Wer vier oder mehr Jahre Studium hinter sich hat, der hat sicher Lust, bald auch einen etwas luxuriösen Lebensstil zu genießen. Nicht umsonst hat man schließlich geschuftet und es über Jahre geschafft, mit einem Hungerlohn oder dem Zuschuss der Eltern über die Runden zu kommen. Da war man froh, wenn man jeden Monat ein paar Euro zurücklegen konnte. Gehört man dann zu den Young Professionals, kann man endlich in größeren Dimensionen seine finanzielle Zukunft planen. Manch einer denkt dann über die eigene Altersvorsorge nach oder träumt gar mit rosaroter Brille von einem Eigenheim.
In meinem Freundeskreis gibt es zwei glückliche Jungakademikerinnen unter 25, die bereits ihr Eigenheim einrichten. Eine davon hat gemeinsam mit ihrem wohlhabenden Freund gebaut, der Freund der anderen hat ein hübsches Haus geerbt. Leider haben nicht alle so viel Glück und die wenigsten wollen sich vielleicht auch schon so jung an einen festen Wohnort binden (zu der Riege gehöre ich übrigens auch nicht). Trotzdem sollte man sich mit dem Berufseinstieg über sinnvolle Geldanlagen Gedanken machen. Denn mit Mitte zwanzig ist auch ein baldiger Wunsch nach einer eigenen Familie nicht so unwahrscheinlich.
Wie ein Arikel auf FAZ.net jetzt analysiert, ist der Aufbau eines Privatvermögens für junge Akademiker aber gar nicht so einfach. Auch wenn man über ein relativ ansehnliches Einstiegsgehalt verfügt, kann man damit meist noch keine großen Sprünge machen. Häuserpreise in Großstädten werden vom Autor als utopisch angesehen, auch ein Bausparvertrag wäre da nicht sehr hilfreich, wenn man nicht gerade bis ins hohe Alter für das Eigenheim ackern möchte.
Man muss zusätzlich auch an anderen Stellen ansetzen und kurz gesagt einfach sparen. Laut der Rechnung in dem Artikel kommt dadurch über die Jahre schon ein hübsches Sümmchen zusammen. Das heißt Verzicht im Komfort, den man sich ja eigentlich so sehnlich erträumt hat. Und das bedeutet natürlich auch, dass man sich kontinuierlich anstrengen sollte, auf der Karriereleiter aufzusteigen. Aber von nichts kommt eben nichts …



26. August 2010 at 09:44
Tja, und wenn man dann als Jung Akademiker noch in Hamburg und München wohnt, wird es noch schwerer, denn da sind die Mieten noch höher und das lässt wenig Raum zum sparen!