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Studenten gehören zu einer besonderen Spezies, die oft am Existenzminimum kriechen und daher ganz eigene Strategien entwickeln, um sich den finanziellen Missständen ihrer Umgebung anzupassen. Eine der bekanntesten Arten ist der „Sparfuchs“, der ständig nach Studenten-Rabatten Ausschau hält. Meistens erkennt man ihn daran, dass sein Portemonnaie vor Payback-Coupons und Treuepunkten platzt und die Angebotsblättchen aus dem Supermarkt sich bei ihm in der Küche stapeln, bevor sie akribisch verglichen werden. Fleißig sammelt er Rabattkarten um die nächsten finanziellen Engpässe zu überbrücken. Bei Angeboten wie „Nimm 2 – Zahl 1“ wird er nervös und schlägt hemmungslos zu. Sein Jagdrevier und vertrautes Territorium ist der Wühltisch im Discounter, wo er sich besonders häufig in den Monaten des Sommer- und Winterschlussverkaufs aufhält.

Eine weitere, bei seinen Artgenossen eher unbeliebte Form, ist der „Schnorrer“. Charakteristisch für den Schnorrer ist, dass er mal wieder sein Portemonnaie „vergessen“ hat, oder seine Zigaretten „leer“ sind. In der Mensa bedient er sich gerne an fremden Tellern um mal „zu probieren“. Häufig siedelt er sich in WGs an, da hier seine Versorgung durch andere Mitbewohner gesichert wird. Ein Schlückchen Milch hier, ein Scheibchen Käse dort: vor ihm ist nichts sicher.

Eine weitere Spezies ist der „Ausschlachter“. Er zählt zu den skrupelloseren Exemplaren der finanziell bedrohten Art von Studenten. Denn er neigt dazu sämtliche Ressourcen auszuschlachten, um an ein paar Euros zu gelangen. Ob Blutplasma spenden, Pfandflaschen sammeln oder als Versuchskaninchen zum Testen von Medikamenten: Alles kann zu Geld gemacht werden. Da wird schon mal bei Ebay alles verkauft was nicht niet und nagelfest ist um sich das nächste Wochenende zu finanzieren.

Eine eher seltene Form ist der „Hamster“, der sämtliche Besitztümer hortet und so gut wie keine Ausgaben hat. Häufig hält er sich in seinem vertrauten Umfeld seiner Wohnung oder der eigenen WG auf, da das Verlassen nur Kosten verursachen würde: Ein Kaffee mit der Freundin, einen Kurztrip zu Ikea? Solche Annehmlichkeiten werden vom „Hamster“ vermieden, denn er geht gern bis ans Äußerste und erst dann wieder in den Supermarkt, wenn auch der letzte Krümel Toast verzehrt ist. Bei ihm ist man an der falschen Adresse, wenn einem mal etwas Milch für das Müsli oder die zehn Cent in der Mensa fehlen.

Unter den Studenten findet man Jäger und Sammler. Eines haben jedoch alle gemeinsam: Studenten sind wahre Lebenskünstler. Ob Nahrungsmangel durch hohe Lebensmittelpreise oder kalte Winter durch gestiegene Energiekosten: Der Student ist eine clevere Spezies, die sich trotz ihres finanziell mageren Lebens gekonnt an dessen Widrigkeiten anzupassen weiß.




 

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