Pokern bin ich eigentlich erst vor vier Jahren über das Fernsehen aufmerksam geworden und habe es dann mit Freunden ausprobiert. Seitdem mache ich das auch eigentlich regelmäßig, aber professionell würde ich es nicht nennen. Am Ende hatte ich bei der Online-Auswahl einfach nur Glück.
Naja, Können hat sicherlich auch dazu gehört: In der Online-Finalrunde hast du immerhin 1.600 Leute hinter dir gelassen!
Okay, ein bisschen was vom Pokern verstehen muss man schon. [grinst]
Hast du in der Pokernacht eine bestimmte Taktik verfolgt?
Anfangs hatte ich ziemliches Pech mit den Karten und habe daher erst mal abgewartet und alle genau beobachtet. Mein Ziel war es ja, möglichst weit zu kommen und mindestens 4.000 Euro zu gewinnen. An den Reaktionen der anderen konnte ich schnell erkennen, ob sie bluffen. Kretzschmar und Elton zum Beispiel wurden bei einer guten Hand sehr ruhig.
Wenn man sich eine Pokerrunde vorstellt, gehört eine quasselnde Cindy von Marzahn definitiv nicht ins Bild. Trotzdem hast du dich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Hast du von dem Theater überhaupt etwas mitbekommen?
Ich war schon extrem konzentriert, obwohl ich das Publikum und die Kameras natürlich nicht komplett ausblenden konnte. Auch Cindy hat stellenweise genervt, aber das war in Ordnung. Mit so was muss man in einer Unterhaltungssendung nun mal rechnen. Dafür hat es auf jeden Fall extrem viel Spaß gemacht.
Bei Jobware wird spekuliert, ob du schon deine Kündigung vorbereitest. Wie wird es weitergehen für dich und was wirst du mit dem Geld anstellen?
Keine Angst, Jobware wird mich nicht so schnell los und Pokern wird auch weiterhin nur ein Hobby bleiben. Das kleine "Taschengeld" kann ich natürlich trotzdem gut gebrauchen. Im Sommer besuche ich erst einmal meine Familie in der Türkei, denen ich auch einen Teil des Geldes zukommen lasse. Den Rest will ich nicht gleich verprassen, aber ein neuer Fernseher und Computer sind mindestens drin.


