Kategorie: Allgemeines
Momentan beschäftigen sich wohl die meisten Abiturienten mit der Planung ihrer Zukunft. Ja, es ist schon schwer genug, überhaupt herauszufinden, WAS man studieren soll. Nicht viel unbedeutender ist aber auch die Entscheidung über das WO. Soll's eine beschauliche Studentenstadt oder Großstadt sein? Möchte ich in der Nähe meiner Heimatstadt bleiben oder lieber weiter weg ziehen? Könnte ich mir vielleicht sogar vorstellen, für das Studium nach Ostdeutschland zu gehen?
Trotz guter Studienbedingungen, niedriger Lebensunterhaltungskosten und der Möglichkeit, auch mal den eigenen Horizont zu erweitern (denn viele Westdeutsche sehen den Osten noch immer als Ausland an), entscheiden sich leider wenige Studienanfänger für ein Studium im Osten. Es geht außerdem einfach nicht, dass 16- bis 24-Jährige mit den neuen Bundesländern noch immer hauptsächlich Adjektive wie "marode", "altmodisch", und "grau" in Verbindung bringen. Aus diesem Grund rühren Bund und Länder nun die Werbetrommel – mit der Kampagne "Studieren in Fernost".
In Auftrag gegeben haben die Kampagne die Kultus- und Wirtschaftsminister der Länder Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt, ausgedacht haben sie sich dann die kreativen Köpfe der Werbeagentur Scholz & Friends. Diese Aktion findet aber auch ganz im Sinne der westdeutschen Studienstandorte statt, die angesichts des doppelten Abiturjahrgangs und dem Wegfall der Wehrpflicht Entlastung dringend benötigen.
Wer also einem Studium im Osten nicht ganz abgeneigt ist, sollte sich mal auf der Kampagnen-Homepage umsehen, die neben Statements von Ost-Studierenden auch jede Menge Informationen zu den einzelnen Hochschulen und Studiengängen sowie Freizeittipps bereithält. Sehr überzeugend finde ich schon mal, dass Studierende im Osten generell zufriedener mit den Studienbedingungen sind, als deren Kollegen in Westdeutschland: Das Hochschul-Informations-System fand bei einer Umfrage heraus, dass 66 Prozent der Studierenden in Ostdeutschland zufrieden bis sehr zufrieden sind. Im Westen finden das nur 55 Prozent. Also, liebe unentschlossenen Abiturienten: Auf in den nahen Osten!


