Das saß, man kommt aus dem Büro des Chefs und ist wie betäubt. Entlassen, freigestellt, rausgeworfen – es fühlt sich an als ob einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Wie geht man jetzt damit um, viele können den Verlust ihres Jobs, einen Karriere-Knick oder das persönliche Versagen als Firmenchef oder Manager nicht oder nur schwer verarbeiten. Der Beruf, die Arbeit ist ein Identifikationsfaktor: Ob man zur Gesellschaft gehört oder nicht, definiert sich über die Arbeit. Das ist der Grund, warum berufliches Scheitern so tabuisiert ist. Niemand gibt gerne zu, dass es im Job nicht klappt oder man als Unternehmer gescheitert ist, weil das in gewisser Hinsicht einem Ausschluss aus der Gesellschaft gleicht.Dabei ist diese Erfahrung, so schmerzvoll sie auch seien mag, sehr wertvoll – sie sind laut Thomas Frey, Diplom-Psychologe und Führungskräfte-Coach aus Heidelberg die wichtigste im Leben: „Scheitern ist eine Grundlage für erfolgreiches Handeln. Nachhaltig erfolgreich ist nur, wer auch mal Rückschläge einstecken musste. Denn nur wer scheitert, weiß, wie Erfolg tatsächlich funktioniert.“ Das sagt sich leicht, wie verhält man sich also im Falle eines Scheiterns? Gerhard Scheucher, Gründer der Agentur E-Century in Graz, sagt es in einem Spiegel-Interview so: „Man muss offen damit umgehen, und nicht nach dem Motto: Wie vertusche ich das jetzt möglichst gut? Viele Probleme, die mit dem Scheitern verbunden sind, können dadurch gelöst werden, dass man über das, was schiefgegangen ist, offen spricht. Das wirkt befreiend und hilft bei der Weiterentwicklung, persönlich wie beruflich. Erst durch die bewusste Reflexion des Erlebnisses kann man lernen.“
So wie es aussieht, wird man sich in Zukunft wohl vermehrt mit diesem Thema auseinandersetzen müssen denn in der heutigen Arbeitswelt scheint das Scheitern mehr denn je wahrscheinlich. Moderne Beschäftigung bedeutet immer mehr leicht zu lösenden Arbeitsverhältnissen wie Zeit- und Leiharbeit. Die Zeiten in denen man in einem Betrieb gelernt und dort nach Möglichkeit bis zur Rente gearbeitet hat sind wohl endgültig vorbei. Weiterhin wird die moderne Arbeitswelt immer komplexer, die Anforderungen steigen und damit die Anlässe zum Scheitern.
Nicht jeder scheitert aufgrund seines eigenen Verschuldens wie z. B. der ehemalige Bundesverteidigungsminister, manchmal wird man das Opfer einer „Restrukturierung“ bzw. des Systems oder ganz andere banale Faktoren spielen mit ein wie z. B. einfach fehlendes Glück. Hier rät Frey, wenn kein Selbstverschulden vorliegt, sich neu zu motivieren frei nach dem Motto „Wer vom Pferd fällt, sollte schnell wieder aufs Pferd steigen“.
Aber nicht nur Berufstätige scheitern, fast jeder fünfte Student bringt sein Studium nicht zu Ende. Gründe hierfür seit der Umstellung auf die Bachelor-Studiengänge sind vor allem Prüfungs- und Leistungsdruck. Besonders auffällig ist die Zahl der Studienabbrecher in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, im Bereich Elektrotechnik, Maschinenbau, Mathematik, Physik und Chemie ist die Abbrecherquote besonders hoch.
Es stellt sich jetzt die Frage, wie die Wirtschaft mit diesem Umstand umgehen wird. Kann sie es sich in Zukunft noch leisten Arbeitskräfte mit vermeintlichem Makel auszugrenzen wo es doch als sicher scheint, dass glatte Lebensläufe langsam aussterben? Demnach müssen sich Unternehmen wohl oder übel, auch verstärkt durch die demographische Entwicklung in Deutschland, für Quereinsteiger und Branchenwechsler öffnen. Schon jetzt sind solche „Karrieren“ für einige Branchen interessant. Ob nun Versicherungs-, Tourismus- der IT-Wirtschaft, dort kommen auch Leute mit „Schönheitsfehlern“ im Lebenslauf unter. Entscheidend ist vielmehr Charakter und Einstellung zum Job, denn fachliche Defizite sind leichter auszugleichen als Persönlichkeitsmängel.
Gestern Abend einigten sich Bundesrat und Bundestag: 13 Euro soll jeder BAföG-Berechtigte nun mehr erhalten. Rückwirkend zum 1. Oktober tritt die Erhöhung von rund zwei Prozent in Kraft. Somit liegt der aktuelle Höchstsatz bei 670 Euro. Zudem soll der Kreis der BAföG Empfänger weiterhin steigen.
Bundesweit haben sich die Studentenwerke immer wieder für eine Erhöhung eingesetzt: "Ein starkes BAföG bietet Studierwilligen Anreize, ein Studium aufzunehmen, und vermindert das Risiko, dass das Studium aus Geldnot abgebrochen wird", hieß es bei der Jahresversammlung der 150 Studentenwerk-Delegierten in Dresden. Schließlich soll der Zuschuss die breite Bevölkerungsschicht erreichen und auch weiterhin das zentrale Instrument der Studienfinanzierung sein, hieß es weiter.
Derzeit erhält ein Viertel der knapp 25 Millionen Studenten BAföG. Zuletzt wurde der Höchstsatz Anfang 2008 um acht Prozent erhöht. Laut Spiegel Informationen sollen zudem die Einkommensfreibeträge um drei Prozent angehoben werden, um den Kreis der Empfänger zu vergrößern. Die Frage bleibt letztendlich nur, ob sich 13 Euro im Portemonnaie der Studenten erheblich bemerkbar machen.
>>>Die meisten Studenten wünschen sich Praktika in namhaften Unternehmen. Aber dort lernt man meist nur eine Abteilung kennen und bekommt nicht besonders viel Verantwortung übertragen. Ein Praktikum in einem Start-Up dagegen bringt einem ganz entscheidende Vorteile, wie in der Gründerszene zu lesen ist.
>>>Daniela vom Bewerberblog gibt zu Bedenken, dass typische Berufsbilder in Fernsehserien die Berufswahl junger Menschen beeinflusst. Besonders Frauen in MINT-Fächern sind da eher selten, obwohl genau die gebraucht werden. Das soll sich demnächst ändern.
>>>Exzerpte sind fürs Studium unumgänglich. Sie helfen dabei, für Hausarbeiten zu recherchieren und für Klausuren zu lernen. Viele gehen da aber eher locker dran und nutzen deswegen nicht das Potenzial des richtigen Zusammenfassens. Hier gibt es einige Tipps, wie man effizient die wichtigsten Infos aus einem Text herausholt.
>>>Du hast genug von immer gleich aussehenden Präsentationen in Seminaren? Hier findest du zahlreiche Anregungen für ausgefallenere Präsis, ganz nach dem Motto "Pimp my Presentation".
>>>Im Rahmen ihrer Diplomarbeit tingeln zwei Design-Studenten durchs Land und bieten kleinen Unternehmen für lau ihre kreativen Dienste an. Eine ausgefallene Idee, um Praxiserfahrungen zu sammeln, die eine Menge Respekt verdient. Die ganze Story ist im Spiegel nachzulesen.
>>>Kannst du dir ein Speed-Dating mit deinen Kollegen vorstellen? Strabag hat ein witziges Konzept eingeführt, um die Firmen-Mitarbeiter näher zusammen zu bringen: Bei einem Speed-Dating muss jeder Kollege nach fünf Minuten den Tisch wechseln, um so eine neue Person aus dem Unternehmen kennen zu lernen. Klingt erst mal komisch, aber als Teambuilding-Maßnahme eigentlich gar nicht so verkehrt.
Jeder Student macht sich irgendwann Gedanken, was er zusätzlich zu seiner akademischen Ausbildung tun kann, um sich für die Arbeitswelt fit zu machen. Da gehören Praktika und Auslandssemester genauso dazu wie das berühmte "außeruniversitäre Engagement", das Arbeitgeber so gerne in ihren Stellenbeschreibungen fordern. Viele haben gerade dafür wenig Zeit und Lust. Der Aufwand für außeruniversitäres Engagement lohnt sich aber allemal und ist mehr als nur ein netter Blickfang im Lebenslauf.
Was bringt es?
Einerseits erhöht außeruniversitäres Engagement zwar schon deine Chancen auf einen guten Job oder ein Praktikum. Arbeitgeber fragen danach, weil es beweist, dass du vielfältig interessiert und belastbar bist. Aber der Pluspunkt im Lebenslauf ist angesichts der anderen Vorteile nur ein schöner Nebeneffekt.
Zunächst einmal sammelt man durch das Engagement Praxiserfahrungen und übt sich zum Beispiel im Organisieren von Veranstaltungen, Projektmanagement oder gar in einer Führungsposition. So nutzt du dann gleich die gewonnenen Kenntnisse aus dem Studium oder erlernst neue Fähigkeiten. Wenn du einmal Fehler machst, dann ist das hier nicht so schlimm, als wenn es dir später im Job passieren würde. Nutze also die Spielwiese des studentischen Engagements, um fachlich und persönlich voran zu kommen.
Ich selbst engagiere mich in der Marketinginitiative MTP. Als Vorstandsmitglied übernehme ich dort Verantwortung und muss es schaffen, unter Zeitdruck auch neben Studium und Job bestimmte Projekte voran zu bringen. Das ist zwar anstrengend, aber für mich zählt mehr, wie ich mich dadurch weiter entwickle und was ich über mich selbst lerne. Das Beste daran sind aber immer noch die Erfolgserlebnisse: Wenn ich sehe, was ich alles selbst auf die Beine gestellt habe, motiviert das ungemein und stärkt das Selbstbewusstsein.
Wie findet man die passende Tätigkeit?
Wichtig ist, dass du etwas findest, was dir Spaß macht und was du aus Idealismus betreibst. Wenn du damit einfach nur deinen Lebenslauf aufhübschen möchtest, wirst du nur halbherzig dabei sein und kaum tiefe Beziehungen zu deinen Mitstreitern aufbauen. Suche dir außerdem eine Organisation, die möglichst zu deinen beruflichen Ambitionen passt – so kannst du testen, ob dir derartige Tätigkeiten überhaupt liegen. Zum Beispiel braucht fast jede Organisation Finanzer, Web-Administratoren oder Presse-Ansprechpartner. Häufig gibt es auch studentische Unternehmensberatungen, die Studenten mit wirtschaftlichen Kenntnissen brauchen. Es gibt keine passende Organisation an deiner Uni? Dann such dir Verbündete und finde heraus, wie man selbst eine gründen kann.
Generell gibt es aber an jeder Uni schon tausend Möglichkeiten, sich zu engagieren: Bei der Unizeitung, im Asta, bei Fachschaften, als Pate für ausländische Studierende und und und. Mach dich einfach mal auf der Uni-Homepage schlau (auch wenn es da manchmal nicht so einfach ist, sich zurecht zu finden, siehe hier) oder frag beim Studentenwerk nach. An der Uni Paderborn zum Beispiel gibt es am Anfang jeden Semesters einen "Markt der Möglichkeiten", auf dem sich alle studentischen Vereine vorstellen. Solche Gelegenheiten sowie Infoabende solltest du also unbedingt wahrnehmen, um dir einen Überblick zu verschaffen.
Also dann viel Spaß dabei, die Welt zu verbessern! :) Was haltet ihr von dem Thema und wofür engagiert ihr euch?
Jeder, der schon einmal versucht hat, sich online über einen bestimmten Studiengang oder eine Uni allgemein schlau zu machen, wird diese Grafik nachvollziehen können. :)

"Wir scheißen aufs Studieren und werden Pirat!" Das meinen zumindest 16.515 Mitglieder der gleichnamigen Gruppe im StudiVZ und 24 Prozent aller Studenten, die laut einer Studie der Hochschul-Informations-Systeme (HIS) 2008 ihr Studium abgebrochen haben. Die Gründe für einen Studienabbruch liegen grundsätzlich ja auf der Hand - wenn man mal von dem Wunsch, Pirat zu werden, absieht - aber hier noch einmal die Top 5-Gründe für den Studienabbruch:
Platz 1: Leistungsprobleme und das Prüfungsversagen der Studierenden
Durch die Einführung von Bachelor und Master wurden die meisten Inhalte aller Studiengänge komprimiert und müssen schneller erlernt werden als bisher. Das steigert für viele Studenten den Lern- und Anforderungsstress.
Platz 2: finanzielle Probleme
Zusätzlich zu dem Stress des Lernens müssen alle Studierenden außerhalb der Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein Studiengebühren bezahlen. Diese belaufen sich in den meisten dieser Bundesländer auf rund 600 EUR. Das heißt, entweder sich das Studium von den Eltern finanzieren lassen oder, wie die meisten Studenten es handhaben, selber Arbeiten gehen. Doch hier liegt wiederum das Problem (kleiner Teufelskreis mit dem 1. Platz zusammen). Durch den Stress und die geringe Freizeit haben viele Studenten nicht die Möglichkeit dazu, sich die Studiengebühren zu verdienen.
Platz 3: mangelnde Studienmotivation
Viele Studenten (satte 18 Prozent) mögen ihren Studiengang nicht. Anscheinend bieten viele Studiengänge nicht (mehr?) den Anreiz, den sie bei vorheriger Betrachtung hatten.
(nur) Platz 4: Studienbedingungen
Dazu muss gesagt werden, dass die Studie, auf die ich mich beziehe, aus 2008 stammt. Heißt wiederum, dass die vergangenen Streiks nicht mit einbezogen wurden. Wenn man die Studie erneut durchführen würde, wäre es bestimmt sehr interessant zu sehen, ob dieser Punkt nicht eventuell einen oder auch mehrere Plätze nach oben steigt.
Platz 5: berufliche Neuorientierung
Dass man allerdings auch ohne Studium etwas werden kann, zeigen am besten Steve Jobs (Mitbegründer von Apple), Mark Zuckerberg (Gründer von Facebook) und der Regisseur Steven Spielberg. Also Leute, strengt euch an, entwickelt etwas, das euch über Nacht zum Milliardär macht oder gewinnt im Lotto!
Für alle anderen gibt es aber auch noch Hoffnung: Viele Unternehmen nehmen aufgrund der steigenden Konjunktur nun wieder vermehrt Studienabbrecher auf. Dennoch sei erwähnt, dass die Anforderungen an Arbeitnehmer immer weiter steigen und man somit ohne einen Abschluss nicht weit kommt.
In diesem Sinne: Fröhliches Schaffen noch!
Seit ein paar Tagen können sich künftige Studierende unter der Internetadresse www.was-studiere-ich.de online selber testen und somit herausfinden, welches Fach zu ihnen passt. Das Verfahren kann von allen Hochschulen für das ab 2011 für alle Studieninteressierte notwendige Orientierungsverfahren verwendet werden. Der Orientierungstest ist ein standardisiertes Frage-Antwort-Verfahren. Mit seiner Hilfe sollen Interessen und kognitive Fähigkeiten von Studieninteressierten festgestellt werden und mit den Anforderungen von Studienfächern (und Berufen) abgeglichen werden. Gegliedert ist der Test in zwei Teile, einen Fähigkeitstest und einen Interessentest. Der Fähigkeitstest kann freiwillig absolviert werden, der Interessentest ist hingegen Pflicht und dauert knapp 15 Minuten. Nach Beendigung des Tests erhält man dann eine Auswertung mit Informationen zu den eigenen Studieninteressen und -fähigkeiten, zusammen mit Empfehlungen im Hinblick auf potentielle Studiengänge oder spätere Berufsmöglichkeiten. Die Hochschulen erhalten gleichzeitig eine Bestätigung, dass der Test gemacht wurde.
Hintergrund ist, dass ab 2011 Hochschulen in Deutschland verpflichtende Orientierungsverfahren einführen müssen, die dann Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums sind. Der Online-Test ist nicht verpflichtend, die Hochschulen können auch andere Verfahren wählen. Schon längere Zeit online ist übrigens der Orientierungstest für künftige Lehramtsstudenten. Wer später gerne mal an einem Gymnasium unterrichten möchte, für den ist dieser bereits ab dem kommenden Wintersemester verpflichtend, alle anderen Lehrämter machen ab 2011 damit Bekanntschaft.
Ich selber halte von solchen Tests übrigens überhaupt nichts und bin froh, dass mir so etwas erspart geblieben ist ...
Kategorie: Karriere
Die Bologna-Reform ist in aller Munde und treibt in der bundesweiten Bildungsstreikwoche über 70.000 Menschen auf die Straße. Passend zur derzeitigen Debatte über bessere Bildung und Studienbedingungen, veröffentlicht nun die FernUniversität Hagen ihre Ergebnisse einer Umfrage im vergangenen WS 09/10 zur Umsetzung der Bologna-Prozesse. Und diese zeigt, dass die befragten Bachelor- und Masterstudierenden (ab dem dritten Semester) durchaus hinter dem Konzept stehen.
Zwei Drittel der befragten Studenten nennen, dass sie mit der Betreuung sehr zufrieden sind. Grund hierfür ist z.B., dass bereits 2006 feste Vorgaben für die Modularisierung gemacht wurden, um so Probleme bei der Leistungsbeurteilung und Prüfungsorganisation zu verhindern. Im Hinblick auf die Tatsache, dass 86 Prozent der Befragten berufstätig sind, ermöglicht die verkürzte Studienzeit zudem einen schnelleren Studienabschluss und die Fernstudenten geben an, dass die Studienbedingungen gut zu ihren persönlichen Lebensumständen passen.
Allerdings war die Beteiligung mit 12 Prozent eher gering und zeugt für ein minimales Interesse an der derzeitigen Diskussion. Knapp die Hälfte der befragten Fernstudenten macht die Angabe, die Kritik als überhaupt nicht oder nur bedingt berechtigt zu empfinden. Hinsichtlich der Leistungsanforderungen geht die Meinung von Präsenz- und Fernstudenten ebenfalls auseinander. Letztere gaben in der Befragung an, dass es weder zu viele noch zu schwere Prüfungen gibt.
"Normale Studenten" werden nicht nur bei dieser Aussage die Nase rümpfen und sich fragen, ob nicht entscheidende Unterschiede zwischen Fern- und Präsenzuniversität liegen. Kaum ein Fernstudent wird Erfahrungen damit gemacht haben, wie es ist, in einem überfüllten und stickigem Raum die klausurrelevanten Wortfetzen des Profs mitzuschreiben, der die ganze Zeit gegen das allgegenwärtige Gemurmel anschreit. Auch wird er nie aus einem Kurs rausgeflogen sein, weil zu viele Studenten nicht nur die Fluchtwege blockieren, sondern auch die Prüfungskapazitäten sprengen. Hier gilt in der Regel: Alter vor Schönheit! Um älteren Semestern endlich Zutritt zu den letzten Prüfungen zu gewähren, müssen die Jüngeren noch mal eine Ehrenrunde drehen. Wen wundert es daher, dass Regelstudienzeiten kaum einzuhalten sind und der Traum von einem schnellen Studienabschluss, bereits nach wenigen Semestern, in weite Ferne rückt.
Mein Fazit lautet an dieser Stelle: Entweder studieren wir demnächst alle voller Selbstdisziplin von zu Hause aus oder man sieht sich demnächst wieder auf der Straße, um unserer Stimme Gehör zu verleihen!


