Ein Hit, der wochenlang und weltweit die Charts stürmte: "Somebody that I used to know" vom belgisch-australischen Sänger Gotye. Beim Echo sogar als "Lied des Jahres" ausgezeichnet. Zu diesem Song gibt es auf einer amerikanischen Comedy-Seite mehr als hundert verschiedene Versionen. Darunter auch "Some Study that I used to know".
"Irgendein Zeug, das ich mal wusste." Welcher Student stellt sich beim Lernen für Klausuren nicht selten die Frage: Wofür brauch ich das überhaupt? Nach dem Studium habe ich es doch sowieso vergessen. Mit dieser Frage beschäftigt sich auch der Coversong auf der Seite College Humor. Dabei kommt es beim Studium doch eigentlich darauf an, neues Wissen dauerhaft im Gedächtnis zu behalten.
Damit die Folgen, die im Song beschrieben werden nicht passieren, solltet Ihr auf keinen Fall länger als 90 Minuten am Stück lernen. Danach nimmt die Konzentrationsfähigkeit nämlich schnell ab. Und langweiligen Kapiteln kann man schon nach knapp 15 Minuten kaum noch folgen. Überhaupt hängt es davon ab, für wie interessant man den Lernstoff hält. Je interessanter, desto länger bleibt einem der Lernstoff auch in Erinnerung.
Falls Ihr trotzdem die Meinung teilen solltet, dass alles Gelernte nach dem Studium sowieso wieder vergessen ist: Die Version von College Humor ist durchaus gut gelungen. Ein Lied über unnützes Wissen und was nach der Uni passiert. Das Video findet Ihr in voller Länge hier.
Auswendiglernen hat bekanntermaßen einen eher schlechten Ruf, schließlich erzeugt dieser Prozess kein aktives Wissen im Gehirn. Eine aktuelle Studie zeigt aber, dass bloßes Auswendiglernen allen anderen Lernmethoden sogar weit aus überlegen ist.
Jeffrey Karpicke und Janell Blunt von der Purdue-Universität haben im Rahmen einer Studie Studenten der Naturwissenschaft gebeten, Kernaussagen eines Fachbeitrags mehrmals zu lesen. Diese schnitten in einem Test besser ab als die Studenten, die sich die Inhalte mit einer selbstentwickelten Skizze gemerkt hatten. Die Testpersonen, die den Lernstoff nur auswendig gelernt hatten, konnten den Inhalt des Fachbeitrags deutlich besser wiedergeben. Zudem fand der Test eine Woche nach der Lerneinheit statt. Daher umfasste er das im Langzeitgedächtnis gespeicherte Wissen.
Blunt und Karpicke sind sich einig, dass jedes Nachvollziehen von Lerninhalten ein wichtiger Lernprozess ist und das Gedächtnis verändert. Beim Auswendiglernen entstehen dabei Kategorien für einzelne Informationen. Beim Wiederholen werden diese dann geprüft und verfeinert. Dabei entsteht wiederum eine Organisationsstruktur im Gehirn, mit der Inhalte immer zuverlässig aufgerufen werden können.


