Kategorie: Allgemeines
Wir haben euch ja vor kurzem von dem Twitter-Dienst berichtet, mit dem ihr Leuten durch kurze Textnachrichten berichten könnt, was ihr gerade macht.
Nun haben vielleicht die ein oder anderen, die den Dienst nun wirklich nutzen, über die Osterfeiertage gemerkt, dass die Nutzung durch unzählige Werbebotschaften gestört wurde. Daran war nicht Twitter selbst Schuld, sondern ein 17-Jähriger, namens Michael „Mikeyy“ Mooney, der einen Wurm in das System eingeschleust hat.
Dadurch wurden die Server von Samstag bis Montag vier Mal von dem Wurm angegriffen. Infizierte Accounts wurden somit ohne Wissen der Inhaber mit Werbebeiträgen über einen twitter-ähnlichen Dienst namens StalkDaily.com bombadiert. Der Schuldige ist der Betreiber dieses Konkurrenz-Servers und gab zu, den Wurm auf Twitter angesetzt zu haben, um für seinen Dienst zu werben und die Schwachstellen von Twitter offenkundig zu machen. Da jedoch der Ansturm auf seine eigene Website zu groß wurde, nahm er diese vom Netz und hofft jetzt auf mildernde juristische Konsequenzen.
Der Virus war so programmiert, dass er sich automatisch vervielfältigte, wenn man auf den Link in dem manipulierten „Tweet“ klickte. Passwörter oder andere Daten der infizierten Accounts wurden jedoch nicht gestohlen. Bisher wurden bis zu 10.000 Tweets gelöscht.
Twitter hat seine Anfälligkeit auf diesen Wurm bisher ignoriert, da der Dienst in den letzten drei Jahren stark gewachsen ist und nur 30 Mitarbeiter für sechs Millionen Nutzer zuständig sind und Probleme bei Verfügbarkeit und Reaktionszeit bestehen.
Nun wisst ihr also, was da am letzten Wochenende der Grund der Störungen während des „Zwitscherns“ war.


