Es ist mal wieder soweit: Die großen Ferien haben angefangen und die bringen für diejenigen, die zu Hause bleiben, allerhand unangenehme Nebeneffekte mit sich. Da wären zum einen die kilometerlangen Staus, denen man eigentlich gar nicht entkommen kann und so werden nicht nur Urlauber, sondern auch Unbeteiligte und Ahnungslose mit hineingezogen. Genauso wie bei den plötzlich gestiegenen Benzinpreisen, die natürlich völlig unabhängig vom Ferienbeginn wieder in die Höhe geschossen sind.
Wenn man selber nicht in den Urlaub fährt, ist es wirklich nicht schön. Natürlich spricht da auch ein bisschen der Neid aus mir. Mal ganz abgesehen davon, dass ich schon lange keine großen Ferien mehr hatte. Aber langsam nerven mich die gut gelaunten Urlauber, die einen mit ihren geschmierten Broten für die Fahrt und ihren Gummibällen und Luftmatratzen im Kofferraum einen im Stau freundlich angrinsen. Die haben gut lachen, schließlich liegen sie spätestens am nächsten Tag am Strand oder wandern gut gelaunt durch die Berge, während der Rest von uns am nächsten Tag höchstens auf dem eigenen Balkon liegen kann. Naja, ein schweres Los haben wir Nicht-Urlauber da gezogen. Aber es freut mich, wenn ich weiß, dass auch die großen Ferien irgendwann vorbei sind und ich mich dann über die Semesterferien freuen kann. Ich sag nur: 2 Monate.
Jetzt steht er fest: Der Gewinner des besten Jobs der Welt. Ben Southall heißt der Glückliche und arbeitet als Spendenorganisator für Wohltätigkeits-Organisationen. Sechs Monate darf er in einem Luxus-Appartment mit eigenem Swimmingpool wohnen und von dort aus in einen Blog berichten, was er bei seinen Insel-Touren am Great Barrier Reef alles erlebt, um die Inseln des Riffs weltweit bekannter zu machen.
In seinem Bewerbungsvideo sprang der 34-Jährige Engländer ins eiskalte Wasser und zählt Bungee-Springen, Tauchen und das Reiten auf dem Vogelstrauß zu seinen Hobbys. Damit setzte er sich gegen rund 35.000 Bewerber aus aller Welt durch, unter denen auch die 28-Jährige deutsche Studentin aus Erlangen war. „Ich habe ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich eine Chance hätte“, sagte der 34-Jährige, der ab dem 1. Juli seinen neuen Arbeitsplatz für 6 Monate antreten darf.
Und um alle noch ein bisschen neidischer zu machen, sollte vielleicht noch mal erwähnt werden, dass das Ganze keine ehrenamtliche Tätigkeit ist, sondern eine Entlohnung von umgerechnet 80.000 Euro winkt. Auch die Tourismusbehörde von Queensland kann sich als Gewinner sehen, denn die Werbekampagne traf voll ins Schwarze. Mit einem Budget von etwa 940.000 Euro hatte sich eine beauftragte Werbeagentur die Kampagne ausgedacht und damit eine Bewerberflut ausgelöst. Marketingexperten errechneten, dass rund 80 Millionen Euro notwendig gewesen wären um eine ähnliche Aufmerksamkeit zu bekommen.
Es ist ja schon eine Weile her, dass man sich als Insel-Ranger für den besten Job der Welt am Great Barrier Reef bewerben konnte. 35.000 Bewerber gab es auf diesen außergewöhnlichen und gut bezahlten Arbeitsplatz am anderen Ende der Welt.
Nun stehen die 16 Finalisten fest. Unter ihnen auch die Deutsche Mirjam Novak. Die 28-jährige Studentin aus Erlangen hat das Glück mit den anderen 15 Finalisten Anfang Mai ihre Reise nach Australien antreten zu dürfen. Ihre Konkurrenz kommt aus allen Teilen der Erde: Unter den anderen Kandidaten sind ein indischer Radio-DJ, eine niederländische Fotografin und eine japanische Rezeptionistin.
Die Bewerbungsvideos der Finalisten kann man sich auf islandreefjob.com ansehen. Darunter finden sich ein paar wirklich sehenswerte und kreative Videos. Und wir dürfen gespannt sein, wer von ihnen am 6. Mai als neuer Insel-Ranger gekürt wird.


