Die richtige Adresse für Studenten und Absolventen!
Home

Blog

Jobs

Wiki

Kolumne

Job-Quartett











Wiki





Mobbing






Aus Wiki

Wechseln zu:Navigation, Suche

Heutzutage ist das Wort „Mobbing“ in aller Munde. In der Regel wird der Begriff in der Arbeitswelt verwendet, aber auch schon Schulkinder können Opfer von Mobbing werden.Nach aktuellen Schätzungen leiden in Deutschland ca. 1 Millionen Menschen unter Mobbing am Arbeitsplatz. Aber was bedeutet „Mobbing“ eigentlich konkret?


Eine allgemein anerkannte Definition für den Begriff „Mobbing“ existiert nicht. Das Wort selber leitet sich vom englischen „to mob“ ab, was anpöbeln/ schikanieren bedeutet.


Gemeint sind hiermit jedoch nicht die kleineren Konflikte, Missverständnisse oder die vereinzelt auftretenden Streitereien, die zum Alltag am Arbeitsplatz gehören.


Es handelt sich vielmehr um permanente zielgerichtete Angriffe auf eine bestimmte Person – das Mobbingopfer. Diese gezielte konfliktbelastete Kommunikation kann am Arbeitsplatz entweder unter Kollegen oder aber auch zwischen einem Mitarbeiter und seinem Vorgesetzten bestehen. Seltener besteht die Konstellation aus Vorgesetztem und Untergebenem.


Das Opfer von Mobbing wird entweder von einer oder von mehreren Personen über eine längere Zeit permanent und systematisch direkt oder indirekt angegriffen. Jede Frau und jeder Mann, gleich welchen Alters, kann Opfer solcher Angriffe werden. Mobbingopfer befinden sich in einer unterlegenen Position. Ihnen wird die Möglichkeit genommen, sinnvoll zu kommunizieren. Ziel dieser Verhaltensweise ist es, dass Opfer auszugrenzen oder es sogar von seinem Arbeitsplatz herauszudrängen. Das Opfer selber sieht für sich keine Möglichkeit, die Angriffe abzuwehren, und leidet unter großem psychischem Druck.


Beispiel:

Wird Herr Schmidt von seinem Kollegen Herrn Müller seit ein paar Tagen nicht mehr gegrüßt, ist dieses schon kein normaler Konflikt mehr. Wird Herr Schmidt sogar mehrere Wochen nicht von Herrn Müller gegrüßt, empfindet er die Situation langsam als sehr belastend. Wird Herr Schmidt darüber hinaus gehend auch von seinen anderen 3 Kollegen nicht mehr gegrüßt, steigt der psychische Druck ins unermessliche.


Wie kommt es zum Mobbing?

Häufig ist es für die Betroffenen sehr schwer, den Zeitpunkt zu benennen, an dem mit dem Mobbing begonnen wurde. Ausgangspunkt ist jedoch in vielen Fällen eine kleine Unstimmigkeit, die vom späteren Mobbing-Opfer evtl. sogar als bedeutungslos empfunden wurde. Ein harmloser nicht gelöster Konflikt wird somit der Ausgangspunkt für einen sich in Gang setzenden Prozess, der von der beruflichen Ebene auf die persönliche Ebene wechselt. Das Mobbing-Opfer wird zunehmend in eine Außenseiterrolle gedrängt, erbringt eine schlechte Arbeitsleistung, leidet unter schweren gesundheitlichen Störungen und sieht als einzigen Ausweg aus dieser Situation oft nur noch die Beendigung des Arbeitsverhältnisses.


Während zu Beginn die betroffenen Parteien von ihrer Stellung her gleichwertig waren, übernimmt im Laufe des Mobbing-Prozesses eine Person zunehmend die Position des Unterliegenen.


Beispiele für Mobbing:

  • Beim Eintritt in einen Raum verstummen Gespräche
  • Vorenthalten von Informationen, die für das Erreichen des Arbeitsergebnisses wichtig sind
  • Ignorieren des Betroffenen (keine Begrüßung, keine Antworten auf Fragen, wird in Gespräche nicht mit einbezogen etc.)
  • Verbreitung von Gerüchten
  • Imitieren des Betroffenen (Gang, Mimik, Gestik, Sprechen..), um ihn lächerlich zu machen
  • Ständiges Kritisieren sowohl auf privater als auch auf beruflicher Ebene
  • Keine Zuweisung mehr von Aufgaben
  • Entziehen von Aufgaben oder ganzen Aufgabenbereichen
  • Übertragen von Arbeiten, die zur Über- oder Unterforderung führen
  • Sabotageakte
  • Körperliche Gewalt oder deren Androhung
  • Sexuelle Übergriffe


Ursachen von Mobbing

Die Gründe, die zum Mobbing führen, können sehr vielschichtig sein. Es sind jedoch in der Regel viele verschiedene Faktoren, die die Ursache für Mobbing sein können. Es können sowohl situative Faktoren ein Rolle spielen, als auch Pesönlichkeitsmerkmale des Täters und des Opfers oder strukturelle Faktoren, die die eigene Stellung im Unternehmen sichern sollen.


Beispiele:

  • Schlechte Arbeitsorganisation
  • Unklare Zuständigkeiten
  • Stress
  • Über- und Unterforderung
  • Organisatorische Veränderungen
  • Konkurrenz unter den Mitarbeitern
  • Organisationskultur, die keine hemmenden Mechanismen gegen Mobbing hat


Einige Unternehmen benutzen Mobbing auch gezielt dazu, um Mitarbeiter zur Kündigung zu bewegen.


Folgen:

  • Psychische und physische Erkrankungen
  • Hohe Ausfallzeiten aufgrund o.g. Krankheiten
  • Quantität und Qualität der Arbeit sinkt
  • Schlechtes Arbeitsklima, da auch Kollegen in der Angst leben, selber einmal das Ziel von Mobbing zu werden


Hilfen:

Das Mobbingopfer sollte sich frühzeitig um Unterstützung bemühen, denn weder besondere Freundlichkeit noch das Ignorieren von Mobbing-Handlungen werden die Verhaltensweisen der Mobber ändern. Hilfe kann von der eigenen Familie, einem Arzt oder einer externen Beratungsstelle in Anspruch genommen werden. Es sollte auch die eigene Personalabteilung oder der Betriebsrat hinzugezogen werden. Für das Mobbingopfer ist es wichtig, nicht alleine mit der Situation dazustehen, sondern es muss versuchen, sich schnellstmöglich wieder einen Handlungsspielraum zu verschaffen.


Im Konkreten

Nimm eine Selbsteinschätzung vor und überprüfe, was vielleicht dazu geführt haben könnte, dass du in die Opferrolle gekommen bist. Musst auch du dich evtl. ändern?


Suche mit den Beteiligten ein 4-Augen-Gespräch und erfrage die Gründe für das dargelegte Verhalten.


Fordere die Beteiligten schriftlich zur Unterlassung derartiger Handlungen auf.


Spreche das schlechte Arbeitsklima evtl. offen in der nächsten Abteilungsbesprechung an, vielleicht kann hierdurch eine Veränderung herbeigeführt werden.


Fertige ein Mobbing-Protokoll an und halte fest: wer, was, wann, wo und wie gemacht/ gesagt hat. Ergaben sich hieraus negative Konsequenzen für dich?


Rechtliche Schritte sind zur Zeit wenig Erfolg versprechend, da die Beweislast auf Seiten des Mobbing-Opfers liegt. Das Mobbing-Opfer muss glaubhaft nachweisen, dass seine Persönlichkeitsrechte und seine Würde verletzt wurden. Da die Kollegen ihn aber in den wenigsten Fällen unterstützen werden – teilweise sicher auch um nicht selber das Ziel von Mobbing zu werden – gestaltet sich dieses Unterfangen als kaum umsetzbar. Viele Mobbing-Handlungen gelten zudem nicht als Beleidigung oder Verleumdung laut Strafgesetzbuch.


Wie kann Mobbing verhindert werden?

Beim Mobbing spielen nicht nur der Mobber und das Mobbing-Opfer eine Rolle, sondern auch diejenigen Kollegen, die das Mobbing ermöglichen, indem sie mitmachen oder es ignorieren und nichts dagegen unternehmen.


Wichtig ist also, dass es in der Unternehmenskultur klare moralische Richtlinien gibt, die Mobbing gar nicht erst möglich machen.


Vor allem aber auch Vorgesetzte und Kollegen, die mutig genug sind und aktiv gegen Mobbing-Handlungen einschreiten.
























Fragwürdige Erkenntnisse
Zugegeben, wir alle machen uns ab und zu mal zum ...







Wiki




Ansichten

Persönliche Werkzeuge

Suche



Volltextsuche

Werkzeuge

Navigation







Newsletter abonnieren




Du willst immer auf dem neuesten Stand sein? Dann nutze einfach unseren GO!Jobware-Newsletter!







Du möchtest deine Newsletter-Einstellungen ändern oder ihn abbestellen?













www.go-jobware.de - die richtige Adresse für Studenten und Absolventen!

Über uns | Kontakt | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | AGB | Impressum | Sitemap