Ich habe jetzt das erste Mal von der „WorldSkills“ Berufsweltmeisterschaft gehört und mich gleich mal darüber schlau gemacht. Ich finde das nämlich sehr interessant, dass es da eine Olympia für junge Berufstätige gibt, die sich weltweit in ihren Berufen miteinander messen. Die 40. „WorldsSkills 2009“ fand in den letzten Tagen in Kanada statt. Aus insgesamt 48 Nationen nahmen über 900 Teilnehmer an 45 verschiedenen Berufsdisziplinen teil. Zusammen schauten sich 150.000 Besucher das Spektakel vor Ort an.
Hier zeigte sich wirklich, wer im internationalen Vergleich die beste Arbeit leistet. Die verschiedenen Jobkategorien waren „Social & Personal Services“, „Creative Arts & Fashion“, „Information & Communication Technology“, „Manufacturing & Engineering Technology“, “Construction & Building Technology” und “Transporting & Logistics”. Die jeweils untergeordneten Berufe suchten ihre Meister. Die Besten ihres Fachs sind mit 23 Medaillen die Koreaner, die den Medaillenspiegel anführen. Den zweiten Platz teilen sich die Schweiz und Japan mit 14 Medaillen und Platz drei belegt China mit 12 Medaillen. An Deutschland hingegen gingen insgesamt 7 Medaillen (3xGold, 2xSilber, 2xSilber), was gar nicht so schlecht ist.
Die besten Deutschen sind die Landschaftsgärtner, ein Koch und ein Bauschreiner. Somit erarbeitete sich Deutschland einen Platz in den Top Ten der Welt und das obwohl sie mit einer eher kleinen Nationalmannschaft von 23 Teilnehmern in 20 Disziplinen antraten.
Tolle Sache wie ich finde und im Jahr 2013 wird die "WorldSkills" Berufsweltmeisterschaft auch nach Leipzig kommen und wer weiß, vielleicht schaffen wir es dann unter die Top Drei.
Wenn einem Mann 13,2 cm lange Haare aus den Ohren sprießen oder sich jemand freiwillig elf giftige Klapperschlangen für 10 Sekunden in den Mund steckt kann dies nur aus purem Wahnsinn resultieren, oder?Die meisten würden mir wahrscheinlich zustimmen, andere würden überlegen sich 12 Schlangen in den Mund zu stecken. Naja, worauf ich eigentlich hinaus will ist das Neue Guinness Buch der Rekorde 2010.
Seit 1955 gibt es das Guinness Buch der Rekorde schon und doch werden Rekorde immer wieder getoppt und es gibt genug neuen Lesestoff um Jahr für Jahr ein neues Buch auf den Markt zu bringen. Das Buch enthält beeindruckende und kuriose Fakten aus allen Teilen der Welt und ist sogar mit über 100 Millionen Exemplaren die weltweit am häufigsten verkaufte urheberrechtlich geschützte Publikation, und enthält damit auch einen Eintrag über sich selbst. (Nur die Bibel und der Koran wurden häufiger gekauft.)
Das Buch enthält zahlreiche Rubriken wie: "Der menschliche Körper", "Lebensraum Erde", "Sport und Spiele"(um nur einige zu nennen)…
Die USA kann uns ja nicht mehr wirklich schocken, da kann man sich mittlerweile alles vorstellen: Tommy Passemante fuhr zum Beispiel den mit 98 km/h schnellsten Rasenmäher der Welt und sicherte sich so einen Platz in der Ausgabe für 2010. Auch der Texaner Jackie Bibby hielt elf giftige Klapperschlangen zehn Sekunden lang am Schwanz im Mund und verbesserte seine eigene Bestleistung damit sogar noch um eine Schlange.
Aber auch die Deutschen stehen den Rekorden in nichts nach: Der Landwirt "Günne", den der ein oder andere sicher von "Bauer sucht Frau" kennt, hält den Rekord im Turbo-Melken und auch Olaf Kluy und Manfred Keilwerth aus Neufahrn bei München buken eine 8,20 m lange, 3,10 m breite und 382 kg schwere Laugenbretzel und haben somit einen Weltrekord aufgestellt.
Ich tauche dann mal ab, der Weltrekord im Luft anhalten unter Wasser liegt schließlich nur bei 17 Minuten und 33 Sekunden. Der ist doch zu knacken, oder...
Im normalen Leben Student, hat Joey Chestnut eine ganz besondere Gabe, die mit der Uni und dem Studium mal so gar nichts zu tun hat: schnell Hot Dogs essen! Wir kennen Hot Dogs ja sonst eigentlich nur noch von Ikea, aber in New York wird seit 1916 pünktlich zum amerikanischen Unabhängigkeitstag ein internationaler Hot Dog-Wettessen-Wettbewerb von dem New Yorker Imbiss-Spezialisten Nathan´s veranstaltet. Joey hat am Samstag innerhalb von 10 Minuten satte 68 Hot Dogs verdrückt und dafür nach eigenen Angaben auch "hart trainiert". Kann man sich ja mal selber ausrechnen, wie lange er für 1 Hot Dog gebraucht hat ... Für diesen hart erkämpften Triumph hat er immerhin 20.000 Dollar erhalten und den "Senfgelben Internationalen Gürtel" (der heißt wirklich so!) obendrauf.
Am spektakulärsten war aber mit Sicherheit der Vorlauf zu diesem Event am Vortag. Dafür wurden extra drei Elefanten rangekarrt, die gegen drei menschliche Kontrahenten antreten mussten. Völlig zurecht bezeichnete einer der Organisatoren das Ergebnis im Anschluss allerdings als "Rückschlag für die Menschheit". Die Elefanten haben nämlich innerhalb von sechs Minuten 505 Hot Dogs verdrückt, die Herausforderer nur 143. War in dieser Eindeutigkeit vorher sicher nicht zu erwarten ...
Haben Studenten denn wirklich nix zu tun? Diese Frage habe ich mir gestellt als ich sah, was für Weltrekorde in den letzten Jahren von Studenten in verschiedenen Ländern aufgestellt wurden. Das Guinness Buch der Rekorde kennen vermutlich viele, doch als ich las mit welchen skurrilen und unsinnigen Leistungen man sich in eben diesem Buch verewigen kann, da habe ich mich auch sehr gewundert.
2004 stellten 81 Studenten von 15 verschiedenen Unis in England den Weltrekord im Nacktachterbahnfahren auf. Sie waren allesamt splitterfasernackt und sausten so durch die 750 m lange Achterbahn – natürlich inklusive eines Loopings. In Australien gab es im Jahr 2003 einen Weltrekord im Hundewaschen zu beobachten: 12 Studenten der Uni Sydney schafften es, in 12 Stunden 848 Hunde ordentlich zu säubern. Der vorherige Rekord lag bei 715 Hunden (aufgestellt von niederländischen Studenten). Auch 5 Studenten (Uni Wismar) aus Deutschland sind im Guinness Buch zu bewundern. Sie schafften es im letzten Jahr, einen Dosen-Turm von 14,06 m mit handelsüblichen Dosen zu bauen – Weltrekord. Ich will nur nicht wissen, wer das hinterher wieder aufräumen musste.
Nun, ich bin auch schon krampfhaft am überlegen, mit welchem Unsinn ich es ins Buch der Rekorde schaffen könnte. Es gilt also: je dümmer die Idee desto einfacher wird’s!


