Zwar wurde die Wehrpflicht in Deutschland abgeschafft, wer aber dennoch an der digitalen Front kämpfen will, der kann sich als Cybersoldat ausbilden lassen. Was sich in den USA momentan zum neuen „Trendberuf“ entwickelt hat, findet seit einiger Zeit nun auch in Deutschland großen Zuspruch.
Dass mit diesem Studiengang eine echte Marktlücke gefüllt wurde zeigt der gewaltige Ansturm auf das Fach Internetsicherheit. Zahlreiche Interessenten wollen sich speziell für den Kampf gegen Internetkriminalität ausbilden lassen. Da gilt es Daten und Systeme professionell gegen digitale Störenfriede zu schützen. Auch die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt scheinen keineswegs so düster zu sein, wie es bei vielen neuen Studiengängen oft der Fall ist. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig, denn sowohl auf Regierungs- als auch auf Verwaltungsebene sind die „Cybersoldaten“ gefragt. Bei so viel digitalem Drumherum wundert es nicht, dass die Studenten ihr Studium ausschließlich online absolvieren.
Nicht erst seit der WikiLeaks-Affäre ist Internetsicherheit besonders in den USA ein großes Thema. Aber was zunächst vielversprechend klingt ruft in den USA natürlich auch die Kritiker auf den Plan: Das Ganze sei reine Panikmache, die der einzige Jobmotor ist, der in den USA wirklich funktioniert. Viele sehen hier einen weiteren Schritt in Richtung Zensur, um unliebsame Internetseiten oder Blogs aufzuspüren um sie dann von der Bildfläche verschwinden zu lassen.
Es werden ja die skurrilsten Studiengänge angeboten, aber einer setzt dem ganzen im wahrsten Sinne des Wortes das Sahnehäubchen auf: An der Ice Cream University in New Jersey kann man die Kunst der Eiscreme studieren. Und nein, das ist kein Scherz. Ich bin zwar selber nicht da gewesen, um mich von ihrer Existenz zu überzeugen, aber die Internetseite der Uni dürfte als Beweis reichen (wobei diese eher ein schlechter Scherz ist, was einen schon wieder skeptisch machen sollte).
Eigentlich klingt das ganze Konzept auch nicht nach einer herkömmlichen Universität, sondern nach Volkshochschule und Weiterbildung. Im Jahr besuchen ca. 500 Studenten im Durchschnitt 2 Seminare und werden dann mit einem Zertifikat entlassen. Viele Eisproduzenten schicken ihre Mitarbeiter zur Weiterbildung in die Seminare von Malcom Stogo, dem Begründer der Universität. Er ist übrigens auch derjenige, der uns die Cornetto-Waffel und Cookies ‘n‘ Cream beschert hat und somit scheinbar eine echte Größe auf dem Eiscreme-Markt. Außerdem werden Mitarbeiterschulungen direkt in großen Unternehmen wie z.B. Häagn-Dazs durchgeführt.
Die Seminare klingen völlig unspektakulär und reichen von einer Einführung in die Herstellung von Eiscreme bis zu Seminaren zur Geschäftsführung und Produktentwicklung. Es werden sogar Studienreisen für sogenannte ‚Master Classes‘ nach Bologna angeboten. Das Ganze hat natürlich auch seinen Preis: Die Teilnahmegebühren für ein normales zweitägiges Einführungsseminar liegen zwischen 400 und knapp 1000 Dollar.
Wer also noch umsatteln will und statt BWL in die Kunst der Eiscremeherstellung einsteigen will, der muss zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, aber der tägliche Schokobecher ist bestimmt mit inbegriffen.
BWL ist out und Jura ist tot. Naja, ganz so schlimm ist es jetzt auch wieder nicht. Aber in Großbritannien, genauer gesagt in Birmingham, stehen jetzt ab dem im Wintersemester eingeführten Studiengang „Social Media“ Facebook, Twitter und Co. auf dem Stundenplan.
Hier lernt man nicht, wie man sich einen Account anlegt und möglichst aussagekräftige Pinnwand-Einträge hinterlässt, sondern wie man sich die sozialen Netzwerke im Hinblick auf Marketing und Kommunikation zu Nutze machen kann.
Ein bisschen übertrieben ist es irgendwie schon, dafür extra einen ganzen Studiengang einzurichten, der pro Jahr 4.700 Euro kosten soll. Und ob er den wissenschaftlichen Ansprüchen genügt, kann ich mir auch irgendwie schwer vorstellen. Kritiker gibt es diesbezüglich nicht gerade wenig und die sind der Ansicht, dass dieser Studiengang eine Verschwendung der universitären Ressourcen sei, da die meisten Leute sich ohnehin schon auskennen. Wer trotzdem Interesse und das nötige Kleingeld hat, der kann sich auf der Seite der Uni Birmingham schlau machen.
Alle Beatles-Fans aufgepasst: wenn ihr euren Idolen ganz nah sein wollt und kein Problem damit hättet dafür nach England zu gehen, dann kommt hier eure Chance. In England an der Hope University in Liverpool soll nämlich ab September 2009 der Master in Beatles-Kunde angeboten werden.
Nachdem die Uni bereits 8000 Bücher über die Beatles in ihrem Sortiment hat, musste nun auch ein Beatles-Studiengang her. Dieser Master-Studiengang trägt den Namen „The Beatles, Popular Music and Society“. Besprochen werden hier Themen wie Musik in den 60er Jahren und wie sie die Gesellschaft, die Mode und die Geschichte der Stadt Liverpool beeinflusst hat. Und natürlich spielen die Beatles dabei die Hauptrolle. Der Studiengang gliedert sich in vier Module, die jeweils nach zwölf Wochen mit einer wissenschaftlichen Arbeit abgeschlossen werden.
Somit gibt es bald den ersten und einzigartigen Beatles-Master auf der Welt und das in der Stadt Liverpool, wo die vier Pilzköpfe aufgewachsen sind. Wer den Master machen möchte, muss dafür rund 3900 Euro investieren und als Vollzeitstudent hat man dann nach einem Jahr den Beatles-Abschluss geschafft.
Natürlich ist die Nachfrage bei den Fans groß, sie melden sich bereits aus Amerika und aus ganz Großbritannien. Doch leider sind nur 30 Plätze für diesen begehrten Studiengang zu besetzen. Aber vielleicht wird ja bald ein alternativer Dieter Bohlen Studiengang, oder so ähnlich, in Deutschland angeboten, in dem man dann seinen Abschluss in Sprücheklopfen machen kann.


