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Artikel-Schlagworte: „Studienbeginn“







horsaalDieses Jahr werden weit über 450.000 neue Studenten erwartet. Schulzeitverkürzung, geburtenstarke Jahrgänge und die Aussetzung der Wehrpflicht sind die möglichen Gründe dafür. Passend dazu startet ab kommendem Wintersemester die Premiere des neuen Bewerbungssystems via Internet. Doch Bund und Länder streiten derzeit noch über die Finanzierung des Systems. "Das alljährliche unwürdige Chaos bei der Einschreibung der Erstsemester geht weiter, solange sich die Bildungsminister von Bund und Ländern vor einer klaren Finanzregelung drücken", erklärt Ulla Burchardt, Vorsitzende des Bundes-Bildungsausschusses. Rein technisch sitzt das System allerdings schon in den Startlöchern.

Rund 18.000 Studienplätze blieben im vergangenen Jahr auf Grund des Einschreib-Chaos unbesetzt. Klagen über dieses Chaos gibt es nun schon seit sechs Jahren. Ziel des Systems sollte es eigentlich sein, Studienplätze mindestens vier Wochen vor Studienbeginn zu vergeben. Mittlerweile wächst aber die Gefahr, dass sich die einzelnen Hochschulen auf Grund der Kostenfrage gar nicht am neuen System beteiligen wollen. Für die Entwicklung hat der Bund unter strengen Auflagen schon 15 Millionen Euro beigesteuert. "Wir wollten Bürokratieabbau, mehr Information für die jungen Menschen, Zulassungs-Service und die Überprüfung von Zeugnissen und Unterlagen aus einer Hand", betont Burchardt. Da die Kostendeckung für Hochschulen aber immer noch unklar ist, wächst die Gefahr, dass diese sich vermutlich gar nicht an dem System beteiligen. Also bleibt es wieder einmal ungewiss, ob das Chaos endlich ein Ende findet.







Verzweifelter Student Neulich bin ich auf eine interessante Seite gestoßen: Auf Arbeiterkind.de können sich Kinder, deren Eltern nicht studiert haben und „als erste aus der Familie einen Studienabschluss anstreben“ spezielle Unterstützung holen. Vor allem interessant finde ich, dass es scheinbar Bedarf an einer solchen Seite gibt. Schließlich beginnen im Durchschnitt nur 17 von 100 Kindern aus Arbeiterfamilien ein Studium.

Nicht-Akademiker-Kinder stehen nach ihrem Schulabschluss oft vor einer schweren Entscheidung und die meisten entscheiden sich für den Weg, den auch ihre Eltern gegangen sind, weil das oft als die verlässlichere und sicherste Wahl angesehen wird. Oft wird ein Studium bei Nicht-Akademiker-Kindern genauso wenig nicht in Betracht gezogen, wie eine Ausbildung bei Akademiker-Kindern.

Daher bietet die Seite Arbeiterkind.de verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung beim Start ins Studium. Darunter fallen nicht nur die Beratung in finanziellen Angelegenheiten, sondern auch Unterstützung bei der Wahl des Studienortes, beim Schreiben von wissenschaftlichen Texten, sowie Lern- und Prüfungshilfen. Außerdem werden Treffen in verschiedenen Städten organisiert, wo man die Mentoren mit Fragen rund ums Studium löchern darf. Die aktuellen Termine findet ihr auf der Startseite von Arbeiterkind.de.

Eine interessante Sache, die auf ein Problem (von vielen) des deutschen Bildungssystems hindeutet, wo es scheinbar starken Verbesserungsbedarf gibt. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Haben eure Eltern studiert und welche Auswirkung hat das auf euren Bildungsweg gehabt?







Null Ahnung vom Seminarthema, keinen Schimmer, welcher Stempel von wem wann und wo mit entsprechendem Formular eingereicht werden muss und die Scheinvoraussetzungen sind einem ohnehin nicht klar. Wie immer wissen alle anderen mehr, sind besser organisiert und wissen alles, was man als guter Student eigentlich wissen muss. Mit den souveränen Antworten auf die eigenen lächerlich erscheinenden Fragen steigert sich das Gefühl, der ahnungsloseste Student der ganzen Uni zu sein.

Zweifel und Frustration machen sich breit: Warum wissen alle anderen, wann man sich zur Prüfung anmelden sollte und warum zur Hölle wussten sie von der Liste, in die man sich eintragen musste, um am Seminar teilnehmen zu dürfen?! Gerade als Erstsemester sollte man wissen, dass nicht alles Gold ist, was glänzt und dass eher Schein als Sein den Ton an der Uni angibt. Denn nur die wenigsten sind allwissend. Sicherlich gibt es hier und da mal die eine oder andere Koryphäe, die die Sprechzeiten jedes Dozenten rauf- und runter beten kann, die weiß, welcher Professor wie lange krank ist und die jede wichtige Formulierung ihrer Prüfungsordnung kennt. Gerät man an so ein wandelndes Universitäts-Lexikon, so kann das von völliger Frustration bis zum Studienabbruch führen: „Studieren ist halt nichts für mich.“

Das meiste erfährt man jedoch über mehrere Ecken von anderen Studenten. So sammelt sich mit der Zeit ein kleines Wissens-Repertoire an, das sich stetig vergrößert. Mit diesem Wissen kann man nun selber auftrumpfen und bei seinen Kommilitonen für bewundernde Blicke sorgen. So erhält sich der Uni-Bluff am Leben und das Spiel beginnt von vorne.

Spätestens nach dem sechsten Semester wird einem bewusst: Zu den Dingen, die man an der Uni außerhalb der Seminare lernt, zählen das selbstsichere Auftreten bei völliger (oder zumindest partieller) Ahnungslosigkeit und das gekonnte Präsentieren von gesammelten Informationen. Die armen Schweine, die das immer noch nicht wissen.







Habt ihr auch manchmal das Gefühl, alle Probleme lösen sich fast wie von selbst? In einer solchen Phase befinde ich mich gerade. Dabei geht es weniger um mich als um meine Kinder. Franzi hat doch tatsächlich im Nachrückverfahren einen Studienplatz an der hiesigen Universität bekommen und ist überglücklich, sich nicht länger als ein paar Stunden am Tag von ihrem „Schnucki“ Lars trennen zu müssen.

Mittlerweile hat sie erste Campusluft schnuppern dürfen und noch, Betonung liegt auf „noch“, macht ihr das Studium Spaß. In der ersten Woche hat sie überschwänglich von ihrem Psychologieprofessor geschwärmt. Zugegeben, ein charmant aussehender Mann, den ich -meiner Neugierde nachgebend- auf der Homepage der Uni entdeckt habe. Nun denn, Franzi scheint zufrieden zu sein, das ist die Hauptsache. Mein Sohn Max und seine schwangere Freundin Monika haben ebenfalls wieder ihr Studium aufgenommen. Max hatte eine lange Unterredung mit seinem Vater, der ihm zugeraten hat, das Studium nicht aufzugeben. Es wäre eine falsche Entscheidung, auch wenn es vordergründig unseren Geldbeutel entlasten würde. Alex, mein Mann, hat ihm klar gemacht, dass wir gewillt sind, weiterhin in seine Zukunft zu investieren; eine Investition, die sich bei dem dazugehörigen Fleiß sicherlich lohnen wird. Max hat schließlich eingewilligt und versprochen, sich anzustrengen und innerhalb der sechs semestrigen Regelstudienzeit seinen Bachelor zu meistern. Wir nehmen ihn beim Wort!

Monikas Eltern haben sich, nach dem ersten Schock und dem Bewusstsein, Großeltern zu werden, großartig verhalten und ihrer Tochter ebenfalls ihre volle Unterstützung zugesagt. Monika war mittlerweile bei der Studienberatung an ihrer FH und wird -mit Max zusammen- noch ein Semester studieren. Für das darauffolgende Semester wird sie ein Urlaubssemester beantragen und sich zunächst einmal -wenn alles gut geht- um den Nachwuchs kümmern. Danach sehen wir weiter. Hoffentlich hält diese „Alles-ist-gut-Phase“ noch ein wenig an, aber unverhofft kommt oft.

































Sexualverhalten
Wir alle kennen ja das Vorurteil, dass je ...













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