Jeden Tag dasselbe: In der Mittagszeit sind viele Kantinen rappelvoll. Ein lecker Salat, eine Bratwurst oder Pommes, Hauptsache der Magen hört auf zu knurren. Mittlerweile bestimmt aber nicht mehr nur das Essen das Päuschen um zwölf. Vielmehr liegen eine Runde Joggen oder ein kleines Nickerchen voll im Trend.
Denn immer mehr Unternehmen erlauben ihren Mitarbeitern sportliche Aktivitäten – natürlich in Absprache mit dem Vorgesetzten. Dafür brauchen Arbeitnehmer allerdings gute Argumente. "Ideal ist es, mit offenen Karten zu spielen und das eigene Anliegen klar zu vermitteln", erklärt Konfliktexperte Werner Schienle. Denn eines ist klar: Natürlich sorgt der Sport zwischendurch für einen gesunden Ausgleich von den sitzenden Tätigkeiten im Büro.
Darüber hinaus haben auch viele Unternehmen erkannt, dass sich ein kurzes Nickerchen, der so genannte "power nap" positiv auf die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter auswirkt. "Das Nickerchen dauert idealerweise 10 bis 15 Minuten", sagt Jürgen Zulley, Regensburger Schlafforscher. Dies fördert die Kreativität und Konzentrationsfähigkeit. Na dann: "Gute Nacht!"
Dass Geld allein nicht glücklich macht, wissen wir ja bereits. Tatsächlich müssen Harvard-Absolventen auch noch einen Eid auf Rechtschaffenheit schwören. Denn die oft grenzenlose Gier nach Macht und Gewinn war schließlich eines der Gründe für die Entstehung der Wirtschaftskrise. Seit drei Jahren nun legen die Absolventen ein Gelöbnis auf Verantwortung und Ehre ab, um sich von den gierigen Managern abzugrenzen. Denn die Harvard Business School kämpft seit 2009 mit dem angekratzten Ruf, sie hätte einige Verantwortliche der Wirtschaftskrise ausgebildet.
Führungskräfte legen so mehr Wert auf ethische Grundsätze wie Verantwortung, Ehrlichkeit und Anstand. Mittlerweile kommt dieser Trend auch in Deutschland an. An der European Business School in Hessen wurde am Pfingstwochenende der erste Bachelor-Studiengang verabschiedet, bei dessen Zeremonie die Absolventen freiwillig einen Eid auf die Grundsätze des "Ehrbaren Kaufmanns" ablegen konnten. Ein ehrbarer Kaufmann hat ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für das eigene Unternehmen. "Sein Verhalten begründet sich auf Tugenden, die einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg anstreben, ohne dabei die Interessen der Gesellschaft zu verletzen", erklärt Joachim Schwalbach, Wirtschaftsprofessor an der Berliner Humboldt-Universität.
Einige Wirtschaftsexperten sprechen sich aber auch dafür aus, dass die angehenden Führungskräfte und Manager schon bereits während ihres Studiums mit Fragen der Ethik konfrontiert werden sollten. Von den 200 Absolventen der European Business School haben etwa 35 einen Eid geleistet. Ein guter Anfang, den sich andere Hochschulen als Vorbild nehmen sollten.
Smartphones ermöglichen ihren Besitzern den Eintritt in eine vielfältige Welt mit vielfältigen Möglichkeiten. Beim iPhone geht alles besonders schön und besonders einfach. Sobald man herausgefunden hat wie es uns den Alltag erleichtert, macht es süchtig. Im "App-Store" können iPhone Besitzer bekanntlich Programme von Drittanbietern downloaden. Anders als bei gewöhnlichen Smartphones soll hier allerdings kein Wunsch offen bleiben: Autorennspiele, Navigationssysteme, steigende Angebote an Nachrichtenportalen bis hin zur Jobsuche. Wöchentlich erscheinen etwa 10. 000 neue Apps im iTunes Store.
Im Durchschnitt verbringt jeder iPhone-Besitzer am Tag rund 84 Minuten mit seinem Handy. Hinzu kommen weitere 40 Minuten täglich, die für native Anwendungen wie zum Beispiel Spiele und andere Apps anfallen. Das iPhone ist Ratgeber, Universalbegleiter und Geschäftspartner in einem. Auch in Sachen Jobs und Stellenanzeigen rückt das iPhone immer weiter nach vorne.
Mobiles Recruiting heißt dieser neue Trend, den immer mehr Unternehmen für sich entdecken. Stephan Böhm, Professor für Telekommunikation und Mobile Media an der Hochschule RheinMain leitet zusammen mit seinem Kollegen Wolfgang Jäger ein Forschungsprojekt zur mobilen Personalsuche. Weniger als zehn Prozent der befragten Unternehmen bieten eine mobile Version ihrer Karriereseite an. 89 Prozent waren sich jedoch sicher, dass Apps in Zukunft eine wichtigere Rolle für sie spielen werden. Professor Böhm erklärt, dass viele Unternehmen oft vorschnell auf einen Trend anspringen. Gleichzeitig würden die Apps dann nur wenig sinnvolle Inhalte bieten: "Kunden wollen einen nachhaltigen Nutzwert. Eine App, die nur Spielerei ist, weckt zwar zunächst Interesse. Sie wird aber auch schnell wieder gelöscht." Sinnvoller wäre es hingegen, eine App auf die eigene Zielgruppe abzustimmen. "Das bringt langfristig wirtschaftlich mehr, als nur jeden Trend mitzumachen", betont Böhm weiter.
Genau das war Ziel unserer kostenlosen Jobware App, die seit Herbst vergangenen Jahres auf dem Markt ist. Sie bietet dem iPhone und iPad Nutzer keine Spielerei, dafür aber gezielte und auf den User abgestimmte Informationen. Sie ist schnell, übersichtlich und einfach zu bedienen. Neben Suchfunktionen wie Freitextsuche, regionale Eingrenzung, Qualifikation und Berufserfahrung können Ergebnisse in einer Favoritenliste gespeichert und als E-Mail verschickt werden. Bewerber können sich somit immer auf das Wesentliche konzentrieren. Darüber hinaus gibt es eine eigens für das iPad abgestimmte App, die im Gegensatz zu vielen anderen Apps automatisch in voller Größe erscheint. Mittlerweile ist die Jobware App auf Grund ihrer hohen Benutzerzahlen sowohl für Personaler als auch für die App User kaum noch wegzudenken.
Jobs immer und überall suchen können – ist das ist die Zukunft der Stellensuche? Wird diese Form immer notwendiger? Glaubt man den aktuellen Angaben, dürfte sich die Zahl der in Deutschland verkauften iPhone Geräte auf etwa 1 Million belaufen. Weltweit liegen die Verkaufszahlen bei knapp 90 Millionen Geräten, nicht zuletzt wegen ihrer Bedienfreundlichkeit und dem daraus resultierenden Lebensstil-Faktor.
Ob Kellnern, Zeitung austragen oder im Supermarkt an der Kasse stehen und Ware auspacken - wenn ein Minijob nicht mehr reicht, müssen es mehrere gleichzeitig sein. In den USA ist dies völlig normal und auch hier geht der Trend zum sogenannten Multijobber. Die Gründe für mehrere Nebenjobs fallen dabei sehr unterschiedlich aus. Meist zum einen aus finanziellen Gründen, zum anderen aber auch als eine Art Abwechslung zum eigentlichen Beruf.
Rund zwei Millionen Menschen in Deutschland arbeiten zurzeit als Multijobber. Doch wie vielen Nebenjobs kann man nachgehen, um von steuerlich betrachteter Seite keine Einbußen zu haben? "Um auch mit mehreren Jobs in den Genuss der steuerlichen Vorzüge von Minijobs zu kommen, darf das Gesamteinkommen aller geringfügigen Beschäftigungen aber 400 Euro im Monat nicht überschreiten. Bis zu dieser Grenze bleiben alle Jobs versicherungsfrei und werden nicht auf der Lohnsteuerkarte geführt", sagt Christoph Burgmer, Fachanwalt für Arbeitsrecht gegenüber dem ZDF. Ein Minijob ist für Arbeitnehmer in einer festen Stelle aber nur dann erlaubt, wenn die geringfügige Beschäftigung versicherungsfrei bleibt.
Für Anne Köhler sind Multijobs die "flachste Karriereleiter der Welt". Im Interview mit der Zeit spricht sie über ihr Buch "Nichts werden macht auch viel Arbeit. Mein Leben in Nebenjobs". Sie hat trotz abgeschlossenem Germanistikstudium schon viele Nebenjobs gleichzeitig ausprobiert. Die junge Autorin genießt die Abwechslung als Multijobberin – immer wieder neue Menschen und neue Perspektiven. Doch wie lange kann man diesem Stress standhalten? Was ist mit der Altersvorsorge? Sind diese Jobs überhaupt sinnvoll für den Lebenslauf? Ich befürchte, dass man allein schon aus gesundheitlichen Gründen nicht bis ins hohe Alter als Multijobber tätig sein kann. Hinzu kommt auch die oft unangemessene Zahlung, die man so nicht auf Dauer zulassen sollte. In dem Fall lieber nach einer festen Stelle Ausschau halten, Jobware bietet spannende und interessante Jobs mit guten Perspektiven.
Endlich ist der Trend aus England und Amerika auch bei uns angekommen. Auf sogenannten Swap-Partys wird gebrauchte, aber hochwertige Kleidung untereinander getauscht. In New York oder London ist dieses Konzept schon seit längerer Zeit etabliert. Nun gibt es sie auch unter anderem in Hamburg, München und Berlin.
Jeder Swap-Party Besucher geht mit so vielen Kleidungsstücken nach Hause, wie er mitgebracht hat. Natürlich ohne Geld auszugeben. „Eine Swap-Party oder ein Swap-Markt funktioniert in der Regel so, dass man vor dem Event eigene Klamotten zum Veranstalter bringt und dafür sogenannte Swap-Points erhält. Während der Party kann man diese dann gegen Kleidung oder Accessoires eintauschen, die man sich dort aussucht und die von anderen eingereicht wurden“, sagt Jessica Weiss in der Zeitung Unicum, Gründerin des Fashion - Blogs „LesMads“.
Falls Ihr nicht so weit fahren wollt, um an diesem speziellen „Flohmarkt“ teilzunehmen, könnt Ihr eure eigene Swap-Party organisieren. Ladet eure Freunde ein, wascht die Klamotten unbedingt vorher, stellt Kleiderstangen auf und sorgt für eine angenehme Partylocation. Für alle, die die Mode Tausch Fete im großen Stil vorziehen und lieber Gast sind, können hier schauen, wo in nächster Zeit wieder Swap Partys stattfinden.
Stell dir vor, du schlägst Sonntagfrüh beim Frühstück schön die Zeitung auf und dann springen dir bewegte Printanzeigen entgegen. Du befindest dich dann nicht an der Schule für Hexerei, wie Harry Potter und seine Freunde, die bewegte Bilder in ihrer Zauberzeitung haben, sondern in der realen gegenwärtigen Welt.
In Amerika wird diese Zukunftsvision Wirklichkeit, denn ein Fernsehsender will dort im September besondere Ausgaben des Magazins "Entertainment Weekly" herausbringen, um auf eine TV-Serie aufmerksam zu machen. Wer diese Zeitschrift aufschlägt, wird einen 2,7 Millimeter dünnen Mini-Bildschirm, auf dem Werbefilme laufen, vorfinden. Die Bildschirme, mit einer Diagonalen von 5 cm und einem Mini-Lautsprecher, wurden von der US-Firma Americhip entwickelt.
Wie viele Magazine mit diesen bewegten Printanzeigen ausgestattet werden sollen, steht noch nicht ganz fest, aber von tausenden sei schon die Rede. Auch die Kosten der Werbeaktion sind nicht bekannt. Aber ich denke mal, dass der Verbraucher künftig für eine so außergewöhnliche Zeitung drauf legen darf.
Also ich finde diese Entwicklung echt spannend und schon bei den Filmen von Harry Potter habe ich mich gefragt, wann dieser Trend auch bei uns ankommt.
Wie kann das sein? Noch vor wenigen Monaten wurde doch heiß darüber diskutiert, ob mit der Einführung von Studiengebühren nicht die Zahl der Studienanfänger sinken wird. Und jetzt sowas: Das statistische Bundesamt veröffentlichte letzte Woche die Zahlen zum Studienjahr 2008 und überraschenderweise gab es zuvor noch nie so viele Studienanfänger - studieren liegt also im Trend.
Der vorherige Spitzenwert aus dem Jahr 2003 wurde um ganze 2,4 Prozent übertroffen und stieg somit auf rund 386.500 „Erstis“ an. Auch die weibliche Welt der Studenten legte einen ordentlichen Vormarsch hin: Wohingegen 2003 noch 181.800 Frauen angefangen habe zu studieren, starteten 2008 5,8 Prozent mehr Frauen ins Studienleben – 192.300 also. Ihre männlichen Mitstudenten verfehlten ihren Höchstwert aus dem Jahr 2003 um 0,7 Prozent.
Eine brisante Veränderung gibt es auch in Bezug auf die Studienfächer – hier liegt die Fächergruppe Ingenieurwissenschaften ganz weit vorne: Um ganze 9,2 Prozent ist die Anzahl der Studienanfänger nach oben geklettert. Negativ-Stitzenreiter bei den Erstimmatrikulierten sind die Sprach- und Kulturwissenschaftler: Im Gegensatz zu 2003 sank die Zahl um 11,6 Prozent auf 68.000.
Außerdem bemerkenswert ist der Unterschied zwischen den Hochschulen. Wohingegen Fachhochschulen einen Anstieg von 21,5 Prozent im Gegensatz zu 2003 verbuchen können, zählen Universitäten 5,4 Prozent weniger Studienanfänger als 2003.
Jetzt kann man gespannt abwarten, wie sich die Studienzahlen in diesem Jahr entwickeln werden und welche Trends wohl zu verzeichnen sind.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert zur Zeit ein Projekt (ReMoMedia - Recruiting in the Mobile Media) an der Fachhochschule Wiesbaden, das sich mit der Akzeptanz von Recruitinginstrumenten befasst, die auf den Einsatz innovativer Mobile Media-Technologien basieren.
Eine besondere Rolle spielt hierbei die Erkenntnis, dass junge Leute und Professionals heute über ihre Kamera-Handys leichter zu erreichen sind als über ihren PC zu Hause. Dieser Trend wird in den nächsten Jahren sicherlich noch mehr an Bedeutung gewinnen.
Aber auch für Firmen ist diese Erkenntnis von besonderem Interesse. Im Zuge der Globalisierung und des zunehmenden Wettbewerbsdrucks sind sie mehr denn je auf qualifizierte Mitarbeiter angewiesen. Das heißt, dass moderne Unternehmen neue Rekrutierungswege beschreiten müssen, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.
Einer der Leiter des Projektes, Professor Dr. Wolfgang Jäger, prognostiziert, dass in den nächsten 5 Jahren Mobile Recruiting auf einen der vordersten Plätze der erfolgreichsten Rekrutierungswege zu finden sein wird.
Aber was genau wird unter dem Begriff „Mobile Recruiting“ verstanden?
Hierbei handelt es sich um eine elektronisch unterstützte Form der Personalbeschaffung, bei der die Firmen mit potenziellen Bewerbern unter Verwendung von mobilen Endgeräten wie Handys, iPhones oder Blackberrys Kontakt aufnehmen. Der Nutzer kann auf diesem Wege z.B. Stellenangebote, Einladungen zu Bewerbersprechtagen oder die Aufforderung, die unternehmenseigene Bewerbungs-Homepage zu besuchen, erhalten.
Die Handynummern erhalten die Firmen dadurch, dass sie auf der Karriere-Website, auf Messen oder auf sonstigen Veranstaltungen dafür werben, dass man Stellenangebote und sonstige Infos per SMS erhalten kann. Interessierte lassen sich also registrieren und schalten somit diesen Dienst frei.
Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang aber auch der Einsatz von „Mobile Tagging“.
Diese Methode wird bevorzugt in Print-Medien verwendet, um auf weiterführende Informationen im Internet zu verweisen.
Hierbei wird ein Barcode zur optischen Codierung von Informationen verwendet, der mit einem Foto-Handy abfotografiert werden kann. Der Code wird vom Handy decodiert und kommt in Textformat aufs Handy. Für die Übermittlung ist lediglich eine Internet-Verbindung notwendig. Für den Bereich des Personalmarketing bedeutet dies, dass Interessenten gleich einen Zugang zu einem bestimmten Bereich der Firmen-Homepage erhalten oder sich aktuelle Stellenangebote auf dem Handy anzeigen lassen können.
Zur Zeit laufen erste Versuche mit dieser Art des Personalmarketings. Die Firma Volvo-Trucks hat auf der letzten Automobilausstellung in Frankfurt auf diesem Weg Ingenieure gesucht. Des weiteren werden in dem Forschungsprojekt an der FH Wiesbaden weitere Pilotanwendungen vorbereitet. Besonderes Interesse an dieser Form des Personalmarketings haben vor allem größere Firmen, die dem gesamten Thema des E-Recruiting aufgeschlos-sen gegenüber stehen.
Ein absolut interessantes Thema, bei dem man gespannt sein kann, ob sich diese Idee in der Praxis umsetzen lassen wird. Schauen wir also gespannt in die Zukunft und hin und wieder auch auf unser Handy!
Autorin: A. Bennühr
Quelle: remomedia, Bericht im Hamburger Abendblatt vom 3./4. Januar 2009


