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Harvard, Princeton, Yale, Cambridge, Oxford … im internationalen Vergleich liegen diese Universitäten immer auf den vordersten Plätzen. So hat auch dieses Jahr das britische Wochenmagazin Times Higher Education das "Times Higher Education World University Ranking" veröffentlicht, eines der renommiertesten Hochschul-Rankings der Welt und natürlich sind die Universitäten der Ivy-League sowie die englischen Schwergewichte unter den Top Ten zu finden. Nun mag sich ein normal sterblicher deutscher Schulabgänger denken: „Gut und schön, ich möchte zwar studieren aber was geht mich das an?“ Selbst wenn man zu einem Auslandsstudium bereit wäre, sind allein schon die immensen Studiengebühren der Elite-Unis eine schier unüberwindbare Hürde. Fahranfänger haben als erstes Auto auch selten einen Porsche.Trotzdem gibt das Interview der Süddeutschen Zeitung mit Phil Baty, dem leitenden Redakteur der Times Higher Education, einige interessante Ansätze wie ein Ranking einzuordnen ist. Da wären zum einen die eigentlichen Adressaten. Baty nennt hier das akademische Personal, Wissenschaftler an Universitäten sollen über Karrieremöglichkeiten an anderen Hochschulen und mögliche Forschungspartner informiert werde. Es geht also vor allem um Arbeitsbedingungen des Personals – Studenten Fehlanzeige. Weiterhin führt er an, dass solche Rankings eine politische Dimension erreicht haben. Regierungen und Investoren wollen wissen welche Forschung wo führend ist. Elite-Unis stehen für Innovation und Fortschritt, millionenschwere Investitionen werden anhand von Hochschulrankings getätigt.
Wirklich interessant ist die Aussage, dass Rankings nicht objektiv sind und es auch gar nicht sein können. Allein die Auswahl der Bewertungskriterien ist rein subjektiv. An der Endnote des "Times Higher Education World University Ranking" z. B. fließen zu jeweils 30 Prozent Forschung und Lehre ein, 32,5 Prozent machen die Zitation von wissenschaftlichen Arbeiten der entsprechenden Uni aus, 2,5 Prozent der Anteil von Fördergeldern der Wirtschaft und fünf Prozent die internationale Vielfalt von Studenten und Lehrpersonal. Andere wichtige Kriterien wie Lernumfeld und Lernqualität der Studenten können aufgrund der schwierigen Messbarkeit nicht berücksichtigt werden ebenso der Einfluss der Uni auf das Leben der Studenten. Deshalb ist es unerlässlich sich individuell Informationen über die Universität zu beschaffen – da kommt auch unser Schulabgänger wieder ins Spiel: Er wird sich wahrscheinlich an einer deutschen Hochschule einschreiben und für diese gibt es natürlich auch Rankings. Anhand dieser wird er sich wohl orientieren allerdings sollte er sie auch nicht überbewerten. Vielmehr sollte er sich über das konkrete Fach, den Lehrstuhl, die zukünftigen Professoren und das studentische Umfeld informieren. Denn das haben alle Hochschulen gemeinsam, ob nun Elite oder nicht, allein der Student entscheidet ob er sich dort wohlfühlt oder nicht.
Die Top Ten des “Times Higher Education World University Ranking” machen die üblichen Verdächtigen aus den USA und Großbritannien unter sich aus. Die erste deutschsprachige Universität ist die ETH Zürich auf Platz 15, die erste deutsche Hochschule die Uni Göttingen (Platz 43). Das komplette Ranking findet Ihr hier.
Times Higher Education World University Ranking 2010 - Top 200
1. Harvard University - USA
2. California Institute of Technology - USA
3. Massachusetts Institute of Technology - USA
4. Stanford University - USA
5. Princeton University - USA
6. University of Cambridge - GB
6. University of Oxford - GB
8. University of California Berkeley - USA
9. Imperial College London - GB
10. Yale University - USA
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43. Georg-August-Universität Göttingen
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61. Ludwig-Maximilians-Universität München
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83. Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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101. Technische Universität München
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132. Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
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168. Julius-Maximilians-Universität Würzburg
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172. Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
173. Universität Bielefeld
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178. Humboldt-Universität zu Berlin
178. Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
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182. RWTH Aachen
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186. Universität Konstanz
187. Karlsruher Institut für Technologie
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189. Eberhard Karls Universität Tübingen


