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Die Universität an sich ist ja vorrangig eine Institution der Wissensvermittlung und -gewinnung. Viele junge, dynamische und wissensdurstige Menschen namens Studenten machen sich alltäglich auf den Weg dort hin, um ihr Wissen zu erweitern. Dies geschieht dann hauptsächlich durch den Einsatz von Seminaren und Vorlesungen. In diesen Vorlesungen wiederum tritt schließlich das Hauptorgan der Wissensvermittlung in Aktion: der Dozent, oder wenn vorhanden, mit Titel: der Professor.

Der Professor an sich muss ja ein sehr gebildeter Mensch sein. Zumindest in seinem Fachgebiet. Und manchmal könnte man denken, auch nur dort. Denn wie so manch ein Dozent mit der Wissensvermittlung umgeht ist doch fraglich. Da gibt es verschiedene Arten der Ausprägung: Den Typen, der bemüht ist, ein Minimum an Arbeitsaufwand in den Kurs zu stecken. Referate sind ihm deshalb sehr willkommen. Und nicht nur das, sie füllen die ganze Vorlesungszeit aus, unbeachtet der Tatsache, dass die Hälfte der Studenten auf den Tischen liegt und schläft und der Rest nicht versteht, was die Referenten vortragen, was wohl daran liegt, dass die Referenten selber nicht wissen, wovon sie reden.

Dann ist da das andere Extrem: der Dozent, der gar nicht mehr aufhören kann zu reden, vorzugsweise möglichst weit vom Thema abschweift oder über sich selber spricht. Das Resultat ist ähnlich dem des vorangegangenen Beispiels, nämlich dass der Lerneffekt bei annähernd null liegt. Außerdem findet man den chaotischen Professor, der zwar ein unglaubliches Fachwissen vorweisen kann, ansonsten aber mit der Organisation des alltäglichen Lebens nicht zurecht kommt – warum er zahlreiche SHK’s beschäftigt, die ihm seinen Tag strukturieren. Diese Schwäche seinerseits spiegelt sich selbstverständlich auch in den Seminaren wider, um dessen Aufbau sich die Hilfskräfte leider nicht kümmern können. Die armen Studenten verlassen wöchentlich verwirrt die Sitzung, weil sie nicht wissen, was sie zum nächsten Mal vorbereiten sollen, geschweige denn wer das nächste Referat halten soll oder worum es überhaupt geht. Allein der Professor gibt vor, den Durchblick zu haben, was eine beträchtliche Fehleinschätzung ist.

Diese minimale Auswahl an Beispielen lässt so manch einen Studenten bereits verzweifeln. Es gibt jedoch Hoffnung: glücklicherweise gibt es auch den gekonnt geordneten Dozenten, der seine Veranstaltungen angemessen strukturiert, es ihm trotzdem nicht an Flexibilität und Fachkenntnis mangelt. Das allerdings ist dann wohl zuviel des Guten für den gewöhnlichen Studenten…




 

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