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Artikel-Schlagworte: „Vorstellungsgespräch“







Mit Geschichten überzeugen - Storytelling im VorstellungesprächWie überzeuge ich die Personaler im Vorstellungsgespräch? Vielen Absolventen ist bewusst, dass sie nicht nur einfach ihre Fähigkeiten aufzählen sollen, nach dem Motto "Ich bin kreativ, teamfähig und belastbar." Derartige Aussagen müssen erst einmal bewiesen werden, damit sie den Personaler wirklich überzeugen – man muss zeigen, dass man seine Soft Skills bereits erfolgreich in der Vergangenheit angewendet hat. Das machst du am effektivsten mit Geschichten, die deine Beispiele besser strukturieren und veranschaulichen. Storytelling wird häufig in der Werbung verwendet, warum soll es also nicht auch bei der eigenen BEwerbung helfen? Die Kommunikationsexpertin Sigrid Hauer weiß: "Geschichten verknüpfen Fakten mit Emotionen. Je ausführlicher man das, was man anderen vermitteln will, ausmalt, umso mehr Kraft entwickelt eine Geschichte."

"Nennen Sie eine Situation, in der Sie einen Konflikt lösen mussten." "Was war Ihre schwerste Entscheidung bisher?" So oder so ähnlich hören sich Verhaltensfragen im Vorstellungsgespräch an. Der Fragende will damit nicht nur herausfinden, wie du dich in einer Situation verhalten hast. Er leitet davon ab, wie du in Zukunft mit Problemen am Arbeitsplatz umgehen würdest. Diese Fragen sind also optimal, um die Technik des Geschichtenerzählens anzuwenden. Auch Fragen, die nicht auf eine konkrete Situation abzielen, bieten Gelegenheit, um Beispiele in einer kurzen Erzählung zu verpacken:
  • Wie motivieren Sie sich?
  • Wie reagieren Sie auf Stress?
  • Wie gehen Sie mit Veränderungen / Kritik / schwierigen Kollegen um?


  • Bewaffne dich also vor einem Vorstellungsgespräch mit fünf bis sechs persönlichen Erfahrungen und Erfolgen, die du gut in Geschichten umformen kannst. Werde dir auch bewusst über den optimalen Aufbau deiner Story: Springe nicht direkt in die Situation, die du beschreiben willst. Der Zuhörer braucht einen Kontext. Wo und wann ist das Ganze passiert? In einer Gruppenarbeit oder im Praktikum? Wer war involviert? Danach kannst du erst auf deine eigene Rolle eingehen, also von deinen Aufgaben und Verantwortlichkeiten in der Situation berichten. Was war das Problem und wie bist du damit umgegangen? Gehe zum Schluss dann explizit auf die Ergebnisse ein. Wurden deine Konzepte im Unternehmen umgesetzt? Was hast du daraus gelernt oder wie würdest du in Zukunft anders an die Situation herangehen? Diesen letzten sehr wichtigen Schritt vergessen leider die meisten. Dabei zeigt er dem Personaler noch einmal ganz deutlich deine Fähigkeit zur kritischen Selbstreflektion.







    studentin_nachdenklich"Was wissen Sie über unser Unternehmen?" Eine gefürchtete Frage, die bei einigen Absolventen mit dem Bedürfnis einhergeht, die gesamte Firmengeschichte auswendig zu lernen. Der Personaler, der euch interviewt, kennt diese schon zur Genüge – und will sie ganz sicher nicht ein hundertstes Mal hören. Er möchte so nur testen, wie viel euch an seinem Unternehmen liegt. Laut der HR-Spezialistin Gerti Puschitz reicht es daher aus, sich wichtige Eckdaten des Unternehmens einzuprägen und schlaue Fragen für das Vorstellungsgespräch vorzubereiten. Noch wichtiger ist es dann, Experte in eigener Sache zu werden, denn der Personaler will hauptsächlich etwas über den Bewerber selbst erfahren!

    Befasst euch bei der Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch also möglichst intensiv mit eurem Werdegang. Ja, ich weiß, ihr wart von Geburt an dabei und denkt, dass ihr die wichtigsten Stationen im Schlaf herbeten könnt. Ganz so einfach ist es aber nicht: Ihr müsst in der Lage sein, flüssig zu reden und auch Lücken oder ungewöhnliche Karriereschritte erklären zu können. Wer stockend über seine Zukunftspläne berichtet oder gar keine hat, hinterlässt sofort einen schlechten Eindruck. Ein guter Tipp ist es auch, sich noch einmal die Kernpunkte und das Fazit seiner Abschlussarbeit zu Gemüte zu ziehen. Vor allem, wer ein schwieriges Thema verständlich in wenigen Sätzen erklären kann, sammelt Pluspunkte.

    Also los geht's und noch mal den eigenen Lebenslauf gebüffelt, bevor es ernst wird. Weitere nützliche Tipps findet ihr wie immer in unserem Bewerbungs-Wiki.







    studentin_zeitung_lesenSuchen Unternehmen eigentlich Absolventen, die extrem viel Ahnung in ihrem Fachgebiet haben oder eher Generalisten mit einem breiten Allgemeinwissen? Natürlich gibt es Berufe, zum Beispiel in der IT-Branche, bei denen Bewerber vor allem in ihrem Bereich Ahnung haben müssen. Aber auch sie sollten in der Lage sein, über den eigenen Tellerrand zu blicken – denn Fachidioten will kein Unternehmen.

    Besonders wichtig ist ein breites Allgemeinwissen bei Dienstleistungs- oder Beratungsberufen, also dort, wo viel Kundenkontakt herrscht. Und nicht nur dort lauert die Falle im Vorstellungsgespräch. Wenn man wirklich mal keine Ahnung hat, kann man das ruhig zugeben, denn einen Bluff erkennen erfahrene Personaler sofort. Es geht ihnen auch nicht immer um eine exakt richtige Antwort, sondern darum, die Reaktion des Bewerbers zu testen. Sicher fragen einen nicht alle Personaler über geografische oder politische Fakten aus und haben einen vorgefertigten Fragebogen. Trotzdem sollte man gut vorbereitet sein, Allgemeinbildung erweitert schließlich auch den eigenen Horizont.

    Das Problem: Gerade in Zeiten von Bologna können Studenten sich nicht treiben lassen und bekommen durch den starken Leistungsdruck schnell den Tunnelblick. Wir raten daher vor allem Bachelor-Studenten, Lesen zu einer täglichen Priorität zu machen, seien es Tageszeitungen, Magazine oder gar Belletristik. Auch mir fällt es zugegebenermaßen schwer, zwischen Seminartexten, Hausarbeiten-Lektüre und Vorlesungsfolien immer Zeit und Motivation für Tageszeitungen zu finden. Aber mal ganz ehrlich, wenn man wirklich will, tut auch ein gelegentlicher Blick auf Spiegel-Online nicht weh …







    schwierige-zeitenDank der Krise zeigt sich auf dem Arbeitsmarkt im Moment folgendes Problem: Bewerber müssen sich bei weniger Auswahl einer größeren Konkurrenz stellen. Wer wie ich angesichts dieser Tatsache gar nicht an die Bewerbungsphase nach dem Studium denken mag, dem sei das Buch „Bewerben in schwierigen Zeiten“ von A. Jacoby und F. Vollmers ans Herz gelegt.

    Es gilt, trotz kleinerem Angebot offene Stellen zu finden, die das eigene Profil möglichst passgenau abdecken – nur dort hat man die größten Chancen zu punkten. Wo aber kann ich suchen und wie bekomme ich den Job dann? Diese Fragen beantworten die Experten ausführlich und lassen immer wieder Personalverantwortliche zu Wort kommen. Sie erklären zum Beispiel das enorme Erfolgspotential von Initiativbewerbungen und wie man versteckte Stellen bei den Unternehmen aufspüren kann. Daneben geben die Autoren nützliche Tipps zur erfolgreichen telefonischen Kontaktaufnahme mit dem Arbeitgeber und beleuchten ausführlich die Besonderheiten von Papiermappen und Online-Bewerbung. Besonders überzeugt haben mich die Ausführungen zum Vorstellungsgespräch – mit Vorbereitungstipps, Erklärungen zu den häufigsten Interviewfragen und Hinweisen zur Gehaltsverhandlung.

    Fazit: „Bewerben in schwierigen Zeiten“ beschreibt alle Aspekte der Bewerbungsphase und hinterfragt kritisch, was wirklich sinnvoll ist. Dieses Gesamtpaket ist sicher nicht nur in Krisenzeiten hilfreich.







    babysitterin Unsere französischen und englischen "Nachbarn" sind ja immer wieder mal für die ein oder andere interessante Story gut. Jetzt sind die Franzosen mal wieder dran ...

    In Paris gibt es das sogenannte Speed-Dating jetzt nicht mehr nur für Singles die auf Partnersuche sind, sondern es soll gestressten Eltern dabei helfen einen Babysitter für den plärrenden Nachwuchs zu finden. In Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk der Pariser Uni organisiert die Arbeitsagentur an jeweils drei Tagen im September ein solches Babysitter-Speed-Dating. Die "Vorstellungsgespräche" finden im 10 Minuten Takt statt, so dass die Eltern sich einen Eindruck von möglichst vielen Bewerbern machen können.

    Vorbei also die Zeit, in denen man die Kleinanzeigen der Zeitungen durchforsten musste, oder auf gute Tipps von Freunden oder Nachbarn angewiesen war (und dies gilt für beide Seiten!). Einzige Voraussetzung für die Teilnahme der Studenten an diesen Veranstaltungen ist ein Lebenslauf. Das sollte zu machen sein ...







    Endlich, diese Woche hatte ich die beiden Vorstellungsgespräche.
    Fangen wir mal beim ersten Gespräch an, welches im übrigen ein totaler Flop war. Richtig, es war das Gespräch bei der Zeitarbeitsfirma. Was ich bisher in den Medien über diese Branche mitbekommen habe, kann ich durch dieses Gespräch ganz und gar bestätigen. Mein primäres Gefühl war, dass es bei diesem Gespräch nur darum ging, mein Profil zu erfassen. Der s. g. „Personalberater“ hatte sich noch nicht einmal die Zeit genommen, meinen Lebenslauf zu sichten. Er wusste rein gar nichts über meine Qualifikationen und meinen beruflichen Werdegang.

    In diesem Gespräch ging es auch gar nicht um die Stelle, auf die ich mich beworben hatte. Des Weiteren war er nicht in der Lage, mir einen Einsatzort oder einen Arbeitsbeginn zu nennen. Er sagte nur, dass ich telefonisch benachrichtigt werde, wenn es soweit ist. Wann das aber genau ist, konnte er mir nicht sagen. Abschließend sollte ich noch etwas unterschreiben, eine Einwilligung in fragwürdigen Punkten, die ich hier gar nicht näher erläutern möchte. Was für ein „Pausenclown“, dachte ich mir, verweigerte die Unterschrift und zog von dannen. Kein Wunder, dass diese Branche so negativ wahrgenommen wird. Seriosität? Fehlanzeige!

    Dafür verlief das zweite Gespräch in meinem Wunschunternehmen umso besser. Ich wurde freundlich empfangen und auch der Geschäftsführer, den ich ja bereits kannte, war wie immer sehr sympathisch. Nach einem kurzem „Smalltalk“ unterhielten wir uns dann über die offene Stelle und meine Gehaltsvorstellung. Im Prinzip musste ich gar keine Überzeugungsarbeit leisten, da ich schon im besagten Bereich mein Praxissemester durchgeführt hatte. Der Geschäftsführer prüfte mein Diplomzeugnis und teilte mir mit, dass er sich schon bei den Kollegen in der Abteilung über mich erkundigt hatte.

    Mir würde ein ausnahmslos positives Feedback an den Fersen haften, sagte er mir, und vor kurzem ist genau in dieser Abteilung ein Arbeitsplatz frei geworden. Prima, dachte ich mir! Nach dem rund 90-minütigen Gespräch versprach mir der Geschäftsführer, mich direkt Anfang nächste Woche anzurufen, um mir seine Entscheidung mitzuteilen. Für mich hörte sich das aber so an, als hätte er sich schon entschieden. Ob diese Entscheidung positiv für mich sein wird oder nicht, sehen wir schon bald. Ich jedenfalls habe ein gutes Gefühl. Also drückt mir die Daumen …
    Eure Katrin







    Auf die grenzenlose Freude folgte die eingrenzbare Ernüchterung. Das Vorstellungsgespräch in einem mittelständischen Unternehmen ist leider nicht so gut gelaufen. Schon als ich in dem Unternehmen angekommen bin und mich am Empfang gemeldet hatte, überkam mich ein ungutes Gefühl.

    Vielleicht war die extrem blond eingefärbte Empfangsdame daran schuld. Irgendwie sah die aus, als wäre sie auf der Sonnenbank im Solarium eingeschlafen und anschließend in ihren Schminkkoffer gefallen. Naja, Seriosität hin oder her, diese Frau war unfreundlich und mir total unsympathisch und ich fragte mich, welche Art von Mitarbeitern hier gesucht wird ... . Als ich dann zur Personalchefin geführt wurde und ihr die Hand gereicht habe, wusste ich sofort, hier möchte ich nicht arbeiten.

    Sowas von oberflächlich und arrogant, dass habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Dann sagte sie mir auch noch, dass die Stelle eigentlich schon intern besetzt wurde. Ich fragte höflich nach, warum ich dann eigentlich eingeladen wurde und sie erzählte mir irgendetwas von einer Statistik und dass die offenen Stellen grundsätzlich auch extern ausgeschrieben werden müssen. Ich war schockiert, packte meine Sachen und verließ sofort dieses Unternehmen. Was für ein Reinfall! Ich war so wütend und enttäuscht, denn das wäre die perfekte Stelle gewesen.

    Bereich "Controlling", unbefristet und in unmittelbarer Nähe. Aber ob ich in dieser Unternehmensphilosophie glücklich geworden wäre, wage ich zu bezweifeln. Diesen Zirkusverein muss ich jetzt erst einmal verarbeiten. Es kann eigentlich nur noch besser werden.
    Eure Katrin







    Na wunderbar, diese Woche habe ich zwar wieder einige Absagen erhalten, dafür aber auch zwei Einladungen zu einem Vorstellungsgespräch. Darüber freue mich natürlich sehr, vor allem nach den Pleiten in den vergangen Tagen. Ich hoffe, dass ich dieses mal einen Schritt weiter komme; viele Alternativen habe ich nämlich nicht mehr. Die Möglichkeiten an regionalen Unternehmen mit passenden Stellenangeboten erschöpfen sich so langsam, und die meisten Bewerbungen verlaufen sich ins Leere. Langsam mache ich mir auch darüber Gedanken, mich wohl oder übel überregional zu bewerben.

    Aber wie gesagt, zwei Vorstellungsgespräche habe ich als Option noch offen. Beide Gespräche finden nächste Woche statt, dummerweise am gleichen Tag und dann auch noch so kurzfristig. Ein Gespräch findet in einem meiner „Wunschunternehmen“ statt, einem mittelständischen Industriebetrieb mit einer vakanten Stelle im Einkauf, idealerweise direkt um die Ecke. Hinsichtlich dieser Stelle verfüge ich sogar schon etwas an Berufserfahrung. Zum einem habe ich dort mein „Praxissemester“ absolviert, zum anderem habe ich eine Berufsausbildung in diesem Bereich schon hinter mich gebracht. Wie gesagt, diesen Betrieb kenne ich bereits und die Geschäftsleitung schien sehr zufrieden mit mir gewesen zu sein. Dennoch stehe ich auch hier im direkten Wettbewerb mit weiteren Bewerbern.

    Naja, die andere Einladung habe ich von einer Zeitarbeitsfirma erhalten. Meine Erwartungen an diese Bewerbungen liegen ungefähr in Höhe meiner Socken. Immerhin unterliege ich hier der Weisungsbefugnis der Zeitarbeitsfirma, was soviel heißt, dass ich überall (geografisch als auch beruflich) eingesetzt werden kann. Und mal ehrlich, mit guten Nachrichten machen solche Unternehmen ja nicht gerade auf sich aufmerksam. Hinzu kommt dann auch noch die schlechte Bezahlung; das wären wirklich keine guten Zukunftsperspektiven.
    Eure Katrin

































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