Die richtige Adresse für Studenten und Absolventen!
Home

Blog

Jobs

Wiki

Kolumne

Job-Quartett











Blog





Artikel-Schlagworte: „Wirtschaftskrise“







boerse Es soll ja Studenten geben, die die Wahl ihres Studienfaches ganz klar begründen können. Viele Studenten, die sich aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage dafür entschieden haben, sich der Volkswirtschaft zu verschreiben, dürften aber enttäuscht sein. Denn offensichtlich hat das wirtschaftliche Finanzchaos noch nicht den Weg in die Hörsäle gefunden. Dort wird nämlich munter weiter auf den alten Theorien von Adam Smith herumgekaut, während draußen die Finanzmärkte kollabieren, Banken und Börsenplätze besetzt werden und eine Demonstration sich an die nächste Ausschreitung reiht. Die Volkswirtschaftslehre an den Universitäten scheint davon kaum beeindruckt zu sein. So manch ein VWL Student wünscht sich hier und da ein bisschen mehr aktuellen Praxisbezug. Denn nicht nur Linien in einem Diagramm zeigen an, wo ein Ungleichgewicht herrscht.

Trotz dieser Defizite, hat es bisher keine Änderungen der Lehrpläne gegeben. Munter werden weiter Formeln gepaukt, Gleichungen aufgestellt und, wie es heißt, „Grundlagen“ geschaffen. Erst seit kurzen boomt das Fach Verhaltensökonomie, dass dem Wesen der Krise wohl am ehesten gerecht wird, die sich nicht ausschließlich durch Formeln, sondern durch menschliches Verhalten erklären lässt.

Diese Problematik haben vor allem die Studenten selber erkannt und gründen Vereine, die sich an den Unis dafür einsetzen, dass sich die VWL einer Reform bzw. einem Umdenken unterzieht, um den Horizont der zukünftigen Ökonomen zu erweitern. Sie sollen schließlich auf die eben doch nicht so berechenbaren menschlichen Verhaltensweisen im wirtschaftlichen Kontext vorbereitet sein. Die studentischen Gruppen, wie die "Postautisten" der Uni Heidelberg beklagen, die VWL sei realitätsfremd und veraltet. Das Bild des vieldiskutierten Homo Oeconomicus habe ausgedient.

Der Wandel in der volkswirtschaftlichen Lehre kommt nur langsam in Gang. Aber immerhin: Es regt sich was. Dennoch bleibt abzuwarten, wann und wie die neoklassische Modellökonomik reformiert wird und ob die zukünftigen Volkswirtschaftler bei einer nächsten Krise gewappnet sind.







absolventenDass Geld allein nicht glücklich macht, wissen wir ja bereits. Tatsächlich müssen Harvard-Absolventen auch noch einen Eid auf Rechtschaffenheit schwören. Denn die oft grenzenlose Gier nach Macht und Gewinn war schließlich eines der Gründe für die Entstehung der Wirtschaftskrise. Seit drei Jahren nun legen die Absolventen ein Gelöbnis auf Verantwortung und Ehre ab, um sich von den gierigen Managern abzugrenzen. Denn die Harvard Business School kämpft seit 2009 mit dem angekratzten Ruf, sie hätte einige Verantwortliche der Wirtschaftskrise ausgebildet.

Führungskräfte legen so mehr Wert auf ethische Grundsätze wie Verantwortung, Ehrlichkeit und Anstand. Mittlerweile kommt dieser Trend auch in Deutschland an. An der European Business School in Hessen wurde am Pfingstwochenende der erste Bachelor-Studiengang verabschiedet, bei dessen Zeremonie die Absolventen freiwillig einen Eid auf die Grundsätze des "Ehrbaren Kaufmanns" ablegen konnten. Ein ehrbarer Kaufmann hat ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für das eigene Unternehmen. "Sein Verhalten begründet sich auf Tugenden, die einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg anstreben, ohne dabei die Interessen der Gesellschaft zu verletzen", erklärt Joachim Schwalbach, Wirtschaftsprofessor an der Berliner Humboldt-Universität.

Einige Wirtschaftsexperten sprechen sich aber auch dafür aus, dass die angehenden Führungskräfte und Manager schon bereits während ihres Studiums mit Fragen der Ethik konfrontiert werden sollten. Von den 200 Absolventen der European Business School haben etwa 35 einen Eid geleistet. Ein guter Anfang, den sich andere Hochschulen als Vorbild nehmen sollten.







plan_social In Frankreich reißt man sich derzeit um ein eher unmoralisches Kartenspiel: Plan Social ist ein Gesellschaftsspiel, bei dem derjenige gewinnt, der als Erster die meisten Mitarbeiter entlassen hat. Die meisten Punkte bringen dabei Schwangere und Gewerkschaftsvertreter. Das beliebte Kartenspiel besteht aus 52 Karten wobei jede Karte für einen Angestellten der Firma steht. Egal ob Putzfrau oder Azubi: Ziel des Spiels ist es, alle Mitarbeiter möglichst schnell loszuwerden. Sind erstmal alle Mitarbeiter entlassen, kann der Betrieb dichtgemacht und die Produktion von Frankreich in ein Billiglohnland verlegt werden. So einfach kann man bei Plan Social zum erfolgreichen Manager werden und als Sieger aus dem Spiel gehen.

Warum die Nachfrage so groß ist erklärt sich der Chef der Spielefirma Arplay, die Plan Social vertreibt so: „Unglücklicherweise leben wir in der Wirtschaftskrise. Sonst würde das Spiel nie so laufen.“ Die erste Auflage des Spiels von 3,000 Exemplaren war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Auch aus anderen Ländern wie Spanien, Kanada und der Schweiz gab es bereits Anfragen. Da wird der Ausverkauf der zweiten Auflage von rund 10,000 Exemplaren nicht lange auf sich warten lassen.

Aber es gibt nicht nur Freunde des unmoralischen Kartenspiels. Viele empören sich darüber, dass mit dem Spiel Aggressivität geschürt und über die Not anderer gespottet werde. Ich halte das für etwas übertrieben. Ich denke das Spiel soll lediglich provozieren. So sieht es auch der Chef von Arplay, der mit dem Spiel zeigen will, dass die Franzosen die Nase voll haben von neuen Sozialplänen. Sogar einige Gewerkschafter sprechen sich für Plan Social aus: „So können wir anprangern, dass der Kapitalismus verrückt geworden ist.“

Plan Social wird übrigens in Frankreich und nicht in China produziert und bei dem Erfolg kann sich die Spielefirma schon mal darauf vorbereiten, bald ein paar neue Mitarbeiter einzustellen.







madchengruppe Die trübe Phase unter den Studenten scheint vorbei zu sein: Vorbei die Zeit der Schwarzmalerei und des permanenten Genörgels. Eine Studie hat jetzt ergeben, dass vor allem männliche Studenten optimistischer in die Zukunft blicken, als noch vor einem Jahr.

Rund 1000 Studenten von 55 Hochschulen bewerteten ihre Karrierechancen nach dem Uniabschluss im Durchschnitt mit der Note 2,2 (gut). Im Vorjahr fiel dieses Urteil noch etwas schlechter aus: Die Männer bewerteten ihre Chancen mit 2,4 statt der aktuell angegebenen 2,1. Die befragten Frauen waren unterm Strich generell etwas pessimistischer. Aber immerhin verbesserte sich ihre Einstellung von 2,5 auf 2,4.

Experten gehen davon aus, dass das auf die allgemein positivere Stimmung in der Wirtschaft zurückzuführen ist. Gefragt nach der allgemeinen wirtschaftlichen Situation und die Entwicklung in den nächsten Monaten verbesserte sich die Einschätzung im Vergleich zum Vorjahr von einem „ausreichend+“ auf ein „befriedigend“.

Was ich an der Sache am Interessantesten finde, ist die Tatsache, dass die Frauen generell eine negativere Einstellung zu diesem Thema haben. Da kann ich nur sagen: Ein bisschen mehr Elan und Optimismus, bitte! Denn das steigert nicht nur das Selbstbewusstsein unter den Studenten, sondern bringt auch Schwung in die Wirtschaft. Bin mal gespannt, ob mein Aufruf nächstes Jahr mit den neuen Zahlen Früchte getragen hat.







hoersaal Tja, ich weiß nicht genau, ob das bei vielen einfach reine Selbstüberschätzung oder einfach eine gehörige Portion Selbstvertrauen ist. Trotz der momentanen Wirtschaftskrise sehen Studenten einer aktuellen Studie von Ernst & Young zufolge eigentlich keine größeren Probleme, nach dem Studium einen Job zu bekommen. Das Wunschgehalt stieg im Vergleich zum Vorjahr sogar von 37.000 Euro auf 38.000 Euro an.

Rund 50% der 3.000 befragten Studenten gab zwar an, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sich prinzipiell eher verschlechtert hätten, 86% glauben jedoch, dass Sie nach dem Studium sehr schnell einen Job finden werden, der den eigenen Erwartungen und Qualifikationen entspricht.

Studenten von heute haben aber nicht nur höhere Gehaltsvorstellungen als noch vor einem Jahr, sie sind zudem weniger dazu bereit für einen Job umzuziehen. Es sind zwar immer noch 84%, die einen Umzug in Betracht ziehen würden und damit nur 1% weniger als 2008, aber auch das finde ich ziemlich bemerkenswert.

Nur um das noch mal kurz zusammenzufassen: es dürfte also kein Problem sein, direkt nach dem Studium einen Job zu finden, der meinen Erwartungen erspricht, für den ich nicht umziehen muss und der auch noch sehr gut bezahlt ist!? Viel Glück kann ich da nur sagen. Die meisten werden es brauchen ... ...

Jetzt will ich die Optimisten nicht unnötig beunruhigen, aber laut Ernst & Young hat sich der Arbeitsmarkt für Berufsteinsteiger im letzten Jahr deutlich zum negativen verändert. Wo Unternehmen 2008 noch verzweifelt nach jungen Nachwuchskräften gesucht haben, stehen die Studenten momentan vor größtenteils verschlossenen Türen. Einige dürften da also schneller wieder auf den Planeten Erde zurück geholt werden, als es ihnen lieb ist. Klar ist, zieht die Konjunktur erst wieder an, ändert sich das ganze wieder. Das Absolventen-Job-Schlaraffenland wird es aber auf absehbare Zeit erst mal nicht (mehr) geben.

































Spaß bei der Arbeit?
Laut einer gerade veröffentlichten Umfrage ...













www.go-jobware.de - die richtige Adresse für Studenten und Absolventen!

Über uns | Kontakt | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | AGB | Impressum | Sitemap