Die richtige Adresse für Studenten und Absolventen!
Home

Blog

Jobs

Wiki

Kolumne

Job-Quartett











Blog





Artikel-Schlagworte: „Universität“







Jobware hat sich für die Zocker unter Euch etwas ganz Besonderes ausgedacht. Am 18. Oktober startet an der Universität Paderborn unser neues Jobware-Gewinnspiel "Der Bargeldbutton". Und so viel verraten wir schon einmal vorweg: Mit etwas Glück und Geschick könnt Ihr auf einen Schlag 1.000 Euro in bar gewinnen.

Dieses Gewinnspiel wird in nächster Zeit auch an anderen ausgewählten Universitäten und Fachhochschulen stattfinden. Wenn Ihr belastbar und kommunikationsstarke Team-Player seid und zudem einen dicken Hauptgewinn mitnehmen wollt, dann ist "Der Bargeldbutton" genau das Richtige für Euch. Das folgende Video bietet Euch schon einmal einen kleinen Vorgeschmack auf unser Jobware-Gewinnspiel.









studium_unter_18_150x150Zum Wintersemester 2011/12 werden eine halbe Millionen Erstsemester an den deutschen Hochschulen erwartet, so viele wie noch nie zuvor. Gründe hierfür sind, dass in Niedersachsen und Bayern gleich zwei Abiturjahrgänge abgehen, dass durch den Wegfall der Wehrpflicht weitere 50.000 junge Männer an die Unis gespült werden und dass die steigende Zahl von Studenten durchaus politisch gewollt ist - erklärtes Ziel der Bundesregierung ist es, die Akademikerrate von derzeit rund 24 auf 40 Prozent zu erhöhen. Alles in allem wird 2011 also ein absolutes Rekordjahr werden was den Studienbeginn betrifft und das ist noch nicht alles. Bis zu einer Million Studienanfänger zusätzlich werden bis zum Ende des Jahrzehnts erwartet.

Neben der anstehenden Studentenschwemme wird auf die Hochschulen langsam aber sicher eine weitere Herausforderung zukommen, denn durch die Einschulung mit fünf, G8 bzw. Express-Abitur werden immer mehr Minderjährige ein Studium beginnen – z. Zt. sind es lt. Statistischem Bundesamt 761 Minderjährige, die an deutschen Hochschulen eingeschrieben sind. Das hört sich nicht nach besonders viel an aber das Thema wird in Zukunft bildungspolitische Relevanz haben. Zumindest geht davon die Berliner Wissenschaftssenatsverwaltung aus. Zwar könne man noch keine genaue Prognose bezüglich der zukünftigen Anzahl minderjähriger Studierender abgeben, trotzdem rechne man mit kontinuierlich steigenden Zahlen.

Neben der Frage ob das „Hetzen“ durch die einzelnen schulischen Institutionen mit dem Terminus Kindheit zu vereinbaren ist, treten auch ganz profane Probleme auf. Minderjährige sind nicht geschäftsfähig, können sich also z. B. ohne Zustimmung der Eltern weder immatrikulieren noch einen Bibliotheksausweis beantragen. Und wie sieht es aus, wenn nicht-jugendfreie Inhalte Thema einer Lehrveranstaltung sind, sei es nun gewaltverherrlichendes oder pornographisches Material? Weiterhin wird an Universitäten zu verschiedenen Anlässen auch Alkohol ausgeschenkt.

Zusätzlich zu diesen rechtlichen und strukturellen Aspekten kommt auch noch die soziale Komponente. Seit das Alter für die Einschulung vorverlegt wurde, startet manche Schullaufbahn bereits mit fünfeinhalb Jahren. In Kombination mit der Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre ("G8") führt das zu durchschnittlich 17-jährigen Erstsemestern. Dann gibt es auch Schüler, die ein oder zwei Klassen überspringen. Das bedeutet, dass bereits mit 15 oder 16 Jahren ein Studium aufgenommen wird. Fällt es 15-, 16-Jährigen schwerer, sozialen Anschluss an die älteren Kommilitonen zu finden, obwohl sie als Hochbegabte auch im sozialen Bereich eine Tick besser als die anderen sind? Können Spätpubertierende im Zuge einer Medizinerausbildung so ohne weiteres am Krankenbett eines Patienten stehen? Weiterhin erfordert z. B. die kritische Auseinandersetzung mit bestimmten Themen der Geistes- und Sozialwissenschaften eine gewisse Reife der Persönlichkeit.

Werden demnächst die Hochschulen Erziehungsaufgaben übernehmen? Bisher verstehen sich deutsche Hochschulen als Orte der Erwachsenenbildung. Sozialpädagogische Unterstützung und strukturelle Maßnahmepakete für sehr junge Leute sind bisher Fehlanzeige im Gegensatz zu britischen oder US-amerikanischen Universitäten, die auf Minderjährige Studierende von betreuten Wohnheimen bis zu altersspezifischen Sportprogrammen ausgerichtet sind. Es bleibt abzuwarten inwiefern die deutschen Hochschulen in Zukunft Aufgaben der Schule übernehmen werden.







Wo soll ich studieren? Eine Werbekampagne soll den Osten attraktiver für Studis machenMomentan beschäftigen sich wohl die meisten Abiturienten mit der Planung ihrer Zukunft. Ja, es ist schon schwer genug, überhaupt herauszufinden, WAS man studieren soll. Nicht viel unbedeutender ist aber auch die Entscheidung über das WO. Soll's eine beschauliche Studentenstadt oder Großstadt sein? Möchte ich in der Nähe meiner Heimatstadt bleiben oder lieber weiter weg ziehen? Könnte ich mir vielleicht sogar vorstellen, für das Studium nach Ostdeutschland zu gehen?

Trotz guter Studienbedingungen, niedriger Lebensunterhaltungskosten und der Möglichkeit, auch mal den eigenen Horizont zu erweitern (denn viele Westdeutsche sehen den Osten noch immer als Ausland an), entscheiden sich leider wenige Studienanfänger für ein Studium im Osten. Es geht außerdem einfach nicht, dass 16- bis 24-Jährige mit den neuen Bundesländern noch immer hauptsächlich Adjektive wie "marode", "altmodisch", und "grau" in Verbindung bringen. Aus diesem Grund rühren Bund und Länder nun die Werbetrommel – mit der Kampagne "Studieren in Fernost".

In Auftrag gegeben haben die Kampagne die Kultus- und Wirtschaftsminister der Länder Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt, ausgedacht haben sie sich dann die kreativen Köpfe der Werbeagentur Scholz & Friends. Diese Aktion findet aber auch ganz im Sinne der westdeutschen Studienstandorte statt, die angesichts des doppelten Abiturjahrgangs und dem Wegfall der Wehrpflicht Entlastung dringend benötigen.

Wer also einem Studium im Osten nicht ganz abgeneigt ist, sollte sich mal auf der Kampagnen-Homepage umsehen, die neben Statements von Ost-Studierenden auch jede Menge Informationen zu den einzelnen Hochschulen und Studiengängen sowie Freizeittipps bereithält. Sehr überzeugend finde ich schon mal, dass Studierende im Osten generell zufriedener mit den Studienbedingungen sind, als deren Kollegen in Westdeutschland: Das Hochschul-Informations-System fand bei einer Umfrage heraus, dass 66 Prozent der Studierenden in Ostdeutschland zufrieden bis sehr zufrieden sind. Im Westen finden das nur 55 Prozent. Also, liebe unentschlossenen Abiturienten: Auf in den nahen Osten!







siegertreppeHarvard, Princeton, Yale, Cambridge, Oxford … im internationalen Vergleich liegen diese Universitäten immer auf den vordersten Plätzen. So hat auch dieses Jahr das britische Wochenmagazin Times Higher Education das "Times Higher Education World University Ranking" veröffentlicht, eines der renommiertesten Hochschul-Rankings der Welt und natürlich sind die Universitäten der Ivy-League sowie die englischen Schwergewichte unter den Top Ten zu finden. Nun mag sich ein normal sterblicher deutscher Schulabgänger denken: „Gut und schön, ich möchte zwar studieren aber was geht mich das an?“ Selbst wenn man zu einem Auslandsstudium bereit wäre, sind allein schon die immensen Studiengebühren der Elite-Unis eine schier unüberwindbare Hürde. Fahranfänger haben als erstes Auto auch selten einen Porsche.

Trotzdem gibt das Interview der Süddeutschen Zeitung mit Phil Baty, dem leitenden Redakteur der Times Higher Education, einige interessante Ansätze wie ein Ranking einzuordnen ist. Da wären zum einen die eigentlichen Adressaten. Baty nennt hier das akademische Personal, Wissenschaftler an Universitäten sollen über Karrieremöglichkeiten an anderen Hochschulen und mögliche Forschungspartner informiert werde. Es geht also vor allem um Arbeitsbedingungen des Personals – Studenten Fehlanzeige. Weiterhin führt er an, dass solche Rankings eine politische Dimension erreicht haben. Regierungen und Investoren wollen wissen welche Forschung wo führend ist. Elite-Unis stehen für Innovation und Fortschritt, millionenschwere Investitionen werden anhand von Hochschulrankings getätigt.

Wirklich interessant ist die Aussage, dass Rankings nicht objektiv sind und es auch gar nicht sein können. Allein die Auswahl der Bewertungskriterien ist rein subjektiv. An der Endnote des "Times Higher Education World University Ranking" z. B. fließen zu jeweils 30 Prozent Forschung und Lehre ein, 32,5 Prozent machen die Zitation von wissenschaftlichen Arbeiten der entsprechenden Uni aus, 2,5 Prozent der Anteil von Fördergeldern der Wirtschaft und fünf Prozent die internationale Vielfalt von Studenten und Lehrpersonal. Andere wichtige Kriterien wie Lernumfeld und Lernqualität der Studenten können aufgrund der schwierigen Messbarkeit nicht berücksichtigt werden ebenso der Einfluss der Uni auf das Leben der Studenten. Deshalb ist es unerlässlich sich individuell Informationen über die Universität zu beschaffen – da kommt auch unser Schulabgänger wieder ins Spiel: Er wird sich wahrscheinlich an einer deutschen Hochschule einschreiben und für diese gibt es natürlich auch Rankings. Anhand dieser wird er sich wohl orientieren allerdings sollte er sie auch nicht überbewerten. Vielmehr sollte er sich über das konkrete Fach, den Lehrstuhl, die zukünftigen Professoren und das studentische Umfeld informieren. Denn das haben alle Hochschulen gemeinsam, ob nun Elite oder nicht, allein der Student entscheidet ob er sich dort wohlfühlt oder nicht.

Die Top Ten des “Times Higher Education World University Ranking” machen die üblichen Verdächtigen aus den USA und Großbritannien unter sich aus. Die erste deutschsprachige Universität ist die ETH Zürich auf Platz 15, die erste deutsche Hochschule die Uni Göttingen (Platz 43). Das komplette Ranking findet Ihr hier.

Times Higher Education World University Ranking 2010 - Top 200

1. Harvard University - USA
2. California Institute of Technology - USA
3. Massachusetts Institute of Technology - USA
4. Stanford University - USA
5. Princeton University - USA
6. University of Cambridge - GB
6. University of Oxford - GB
8. University of California Berkeley - USA
9. Imperial College London - GB
10. Yale University - USA
⋅⋅⋅
43. Georg-August-Universität Göttingen
⋅⋅⋅
61. Ludwig-Maximilians-Universität München
⋅⋅⋅
83. Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
⋅⋅⋅
101. Technische Universität München
⋅⋅⋅
132. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
⋅⋅⋅
168. Julius-Maximilians-Universität Würzburg
⋅⋅⋅
172. Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
173. Universität Bielefeld
⋅⋅⋅
178. Humboldt-Universität zu Berlin
178. Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
⋅⋅⋅
182. RWTH Aachen
⋅⋅⋅
186. Universität Konstanz
187. Karlsruher Institut für Technologie
⋅⋅⋅
189. Eberhard Karls Universität Tübingen








horsaalEgal ob Fremdsprachenkenntnisse oder Schullaufbahn – laut einer aktuellen Umfrage der Zeitschrift Wirtschaftswoche achten Personaler scheinbar genau darauf, von welcher Hochschule ein Bewerber kommt. Ein Abschluss an der Technischen Hochschule Aachen ist demnach am beliebtesten.

Informatiker und Ingenieure erhalten dort eine erstklassige Ausbildung. Im Bereich Maschinenbau ist die RWTH Aachen mit weitem Abstand eine der Top-Adressen, denn laut dieser Umfrage vertreten etwa 70 Prozent der Personaler die Meinung, dass Aachen die besten Nachwuchs-Maschinenbauer ausbildet. Auch Absolventen der Universität Mannheim im Fach Betriebswirtschaftslehre sind heiß begehrt. Neben Mannheim erreichten auch die Universitäten in Frankfurt am Main, Münster und Köln sowie die Ludwig-Maximilians-Universität hohe Punktzahlen.

Wer jedoch keine dieser Hochschulen besucht, sollte den Kopf nicht in den Sand stecken, schließlich kommt es auch auf die Persönlichkeit des einzelnen Bewerbers an. Rund 87 Prozent der Personalchefs achten auf diesen Gewichtspunkt, ebenso wie Soft Skills und Praxiserfahrungen.







KarrieremotorDie Guttenberg-Debatte scheint wohl ausgestanden. Der Bundesverteidigungsminister ist in Folge der Plagiatsvorwürfe gegenüber seiner Doktorarbeit zurückgetreten. Vorher hatte er bereits seinen Doktortitel niedergelegt und dieser wurde auch von der Universität Bayreuth offiziell wieder eingezogen. Ziemlich viel Ärger wegen einem akademischen Grad, man fragt sich also warum? Was bedeutet ein Doktortitel tatsächlich und vor allem, was bringt er?

Eine Promotion vermittelt nach außen eine bestimmte Botschaft: Kompetenz, Vertrauenswürdigkeit und Ausdauer. Die zwei Buchstaben vor dem Namen lassen einen also in einem ganz anderen Licht erscheinen, sie schaffen ein Bild von Elite und wirken deshalb auch als Karrieremotor.

Die FAZ bezeichnet ihn als „Karrierekatalysator“, sowohl in Politik wie auch in der Wirtschaft. Knapp jeder fünfte Bundestagsabgeordnete hat promoviert (115 von 622), neun (Karl-Theodor zu Guttenberg nicht eingerechnet) von 16 Mitgliedern des Bundeskabinetts führen eine Doktortitel. Was für die Politik recht ist, ist für die Wirtschaft billig. Aufstiegs- und Gehaltsperspektiven sind in der Wirtschaft eng mit einem Doktortitel verbunden. So führt in den Chefetagen deutscher Unternehmen jeder zweite Manager einen Doktortitel.

Etwa 25.000 neue Doktoren kommen in Deutschland jedes Jahr neu dazu, wovon nur einer von zehn eine wissenschaftliche Karriere anstrebt (in Wissenschaft und Forschung sowie in der Medizin ist die Promotion ein Muss für höhere Positionen). Der Rest entscheidet sich für die Wirtschaft. Der Spiegel fragt deshalb, was der Titel noch wert sei. An den Universitäten gibt es inzwischen schon Bedenken – man fürchtet, das Ansehen der akademischen Grade könnte durch die „Flut“ der Karrieredoktoren Schaden nehmen.

Die Sorge ist durchaus zu verstehen, denn es geht weniger um den Nachweis wissenschaftlicher Fähigkeiten als vielmehr um gesteigertes Sozialprestige, bessere Aufstiegsmöglichkeiten sowie mehr Gehalt. So kann einer Studie der Personalberatung Kienbaum zufolge, das Anfangsgehalt für einen Hochschulabsolventen mit Promotion um bis zu 15.000 Euro höher liegen als das eines Absolventen mit einfachem Hochschulabschluss. Und auch sonst liegt das Durchschnittsgehalt eines promovierten Mitarbeiters höher, als das seiner Kollegen ohne Doktortitel.

Der Spiegel führt weiter an, dass dadurch auch der Druck auf die Hochschulabsolventen steigt aus der Masse der Bewerber hervorzustechen. Zu einem qualifizierten Bewerber gehört inzwischen oftmals auch der Doktortitel. Vielleicht trägt der „Karrierekatalysator“ Promotion wirklich zu einem laxeren Umgang mit Fach- und Formvorschriften für den Titelerwerb bei. In Zeiten von Google ist das „Zusammenbauen“ einer wissenschaftlichen Arbeit per copy-and-paste wesentlich einfacher geworden. Deshalb hat der Deutsche Hochschulverband, die Vertretung der deutschen Wissenschaftler, im vergangenen Jahr extra eine Resolution "Wider das Plagiatsunwesen" verabschiedet, in der ein Verhaltenskodex gefordert wird.

Fakt ist, dass in Zukunft – auch in Hinblick auf die Guttenberg-Debatte – die Universitäten wohl einen noch genaueren Blick auf wissenschaftliche Arbeiten werfen werden.







detektiv_lupe Was bereits im Dezember letzten Jahres bekannt wurde ist jetzt amtlich: Simon Brenner, wie er sich bei seinen Kommilitonen vorstellte, war ein LKA-Spitzel, der im Auftrag der Polizei die linksextreme Szene in Heidelberg ausspionieren sollte. Er verschaffte sich Zugang zu einer linken Hochschulgruppe und berichtete neun Monate lang an die Polizei. Er war vorschriftsmäßig für die Fächer Germanistik und Ethnologie eingeschrieben und nahm an regelmäßigen Treffen der Gruppe teil. Klingt nach einer Story, wie aus einem ARD-Krimi.

Und wie es in einem guten Krimi nun mal so ist, flog die ganze Geschichte durch einen dummen Zufall auf. Angeblich wurde dem V-Mann auf einer Uni-Party eine ehemalige Urlaubsbekanntschaft zum Verhängnis, die ihn wiedererkannte und ihn natürlich auf seine Polizeikarriere ansprach. Dumm nur, dass davon natürlich seine „Freunde“ aus der Szene Wind bekamen und ihn prompt zur Rede stellten. Nach seinem Geständnis, tauchte „Simon Brenner“ unter.

Die Studenten fühlen sich betrogen und klagen die Methoden des Landeskriminalamtes an. Neben der großen persönlichen Enttäuschung, seien die Studenten vor allem geschockt, wie stark die Polizei in ihr persönliches Leben eingegriffen habe. Schließlich hätten sie den V-Mann auch zu sich nach Hause eingeladen und ihm persönliche Dinge anvertraut. Das LKA wiederum verteidigte sein Vorgehen mit der Begründung, man habe „Straftaten mit erheblicher Bedeutung vorbeugen“ wollen. Sowohl die Opposition der Landesregierung, als auch die betroffenen Studenten fordern nun eine Erklärung und wollen prüfen lassen, ob das Vorgehen rechtmäßig war.







taxi-150x150Welches Bild verbindet man eher mit einem Geisteswissenschaftler? Einen Manager mit Anzug, Koffer und BlackBerry oder einen Taxifahrer am Bahnhof? Die meisten werden an den Taxifahrer denken und auch viele Studierende der Geisteswissenschaften sehen sich in der Zukunft eher selbst als Droschkenkutscher oder "Hartz IV"-Kandidaten. Dabei besteht in der Wirtschaft durchaus Bedarf an Geisteswissenschaftlern. Ihr breites Wissen, ihre soziale Kompetenz und die Fähigkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen, machen Historiker, Philosophen, Soziologen und Co. besonders für global tätige Unternehmen attraktiv. Sie arbeiten vor allem dort, wo analytische und kommunikative Fähigkeiten gefragt sind: im Marketing, Personalwesen sowie in der Öffentlichkeitsarbeit.

Allerdings werden Geisteswissenschaftler in Deutschland auf diese Bereiche beschränkt. Hier zählt in erster Linie die fachliche Ausbildung - ganz im Gegensatz zu Großbritannien, wo Quereinsteiger als Finanzberater oder Vorstandschefs durchaus normal sind. Geisteswissenschaftler in der Wirtschaft oder im Öffentlichen Dienst haben auf der Insel eine lange Tradition, dort achtet man stärker auf die Persönlichkeit. Jedoch allen "Soft Skills" zum Trotz ist ein guter Abschluss auch in Großbritannien die beste Voraussetzung für solche Karrieren.

Lediglich drei der 184 Top-Manager aus den 30 Vorständen der DAX-Konzerne haben ein geisteswissenschaftliches Fach studiert, allerdings in Kombination mit Rechtswissenschaften und VWL. Warum in Deutschland kein einziger reiner Geisteswissenschaftler in einer Top-Managementposition zu finden ist, liegt nicht allein an der Unflexibilität der Unternehmen. Auch die Geisteswissenschaftler selbst tragen ihren Teil dazu bei. Ludger Heidbrink, selber Philosoph und Direktor des Center of Responsibility Research des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), macht im Spiegel an ihnen eine gravierende Skepsis gegenüber der Wirtschaftswelt aus. Viele verwehren sich durch Vorurteile oder ihrer idealistischen Einstellung wegen einen Weg in die Wirtschaft. Kurzum: sie sind oft nicht an einer Wirtschaftskarriere interessiert. Geisteswissenschaftler werden in Deutschland also beschränkt - und beschränken sich selbst. Ein Denkfehler?

Diese Einstellung könnte sich ändern, wenn an philologischen und kulturwissenschaftlichen Fakultäten mehr wirtschaftswissenschaftliche Inhalte vermittelt würden und die Absolventen somit für Unternehmen attraktiver ausgebildet würden. Christoph Anz, promovierter Historiker und bei BMW im Personalwesen tätig, sieht dies als richtigen Weg: "Absolventen geisteswissenschaftlicher Studiengänge haben häufig kein Verständnis für die Welt der Unternehmen und dafür, wie es in der Wirtschaft zugeht, wie eine Firma funktioniert." Jedoch ändert sich an deutschen Universitäten in dieser Hinsicht wenig. Umgekehrt passiert ebenfalls nicht viel, Wirtschaftsethik z. B. gilt für viele Studenten der Wirtschaftswissenschaften als "Laberfach".

Viele Top-Manager, die entscheidend zur Wirtschaftskrise beitrugen, handelten unter der Prämisse "viel Gewinn, aber wenig Verantwortung". Viele der Entscheidungen, die zur Krise geführt haben, wurden ethisch wenig bis gar nicht reflektiert. Idealistisch-ethisch geprägtes Führungspersonal hätte andere Entscheidungen getroffen und die Krise in dieser Form verhindern können. Eine provokante These, aber die Tatsache, dass Nachhaltigkeit und Ethik als Themen in der Wirtschaft immer wichtiger werden und Geisteswissenschaftler mit ihrer Fähigkeit querzudenken für zukünftige Führungspositionen prädestiniert sind, lassen Rückschlüsse zu, dass sie nicht ganz abwegig ist. Umdenken ist also gefordert und sowohl die Geisteswissenschaftler als auch die Wirtschaft könnten davon profitieren.

































Talentfreiheit
Ja, ich weiß, überall wird darüber berichtet ...













www.go-jobware.de - die richtige Adresse für Studenten und Absolventen!

Über uns | Kontakt | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | AGB | Impressum | Sitemap