Und wieder wurde in Paderborn ein neuer Versuch gestartet, gegen die lästigen Studiengebühren vorzugehen. Es scheint aber beinahe so, dass sich schon fast jeder damit abgefunden hat, denn das extra eingerichtete Treuhandkonto ist ziemlich leer geblieben.
Aber nun mal von vorne: Seit Einführung der Studiengebühren vor über einem Jahr in Paderborn wurde nach mehreren nicht erfolgreichen Protesten, der Boykott an der Uni publiziert. Überall hingen Plakate, es wurden Flyer verteilt und die Verantwortlichen der Aktion machten einen Informationsabend. Doch leider ließ schon diese Veranstaltung mit einem nicht mal gefüllten Audimax erahnen, was beim späteren Ergebnis herauskommen sollte. Bei jedem Boykott-Stichtag muss ein Quorum von 4.000 Einzahlern auf das Treuhandkonto erreicht werden. Nur hierdurch kann die Abschaffung der Studiengebühren oder das Exmatrikulieren der Einzahler von ganz oben bestimmt werden.
Wie es sich nun ergab, sind die Studenten Angsthasen und trauen dem Braten "fremdes Konto", "Exmatrikulation" und so nicht, also waren es im WS 2007/2008 nur knapp 113 Mutige, die sich am Boykott beteiligt haben. Ein Jahr später im WS 2008/2009 waren es dann „nur“ noch 52. Das ist ein wirklich schlechtes Ergebnis, denn schließlich hat sich schon jeder Student mehr als ein Mal darüber aufgeregt, dass es Studiengebühren gibt und wie teuer das doch alles ist. Doch nur eine Hand voll von den am lautesten Schreienden unternimmt auch wirklich etwas dagegen. mehr...
Es ist jetzt schon einige Monate her, da erschien ein Buch mit dem Titel "Generation Doof" und wurde in den folgenden Wochen kontrovers diskutiert. Allen 18-35 jährigen wurde der Spiegel vorgehalten und was dabei herauskam, war die Erkenntnis, dass in Deutschland die Dummheit umgeht. Und das nicht zu knapp!Bestimmt gibt es tatsächlich tausend gute Gründe, den Autoren (die sich selber übrigens auch dazu zählen) hinsichtlich ihrer Einteilung Recht zu geben, für mich ist die eigentliche "Generation Doof" jedoch eine ganz andere und besucht momentan (mehr oder weniger regelmäßig) im Alter von 13-18 Jahren unsere Schulen. Es ist nicht nur so, dass die Allgemeinbildung von Jahr zu Jahr immer mehr in Richtung Null tendiert, nein, viel auffälliger und größtes Zeichen für zunehmende Verdummung ist für mich die Art wie vor allem Jugendliche miteinander kommunizieren. Schon mal zwei 15jährigen zugehört, wenn die miteinander reden? mehr...
Studenten gehören zu einer besonderen Spezies, die oft am Existenzminimum kriechen und daher ganz eigene Strategien entwickeln, um sich den finanziellen Missständen ihrer Umgebung anzupassen.
Eine der bekanntesten Arten ist der „Sparfuchs“, der ständig nach Studenten-Rabatten Ausschau hält. Meistens erkennt man ihn daran, dass sein Portemonnaie vor Payback-Coupons und Treuepunkten platzt und die Angebotsblättchen aus dem Supermarkt sich bei ihm in der Küche stapeln, bevor sie akribisch verglichen werden. Fleißig sammelt er Rabattkarten um die nächsten finanziellen Engpässe zu überbrücken. Bei Angeboten wie „Nimm 2 – Zahl 1“ wird er nervös und schlägt hemmungslos zu. Sein Jagdrevier und vertrautes Territorium ist der Wühltisch im Discounter, wo er sich besonders häufig in den Monaten des Sommer- und Winterschlussverkaufs aufhält.
Eine weitere, bei seinen Artgenossen eher unbeliebte Form, ist der „Schnorrer“. Charakteristisch für den Schnorrer ist, dass er mal wieder sein Portemonnaie „vergessen“ hat, oder seine Zigaretten „leer“ sind. In der Mensa bedient er sich gerne an fremden Tellern um mal „zu probieren“. Häufig siedelt er sich in WGs an, da hier seine Versorgung durch andere Mitbewohner gesichert wird. Ein Schlückchen Milch hier, ein Scheibchen Käse dort: vor ihm ist nichts sicher. mehr...
Die Universität an sich ist ja vorrangig eine Institution der Wissensvermittlung und -gewinnung. Viele junge, dynamische und wissensdurstige Menschen namens Studenten machen sich alltäglich auf den Weg dort hin, um ihr Wissen zu erweitern. Dies geschieht dann hauptsächlich durch den Einsatz von Seminaren und Vorlesungen. In diesen Vorlesungen wiederum tritt schließlich das Hauptorgan der Wissensvermittlung in Aktion: der Dozent, oder wenn vorhanden, mit Titel: der Professor.
Der Professor an sich muss ja ein sehr gebildeter Mensch sein. Zumindest in seinem Fachgebiet. Und manchmal könnte man denken, auch nur dort. Denn wie so manch ein Dozent mit der Wissensvermittlung umgeht ist doch fraglich. Da gibt es verschiedene Arten der Ausprägung: Den Typen, der bemüht ist, ein Minimum an Arbeitsaufwand in den Kurs zu stecken. Referate sind ihm deshalb sehr willkommen. Und nicht nur das, sie füllen die ganze Vorlesungszeit aus, unbeachtet der Tatsache, dass die Hälfte der Studenten auf den Tischen liegt und schläft und der Rest nicht versteht, was die Referenten vortragen, was wohl daran liegt, dass die Referenten selber nicht wissen, wovon sie reden. mehr...
Studenten haben ein sorgloses Leben: bis zwölf Uhr „morgens“ schlafen, legendäre Partys mit viel Alkohol und Vorlesungen, zu denen man ja nicht zwangsläufig anwesend sein muss – ob nun körperlich oder geistig. Das ist die allgemein vorherrschende Meinung unter Nicht-Studenten. Die Wahrheit sieht oft anders aus. So sorg- und gedankenlos geht tatsächlich kaum ein Student durch die Weltgeschichte.
Frage einen Studenten und er wird dir bestätigen schon mindestens einmal Zweifel an seinem Studium gehabt zu haben. Zweifel, die als Fragen auftauchen: Werde ich das alles überhaupt schaffen, werde ich mithalten können? Ist es wirklich das Richtige für mich, was ich da studiere? Was mache ich später damit, kann ich davon leben? Soll ich nicht besser das Fach wechseln? Oder abbrechen? Vielleicht doch eine Ausbildung? Diese Unsicherheit kann so schnell auftauchen wie sie wieder verschwinden kann. mehr...
Für alle die sich dafür interessieren, wie sich Studenten zu Blogs verhalten, gibt es hier Ergebnisse einer Blogstudie.
Im letzten Semester haben im Rahmen des Forschungsseminars „Digitale interaktive Medien“ bei Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow fünf Studenten der Uni Paderborn eine Umfrage zum Thema Blogs gestartet. Sie wollten damit dem neuen digitalen Trend der Informationsbeschaffung auf den Grund gehen und erfahren, ob der Paderborner Student ein Vorzeige-Blogleser ist.
Die Befragung fand online über vier Tage statt und ergab am Ende 664 auszuwertende Fragebögen. Die Schwerpunkte lagen bei Fragen nach der Konkurrenzmöglichkeit zu herkömmlichen Printmedien, nach dem kostengünstigen Zugang und danach welcher Student welche Blogs liest. Die Forschungsgruppe stellte im Vorfeld die Behauptungen auf, dass Blogs ein Nischenphänomen sind und weniger als wissenschaftliche Quellen, sondern oft eher als privates Online-Tagebuch genutzt werden. Das Ergebnis der Geschlechterverteilung war 49% Frauen zu 51% Männer, die Blogs lesen. Insgesamt ist das Verhältnis der Blogleser und Nicht-Blogleser eher ausgeglichen, mit nur 0,3% liegen die Leser vorn. Das stellte für die Forschungsgruppe eine Überraschung dar, die mit 20% weniger gerechnet hat. mehr...
"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?" Heute habe ich wieder einen Artikel über Hochschulrankings gelesen. Natürlich interessiert mich das, und solche Rankings haben sicherlich auch ihre Berechtigung. Die Ausstattung einer Hochschule, die Betreuungsquote (Professor zu Studierenden) und der Ruf sind sicherlich ganz wichtig. Die Frage ist nur: „Wichtig für wen?“ Für die künftigen und aktuellen Studierenden, die Personaler der Unternehmen oder für die Hochschulen? mehr...
Die Welle der Konjunktur hat wieder zugeschlagen. Während die einen noch auf ihrem Höhepunkt surfen, fangen die anderen an, unter ihr zu ertrinken.
Ich habe gehört, dass die Konjunktur-Kurve nach einem Boom nun also bald die folglich bekannte Rezession auf die Bürger spülen wird. Speziell auf dem Arbeitsmarkt lassen erste Anstiege der Arbeitslosenzahlen nichts Gutes erahnen. Nachdem auch ich, mit Rettungsring um die Hüften, Angst habe irgendwann mit dieser Welle zu ertrinken, habe ich mich mal auf Welt.de erkundigt, wie es denn um meine Zukunft auf dem Arbeitsmarkt bestellt ist. Als ich dann auf den Artikel „Die besten Zeiten am Arbeitsmarkt sind vorbei“ gestoßen bin, ließ meine Befürchtung nicht nach. mehr...


