Um alle Erwartungen von Personalern zu erfüllen und um dem Tempowahn des deutschen Bildungssystems gerecht zu werden, stehen die Studenten an deutschen Hochschulen unter enormen Stress, mittlerweile werden sie sogar als "akademische Pauschaltouristen" bezeichnet.
Allein der Weg zum Abitur ist sehr hart. Die Schüler werden binnen acht Jahren zur allgemeinen Hochschulreife getrieben. Und falls sie währenddessen ein Jahr ins Ausland möchten, so müssen sie nach Wiederkehr direkt ein komplettes Schuljahr wiederholen. Da vergeht den meisten Schülern bereits die Lust am Reisen und am Kennenlernen anderer Kulturen. Früher hingegen konnten die meisten Schüler zurück in ihre alte Klasse.
Auch im Studium ist es nicht anders: Nach der Umstellung auf Bachelor-Studiengänge ist es bereits nur noch schwer möglich, für zwei Semester ins Ausland zu gehen. Ein Auslandspraktikum muss es da auch tun. So kommen die Absolventen zwar mit einem Durchschnittsalter von 21 raus aus der Uni, haben jedoch nur sehr wenig von der Welt gesehen.
Natürlich wirken diese bildungspolitischen Maßnahmen den sogenannten "Bummel-Studenten" entgegen, weil die Gesellschaft keine 30-jährigen Absolventen, die dann mit 60 in Rente gehen mehr duldet, allerdings haben die jetzigen Studenten kaum Luft zum atmen. Sie können keine neuen Eindrücke mehr sammeln und bilden eine Generation von Getriebenen. Und ob sie den Job mit 21 ausüben wollen, für den sie sich im Alter von 17 schon entscheiden mussten, ist auch fraglich.
Er kann nicht exmatrikuliert werden, obwohl die Semesterzahl sein Alter längst überschreitet. Der 70-jährige Student befindet sich im 108. Semester an der medizinischen Fakultät Kiel. 54 Jahre nun ist der Herr dort schon eingeschrieben. Die Uni Kiel wirbt unter anderem damit, dass sie Studierende während des Studiums begleitet und betreut. Das dürfte bei diesem speziellen Student aber mittlerweile ganz schön schwierig werden.
Beim Staatsexamen gäbe es an dieser Uni keine Regelung, etwa wie bei Diplom -und Magisterstudiengängen, ihn zu zwangsexmatrikulieren. An mehreren anderen deutschen Hochschulen gibt es ähnliche Fälle, also keine Seltenheit. "Es dürfte bildungspolitisch nicht wünschenswert sein, Studierende in extrem hohen Fachsemestern noch länger an den Hochschulen zu halten", betont Frank Kempken, Vize-Präsident der Uni Kiel.
Trotzdem will man von rabiaten Methoden absehen und den "Uni-Opa" nicht einfach so rausschmeißen. Denn Studentenvertreter Patrick Schnepper warnt dabei vor fatalen Folgen. Zwar könnte es Übergangsregelungen geben, doch beim Staatexamen müsste das Land die Gesetze ändern.
Auch ich quälte mich heute Morgen aus dem Bett. Und da war sie wieder, diese eine Frage, die mich täglich beschäftigt: Was soll ich bloß anziehen? Der ganze Schrank ist voll, aber man findet einfach nichts Passendes. Früher war das doch nie ein Problem. Als kleines Kind zog man tagelang die gleichen Klamotten an, bis die Eltern dann irgendwann feststellen mussten, dass die Sachen dreckig sind und stinken.
Allmählich begann man dann damit, sich dem Zwang zu unterwerfen, täglich etwas Neues anziehen zu müssen. Und seit diesem Tag an bezahlen wir Unmengen für Klamotten, der Schrank füllt sich bis kaum noch etwas hinein passt, morgens sind wir ratlos und nach kurzer Zeit entwickelt sich die Kleiderfrage zu einer regelrechten Tortur. Schließlich wollen wir jeden Tag anders aus sehen. Im besten Fall soll es eine Mischung aus Schönheit, Eleganz und etwas Trendigem sein. Kaum erstaunlich, dass wir uns dann so oft nach einem Urlaub in der Sonne sehnen, in dem wir jeden Tag mit dem gleichen Rock, oder den gleichen Shorts zum Strand marschieren und uns keine Sorgen darüber machen, ob es die anderen denn wohl stört. Warum kann es im Beruf und zu Hause nicht genauso einfach sein?
Vor allem bei der Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ist es wichtig, modisch nicht aus dem Rahmen zu fallen. Deshalb sollte sich der Bewerber schon im Vorhinein genau über das Unternehmen informieren, indem er eingeladen ist. Ob eher konservativ und streng oder eher legere und kreativ, die Kleidung sollte anpassungsfähig sein. Doch wie schon gesagt, nicht nur hier stellt sich die Frage aller Fragen.
Welche Kleiderregeln befolgt Ihr in der Uni oder im Job? Gibt es überhaupt welche? Wann hat es bei Euch mit dem "Zwang" angefangen, täglich etwas Neues anziehen zu müssen? Wir sind schon ganz gespannt auf Eure Erfahrungen und Tipps!
Fühlst du dich auch gebeutelt von schlechten PowerPoint-Präsentationen? Und das Woche für Woche, da viele Seminarleiter für einen Schein nun mal Referate verlangen? Ganz zu schweigen von den höchst inspirierenden Präsis, mit denen mancher Prof seine Studenten bombardiert. Da bekommt man manchmal den Eindruck, als hätten sie im Copy&Paste-Verfahren ganze Fachbücher auf einzelne Folien gequetscht.
Präsentationen werden dir in der Uni nicht zum letzten Mal begegnen. Spätestens mit Eintritt ins Berufsleben sollte man einige Grundregeln für das Erstellen guter Präsentationen beherrschen. Bei einigen Kommilitonen habe ich das Gefühl, dass sie noch weit von dieser Erkenntnis entfernt sind. Oder sie finden wild herum fliegende Animationen tatsächlich einfach schick.
Für solche Leute und alle, denen selbst manchmal die Ideen fehlen, ist diese Slideshare-Präsentation die Rettung. Sie behandelt die 5 schockierendsten Design-Fehler und wie man sie vermeidet.
Wer schon immer mal wissen wollte, wie die "eigene" Uni im internationalen Vergleich denn so abschneidet, der kann sich auf der Webseite des britischen Hochschulmagazins "Times Higher Education" ("Times"-Ranking) jetzt darüber informieren. Zu viel erwarten sollte man aber nicht. Die beste deutsche Hochschule ist laut dieser Liste die die TU München auf Platz 54 und generell kann man sagen, dass das aktuelle Hochschul-Ranking (und auch frühere) für europäische Unis eher einem Desaster gleicht. Um die vorderen Pätze streiten sich ausschließlich die Besten aus den USA mit den britischen Elite-Unis. An der Spitze befindet sich dabei unangefochten die Harvard University. Das kommt nicht von Ungefähr, denn wichtig für das Abschneiden der Hochschulen ist der Stand der Forschung. Dafür wird ausgewertet, wie viele Artikel in renommierten internationalen Fachzeitschriften eine Hochschule im Verhältnis zur Zahl ihrer Mitarbeiter veröffentlicht hat. Dass Englisch die Wissenschaftssprache Nummer eins ist, nehmen die Macher dieses Rankings dabei wissend in kauf. Weiterhin entscheidend sind die Einschätzung der Unis durch 9386 Wissenschaftler und gut 3200 Arbeitgeber sowie das Betreuungsverhältnis wissenschaftlicher Mitarbeiter zu Studenten und die Internationalität von Dozenten und Studenten.
Ob solche Rankings sinnvoll sind oder nicht, darüber kann man sich sicher streiten. Ich persönlich hab auch eine Meinung dazu und kann die in einem Wort zusammenfassen: Schwachsinn!
Unsere französischen und englischen "Nachbarn" sind ja immer wieder mal für die ein oder andere interessante Story gut. Jetzt sind die Franzosen mal wieder dran ... In Paris gibt es das sogenannte Speed-Dating jetzt nicht mehr nur für Singles die auf Partnersuche sind, sondern es soll gestressten Eltern dabei helfen einen Babysitter für den plärrenden Nachwuchs zu finden. In Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk der Pariser Uni organisiert die Arbeitsagentur an jeweils drei Tagen im September ein solches Babysitter-Speed-Dating. Die "Vorstellungsgespräche" finden im 10 Minuten Takt statt, so dass die Eltern sich einen Eindruck von möglichst vielen Bewerbern machen können.
Vorbei also die Zeit, in denen man die Kleinanzeigen der Zeitungen durchforsten musste, oder auf gute Tipps von Freunden oder Nachbarn angewiesen war (und dies gilt für beide Seiten!). Einzige Voraussetzung für die Teilnahme der Studenten an diesen Veranstaltungen ist ein Lebenslauf. Das sollte zu machen sein ...
Wer so wie ich beim lernen gerne nebenbei auch mal den Fernseher oder das Radio laufen lässt, der sollte sich laut einer Studie der Stanford Universität in Palo Alto (Kalifornien) besser mal überlegen, ob es nicht in Zukunft auch ohne geht. Wissenschaftler haben für ihre Studie 262 Studenten verschiedene Aufgaben lösen lassen. Was dabei heraus kam, war die Erkenntnis, dass weil die Konzentration fehlt, auch die Leistung beim sogenannten "Multi-Tasking" nachlässt. Die Studenten, die ohne Ablenkung ihre Aufmerksamkeit ganz auf eine Aufgabe richteten, konnten sich danach viel besser an Einzelheiten der Aufgaben erinnern als die, die durch Radio, Internet oder Fernseher abgelenkt waren. Es gehen aber nicht nur wichtige Einzelheiten verloren, die mangelnde Konzentration macht es natürlich auch deutlich schwieriger sich auf neue Aufgaben zu konzentrieren. Tja, das Ergebnis ist vielleicht jetzt nicht allzu überraschend, jedoch gibt es ja eine ganze Menge Studenten, die das Gefühl haben bei laufendem Fernseher oder Radio besser lernen zu können. Vielleicht sollten diese das doch noch mal überdenken und sich vor der nächsten Klausur einfach mal an einen (ruhigen) Tisch in der Uni-Bibliothek setzen. Schaden kann es wohl nicht ...
So, zur Abwechslung mal wieder was neues aus good old England ... Eine tolle Geschichte gibt's heute nämlich in der Online Ausgabe des "Telegraph" zu lesen. Um seinen Bus zur Uni nicht zu verpassen, legte der Student Lawal Balogun vor knapp vier Jahren einen Sprint an den Tag, der anscheinend dermaßen beeindruckend gewesen sein muss, dass eine Sprinttrainerin die ihm dabei zufällig zusah, sofort auf ihn aufmerksam wurde. Die nahm dann schließlich Kontakt zu ihm auf und vermittelte ihn an Clarence Clarrender, einen der renommiertesten Leichtathletik- bzw. Sprinttrainern im Land. Drei Jahre vor Beginn der Olympischen Spiele in London gehört Balogun nun zu den schnellsten Sprintern auf der Insel und macht sich berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme.
Ob's tatsächlich so weit kommt bleibt abzuwarten und etwas skeptisch muss man schon sein. Den Bus, den hat er nämlich verpasst ...


